Finanzplanung am Rechner

Ein gut durchdachter Finanzplan ist äußerst wichtig bei der Gründung – aber auch im privaten Umfeld. Bild: William Iven / Pixabay

Für viele junge Menschen ist es schwer, den Überblick über die eigenen Finanzen zu behalten. Wer ein Unternehmen gründet, muss zusätzlich noch die Konten des Betriebs im Blick behalten. Wir zeigen dir in diesem Beitrag, wie du sowohl deine eigenen finanziellen Mittel steuern kannst und worauf es in der Finanzplanung für ein Unternehmen ankommt. Eine Information bekommst du vorab: Bevor du dich für ein Konto, einen Kredit oder eine Versicherung usw. entscheidest, solltest du immer ein professionelles Vergleichsportal für Finanzprodukte nutzen, um dir einen Überblick über mögliche Kosten zu verschaffen.

Erfolg will geplant sein: Ein Gründer-Guide

Was es bei der Finanzplanung für eine Gründung zu beachten gibt

Wer gründen will, braucht natürlich erstmal eine Geschäftsidee. Wenn du glaubst, eine gefunden zu haben, solltest du sie überprüfen. Dazu bieten sich moderne Tools wie das Business-Model-Canvas (BMC) an. Es erlaubt dir, innerhalb weniger Minuten zu prüfen, ob deine Geschäftsidee prinzipiell tragfähig ist. Außerdem wird dir die Kostenstruktur des BMC bereits einen Ausblick geben, wie viel Geld du für dein Vorhaben zur Seite gelegt haben solltest. Je nach Branche, in der du agieren willst, werden verschiedene Kostenfaktoren anfallen. Das können beispielsweise sein:

  • Mieten
  • Nebenkosten
  • Wareneinkauf
  • Marketing
  • Wartung
  • Fuhrpark
  • Maschinen
  • Löhne
  • Sozialabgaben
  • Steuern

Außerdem musst du an die anfallenden Kosten einer Gründung denken. Gewerbeanmeldung, Gesellschaftsvertrag, Anmeldung im Handelsregister und dergleichen sind nicht kostenlos. Auch du selbst musst als Gründer von etwas leben und dir daher ein eigenes Gehalt als Geschäftsführer einplanen – oder ausreichend große Rücklagen haben. Wie du solche hohen Summen zurücklegen kannst, erklären wir später in diesem Artikel.

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Finanzplan vs. Liquiditätsplan – Der Unterschied

Du musst dir neben dem Finanzplan einen Liquiditätsplan erstellen. Er unterscheidet sich vom Finanzplan in einem entscheidenden Detail: Nur Geld, was tatsächlich vorhanden ist, wird im Liquiditätsplan berücksichtigt. Mit einem Beispiel lässt sich der Unterschied verdeutlichen:

Finanzplan: Du kaufst eine Ware ein, verarbeitest sie und verkaufst sie an den Kunden. Nach Abzug aller Kosten hast du im Moment des Verkaufs Gewinn gemacht.

Liquiditätsplan: Du kaufst eine Ware, verarbeitest sie und verkaufst sie an den Kunden. Liquidität erhältst du aber nicht im Moment des Verkaufs, sondern erst, wenn das Geld des Kunden auf deinem Konto eingegangen ist. Bis du das Geld tatsächlich erhalten hast, wurde ausschließlich Verlust erzielt.

Der Liquiditätsplan dient im Geschäftsalltag dazu, die Lücke zwischen Theorie und Praxis zu schließen. Viele Unternehmen sind bereits daran gescheitert, dass sie zwar schnell wuchsen, aber – scheinbar plötzlich – insolvent waren. Dieser Fall tritt ein, wenn ein Unternehmen immer mehr Kunden gewinnt und deshalb immer mehr Ware einkaufen muss, es aber zu viele Kunden gibt, die ihre Rechnungen spät bezahlen. So kann es passieren, dass zu viele Mittel in den Wareneinkauf fließen und laufende Kosten nicht mehr bedient werden können. Mit einem Liquiditätsplan sicherst du dich effektiv gegen diesen Fall ab.

Flexibel im Leben: Finanzplanung für Privatpersonen

Wie du einfach und effektiv Geld sparst

Wir haben dir bereits gezeigt, wie aufwändig eine Gründung ist. Dass der finanzielle Aufwand auch erheblich sein kann, hast du bereits selbst gemerkt. Aber was kann man tun, wenn am Ende des eigenen Geldes noch so viel Monat übrig ist? Die Lösung lautet: Zwei-Konten-Modell.

Das Zwei-Konten-Modell basiert – wie der Name unschwer erkennen lässt – auf zwei Konten. Es gibt dein Sparkonto und dein Konsumkonto. Auf deinem Sparkonto gehen Gehalt, BAföG und dergleichen ein. Von deinem Sparkonto richtest du einen Dauerauftrag auf dein Konsumkonto ein. Du überweist monatlich den Betrag, den du zum Leben brauchst. Also Geld für Miete, Benzin, Handy, Essen und Freizeit. Was noch auf dem Sparkonto ist, bleibt dort. Eine EC- oder Kreditkarte legst du dir ausschließlich für dein Konsumkonto zu. So kannst du sicher sein, dass du jeden Monat einen festen Betrag sparst. Das angesparte Geld kannst du entweder auf einen Schlag investieren, monatlich Sparpläne bedienen oder zurücklegen – als Eigenkapital für einen Bankkredit beispielsweise. Mit einem gewissen Eigenkapital werden Banken dir nämlich bessere Konditionen einräumen und so auch Gründungsvorhaben ermöglichen, die dir vorher vielleicht zu teuer schienen.

Ein weiterer Vorteil des Zwei-Konten-Modells ist, dass du damit zeigen kannst, dass du Finanzen planen kannst. Das wird mögliche Investoren davon überzeugen, dir in Geschäfts- und Finanzfragen mehr Vertrauen zu schenken. In dem folgenden Video ist nochmal anschaulich erklärt, wie das Zwei-Konten-Modell funktioniert und wie du es sogar zu einem Drei-Konten-Modell ausbauen kannst.

Der FiFin steht: Als Gründer Geld beschaffen

Wenige können nur mit ihren Rücklagen gründen. So finanzierst du deine Unternehmung

Du hast deine eigenen Finanzen im Griff, hast deine Geschäftsidee geprüft, sie für gut befunden und mittlerweile sogar etwas Geld gespart. Außerdem stehen sowohl dein Finanz-, als auch dein Liquiditätsplan und du weißt, welche Rechtsform deine Gründung haben soll. Doch was jetzt? Wenn die Rücklagen nicht reichen und du viele Jahre sparen müsstest, damit es so weit kommt? So geht’s weiter:

Du schreibst einen Businessplan. Darin formulierst du deine Geschäftsidee klar aus und nimmst auch deine Pläne zu Finanzen sowie Liquidität mit auf. Gemeinsam mit deinen Rücklagen kannst du zu einer Bank gehen und um ein Finanzierungsgespräch bitten. Hier bieten sich Förderbanken wie die KfW an, da diese besonders günstige Kredite für Gründer anbieten.

Finanzplanung ist keine Hexerei

Ob du Gründer bist oder einfach besser sparen willst, ist egal: Mit unseren Tipps erleichtern wir beides. Bevor du eine Entscheidung triffst, solltest du dich ausgiebig informieren – schließlich geht es um dein Geld. Wenn du glaubst, dass du einfach nicht genug Geld verdienen kannst, um etwas zu sparen und schon Vollzeit arbeitest, dann sieh dir doch den folgen Artikel an. Dort geben wir dir 25 Tipps, wie du passiv Einkommen aufbauen kannst.

Passives Einkommen aufbauen: 25 ultimative Tipps

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