Eine Anleitung für das Erstellen von Facebook-Werbung für dein Unternehmen

Facebook Ads schalten: In 7 Schritten zur erfolgreichen Anzeige

Beim Schalten von Facebook Ads gibt es einige Dinge, die du beachten solltest. Studien zufolge weist das soziale Netzwerk Facebook 2020 2,45 Milliarden aktive Nutzer weltweit vor und ist damit die größten Social Media-Plattform der ganzen Welt. Daher bietet Facebook auch für Unternehmen einen geeigneten Kanal, Werbung für das eigene Unternehmen zu schalten und mit Kunden in Kontakt zu treten. Immer mehr Unternehmen nutzen mittlerweile diesen Kanal, um Neukunden anzulocken, die Reichweite zu erhöhen und mehr Traffic zu generieren. Mittlerweile hat selbst der kleine Blumenladen von Nebenan eine Facebook-Page, auf der er mit seinen potentiellen Kunden direkt kommunizieren kann. Wir geben dir hier eine Anleitung, die dir helfen kann, erfolgreich Werbung auf Facebook zu schalten.

Facebook Ads: Definition

Facebook Ads sind Anzeigen, die auf der Plattform Facebook geschaltet und den Nutzern, abgestimmt auf ihre Interessen, angezeigt werden. Diese Marketing-Maßnahme bietet Unternehmen die Möglichkeit eine größere Zielgruppe zu erreichen, damit gleichzeitig die Bekanntheit zu steigern und durch die Anzeige mehr Traffic auf die eigene Webseite zu bekommen. Dadurch können letztendlich Neukunden gewonnen werden sowie regelmäßig über neue Produkte, Dienstleistung und Unternehmensinformationen kommuniziert werden.

Die Funktion der Anzeigenschaltung unterscheidet sich dabei deutlich zwischen Facebook und Google. Die Werbung bei Facebook wird denjenigen Nutzern sichtbar angezeigt, deren Interessen auf der Plattform mit denen der Anzeige übereinstimmen. Diese basieren auf den Informationen, die die Nutzer auf der Plattform öffentlich teilen (Musikgeschmack, Beziehungsstatus, Hobbys, Wohnort, Arbeitgeber etc.). Google Ads hingegen schaltet Anzeigen auf Basis getätigter Suchanfrage. Verwendet der Nutzer also das treffende Keyword, wird die Anzeige des Unternehmens passend geschaltet. Wenn du wissen möchtest, wie genau Google Ads funktioniert und wie du dort Anzeigen schaltest, kannst du in unserem Artikel Google AdWords-Basics: 5 wichtige Tipps und Tricks – Diese Grundfunktionen der Google-Werbung solltest du kennen nachlesen.

Facebook Ads schalten

In sieben Schritten leiten wir dich durch die Erstellung einer Facebook Werbeanzeige und werden bei jeden Schritt erklären, worauf es hier ankommt und was du unbedingt beachten solltest. Voraussetzung ist, dass du einen Account hast, über den du die Werbung schalten kannst. Somit kannst du also über deine private Login-Daten Anzeigen erstellen, aber selbstverständlich auch mit einem speziellen Unternehmensaccount.

1. Kampagnenziel festlegen

Um eine Facebook Ad zu erstellen, muss du zum Werbeanzeigenmanager wechseln. Bevor du bei Facebook diverse Funktionen auswählst, solltest du dir überlegen, was genau du mit dieser Anzeige erreichen möchtest. Die Ziele können dabei ganz unterschiedlich sein:

  • Markenbekanntheit steigern
  • Mehr Reichweite
  • gesteigerter Traffic
  • höhere App-Downloads
  • zusätzliche Lead-Generierung
  • etc.

Dementsprechend wählst du dann das passende Kampagnenziel in Facebook aus. Diese Ziele sind jeweils in verschiedene Kategorien unterteilt, sodass du eine verständliche Übersicht über die Ziele und ihre Auswirkungen bekommst. Doch es gilt: Ein Kampagnenziel pro Anzeige.

2. Zielgruppe definieren

Facebook ist eine Plattform, die dir spezifische Möglichkeiten bietet eine Zielgruppe zu definieren, der deine Werbung dann angezeigt wird. Du kannst deine Zielgruppe bei den Einstellungen zur Anzeige ziemlich genau festlegen und du solltest dir vorher Gedanken gemacht haben, wen diese Werbung erreichen soll. Denn wenn die Zielgruppe nicht angepasst ist, dann ist die Anzeige nicht nur deplatziert, sondern auch unnütz, da die Leute, die sie sehen höchstwahrscheinlich keinerlei Kaufinteresse haben werden.

Bei der Einstellung der Zielgruppe für die Facebook Ads kann es sinnvoll sein, sich über bestimmte Leitfragen klar zu werden:

  • Wer passt zu uns?
  • Woher soll der Kunde stammen?
  • Wie „groß“ soll der Kunde sein?
  • In welchem Preissegment soll er sich bewegen?
  • Und auch: Wen wollen wir eben nicht?

Natürlich hat man so noch kein ganzheitliches Marketing-Konzept, aber in etwa so könnten erste effektive Überlegungen zur Zielgruppenfestlegung aussehen. Facebook bietet dir dann im ersten Schritt die Möglichkeit, Zielgruppen auszuwählen, mit denen du schon Kontakt hattest oder eben Menschen, die diesen Kunden ähneln. Darüber hinaus sind demografische Daten, wie Alter, Geschlecht und Wohnort, aber auch psychografische Merkmale (Bedürfnisse, Kaufverhalten usw.) wichtig anzugeben.

Doch nun stellt sich die Frage: Wie komme ich zu diesen Informationen? Natürlich helfen hier oft der Verstand und manchmal auch die Logik, aber es gibt gewisse Punkte innerhalb der Recherche, bei denen es doch wichtig ist, Informationen aus erster Hand zu erhalten. Die Möglichkeiten hier sind vielfältig. Besonders für die Steckbriefdaten bieten sich Analyse Tools wie Google Analytics an. Währenddessen kommst du zu den psychografischen Daten am besten, indem du den Menschen, die du gerne erreichen möchtest, genau zuhörst, sie befragst, oder dich mit Kollegen austauschst. Im Endeffekt ist es egal woher die Informationen kommen, solange sie fundiert sind.

3. Anzeigenplatzierung auswählen

Im nächsten Schritt musst du den Ort deiner Facebook Ad wählen. Die Platzierung dieser kannst du entweder manuell schalten oder automatisch einstellen. Abhängig von deinem vorher ausgewählten Kampagnenziel, werden dir dann unterschiedliche Anzeigenplatzierungen vorgeschlagen. Mögliche Orte für deine Werbung sind zum Beispiel:

  • Feed
  • Stories
  • Videos/In-Stream
  • Nachrichten
  • Artikel
  • Apps und Webseiten

4. Budget und Zeitraum festlegen

Um Facebook Ads zu schalten, muss du für Facebook ein genaues Budget und einen bestimmten Zeitraum angeben. Hier legst du fest, wie viel Geld du für die Ads ausgeben möchtest und wie lange deine Werbekampagne laufen soll. Für die Kosten kannst du entweder ein Tagesbuget angeben oder ein gesamtes Laufzeitbudget.

Generell gibt es zwei Modelle für die Bezahlung. CPV (Cost per View) und CPC (Cost per Click) sind die beiden bekanntesten Alternativen, wenn es darum geht die Werbeplattform für die Inserierung der eigenen Anzeige zu bezahlen. Beide Varianten haben ihre Vor- und Nachteile, aber im Endeffekt ist es meist besser, wenn du dich für CPC entscheidest. Hier zahlst du nämlich nur, wenn die Nutzer auch wirklich mit einem Klick auf deine Werbung reagieren. Natürlich ist manchmal die Cost per View Variante auch vorteilhaft, aber vor allem dadurch, dass hier allein für die Anzeige gezahlt wird, ohne dass der Nutzer tatsächlich reagiert, ist es schwieriger eine anständige Conversion-Rate zu erzielen. Ein typisches Beispiel für CPV Werbung sind Pop-Up Ads – und du weißt es aus eigener Erfahrung: da klickt kaum einer absichtlich drauf.

5. Anzeige gestalten

Nun geht es darum, dass du deine Facebook Ads gestaltest. Dafür musst du dir ein Format aussuchen, in dem eine Werbung dann für die Nutzer sichtbar ist. Das Format solltest du hinsichtlich dem Inhalt und dessen Umfang anpassen. Möchtest du nur ein Produkt bewerben oder gleich mehrere? Kommt deine Dienstleistung in einem Video besser rüber? Diese Gedanken musst du dir stellen und darüber hinaus, ob die ein oder andere Lösung vielleicht vorteilhafter sein mag, um die Aufmerksamkeit der User zu generieren.

Generell stehen dir folgende Formate zur Verfügung:

  • Image Ads (Bilder Ads)
  • Video Ads
  • Slideshow Ads
  • Carousel Ads
  • Collection Ads
  • Instant Experience/Vollbildanzeige
  • Lead Ads
  • Messenger Ads

Je nach Wahl des Formats, musst du über geeignete Bilder und auch Texte nachdenken, die wichtige Bestandteile deiner Anzeigen sind. Vor allem die Texte müssen kurz und knapp formuliert sein, eine griffige Überschrift vorweisen und je nachdem einen Call-to-Action beinhalten, um den Leser zu animieren, mehr sehen zu wollen.

6. Bestellung aufgeben

Als letzten Schritt zur Erstellung deiner Facebook Ad, ist es wichtig alles nochmals zu kontrollieren, um dann die Bestellung aufzugeben. Hast du dies erledigt, ist deine Aufgabe erstmal erledigt und Facebook wird die von dir gestaltete Anzeige erst einmal überprüfen. Sollte diese den Richtlinien der Plattform widersprechen, bekommst du über den Werbeanzeigenmanager eine Nachricht. Zudem hast du noch die Möglichkeit, deine bevorzugte Zahlungsmethode anzugeben, mit der du die Kosten der Werbemaßnahmen bezahlen möchtest.

7. Anzeigen messen und verwalten

Auch das Messen und Verwalten deiner Facebook Ad ist besonders wichtig. Denn wenn du schon frühzeitig erkennst, dass die ein oder andere Werbeanzeige nicht funktioniert bzw. die Anzeigen nicht so gut performen, wie du es dir gewünscht hättest, kannst du dies bei regelmäßiger Überwachung schnell feststellen. Geld in Facebook Ads zu investieren, die deine Marketingziele nicht erreichen, ist sinnlos. Ob deine erstellte Ad erfolgreich ist, kannst du über das Manager-Dashboard in Facebook verfolgen. Wenn du Anfänger bist und erst anfängst deine ersten Facebook Ads zu schalten, kann es sinnvoll sein, mehrere Anzeigen mit kleinen Zielgruppen und geringerem Budget zu schalten.

Fazit: Die perfekte Facebook Ad

Was genau man nun unter der perfekten Facebook-Ad versteht ist schwer zu sagen und immer abhängig von der Zielgruppe, die man erreichen will. Es ist wichtig, dass du dir über deine Zielgruppe klar wirst, diese genau definiert, deine Anzeige als CPC schaltest und dann noch den richtigen Ton bzw. das richtige Mittel findest, um die Aufmerksamkeit auf dich zu ziehen. Mit den richtigen Methoden und einen Gespür für eine attraktive Gestaltung, kannst du innerhalb dieser Schritte erfolgreiche Facebook Ads schalten.

Über den Autor

Autorenprofil: Lisa Goldner

Lisa Goldner

Nach ihrem Abitur 2013 entschied sich Lisa für ein Studium des Journalismus als auch der Unternehmenskommunikation und konnte durch den nahen Praxisbezug ein breit gefächertes Repertoire an Kenntnissen beider Branchen sammeln. Während des Studiums arbeitete sie als Assistenz der Öffentlichkeitsarbeit in einem öffentlich-rechtlichen Kulturbetrieb und erlernte somit auch essenzielle Aufgaben des Eventmanagements. Im Anschluss begann sie in Kiel den Masterstudiengang ”Angewandte Kommunikationswissenschaft“, in dem sie ihre Erfahrungen durch Projekte und wissenschaftliche Arbeiten besonders in den Bereichen Journalismus und Marketing ausbauen konnte. Seit Januar 2020 ist Lisa Volontärin in der Online-Redaktion von Gründer.de.

Eine Antwort

  1. Vielen Dank für die Auflistung der 7 Schritte.
    Bei Punkt 5 achte ich persönlich auf das AIDA Prinzip um eine ansprechende Anzeige zu gestalten. An diesem Prinzip festzuhalten hilft eine gute und wirkungsvolle Anzeige zu bauen und zu schreiben.

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