Als Executive Summary wird die Zusammenfassung von deinem Businessplan bezeichnet. In deinem Businessplan steht das Executive Summary zwar gleich am Anfang, geschrieben wird es von dir aber erst nach Fertigstellung von deinem Plan. Vor allem Investoren sind ganz wild auf das Executive Summary, weil du ihnen auf einen Blick, kurz und prägnant deine Idee, deine Marktrecherche, deine Pläne für die Umsetzung und natürlich auch alle wichtigen Kennzahlen lieferst. Deshalb stehen Investoren so sehr auf das Executive Summary, weil sie mit diesem Papier sofort richtig arbeiten können. Doch was muss in einem Executive Summary alles stehen? Wie muss es aufgebaut sein und wie bringt man es in eine strukturierte Form? Das will ich dir in diesem Artikel näherbringen und dir erklären, wie du ein hochwertiges Executive Summary erstellst.

Die wichtigsten Punkte gehören in das Executive Summary

Die wichtigsten Punkte aus deinem Businessplan werden von dir in das Executive Summary gepackt. In der Regel sollten das nicht mehr als zwei Seiten sein. Du wirst dir jetzt vielleicht denken, wenn doch schon alles genau im Businessplan steht, warum brauche ich dann auch noch zusätzlich dieses Papier. Ganz einfach. Für mögliche Investoren, aber auch für Banken ist das Executive Summary von ganz hoher Bedeutung. Für sie ist Zeit kostbar und mit deinem Executive Summary haben sie die Möglichkeit, sich von deiner Idee, von deinem Geschäftsmodell, ganz schnell einen Überblick zu verschaffen. Außerdem zeigst du mit diesem Dokument, dass du alles gut durchdacht hast und alles mit der notwendigen Marktrecherche, der Zielgruppe und dem vorhandenen Potenzial fundiert begründen kannst. Damit hast du schon den ersten Schritt hin zum Erfolg gemacht.

Wenn du noch Informationen brauchst, wie du einen guten Businessplan erstellen kannst, dann solltest du unseren Artikel „So erstellst du deinen Businessplan“ lesen. Dort erfährst du genau, was alles hineingehört und wie du ihn strukturiert aufbaust.

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Welche Inhalte gehören in das Executive Summary?

Wie oben bereits erwähnt, ist das Executive Summary eine Zusammenfassung von deinem Businessplan. Also gehören hier auch die wichtigsten Punkte daraus hinein, aber eben in kurzer und prägnanter Form. Die Struktur vom Executive Summary wird dir eigentlich vom Businessplan vorgegeben. Doch dies ist natürlich nicht in Stein gemeißelt. Das Executive Summary wird sehr häufig für die Gespräche mit möglichen Investoren genutzt. Also musst du dir vorstellen, was will der Leser von diesem Dokument erfahren, was will er unbedingt wissen, wo könnte er eine Frage haben. Also bitte immer aus seiner Sicht denken. Wenn du also beispielsweise das Thema Marktanalyse im Businessplan nicht gleich an erster Stelle steht, du aber der Meinung bist, dass es für das Executive Summary als Einstieg sehr wichtig ist, dann stellt es eben an erste Stelle. Ich würde dir aber die Struktur empfehlen, die nachfolgend beschrieben ist.

Wie du eine Marktanalyse genau durchführen musst und auf was du dabei achten solltest, kannst du auch im Artikel „Marktanalyse erstellen – Wie groß ist deine Zielgruppe wirklich?“ ganz ausführlich und verständlich erklärt nachlesen.

Punkt 1: Du musst das Problem benennen

In den allermeisten Fällen für ein Problem zu einer Gründung. Das bedeutet, wenn du beispielsweise ein Problem erkannt hast, etwas was man besser machen oder beheben kann, oder einen Bedarf abdecken kann, entsteht die Idee für ein Business. Für das Executive Summary musst du deshalb dieses Problem etc. genau beschreiben und welchen Zweck deine Unternehmensgründung hat und wie deine Produkte oder deine Dienstleistungen zur Lösung des Problems beitragen.

Punkt 2: Erkläre deine Lösung

Nach dem oben beschriebenen Problem musst du nun beschreiben, wie du dieses lösen kannst bzw. lösen willst. Dabei musst du aber darauf achten, dass du aus Sicht der Kunden beschreibst, wo der Kundennutzen für dein Produkt oder deine Dienstleistung liegt.

Punkt 3: Beschreibe deinen Markt

Für einen möglichen Investor ist natürlich nicht nur wichtig, dass du eine Lösung für eine Problemlösung hast. Ihn interessiert in erster Linie, wie groß der Markt dafür ist. Welche Skalierungen gibt es dafür, etwa regional, national oder gar global. Beschreibe auch, wie sich die Konkurrenzsituation auf dem Markt gestaltet und besteht eine Wachstumsmöglichkeit mit einem weiteren Produkt.

Punkt 4: Beschreibe deine Ziele und Strategien

Das Aufzeigen von Fakten und aussagefähigen Kennzahlen ist natürlich für das Executive Summary wichtig. Vergiss aber nicht, deinen bisherigen Erfolg und dich selbst auch etwas in den Vordergrund zu stellen.. Nicht übertreiben dabei, aber ruhig zeigen, zu welchen Taten du in der Lage bist. Du musst aufzeigen, welche Perspektiven es gibt, die wichtig sind, wie du deine nächsten Schritte planst und wie du diese Ziele, sowohl kurzfristig als auch langfristig erreichen willst.

Punkt 5: Lege deine Finanzen offen

Das Executive Summary ist vor allem für die Verhandlung mit Investoren wichtig. Für diese wiederum ist es sehr wichtig, dass sie wissen, wie es um deine Finanzen bestellt ist. Also leg wirklich alles offen auf den Tisch. Deine Einnahmen und deine Ausgaben, gibt es Anteile an deinem Unternehmen, wie hoch sind deine laufenden Kredite etc. Zeig auch auf, wie viel Kapital du brauchst und zwar den aktuellen Bedarf, den mittelfristigen Bedarf und vor allem auch, für was dieses Kapital gebraucht und eingesetzt wird. Von Vorteil könnte für dich auch sein, wenn du zusammen mit dem Executive Summary eine Unternehmensbewertung vorlegen könntest.

Wie du eine realistische Unternehmensbewertung erstellen kannst, ist auch in unserem Artikel „Was ist dein Unternehmen wert? So berechnest du die Firmenbewertung“ gut beschrieben. Dort kannst du nützliche Tipps finden.

Was musst du beim Erstellen eines Executive Summary noch beachten?

Was in das Executive Summary an Inhalten gehört, habe ich dir nun aufgezeigt. Jetzt folgen für dich noch ein paar Tipps und Hinweise, was für das Executive Summary noch wichtig ist.

  • Fasse dich kurz: Wie bereits erwähnt, ist das Executive Summary eine Zusammenfassung. Du solltest also nicht mehr als zwei Seiten dazu erstellen. Wenn das Executive Summary überzeugt, dann wird auch dein Businessplan im Detail genau gelesen werden.
  • Klar und einfach beschreiben: Halte dir vor Augen, dass ein Investor sich in der Regel nicht mit den Details von deinem Business auskennt. Er ist mehr ein Finanzexperte. Also beschreibe die Inhalt klar und verständlich und vermeide Fachausdrücke, mit denen keiner etwas anfangen kann.
  • Zahlen sprechen Bände: Einen Investor interessieren Zahlen. Je mehr du ihn mit Zahlen beeindrucken kannst, desto besser ist es. Also packe alles an Zahlen, was für ihn interessant sein kann, in das Executive Summary hinein. Zahlen aber allein sehen langweilig aus und desto solltest du diese auch in schöner grafischer Form darstellen.

Fazit zum Executive Summary

Die Erstellung des Executive Summary kann für dich einen erfolgreichen Einstieg darstellen, wenn du auf der Suche nach einem oder mehreren Investoren bist. Wichtig ist, dass du dir vor Augen hältst, dass du mit diesem Dokument schon Lust auf mehr machen musst. Hier kannst du das nötige Interesse wecken, neugierig machen und von deiner Idee und deinem Konzept überzeugen.

 

Das Executive Summary ist die Kür beim Businessplan
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