Mit deinem persönlichen Businessplan zum Erfolg

Businessplan-Software: Diese 5 Tools helfen dir beim Erstellen

Bevor du ein Unternehmen gründen kannst, musst du deine Geschäftsidee, deine Organisation und deine finanziellen Mittel in einem Businessplan zusammentragen. Hier zeigt sich, wie konkret deine Idee ist, wie realistisch die Umsetzung erscheint und was du für den unternehmerischen Erfolg benötigst. Mit dem Businessplan kannst du vor allem Kritiker überzeugen, Kredite bekommen und somit notwendige Finanzierungshilfen ermöglichen. Daher ist es wichtig, dass sich keine Fehler beim Erstellen des Businessplans einschleichen. Denn von diesem hängt nicht minder der Erfolg deiner Geschäftsidee ab. In diesem Beitrag wollen wir dir fünf Tools vorstellen, die 2020 zu den bekanntesten und meist genutzten Businessplan-Softwares gehören und dir beim Erstellen deines eigenen Businessplans helfen können.

Businessplan Definition

Ein Businessplan ist eine umfangreiche Zusammenfassung deines Geschäftskonzepts. Darin beschreibst du

  • deine Geschäftsidee
  • deine Strategien für das Management
  • die Herstellung der Produkte
  • Marketingmaßnahmen
  • den Vertrieb
  • die Chancen und Risiken deines Unternehmens
  • eine genaue Finanzplanung
  • und die Ziele

Durch diesen Plan kreierst du ein realistisches Bild deines Business und kannst damit wichtige Investoren, Kapitalgeber und auch relevante Steakholder bzw. Anspruchsgruppen adressieren sowie gewinnen. Dieses Schriftstück verkörpert das Herz deiner bisherigen Überlegungen. Beim Durchlesen des Plans muss sofort ersichtlich sein, womit du Geld verdienst und wie dir das gelingen kann. Daher ist es wichtig, dass alle wichtigen und erforderlichen Inhalte beachtet werden, da du ansonsten bei lückenhaften Ausführungen z.B. wichtige Finanzierungshilfen nicht bekommst.

Wenn du genau wissen möchtest, welche Inhalte in den Businessplan gehören und wie du diese gliedern kannst, dann lese dir gerne unseren Artikel Businessplan erstellen: Die 10 Kapitel zum Erfolg – So erstellst du einen strukturierten Businessplan für dein Unternehmen durch. Dort erklären wir ausführlich alle relevanten Inhalte.

Businessplan erstellen in 10 Schritten

Schritt 1: Idee, Angebot und die Zielgruppe

Im ersten Kapitel gibst du direkt einen ersten Eindruck davon, wie das Konzept deines Unternehmens aussehen soll. Was ist deine Grundidee? Wie kannst du anderen mit deiner Idee helfen und was genau ist dein Ziel? Das solltest du sehr präzise bestimmen und beschreiben können. Darüber hinaus solltest du dir genau überlegen, wer deine Zielgruppe ist und diese ebenfalls konkret definieren. Damit wird es dir im folgenden Kapitel leichter fallen, eine Marktanalyse anzufertigen.

Schritt 2: Markt und Wettbewerb

Hier geht es darum, sich intensiv mit dem Markt und den Mitbewerbern auseinanderzusetzen. Wie groß ist der Markt? Lohnt es sich hier ein Business zu starten? Mache dir bewusst, welche Wettbewerber du hast. Damit du nicht schon zu Beginn des Markteintritts stark mit diesen zu kämpfen hast, solltest du dir überlegen, was du besser machen kannst. Fertige die Analyse so detailliert wie nur möglich an, um perfekt auf deinen Start ins Business vorbereitet zu sein.

Schritt 3; Visionen und Ziele bestimmen

Besonders wichtig für dich als Unternehmer und für dein restliches Team ist es, genau Ziele und Visionen festzulegen, auf die ihr gemeinsam hinarbeiten könnt. Nur wenn du dieses Ziel einmal mit deinem Team oder deinen Gründern festgelegt hast, ist es dir möglich, die darauf abgestimmten Maßnahmen festzulegen. Sie geben dir eine Richtung vor, auf die eine Strategie aufgebaut werden kann.

Schritte 4: Deine Strategie

Auch die Strategie muss sehr gut durchdacht werden. Schließlich musst du mit ihr zu deinen Zielen gelangen. Hier musst du dir vor allem überlegen, welchen Nutzen dein Unternehmen deinen Kunden bringt. Und wie kannst du diesen Nutzen am besten umsetzen? Überlege dir in jedem Fall eine bessere Strategie als deine Mitbewerber und prüfe, was du besser machen kannst als sie. Auch alternative Strategien können sinnvoll sein, da nie gesagt ist, dass die erste Strategie direkt auf Anhieb funktioniert.

Schritt 5: Marketing

Auch die Strategie muss sehr gut durchdacht werden. Schließlich musst du mit ihr zu deinen Zielen gelangen. Hier musst du dir vor allem überlegen, welchen Nutzen dein Unternehmen deinen Kunden bringt. Und wie kannst du diesen Nutzen am besten umsetzen? Überlege dir in jedem Fall eine bessere Strategie als deine Mitbewerber und prüfe, was du besser machen kannst als sie. Auch alternative Strategien können sinnvoll sein, da nie gesagt ist, dass die erste Strategie direkt auf Anhieb funktioniert.

Schritt 6: Rechtsform und Steuern

Ein sehr unbeliebtes, aber trotzdem sehr wichtiges Thema: Die Wahl der Rechtsform und alles rund um die Steuern. Hier schreibst du nieder, für welche Rechtsform du dich entschieden hast, welche Genehmigungen du für dein Unternehmen brauchst, wie dein Unternehmen heißen soll und alles weitere, was in Richtung Buchhaltung geht.

Schritt 7: Gründerteam und Organisation

In diesem Kapitel gibst du an, wie ihr als Firma organisiert seid. Hast du einen Partner? Wer ist alles in deinem Gründerteam? Hier muss ersichtlich werden, wer für was verantwortlich ist, welche Strukturen ihr noch aufbauen wollt, wer schon alles im Unternehmen tätig ist und wer noch dazu kommt. Auch die Meilensteine, die du mit deinem Unternehmen erreichen willst, werden hier eingetragen.

Schritt 8: Finanzen

Die Finanzen bilden den Hauptteil deines Businessplans und müssen sehr genau berechnet und überprüft werden. Hier solltest du dir möglichst keine Fehler erlauben. Wo steht ihr gerade mit eurem Unternehmen, wie viel Kapital benötigt ihr noch und wann ist der Break-Even-Point geplant? – All das sind wichtige Fragen, die in dem Finanz-Teil berücksichtigt werden müssen. Spätestens hier ist es sinnvoll, ein geeignetes Tool zur Hand zu haben, mit dem sich alles leichter ausrechnen lässt.

Schritt 9: SWOT-Analyse

Nach den ganzen Zahlen folgt anschließend die SWOT-Analyse. SWOT steht für Strengths, Weaknesses, Opportunities und Threats. Hier listest du also die Stärken, Schwächen, Stärken und Risiken deines Unternehmens auf und erklärst diese. Im nächsten Schritt müssen dann Maßnahmen getroffen werden, wie mit den Ergebnissen umgegangen wird, damit die Chancen maximiert und die Risiken minimiert werden können.

Executive Summary

Als letztes Kapitel folgt die Executive Summary, eine aussagekräftige Zusammenfassung deines Businessplans. Hier werden nochmal die wichtigsten Punkte deines Businessplans zusammengefasst, um den Investoren und Banken einen guten Überblick über dein Unternehmen zu geben. Erwähne hier also nochmal die wichtigsten Kernaussagen der Geschäftsidee, deines Teams, der Marktanalyse, der Chancen und Risiken und der Finanzierung.

Businessplan-Software: 5 nützliche Tools im Vergleich

Da nun die Bedeutung eines ordentlich strukturierten und professionell wirkenden Businessplans hervorgehoben wurde, bist du sicherlich daran interessiert, welche Hilfsmittel es für die Erstellung eines Geschäftskonzepts gibt und was sie dir bieten können. Tatsächlich gibt es zahlreiche Businessplan-Softwares, die dich Schritt für Schritt durch die Erstellung führen und dir alle erforderlichen Informationen zu den Inhalten liefern. Einige der Programme bieten sogar weitere hilfreiche Optionen. Im folgenden stellen wir dir die fünf besten Tools vor, die teilweise kostenlos aber auch kostenpflichtig erhältlich sind.

1. Unternehmerheld

Diese Businessplan-Software ist ein kostenloses Tool und ermöglicht dir, ohne finanzielle Investition die Erstellung eines Konzeptes. Die Software verspricht kostenlose Vorlagen, um dir am Ende einen bankfähigen Businessplan zu liefern. Beim Erstellen begleitet dich Unternehmerheld in elf Kapiteln durch den Aufbau und bietet Beispiele zur Orientierung an. Anhand von Leitfragen kannst du dann erkennen, ob du alles Wichtige bedacht hast. Zusätzlich ermöglicht dir das Tool das Arbeiten im Team. Somit kannst du mit eventuellen Mitgründern bequem und einfach durch die Teamfunktion der Software gemeinsam am Projekt arbeiten.

Den benötigten Online-Finanzplan kannst du ebenfalls mithilfe der Businessplan-Software erstellen. Das Programm bereitet die Zahlen dann übersichtlich auf, sodass ein einheitliches Bild entsteht. Dieser Finanzplan ist jedoch kostenpflichtig und kann je nach Nutzungsdauer für 39 Euro (1 Monat), 59 Euro (2 Monate) oder für 79 Euro (3 Monate) erworben werden. Die anderen Optionen sind jedoch kostenfrei und können direkt nach der Registrierung genutzt werden. Ist der Plan dann fertig, kann er als PDF heruntergeladen werden.

  • Registrierung erforderlich
  • kostenlos
  • Beispiele und Vorlagen vorhanden
  • Schritt-für-Schritt-Hilfestellung
  • Finanzplan kostenpflichtig
  • Download als PDF

2. Gründerplattform

Die relativ junge Gründerplattform, die in Zusammenarbeit zwischen den Bundesministerium für Wirtschaft und Energie und KFW initiiert wird, bietet unerfahrenen Gründern eine nützliche Hilfe für die Erstellung von Businessplänen. Dabei ist die Business-Software mit all ihren Optionen komplett kostenlos. Auch in diesem Tool wirst du schrittweise beim Erstellen begleitet, sodass du weißt, welche Informationen in welches Kapitel gehören. Nach Abschluss des Projekts, hast du auch hier einen bankfertigen Businessplan. Ebenfalls wird hier die Team-Funktion angeboten, sodass du mit mehreren Personen am selbem Businessplan arbeiten kannst.

Das Besondere an dieser Businessplan-Software sind die Gründungsunterstützer, die sich über die Plattform registriert haben und dir individuelles Feedback liefern können. Zu diesen Unterstützern gehören erfolgreiche Unternehmer, aber auch Banken. So kannst du zu jedem Schritt während der Erstellung konkrete Hilfe anfordern und dich von Experten beraten lassen.

  • Registrierung erforderlich
  • kostenlos
  • individuelles Feedback von Profis
  • Beispiele und Vorlagen
  • Schritt-für-Schritt-Hilfestellung
  • Feedback durch Experten

3. Unternehmenswelt.de

Die webbasierte Businessplan-Software ist ein kostenloses Tool, mit dem du als Kunde Schritt für Schritt  durch die Erstellung des Plans begleitet wirst. Nach einer schnellen Registrierung, kannst du mit Textbausteinen deinen Businessplan gestalten. Zwar musst du hier nicht viel Mühe und Zeit hinein investieren, aber dadurch wirken die Businesspläne auch weniger individuell. Mittlerweile wurde an einer Aktualisierung gearbeitet, sodass jetzt Adressaten des Businessplans direkt angesprochen werden können und dies bei der gesamten Ausrichtung des Plan berücksichtigt wird. Unternehmenswelt.de bietet dir ebenfalls Muster und Vorlagen zur Orientierung an.

  • kostenlos
  • Nutzung als Kunde
  • Textbausteine
  • Beispiele und Vorlagen
  • Anlegen des Businessplans durch einen Fragebogen zu Beginn

4. Gründerwerkstatt IHK

Die Businessplan-Software „Gründerwerkstatt“, die von über 30 regionalen Industrie- und Handelskammern (IHK) betreut wird, ist eine kostenlose Onlineplattform, die dir als Gründer hilfreiche Informationen zur Verfügung stellt. Zudem bietet das Programm auch das Erstellen eines Businessplans an, bei dem in jedem Abschnitt des Dokuments Erklärungen zum Inhalt erfolgen. Die Business-Software bietet, ebenso wie die Gründerplattform, ein Format zum proaktiven Austausch zwischen den Nutzern und regionalen Partnern, als auch die direkte Unterstützung durch ein persönliches Mentoring. Dieses kann jedoch nur gewährleistet werden, wenn Partner in der näheren Umgebung anwesend sind. Dann kann online ein Dialog zwischen dir und deinem Tutor stattfinden, indem du persönliche und individuelle Beratung erhälst.

  • Registrierung erforderlich
  • Zusammenarbeit mit regionalen Partnern/Tutoren
  • Anleitung für jeden Bereich des Businessplans
  • kostenlos
  • RTF-Datei
  • keine Beispiele und Vorlagen
  • Speicherung der Daten in der Cloud

5. SmartBusinessPlan

Das Tool „SmartBusinessPlan“ bietet dir als Nutzer das Erstellen eines gut strukturierten und bankfertigen Businessplans. Die Möglichkeiten sind hier sehr viel größer, wodurch die Businessplan-Software nur kostenpflichtig angeboten wird. Mit 29 Euro pro Monat oder 119 Euro im Jahr kannst du alle hilfreichen Funktionen nutzen. Leicht bedienbare Werkzeuge, inkludierte Finanz- und Liquiditätsplanung und allerlei Beispiele und Vorlagen – durch regelmäßige Updates bleibt das Programm stets aktuell. Falls dir die Kosten zu hoch sind oder du nicht sicher bist, inwiefern sich die Investition in dieses Programm lohnt, kannst du für einen bestimmten Zeitraum die Testversion nutzen. Diese beträgt sieben Tage, danach musst du bei weiterer Nutzung bezahlen. Für die Businessplan-Software benötigt man allerdings keine Installation, da das Programm als Web-Applikation verfügbar ist.

  • kostenpflichtig
  • umfassendes Tool
  • Beispiele und Vorlagen
  • Speicherung der Daten in der Cloud
  • Anleitung für jeden Bereich des Businessplans
  • Updates
  • App

Fazit: Nutzung von Businessplan-Softwares

Nach dem Vergleich der einzelnen Tools liegt es an dir, mit welchem du am besten arbeiten kannst oder welche Ansprüche deinem Businessplan genügen. Letztendlich helfen dir alle dieser Businesplan-Softwares dabei, dein Konzept zu verbessern und für die Vollständigkeit aller relevanten Informationen zu sorgen. Auch je nach Branche gibt es Tools, die geeigneter sind als andere, da vorgefertigte Bausteine der Programme speziell auf bestimmte Bereiche zugeschnitten sind. Wenn du auf Nummer sicher gehen willst, hast du zudem immer die Möglichkeit, dir extern Hilfe zu suchen und dich vom Fachmann beraten zu lassen.

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Über den Autor

Autorenprofil: Lisa Goldner

Lisa Goldner

Nach ihrem Abitur 2013 entschied sich Lisa für ein Studium des Journalismus als auch der Unternehmenskommunikation und konnte durch den nahen Praxisbezug ein breit gefächertes Repertoire an Kenntnissen beider Branchen sammeln. Während des Studiums arbeitete sie als Assistenz der Öffentlichkeitsarbeit in einem öffentlich-rechtlichen Kulturbetrieb und erlernte somit auch essenzielle Aufgaben des Eventmanagements. Im Anschluss begann sie in Kiel den Masterstudiengang ”Angewandte Kommunikationswissenschaft“, in dem sie ihre Erfahrungen durch Projekte und wissenschaftliche Arbeiten besonders in den Bereichen Journalismus und Marketing ausbauen konnte. Seit Januar 2020 ist Lisa Volontärin in der Online-Redaktion von Gründer.de.

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