Diese Startups waren in den letzten fünf Jahren richtig erfolgreich

Die 20 erfolgreichsten Startups in Berlin

Berlin ist nicht nur die deutsche Landeshauptstadt, sondern auch die deutsche Stadt mit den meisten Startup-Gründungen. Und das nicht ohne Grund: Berlin bietet jungen Gründern ein dichtes Netz an Unterstützungsleistungen. Und das zeigt seine Wirkung. Wir stellen euch 20 der erfolgreichsten Startups in Berlin vor, die in den letzten Jahren gegründet wurden.

Erste Wahl für Startups: Berlin

Für viele junge Unternehmer ist Berlin die erste Wahl, wenn es um das Gründen eines eigenen Startups geht. In der Stadt finden sich zahlreiche Acceleratoren und Inkubatoren, die Startups mit intensiven Coachings unterstützen. Darüber hinaus werden in zahlreichen Innovationslaboren, Ideen in die Tat umgesetzt.

Auch für das benötigte Kapital ist in Berlin gut gesorgt. Mit den VC Fonds investiert die IBB Beteiligungsgesellschaft Venture Capital in Berliner Wachstumsunternehmen in verschiedenen Technologiebranchen. Eine weitere Finanzierungsmöglichkeit bieten verschiedene Crowdfunding Anbieter. Zudem gibt es zahlreiche Vernetzungsveranstaltungen wie dem startup:net Investor’s Dinner.

Berlin bietet also viele Möglichkeiten und zieht damit viele erfolgreiche Gründer an. Deswegen wollen wir euch 20 erfolgreiche Gründer vorstellen, die es in den letzten fünf Jahren geschafft haben in Berlin erfolgreich durchzustarten. Erfolgreich heißt in dem Fall, dass die Startups entweder hohe Umsätze generiert oder ein rasantes Wachstum zu verzeichnen haben.

Die 20 erfolgreichsten Startups in Berlin

1. LiveEO

Bei LiveEO handelt es sich um eine Software, die Infrastrukturen in den Bereichen Energie, Bahn und Pipelines überwacht. Diese Beobachtungen erfolgen über Satellitenbilder, die ausgewertet werden und durch die Gefahren früher erkannt werden. So kann man in Zukunft Katastrophen, wie Waldbrände verhindern.

Durch ihre innovative Idee haben die Gründer schnell einen ersten Kunden gewonnen: Die Deutsche Bahn. Durch die Software möchte die Deutsche Bahn Sturmschäden vermeiden. E.ON folgte als nächster Kunde nach kurzer Zeit. Auch in den USA haben sie bereits ihren ersten Kunden gewonnen. Das Gründungsjahr des Unternehmens ist 2018. Mittlerweile sind 30 Mitarbeiter in dem Unternehmen eingestellt.

Mit LiveEO lassen sich mit Satelliten-Bildern Gefahren erkennen Bildquelle: LiveEO
Mit LiveEO lassen sich Satelliten-Bilder auswerten. Und Gefahren frühzeitig erkennen – Bild: Live-EO.com

2. Mietz

Die Mietz App wurde im Mai 2021 von den beiden Gründern Lena Tuckermann und Johann Kim gegründet. Hintergrund ihrer Zusammenarbeit ist die Situation rund um Wohnungssuchen in Deutschland. Jährlich ziehen viele Millionen Menschen aus oder um und brauchen eine neue Wohnung. Diese zu finden ist sehr schwierig. Seine eigene Wohnung zu promoten aber fast genauso. Die Mieter können sich vor Anfragen seriöser oder unseriöser Art meist kaum retten. Um die Wohnungssuche und Vertragsabschlüsse sicher zu gestalten haben die beiden Gründer Mietz entwickelt, um so die Prozesse zu vereinfachen.

3. Urban Monkey

Urban Monkey ist ein Startup, dass sich im Bereich Travel auskennt. Die App wirbt damit, Sightseeing neu und digitaler zu denken. Mit Urban Monkey musst du nicht mehr alle Sightseeing Stationen zu Fuß abklappern, sondern bekommst alle Auskünfte rund um Busse, Bahnen und Hop-on Hop-off Busse. Aktuell ist die App im Ausbau und nur für Berlin und München aktiv.

4. HeyJobs

HeyJobs wurde im Jahr 2016 gegründet. Ziel des Startups ist es, Unternehmen und Bewerber über eine künstliche Intelligenz zusammenzubringen. Dafür durchsucht die KI von HeyJobs einen Datenpool aus Bewerbern. Dieser Datenpool wurde seit der Gründung 2016 konstant aufgebaut. Danach folgt die Analyse der Kandidaten auf Grundlage der Stellen, für die sie sich vorher schon interessiert haben. Anschließend vergleicht sie diese mit den Stellenanzeigen, welche die Kunden bei HeyJobs schalten. Inzwischen nutzen Firmen wie Daimler und Edeka die KI bereits.

5. Tier Mobility

20.000 Euro am Tag soll das E-Scooter-Startup Tier an Umsatz machen. Dafür sammelt das Unternehmen aber auch fleißig Kapital von Investoren ein. Und das lohnt sich: Tier expandiert in immer mehr Städte in Deutschland. 2018 gegründet verändert das Startup die Mobilität in unseren Städten. Die Scooter stehen auf den Straßen und Nutzer können diese per App aktivieren und ausleihen. So soll die Fortbewegung in großen Städten einfacher und umweltbewusster geschehen.

Tier Mobility stellt E-Scooter her, mit denen man durch die Stadt fahren kannBildquelle: Tier.app
Mit den E-Scootern von Tier Mobility emissionsfrei in der Stadt bewegen – Bild: Tier.app

6. Pitch

Christian Reber, der Gründer von Wunderlist, startet mit Pitch ein neues Projekt. Er möchte das Präsentieren innerhalb von Teams einfacher machen. Dafür legt er sich mit seiner neuen Software mit dem Giganten Microsoft Powerpoint an. Dabei wird er von zahlreichen Investoren bei seinem Vorhaben unterstützt: Facebook und Dropbox-Investor Index Ventures sowie wie Frank Thelen steuern Kapital zu seiner Idee bei. Und das lohnt sich: Mittlerweile hat er rund 19 Millionen Euro Kapital gesammelt, die in seine Idee fließen. Somit ist Pitch eines der Startups in Berlin, von dem wir in Zukunft mit Sicherheit noch viel hören.

7. Frontier Car Group

Das Jahr 2016 ist auch das Gründungsjahr des Unternehmens der FrontierCar Group. Sujay Tayle gründete diese im selben Jahr. Die Frontier Car Group handelt in sieben Ländern mit gebrauchten Autos in Schwellenländern. Somit bildet es das Gegenmodell zu Auto1. Nach Angaben des Unternehmens wurden dafür 2018 Fahrzeuge im Wert von 700 Millionen US-Dollar gekauft. Insgesamt 489 Millionen Dollar investierte die OLX Group in das Unternehmen. Die letzte Firmenbewertung lag wohl bei 270 Millionen Dollar. 2019 kaufte der niederländische E-Commerce-Konzern OLX das Autoportal.

8. Gorillas

Mit zu den erfolgreichsten Startups in Berlin gehört auch das Unternehmen Gorillas. Der App-basierte Lebensmittel-Lieferant wurde 2020 gegründet . Gorillas bietet seinen Kunden einen schnellen und einfachen Dienst: Über eine Online-Bestellplattform können Kunden ihren Wocheneinkauf bestellen. Die getätigte Bestellung wird dann per Fahrradkurier 10 Minuten später an die eigene Haustür geliefert. Möglich machen das zentrale Auslieferungslager in vielen Städten. 2021 konnte das Startup bereits eine Finanzierung von einer viertel Milliarde Euro erwerben. Auch in anderen Ländern ist Gorillas bereits aktiv, wie England, Frankreich, den Niederlanden oder USA.

9. Tourlane

Tourlane ist ein im Jahr 2016 gegründetes Online-Reisebüro für Individualreisen. Mit dieser Idee haben die Gründer Julian Weselek und Julian Stiefel bereits den US-Investor Sequoia und einen AirBnB-Gründer überzeugt. Die beiden Gründer stellen ihren Kunden individuelle Fernreisen zusammen, inklusive aller Flüge, Unterkünfte, Transfers sowie Aktivitäten vor Ort. Innerhalb von 18 Monaten konnten sie mit ihrer Geschäftsidee 81 Millionen Dollar von Investoren sammeln. Obwohl durch die Corona-Pandemie reisen einige Zeit nicht möglich war, besteht Tourlane auch heute noch und ist wieder auf Wachstumskurs.

Tourlane ist ein Online-Reisebüro, bei dem sich individuell Reisen buchen lassenBildquelle: Tourlane.de
Mit Tourlane kannst du deine Individualreise einfach online buchen – Bild: Tourlane.de

10. Mediaire

Das Startup Mediaire hat eine Software für die Radiologie entwickelt. Eine künstliche Intelligenz wertet die Fehldiagnosen aus und verringert gleichzeitig so Fehldiagnosen. Die Auswertung von MRT-Aufnahmen läuft innerhalb weniger Minuten automatisiert ab. Aus den Auswertungen werden dann Reports erstellt. Krankheiten wie Alzheimer und Multiple Sklerose sollen damit früher und schneller erkannt werden. Anfang 2019 hat das Startup eine Zertifizierung als Medizinprodukthersteller erhalten. Vier Monate später konnte es einen sechsstelligen Betrag von Investoren für sich gewinnen.

11. POHA House

Das Startup POHA House wurde 2019 von Lea Hermanns, ihren drei Geschwistern und ihrem Schwager gegründet und nimmt sich dem Thema Co-Living an. Mit POHA House möchten die Gründer Co-Spaces erschaffen, in denen man sowohl lebt, arbeitet als auch mit Menschen zusammenkommen kann. So hat man dann die Möglichkeit in einem Gebäude gleich drei Aspekte zu kombinieren: Wohnungen, Büroflächen und Gemeinschaftsräume. Das ist nicht nur der praktisch, sondern auch nachhaltig. Und nach diesem Prinzip wurden die ersten POHA Häuser auch schon eröffnet. Der Plan der Gründer: Bis 2025 auf 10.000 Einheiten anwachsen.

12. Medwing

Bei Medwing handelt es sich um eine Jobplattform für Fachkräfte in der Gesundheitsbranche. Besonders in Zeiten des Fachkräftemangels soll durch die Plattform Medwing eine bessere Vernetzung von Arbeitgeber und Arbeitnehmer stattfinden. Pflegekräfte spüren dadurch wieder, wie begehrt sie derzeit auf dem Arbeitsmarkt sind und wie wertvoll ihr Beruf ist. Rund 100.000 Pflegekräfte sind inzwischen bei Medwing registriert.

13. Grover

Mieten statt Kaufen – so lautet die Devise des Berliner-Tech Vermieters Grover. Hier können sich Kunden VR-Brillen, Drohnen und Smartphones bestellen und sie nach Ablauf der gewünschten Mietzeit schließlich wieder zurückschicken. 298 Millionen Euro konnte das Startup mit dieser Idee schon bei Investoren sammeln. Eine bestehende Fremdkapitalfinanzierung der Varengold Bank AG wird zudem auf 250 Millionen Euro aufgestockt. Mit diesem Kapital will das Unternehmen nun weiterhin weiterwachsen, vor allem international. Im September 2019 ist Österreich als neuer Markt hinzugekommen. 2020 sollen dann noch weitere Märkte folgen. Das Prinzip mieten statt kaufen scheint somit viele Menschen zu überzeugen.

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14. Taxfix

Bei Taxfix handelt es sich um eine Steuer-App, die den Nutzer bei Steuerthemen und der Erstellung einer Steuererklärung helfen soll. Hierzu führt die App dich Schritt für Schritt mit einfachen Fragen zur Online-Abgabe der Steuererklärung an das Finanzamt. 2016 gründeten Mathis Büchi und Lino Teuteberg das Unternehmen. Seit Gründung verzeichnet die App über 1,5 Millionen Downloads. Mehrere Millionen Euro haben die Nutzer durch die Plattform wieder mehr auf dem Konto, weil sie sich ihre Steuern zurückgeholt haben. Im Schnitt bekommen Steuerzahler 1.027€ zurückerstattet.

15. InstaFreight

InstaFreight ist ein digitales Speditionsunternehmen für B2B-Kunden, dessen Gründungsjahr 2016 ist. Mit dieser digitalen Spedition werden Frachtentransporte einfacher und schneller abgewickelt. Dafür loggen sich die Kunden einfach auf der Webseite von InstaFreight ein und geben ihre Be- und Entladestelle und Informationen zum Transportobjekt ein. Daraufhin wird ihnen direkt einen Preis ausgerechnet, der sich anschließend direkt buchen lässt. Die Fahrer sind mit einer passenden App ausgestattet, mit der ihnen direkt Aufträge zugesendet werden.

16. Handly

Mit Handly gibt es nun endlich eine App, die Handwerksbetrieben unter die Arme greift. Die gesamte Verwaltung und Planung wird über die App gemacht und synchronisiert. So wissen alle immer um die aktuellen Projekte, Mitarbeiter, Kosten sowie Baustellen Bescheid. Entwickelt haben die App Bastian Meyer und Klaas Krüger. Die beiden kommen aus einem Handwerker-Umfeld und haben mit der App eine große Chance gesehen.

17. billie.io

Das Startup Billie wurde 2016 von Christian Grobe und Matthias Knecht gegründet. Mit ihrem Unternehmen bieten sie kleinen und mittelständischen Unternehmen, Startups und Selbstständigen kurz gesagt einen schnellen Weg zur Rechnungsvorfinanzierung. Dafür automatisiert eine intelligente Risikobewertung hier die Kreditprüfung. Hierdurch kommen Factoring-Kunden schneller an ihr Geld.

18. ASANA Rebel Yoga

Yoga ist seit Jahren eine Trend-Sportart. Für genau diese Sportart bietet Asana Rebel eine App an. Diese App beinhaltet verschiedene Trainigsprogramme, die sowohl für Anfänger als auch für Fortgeschrittene geeignet ist. Kurz nach dem Launch schafften es die Gründer mit ihrem Startup in den ProSiebenSat.1-Accelerator und bauten darauf die Plattform aus. Inzwischen wurde die Produktpalette erweitert und es wurde eine Content-Plattform geschaffen, auf der alle Fragen, die zum Yoga aufkommen, beantwortet werden.

19. Fenyx

Secondhand-Kleidung, also Kleidung, die schon mal einen anderen Besitzer hatte und weitergegeben wurde, ist aktuell voll im Trend. SI hat sich Fenyx auch auf Secondhand spezialisiert, aber nicht in Sachen Kleidung sondern bei Möbeln. Durch sie wird der Verkauf einzigartiger und preiswerter Möbel vereinfacht, indem Umzugsunternehmer, Privatkunden und Händler miteinander interagieren können.

20. BeemyBox

BeeMyBox ist aus einem Hobby und einem Problem entstanden. Der Gründer Aaron ist 17 Jahre und fährt für sein Leben gerne Fahrrad. Seinen Tacho und seine Lampe hat er eigentlich immer dabei, außer sie wurden geklaut. So hat er sich entschieden einen kleine Safe zu entwickeln, den man leicht ans Fahrrad anschließen kann und der Einbruchsicher ist. Mit seiner Idee war er schon bei Die Höhle der Löwen und konnte außerdem mit Erfolg einen großen Deal abräumen.

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Häufige Fragen (FAQ) zu Startups in Berlin

Wie viele Startups gibt es in Berlin?

Laut der „Berliner Start-up-Map“ gab es im Jahr 2020 rund 3.000 Startups in Berlin.

Wie viele Startups gibt es in Deutschland?

Laut der KfW lag die Zahl der Startups im Jahr 2020 bei 70.000.

Wo gibt es die meisten Startups in Deutschland?

Von 70.000 Startup-Gründungen in Deutschland 2020 wurden 3.000 in Berlin gegründet. Das macht Berlin zur Stadt, mit den meisten Unternehmensgründungen in Deutschland.

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Über den Autor

Autorenprofil: Leoni Schmidt

Leoni Schmidt

Nach ihrem Abitur studierte Leoni an der Fachhochschule des Mittelstands in Köln Medienkommunikation & Journalismus. In diesem Studium sammelte sie durch Praktika bei der Rheinischen Post und bei Antenne Düsseldorf viele praktische, journalistische Erfahrung. Neben ihres Studiums arbeitete sie als Werkstudentin bei einem Online-Magazin. Bei diesem wurde sie nach ihrem Studium übernommen und arbeitete dort in der Online-Redaktion. Im Mai 2019 wechselte sie dann zu Digital Beat und Gründer.de und arbeitete bis Oktober 2021 als Junior-Online-Redakteurin.

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