Eine Auswahl besonderer Startups aus Amerika

10 erfolgreiche Geschäftsideen aus den USA

Amerika gilt als das Land der unbegrenzten Möglichkeiten. An der Gründerszene lässt sich schnell erkennen, dass dies auch für Geschäftsideen und Startups gilt. Denn viele Trends entwickeln sich erst in den USA und kommen dann nach Europa rüber. Dementsprechend lassen sich Geschäftsideen sehr gut aus den USA abschauen. Wir stellen dir einige Geschäftsideen vor, die in den USA sehr erfolgreich geworden sind und dir als Inspiration für ein eigenes Unternehmen dienen können.

Geschäftsideen aus den USA als Inspirationsquelle nutzen

Amerikaner haben eine sehr experimentierfreundliche Gründermentalität. Sie sind in der Regel risikofreudiger als die Menschen in Deutschland und haben weniger Angst davor, zu scheitern. Die Folge daraus ist, dass immer wieder neue amerikanische Geschäftsideen international begeistern. Diese Mentalität kann vielen Gründern aus Deutschland helfen, Motivation und Inspiration für die eigene Selbstständigkeit zu gewinnen.

Schließlich haben sich schon viele amerikanische Geschäftsideen am internationalen Markt bewiesen: Facebook, Airbnb oder Uber – all das sind Geschäftsideen und Unternehmen aus den USA, die mittlerweile auch bei uns sehr erfolgreich sind. Dementsprechend kann es sich sehr lohnen, den amerikanischen Markt zu beobachten und so früh zu erfahren, wenn ein Trend wieder zu uns rüber kommt. Dann kann sich ein guter Zeitpunkt bieten, um die eigene Geschäftsidee in die tat umzusetzen.

Wichtig ist nur, dass du nicht vergisst, dass sich nicht alle Ideen vom amerikanischen Markt 1:1 hier umsetzen lassen. Der deutsche und der amerikanische Markt unterscheiden sich sehr stark. Deswegen gilt es früh herauszufinden, ob gewisse Geschäftsideen in Deutschland überhaupt funktionieren würden. Oft kann es sinnvoll sein, diese Idee dem Markt anzupassen und so eine Marktlücke zu finden.

10 erfolgreiche Geschäftsideen aus den USA

Damit du eine Vorstellung hast, welche erfolgreichen Ideen aus den Staaten kommen, wollen wir dir im folgenden zehn davon vorstellen. Vielleicht kannst du dir daraus ein paar Inspirationen für dein mögliches Startup ziehen.

1. Rent a Dog

2008 gründete die Amerikanerin Marlena Cervantes das Unternehmen „FLEX PETZ“, eine Vermietagentur für Hunde. Was im ersten Moment für viele merkwürdig klingt, ist jedoch eine sehr gute Möglichkeit für Hundeliebhaber, die viel beschäftigt sind oder die in ihrer Wohnung keine Hunde halten können oder dürfen. Denn bei FLEXPETZ können sie sich einen Hund tageweise mieten, der aber bei einer anderen Pflegekraft lebt.

Bei dem Unternehmen handelt es sich um eine Agentur, die sich über Mitgliedsbeiträge finanziert. Hinzu kommen Tagessätze für das Mieten eines Hundes. Dafür hat der Kunde jedoch keinerlei Kosten für Nahrung, Tierarzt, Untersuchungen oder die Pflege des Hundes. Grundsätzlich werden die Hunde jedoch nur an eine begrenzte Anzahl von Familien vermietet, damit sie sich besser an bestimmt Personen gewöhnen können. Das Unternehmen betreut die Familien 90 Tage lang und beobachtet die Entwicklung. Bekommen sie eine positive Beurteilung ist danach auch eine dauerhafte Überführung des Hundes in die Familie möglich. Damit soll verhindert werden, dass Hunde ausgesetzt oder ins Tierheim abgegeben werden, weil man sich zu überstürzt einen Hund zugelegt hat.

2. Ankauf von gebrauchten Lehrbüchern

Bücher, gerade Lehrbücher, sind für Schüler, Auszubildende und Studenten sehr teuer. Zudem brauchen sie in ihrer gesamten Lehrzeit sehr viele davon, die danach nur noch ungebraucht zuhause rumliegen. Das wollen die beiden Amerikaner Josiah und Seth Wartak mit ihrem Unternehmen „fairbooks.com“ verhindern. Seit 2010 kauft fairbooks.com gebrauchte Lehrbücher von Studenten und Schülern und bieten diesen so die Möglichkeit, Geld damit zu verdienen. Wie genau die Bücher aussehen, also ob Eselsohren drin sind oder nicht, ist hier völlig egal. Wichtig ist nur, dass die Seiten vollständig sind.

Ob für ein bestimmtes Buch gerade Bedarf besteht, kann der Besucher direkt auf der Webseite prüfen, indem er den ISBN-Code eingibt. Wird das geprüfte Buch auf der Webseite gesucht, kann direkt der Ankaufsvorgang eingeleitet werden. Dabei entstehen für den Verkäufer des Buches keine Versandkosten, da am Ende des Ankaufsvorganges ein Versandetikett generiert wird. Diese werden somit vom Unternehmen übernommen.

Mittlerweile gibt es fairbooks.com nicht mehr. Trotzdem ist das Geschäftskonzept gut durchdacht und kann gut als Inspiration genutzt werden.

3. Flatrate für Freizeitaktivitäten für Kinder

Mittlerweile gibt es für alles Flatrates: Handy, Internet, Musik und Filme. Warum nicht also auch für Freizeitaktivitäten für Kinder? So etwas in die Richtung müssen sich die Gründer des New Yorker Startup „KidPass“ gedacht haben. Dieses bietet Familien eine monatlich kündbare Mitgliedschaft an, mit der die Kinder Zugang zu zahlreichen Freizeitaktivitäten in der Umgebung erhalten. Solche Angebote können Kochkurse für Kinder, Museumsbesuche, sportliche Aktivitäten oder Kulturveranstaltungen sein – eben alles was darauf ausgerichtet ist, Kinder zu fördern.

Dafür arbeitet KidPass mit verschiedenen Anbietern von Freizeitaktivitäten zusammen und beteiligt diese an den Einnahmen aus der monatlichen Mitgliedschaftsgebühr.

4. Orthopädische Einlagen per App

Orthopädische Einlagen können dem Betroffenen bei Rückenschmerzen, Gelenkbeschwerden und Fehlstellungen helfen. Da jeder Mensch und jeder Fuß jedoch anders ist, müssen Einlagen immer individuell an jeden Patienten angepasst werden. Bisher war das immer Aufgabe eines Schuhmachers, der diese Einlagen per Hand anfertigte. Das ist zum einen sehr aufwendig und zum anderen sehr teuer. Dies will das Startup „ExoSOLS“ ändern, indem es passgenaue und günstige Einlagen mithilfe von 3D-Druckern herstellt.

Zuerst erstellt die App ein Abbild des Fußes. Dafür muss der Nutzer Fotos aus verschiedenen Perspektiven mit der Smartphone-Kamera von seinem Fuß aufnehmen. Hierbei kommt eine Technik zum Einsatz, die sich Stereo Photogrammetry nennt. Diese ermöglicht eine dreidimensionale Rekonstruktion des Fußes am Computer. Wird dabei eine Fehlstellung des Fußes diagnostiziert, kann der Patient seine Daten an das Labor von ExoSOLS schicken und erhält wenige Tage später eine orthopädische Einlage aus dem 3D-Drucker. Neben der App arbeitet das Startup zudem mit verschiedenen Sanitätshäusern zusammen.

5. Das fortschrittliche Babyfon

Bei „nanit“ handelt es sich um ein Babyfon, welches auf einem 1,70 Meter hohen Ständer über dem Babybett aufgestellt wird. Mit einer hochauflösenden Kamera und einem Mikrofon kann es so Bild und Ton per WLAN auf ein Empfängergerät der Eltern senden. Zudem erkennt es mithilfe moderner Bildanalyse-Methoden Bewegungen und untersucht dabei Schlafmuster. Daraus erstellt nanit einen Punktewert und fasst alle wichtigen Ereignisse in einem morgendlichen Bericht zusammen. So sind die Eltern genau über das Schlafverhalten ihres Kindes informiert.

6. Abos mit einem Klick kündigen

Weißt du auf Anhieb, welche Abos du abgeschlossen hast, beziehungsweise, welche Abos du noch am laufen hast? Ab einer gewissen Anzahl an Abonnements kann man da schnell den Überblick verlieren. Das soll mit „Truebill“ übersichtlicher werden. Bei Truebill handelt es sich um einen Internetservice, der das eigene Bankkonto nach monatlich wiederkehrenden Zahlungen durchsucht. Diese werden dann übersichtlich aufgelistet. Das System analysiert dann, wie viel man bereits für das jeweilige Abo bezahlt hat und bietet einem direkt einen Button an, mit dem man das Abo kündigen kann. Dies geschieht entweder durch eine automatisierte Schnittstelle zum jeweiligen Anbieter oder ein Mitarbeiter von Truebill kümmert sich selbst darum. Diese Dienstleistung ist kostenlos.

Das Unternehmen verdient Geld damit, dass es eine Statistik über die Kündigungsrate verschiedener Dienste führt und Informationen aller Nutzer auswertet. Kündigt jemand ein Abo, bekommt er beliebtere Alternativen vorgeschlagen. Für diese Empfehlung erhält Truebill dann eine Provision.

7. Hochwertige Tiefkühlkost für Kinder

Jeder der Kinder hat weiß, dass es nicht immer einfach ist, ihnen gesunde Mahlzeiten schmackhaft zu machen. Zumal bei vielen Eltern die Zeit oft nicht reicht, um jeden Tag aufwändige, gesunde Gerichte selber zuzubereiten. Fertiggerichte sind aber oftmals sehr ungesund und enthalten wenig Vitamine und Mineralstoffe, die Kinder für ihr Wachstum brauchen. Das weiß auch Matt Cohen und hat deswegen das Unternehmen „Kidfresh“ gegründet. Mit seinem Unternehmen bietet er gesunde Alternativen zum gewöhnlichen Fastfood an. Auch hierbei handelt es sich um Fertiggerichte, die aber wertvolle Vitamine, Spurenelemente und Mineralien enthalten. Auf der Webseite erfährt man viel über die einzelnen Produkte, wie beispielsweise über die Zutaten und über die Herstellung. So gibt es für Eltern eine bequeme und gesunde Alternative zum jeden Tag selber kochen.

8. Das Fitnessstudio für Vielflieger

Wer geschäftlich viel mit dem Flugzeug unterwegs ist, kennt das Problem, dass Flieger oft Verspätung haben oder ganz ausfallen. Wenn das der Fall ist, hat man oft viel Zeit am Flughafen, die sich nur schwer sinnvoll nutzen lässt. Damit man nicht die ganze Zeit nur in einer Halle sitzen muss, schlägt das Startup „ROAM“ hier eine Lösung vor. Bei ROAM handelt es sich um ein Fitnessstudio, welches seinen ersten Standort im Flughafen von Baltimore eröffnet hat. Hier kann man sich also spontan für einen Besuch im Fitnessstudio entscheiden, sollte der Flug ausfallen. Sollte man keine Sportsachen dabei haben, kann man sich diese bei ROAM ausleihen. Momentan gibt es nur das eine Fitnessstudio, in Zukunft sollen aber viele weitere an verschiedenen internationalen Flughäfen dazukommen.

9. Spinning für zuhause

Wer oft ins Fitnessstudio geht, wird die Spinning-Kurse kennen, bei denen man in einer großen Gruppe auf stationären Fahrrädern zusammen in überfüllten Kursräumen trainiert. Das soll mit Peloton jetzt auch von zuhause aus funktionieren. Das Startup verkauft Fitness-Fahrräder, die über ein integriertes Tablet mit dem Internet verbunden sind und die Spinning-Einheit direkt ins eigene Wohnzimmer überträgt. Für 39 Dollar im Monat kann man hier an so vielen Kursen teilnehmen, wie man möchte. Während eines Kurses werden die Geschwindigkeit, die Umdrehungen und die Entfernung übertragen, sodass die Teilnehmer gegeneinander antreten können.

10. Drohne die Bäume pflanzt

Da immer mehr Wald von der Erdoberfläche verschwindet, kam das Startup DroneSeed auf die Idee, die Anpflanzung der Bäume durch Drohnen vorzunehmen. Innerhalb eines Jahres könnte man so laut dem Startup eine Milliarde neue Bäume pflanzen. Hierzu werden aber noch weitere Investoren benötigt. Dafür baut das Startup Pflanzdrohnen oder rüstet normale Drohnen entsprechend auf.

Für diese Aufgabe haben Drohnen den Vorteil, dass sie auch entlegene Waldgebiete ohne größere Probleme erreichen können. Dabei streuen die Drohnen entweder Pflanzensamen in Samenkapseln oder sie werfen kleine Setzlinge aus der Luft ab. Zudem können die Drohnen von DroneSeed auch düngen und wässern. Mittlerweile sind die Drohnen auch schon bei zahlreichen Aufforstungsprojekten im Einsatz.

Fazit

In den USA entwickeln sich immer neue Geschäftsideen, die schnell man den internationalen Durchbruch schaffen. Die Amerikaner haben eine andere Startup-Mentalität als wir Deutschen und trauen sich eher mal, eine vielleicht verrückt wirkende Idee umzusetzen. Trends kommen zudem meist aus den Vereinigten Staaten und können daher für uns eine gute Inspiration sein, um zu wissen, was wir demnächst bei uns erwarten können. Daher lohnt es sich in jedem Fall, Startups in Amerika im Auge zu behalten und sich Inspirationen für die eigene Geschäftsidee zu holen.

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Über den Autor

Autorenprofil: Leoni Schmidt

Leoni Schmidt

Nach ihrem Abitur studierte Leoni an der Fachhochschule des Mittelstands in Köln Medienkommunikation & Journalismus. In diesem Studium sammelte sie durch Praktika bei der Rheinischen Post und bei Antenne Düsseldorf viele praktische, journalistische Erfahrung. Neben ihres Studiums arbeitete sie als Werkstudentin bei einem Online-Magazin. Bei diesem wurde sie nach ihrem Studium übernommen und arbeitete dort in der Online-Redaktion. Im Mai 2019 wechselte sie dann zu Digital Beat und Gründer.de und arbeitet seitdem dort als Junior-Online-Redakteurin.

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