Die wichtigsten Funktionen und Kosten im Überblick

Buchhaltungssoftware 2020: Die 5 besten Tools im Vergleich

Die Buchführung ist für jedes Unternehmen Pflicht, doch sie gehört zu den unangenehmsten Tätigkeiten. Die passende Buchhaltungssoftware soll deshalb die Abläufe erleichtern, denn sie führt digital alle Schritte leicht erklärt zusammen. Allerdings existieren mittlerweile sehr viele Angebote für Buchhaltungssoftware, die Entscheidung für ein Programm fällt deshalb umso schwerer. Der folgende Artikel zeigt die besten Tools sowie die Kosten im Vergleich und erklärt, welche Funktionen die Software unbedingt besitzen sollte. 

Vorteile einer Buchhaltungssoftware

Wer sich bei der Buchführung unterstützen lassen möchte, kann auf eine digitale Hilfe und somit auf eine Buchhaltungssoftware zurückgreifen. Und diese Unterstützung macht Sinn, denn eine Software spart viel Zeit und Geld. Unternehmer können ohne Vorkenntnisse die erforderlichen Unterlagen für das Finanzamt zusammenstellen, haben aber gleichzeitig alle Zahlen immer abrufbereit. Die Software nutzt dafür den aktuellen Stand des Gesetzes und prüft alle Eingaben, somit lassen sich Fehler vermeiden. Gerade für Gründer wirkt sich das besonders entlastend aus, da so zu Beginn mehr Zeit für andere Unternehmensbereiche bleibt und auch die Kosten für einen zusätzlichen Steuerberater möglicherweise eingespart werden.

Kriterien einer guten Buchhaltungssoftware

Vor jeder Entscheidung für eine optimale Buchhaltungssoftware steht die Frage, welche Funktionen das Programm beinhalten soll. Die genauen Anforderungen hängen von den persönlichen Vorstellungen ab, aber auch von der Branche und der Unternehmensgröße. Wer sich allerdings als absoluter Neueinsteiger in der Buchführung auf die Suche begibt, kann die genauen Leistungen einer Buchhaltungssoftware zu Beginn oftmals gar nicht nennen. Prinzipiell sollten Einsteiger deshalb auf bestimmte Funktionen achten, die leistungsstarke Tools mitbringen.

Wichtige Grundfunktionen

Die folgenden Begriffe sollten bei den Grundfunktionen der Buchhaltungssoftware auftauchen:

  • Einnahmen-Überschuss-Rechnung (EÜR)
  • Gewinn- und Verlustrechnung (GuV)
  • Jahresabschluss mit Bilanz
  • Umsatzsteuervoranmeldung
  • integrierte Buchungsvorlagen
  • betriebswirtschaftliche Auswertungen und Berichte
  • integriertes Online-Banking
  • regelmäßige kostenlose Updates

Nützliche Zusatz-Funktionen

Neben den Grundfunktionen der Buchhaltungssoftware bieten sich noch Zusatz-Funktionen an, die bei guten Tools inklusive sind:

  • Umsatzsteuer-Jahreserklärung
  • Koordination mehrerer Firmen
  • Anlagenverwaltung
  • Mobil-Modus

Eignung für mehrere Unternehmensformen

Eine gute Buchhaltungssoftware spezialisiert sich nicht auf eine bestimmte Unternehmensform, sondern lässt sich für verschiedene Gruppen verwenden. Sie passt sich den Voraussetzungen an, auch wenn das Unternehmen wächst. Damit ist sie dann verwendbar für Freiberufler, Existenzgründer, Kleinbetriebe, klein und mittelständische Unternehmen sowie Großunternehmen.

Bekannte Schnittstellen

Für die Übermittlung der Daten an das Finanzamt benötigt die Buchhaltungssoftware eine ELSTER-Anbindung. So lassen sich die geforderten Unterlagen schnell und unkompliziert übertragen. Wer zudem trotz des Tools mit einem Steuerberater zusammenarbeitet, sollte auf eine DATEV-Schnittstelle achten. Diese ermöglicht den direkten Datenaustausch.

Nutzer-Freundlichkeit

Wer als absoluter Einsteiger mit einer Buchhaltungssoftware arbeiten möchte, braucht eine klar strukturierte und leicht bedienbare Benutzeroberfläche. Sie sollte auch ohne Vorkenntnisse verständlich sein und so stundenlange Einarbeitungszeiten vermeiden.

Kunden-Beratung

Falls trotz der einfachen Benutzeroberfläche der Buchhaltungssoftware Fragen aufkommen, sollte ein Support-Team erreichbar sein. Im besten Fall besitzt der Anbieter einen Chat für schnelle Fragen und beantwortet fachbezogene Anfragen in einfacher Sprache.

Preis-Leistung-Angebot

Bei den zahlreichen Produkten werben die Anbieter immer wieder mit Rabatten oder besonderen Abo-Modellen, oftmals werden die Tools dabei für einen Monatsbetrag angeboten. Ein genauer Vergleich lohnt sich, da eine Buchhaltungssoftware trotz der Vielzahl an Leistungen im Normalfall nicht über 20 Euro pro Monat kosten sollte.

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Buchhaltungssoftware im Vergleich

Bei der Auswahl der passenden Buchhaltungssoftware kommt es auf den eigenen Wissensstand an, denn die gängigen Tools richten sich entweder an Neueinsteiger oder Erfahrene. Die monatlichen Gebühren berechnen die Hersteller dabei immer pro Nutzer, somit steigen die Kosten, wenn mehrere Personen eine Software nutzen möchten. Insgesamt haben sich einige Hersteller zurecht am Markt etabliert, aber speziell für Gründer kommt auch ein neuer Anbieter hinzu.

Kostenlose Angebote für Buchhaltungssoftware

Wer eine kostenlose Buchhaltungssoftware sucht, stößt vor allem auf große Hersteller, die ihre Basisversionen kostenlos anbieten. Dabei handelt es sich somit um Testversionen, die nach einer bestimmten Zeit dann kostenpflichtig werden. Zusätzlich gibt es auch komplett kostenfreie Tools, die aber nur einen Bruchteil der Funktionen beinhalten. Diese eignen sich also lediglich zum Üben oder um bestimmte Vorgänge zu testen. Für eine komplette Buchführung sind diese Programme damit nicht geeignet.

Lexware Buchhalter 2020 – Die bewährte Buchhaltungssoftware

Lexware gehört zu den absoluten Platzhirschen am Markt. Der Hersteller kann sich seit Jahren erfolgreich mit seiner Buchhaltungssoftware behaupten und bietet aktuell auch eine zusätzliche Cloud-Funktion an.

Funktionen

Die folgenden Funktionen zeichnen den Lexware Buchhalter 2020 aus:

  • besonders umfangreiches Angebot (inklusive aller Grundfunktionen, Zusatz-Features und Schnittstellen)
  • integrierte Programm-Assistenten und Eingabehilfen für einen leichten Einstieg
  • mit der Erweiterung „lexoffice“ ist auch eine Cloud-Funktion möglich, um das Programm von überall aus zu bedienen

Ergebnis

Ein kompaktes Tool, was sich auch für Einsteiger eignet. Die Kosten für den Lexware Buchhalter 2020 starten bei 14,90 Euro pro Monat bzw. bei lexoffice ab 16,90 Euro monatlich. Damit liegt diese Buchhaltungssoftware im mittleren Preis-Segment.

WISO Buchhaltung 365 – Die beliebte Einsteiger-Buchhaltungssoftware

Die Buchhaltungssoftware von WISO trägt seit 2018 keine Jahreszahl mehr und ist Teil des WISO-Produkts „Mein Büro“. Das Tool wird jedes Jahr mit kleinen Verbesserungen sowie Anpassungen erneut angeboten und gehört zu den Marktführern.

Funktionen

Die folgenden Funktionen erwartet Nutzer der WISO Buchhaltung 365:

  • umfangreiches Angebot (inklusive aller Grundfunktionen, einige Zusatz-Features und Schnittstellen)
  • besonders übersichtlich strukturierte Benutzeroberfläche
  • zuverlässiger Kunden-Support und ein umfangreiches Benutzerhandbuch

Ergebnis

Das ideale Einsteiger-Tool mit vielen Beratungsmöglichkeiten. Mit 10 Euro pro Monat ist WISO Buchhaltung 365 zudem vergleichsweise günstig, weitere Funktionen des Produkts „Mein Büro“ werden dabei extra berechnet.

Sage 50 Buchhaltung – Die Allround-Buchhaltungssoftware

Wer Sage 50 Buchhaltung nutzt, sollte schon grundlegende Kenntnisse besitzen. Nach einer längeren Einarbeitungsphase bietet die Buchhaltungssoftware dann aber viele zusätzliche Funktionen und Erweiterungen an. Deshalb ist das Tool seit vielen Jahren bei den Nutzern beliebt.

Funktionen

Die folgenden Funktionen beinhaltet Sage 50 Buchhaltung:

  • umfangreiches Angebot (inklusive aller Grundfunktionen und Schnittstellen)
  • eine große Anzahl an Zusatz-Funktionen, zum Beispiel eine Mahn-Funktion für unerledigte Bereiche
  • Integration kostenloser Programme für Büro-Tätigkeiten möglich, zum Beispiel Projektmanagement-Tools

Ergebnis

Das Tool Sage 50 Buchhaltung eignet sich besonders für erfahrene Unternehmer oder Einsteiger, die vor einer längeren Einarbeitung nicht zurückschrecken. Die Buchhaltungssoftware funktioniert zudem auch als Teil einer Komplettlösung für das Büro. Die Kosten liegen dabei mit 14 Euro monatlich auch im preislichen Mittelfeld.

DATEV Buchhaltung – Die Übermittler-Buchhaltungssoftware

Bei der Übertragung von Daten an einen Steuerberater wird meistens DATEV verwendet. Diese Schnittstelle hat sich durchgesetzt und ist deshalb auch oft als Zusatz-Funktion in einer Buchhaltungssoftware zu finden. Das Unternehmen hinter DATEV hat allerdings auch eigene Software auf den Markt gebracht. Dieses Tool erfordert zumindest grundlegende Fachkenntnisse.

Funktionen

Die folgenden Funktionen zeichnen DATEV Buchhaltung aus:

  • umfangreiches Angebot (inklusive vieler Grundfunktionen und einiger Zusatz-Features)
  • besonders einfache Datenübertragung
  • Verwendung in vielen Unternehmen, daher standardisierte und schnellere Abläufe

Ergebnis

Wer mit einem Steuerberater zusammenarbeitet, kann sich mit DATEV Buchhaltung die Datenübermittlung erleichtern. Allerdings bietet der Hersteller viele verschiedene Produkte im Bereich der Buchhaltungssoftware an, die alle Fachkenntnisse voraussetzen und die Auswahl erschweren. Je nach Produkt starten die Kosten bei 12,50 Euro monatlich, können aber auch bei bis zu 50 Euro pro Monat liegen.

sevDesk Buchhaltung – Die praktische Cloud-Buchhaltungssoftware

Bei sevDesk wird kein Programm auf einem bestimmten Computer installiert, sondern die Buchhaltungssoftware steuert alle Prozesse über das Internet. Andere Hersteller bieten die Cloud-Funktion auch zusätzlich an, allerdings nicht mit dem gesamten Leistungsumfang. sevDesk ist hingegen nur als Cloud-Version verfügbar und versucht sich mit dieser Lösung auf dem Markt zu etablieren. Das Unternehmen stellt dabei besonders Gründer in den Fokus.

Funktionen

Diese Funktionen machen sevDesk so besonders:

  • umfangreiches Angebot (inklusive vieler Grundfunktionen und einiger Zusatz-Features)
  • einfache. moderne und intuitive Struktur
  • von überall aus mit allen Funktionen verwendbar, da keine Installation notwendig

Ergebnis

Die Buchhaltungssoftware sevDesk besitzt eine leicht verständliche Benutzeroberfläche und eignet sich besonders für Nutzer ohne Vorkenntnisse, die besonderen Wert auf Flexibilität legen. Der Preis liegt mit 15 Euro pro Monat im Mittelfeld, allerdings bekommen Gründer einen besonderen Rabatt. Denn wer Nachweise der Gründung an die Hersteller sendet, bezahlt im ersten halben Jahr nur 7,50 Euro pro Monat.

 

Fazit: Die eigenen Bedürfnisse entscheiden

Wenn du auf der Suche nach einer passenden Buchhaltungssoftware bist, lohnt es sich immer, die aktuellen Angebote ganz genau zu vergleichen. Zudem ist es wichtig, die eigenen Bedürfnisse  festzulegen. Willst du besonders flexibel sein und zu Beginn möglichst wenig Kosten verursachen, bietet sich sevDesk an. Setzt du hingegen auf etablierte Hersteller mit einem großen Funktionsangebot, wäre Lexware sinnvoller. Lege also zu Beginn deine Prioritäten fest und such dir das ideale Tool aus. Dein Steuerberater und andere Gründer können dich mit Erfahrungsberichten bei der Entscheidung unterstützen. Damit am Ende dann die ungeliebte Buchführung schnell und einfach erledigt werden kann.

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Über den Autor

Autorenprofil: Insa Schoppe

Insa Schoppe

Direkt nach dem Abitur entschied sich Insa für ein „Multimedia Production“-Studium in Kiel, danach folgten praktische Erfahrungen in einer Fernsehproduktionsfirma. Anschließend startete sie ein Volontariat in der Redaktion eines Radiounternehmens und wurde als Redakteurin übernommen. Zu ihren Aufgaben gehörten neben der Recherche und Texterstellung auch tägliche Nachrichten sowie die Verantwortung für mehrere Magazine. Im März 2020 wechselte Insa von der Radio-Redaktion in die Online-Redaktion von Gründer.de und unterstützt seitdem das Team als Junior-Online-Redakteurin.

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