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Mit Fotos Geld verdienen: 3 einfache Strategien für hohe Einnahmen

Es klingt traumhaft: Jeden Tag das geliebte Hobby Fotografie ausüben und dann mit den Fotos Geld verdienen. Doch hinter dieser scheinbar einfachen Tätigkeit steckt jede Menge Arbeit, denn Hobby-Fotografen gibt es viele. Deshalb braucht es eine gute Vorbereitung und die richtige Strategie, um sich langfristig gegen die Konkurrenz durchzusetzen. Der folgende Artikel erklärt drei einfache Strategien und zahlreiche Einnahmequellen rund um die Fotografie, mit dem möglichen Umsatz und passenden Plattformen. 

Gewerbeanmeldung und Steuern

Wer mit Fotos Geld verdienen möchte, muss als Vorbereitung keine bestimmte Ausbildung abschließen, sondern kann theoretisch direkt loslegen. Allerdings sind dabei die gesetzlichen Steuer-Regelungen zu beachten. Denn wer als Fotograf Einnahmen besitzt, muss ein Gewerbe anmelden und somit unter anderem auch die Gewerbesteuer bezahlen. Für Auftragsfotografie ist zusätzlich auch eine Eintragung in der Handwerkskammer vorgeschrieben. Generell ist es also sinnvoll, sich vor der ausgewählten Strategie über die gesetzlichen Vorgaben zu informieren.

Die passende Ausrüstung, um mit Fotos Geld zu verdienen

Bei der Frage, welche Ausrüstung nötig ist, um wirklich professionelle Fotos zu produzieren und damit Geld zu verdienen, gibt es keine allgemein gültige Antwort. Die Meinungen gehen dabei weit auseinander. Mal wird eine Kompaktkamera genannt, andere schwören auf die Spiegelreflex-Variante. Je besser eine Kamera ist, desto qualitativ hochwertiger sind natürlich die Fotos. Doch es kommt immer auf den Einsatz und die eigenen Qualitätsansprüche an.

Deshalb lohnt es sich, erstmal mit der eigenen vorhandenen Kamera einzusteigen. Werden die Bilder dann aufgrund der Qualität abgelehnt, kann daraufhin die Investition in eine Spiegelreflexkamera folgen. Wichtig ist deshalb als Richtwert, dass die vorhandene Kamera mindestens eine Auflösung von 12 Megapixel besitzen sollte, denn diese Qualität wird von den meisten Agenturen und Plattformen verlangt.

Drei Strategien, um mit Fotos Geld zu verdienen

Mit den eigenen Fotos Geld verdienen ist möglich, braucht aber Geduld und eine gute Vorbereitung. Mal eben schnell ein Foto machen und dann reich werden, das ist unmöglich. Generell existieren drei Strategien, um sich langfristig ein Einkommen mit den eigenen Aufnahmen zu sichern.

Strategie 1: Mit Foto-Aufträgen Geld verdienen

Bei einem Auftrag wird ein Fotograf offiziell engagiert und erhält dafür eine festgelegte Gage. Diese Summe steigt je nach Größe des Events und je nach Anspruch des Auftraggebers. So lässt sich dann mit den festgelegten Motiven und Fotos Geld verdienen.

Aufträge von Unternehmen

Auch Unternehmen suchen oftmals einen professionellen Fotografen, um sich beispielsweise auf der eigenen Firmen-Website aussagekräftig präsentieren zu können. Deshalb eignen sich die folgenden Bereiche ideal, um mit professionellen Fotos Geld zu verdienen:

  • Geschäftsevents
  • Produktfotografie
  • Immobilienfotografie
  • Food-Fotografie
  • Modefotografie
  • Konzertfotografie
  • Industriefotografie
  • Partyfotografie (z.B. in Discos)

Der Stundenlohn hängt dabei auch von der Größe des Events ab, aber ab 100 Euro bis zu mehreren tausend Euro sind möglich.

Aufträge von Privatpersonen

Bei Aufträgen von Privatpersonen lässt sich schon durch Kontakte im Freundes- oder Bekanntenkreis mit Fotos Geld verdienen. Dazu gehören:

  • Portraits
  • Familien-Fotos
  • Babybauch-Fotos
  • Paar-Fotos
  • Kinder-Fotos
  • Aktfotografie
  • Haustierfotografie
  • Hochzeiten
  • Geburtstage

Dort funktioniert oftmals das sogenannte Empfehlungsmarketing am besten. Also wer schöne Fotos vorweisen kann, wird dann den Nachbarn und weiteren Freunden empfohlen und erhält so weitere Aufträge. Der Stundenlohn kann dann zwischen 100 Euro und bis zu mehreren tausend Euro je nach Event liegen.

Aufträge per App

Es gibt für fast alles eine App und natürlich auch für Foto-Aufträge. Die kostenlosen Angebote von AppJobber oder Streetspotr funktionieren nach dem Honorar-Prinzip. Zum Beispiel wird ein Foto von einer bestimmten Sehenswürdigkeit gesucht, dass sich dann in der App hochladen lässt. Jeder Auftrag bringt dann im Schnitt 1 bis 2,50 Euro ein. Deshalb eignet sich diese Möglichkeit nur, um nebenbei mit Fotos Geld zu verdienen, aber nicht als Haupt-Einnahmequelle.

Assistenz eines Fotografen

Natürlich ist es insgesamt angenehmer, eigene Aufträge anzunehmen und die Gestaltung selbst umzusetzen. Doch gerade für Anfänger, die auch ihre Fähigkeiten verbessern möchten, lohnt es sich als Assistenz eines Fotografen anzufangen. Dabei sind Tagessätze im dreistelligen Bereich möglich. Die Jobs sind dabei über bekannte Such-Plattformen zu finden, aber auch die Foto-Studios im eigenen Umfeld können oftmals Unterstützung gebrauchen.

Strategie 2: Mit vorhandenen Fotos Geld verdienen

Wer privat gerne fotografiert und weiß, was gesucht wird, kann auch erst etwas Bestimmtes fotografieren und die Fotos anschließend verkaufen. Dafür gibt es dann zahlreiche Plattformen, die den Verkauf erleichtern und es so ermöglichen, mit den eigenen Fotos Geld zu verdienen.

Stock-Fotografie

Der englische Begriff „stock“, zu deutsch „auf Lager“, beschreibt das Prinzip der Stockfotografie. Denn auf bestimmten Online-Portalen werden die Fotos hochgeladen und sozusagen gelagert, bis jemand sie kauft und dann für Marketingzwecke verwendet. Diese Portale gelten generell als beliebte Möglichkeit, um mit einfachen Mitteln und mit den eigenen Fotos Geld zu verdienen. Die folgenden Plattformen sind dabei besonders beliebt:

  • Adobe Stock
  • Shutterstock
  • iStock Photo
  • Alamy
  • Getty Images

Sobald die Fotos von einem Nutzer der Plattform gekauft werden, erhalten die Inhaber ein paar Cent als Bezahlung. Bei Getty Images können es sogar bis zu 10 Euro pro Bild sein, allerdings verlangen die Betreiber auch ein aussagekräftiges Portfolio und somit existieren dort besondere Aufnahmebedingungen.

Wandbilder, Kalender und weitere Produkte

Einen eigenen Kalender erstellen und den Vertrieb organisieren, das ist aufwendig und braucht viel Zeit. Deshalb gibt es Anbieter, wie beispielsweise Calvendo und Zoomwerk, die Produkte aus den eigenen Fotos erstellen und den Vertrieb übernehmen. Danach werden die Inhaber der Aufnahmen am Gewinn beteiligt. Allerdings liegt diese Beteiligung nur bei 15 bis 30 Prozent und sie betrifft nur den Gewinn, nicht den Umsatz. Wird also ein Kalender beispielsweise für 50 Euro verkauft, erhält der Urheber der Fotos ca. 3 Euro. Wenn der Kalender dann besonders beliebt ist, können die Prozentsätze steigern und somit lässt sich dann auch mit den Fotos mehr Geld verdienen.

Fotos für Zeitungen und Magazine

Wer hochwertige Aufnahmen besitzt, die zusätzlich auch noch besonders selten sind, kann diese auch bei Zeitungen bzw. Magazinen anbieten und mit diesen Fotos dann Geld verdienen. Beispielsweise eignen sich Welpen-Aufnahmen für Hunde-Magazine oder Bilder von Prominenten für ein Star-Magazin. Generell bezahlen die lokalen Zeitungen oder Magazine pro Bild nur ein paar Euro. Trotzdem kann dadurch auch eine längerfristige Zusammenarbeit entstehen, die sich dann später finanziell lohnt.

Foto-Wettbewerbe

Regelmäßig werden im Internet und auch in den lokalen Galerien Foto-Wettbewerbe angeboten. Dabei gibt dann es ein bestimmtes Thema und eine Jury, die das eingereichte Foto bewertet. Die Geld-Preise für einen solchen Wettbewerb sind zwar nicht besonders hoch, sie liegen nur bei bis zu 500 Euro. Doch oftmals können die Teilnehmer auch hochwertige Sach-Preise gewinnen, beispielsweise eine teure Spiegelreflexkamera.

Ausstellungen

Wer ein spannendes und einzigartiges Portfolio vorweisen kann und zudem noch Kontakte zu Galerien oder Veranstaltern besitzt, kann es auch mit einer eigenen Ausstellung versuchen. Die Chancen stehen dann gut, mit den eigenen Fotos Geld zu verdienen und auch weitere Kontakte zu knüpfen. Allerdings stellen viele Veranstalter hohe Anforderungen an die Fotos und teilweise sind die Veranstaltungsorte schon weit im Voraus ausgebucht. Trotzdem lohnt es sich, vor Ort nachzufragen und um einen Vorstellungstermin zu bitten. Denn besonders innovative Aufnahmen können mehrere hundert Euro einbringen.

Strategie 3: Mit Foto-Produkten Geld verdienen

Nicht nur Fotos sind gefragt, sondern auch Produkte und Dienstleistungen rund um die Fotografie. Dieses Wissen lässt sich dann beispielsweise schriftlich oder auch per Video weitergeben und vermarkten.

Bildbearbeitung

Eine professionelle Bildbearbeitung gehört mittlerweile zum Beruf eines Fotografen dazu. Doch überraschend viele bearbeiten ihre Fotos nicht selbst, sondern geben diese Aufgabe weiter. Wer sich also mit den Programmen Photoshop oder Lightroom auskennt und nicht nur mit Fotos Geld verdienen möchte, kann seine Fähigkeiten in der Bildbearbeitung als Dienstleistung anbieten. Die Aufträge lassen sich direkt über Fotografen, Firmen oder Online-Plattformen finden und werden mit dann mit einem Stundenlohn zwischen 30 und 80 Euro bezahlt.

Bücher und Ebooks

Bücher und Ebooks rund um die Fotografie sind noch immer beliebt und lassen sich gut verkaufen. Allerdings sollten es keine absoluten Nischenthemen sein, denn besonders in der Fotografie sind Themen gefragt, die die Qualität der Aufnahmen insgesamt verbessert. Allerdings ist dabei der Vertrieb wichtig, denn die Veröffentlichung über einen Verlag kann sehr lange dauern. Besser ist es, das eigene Buch selbst zu veröffentlichen oder direkt auf ein Ebook zu setzen, da dann auch die Kosten für den Druck entfallen. Der Gewinn hängt dann vom eigenen Verkaufspreis ab, oftmals sind aber im Vorfeld größere Investitionen nötig.

Influencer bei Instagram

Als Influencer auf der Foto-Plattform Instagram reich werden, das gilt besonders als Traum der jüngeren Fotografen. Und tatsächlich lässt sich mit Kooperationen und den eigenen Fotos bei Instagram Geld verdienen. Doch bis es zu diesen Einnahmen kommt, können Monate oder sogar Jahre mit unbezahlter Arbeit vergehen. Wichtig ist generell, trotz der Online-Plattform hochwertige Aufnahmen zu präsentieren, am besten kombiniert mit einer persönlichen Geschichte. Die ersten lukrativen Werbeanfragen folgen dann ab ca. 10.000 Followern mit bis zu 200 Euro pro Instagram-Post, wobei das Honorar dann auch von der Branche abhängig ist.

Foto-Coachings und Workshops

In jeder größeren Stadt gibt es professionelle Foto-Kurse oder Workshops, die auch oft Unterstützung suchen. Das heißt, dass eine Bewerbung als Referent oder Kurs-Leiter möglich ist. Dabei lässt sich dann zwar nicht mit Fotos Geld verdienen, aber die Teilnehmer erfahren, wie sie gute Aufnahmen erstellen. Je nach Kurs ist deshalb auch ein Honorar von bis zu 500 Euro möglich, was von der Anzahl der Teilnehmer und dem Veranstalter abhängt. Allerdings ist dafür umfangreiches Wissen eine wichtige Voraussetzung, denn die Kurse lassen sich die meisten Anbieter gut bezahlen und dementsprechend hoch ist die Erwartungshaltung der Teilnehmer.

Youtuber werden

Wer sich bei den großen Workshops nicht anpassen möchte, kann auch eigene Lern-Videos rund um die Fotografie über die Videoplattform YouTube veröffentlichen. Der Vorteil liegt in der künstlerischen Freiheit, denn von der Bildbearbeitung bis über die Kamera-Ausrüstung ist alles prinzipiell als Lern-Video oder sogenanntes Tutorial möglich. Allerdings kann es mehrere Monate dauern, bis die Anzahl der Klicks für ein regelmäßiges Einkommen reicht. Zudem ist es die Konkurrenz sehr groß, weshalb ein besonderes Konzept und Geduld besonders wichtig sind.

Fazit

Mit Fotos Geld zu verdienen ist prinzipiell möglich, erfordert aber viel Geduld und Hartnäckigkeit. Das Internet bietet dabei zahlreiche Chancen, aber du solltest dich auch auf eine große Konkurrenz einstellen. Generell ist es sinnvoll, offen für neue Einkommensquellen zu sein. Denn eine perfekte Möglichkeit gibt es anfangs nicht. Fokussiere dich deshalb nicht nur auf eine Strategie, sondern kombiniere wenn möglich mehrere Herangehensweisen. Erst wenn du dein Spezialgebiet gefunden hast und genügend Einnahmen vorhanden sind, kannst du dich genauer festlegen.

 

Über den Autor

Autorenprofil: Insa Schoppe

Insa Schoppe

Direkt nach dem Abitur entschied sich Insa für ein „Multimedia Production“-Studium in Kiel, danach folgten praktische Erfahrungen in einer Fernsehproduktionsfirma. Anschließend startete sie ein Volontariat in der Redaktion eines Radiounternehmens und wurde als Redakteurin übernommen. Zu ihren Aufgaben gehörten neben der Recherche und Texterstellung auch tägliche Nachrichten sowie die Verantwortung für mehrere Magazine. Im März 2020 wechselte Insa von der Radio-Redaktion in die Online-Redaktion von Gründer.de und unterstützt seitdem das Team als Junior-Online-Redakteurin.

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