Paydirekt, GiroPay oder Amazon Pay – Diese 10 Alternativen solltest du kennen

PayPal-Alternativen: Die besten Zahlungsanbieter im Vergleich

Als Zahlungsanbieter im Internet gehört PayPal wohl zu den bekanntesten internationalen Bezahldiensten. Denn kein Anbieter ist verbreiteter als PayPal. Bei Einkäufen im Internet steigt die Tendenz mit Online-Bezahldiensten zu bezahlen immer mehr. Statt Lastschrift oder Kreditkarte, wählen viele Internetnutzer den aus den USA stammenden Bezahldienst PayPal. Dabei gibt es etliche andere Online-Zahlungsanbieter, die ebenso sicher und komfortabel sind. Wir zeigen dir daher im folgenden die 10 besten PayPal-Alternativen.

PayPal unangefochten an der Spitze der Zahlungsanbieter

Zu Beginn galt der Zahlungsanbieter PayPal als revolutionär. Sicher und schnell beim Online-Shopping bezahlen und sehr bequem Geld von Freunden oder der Familie empfangen oder auch versenden. Und das alles funktioniert in nur wenigen Schritten- anmelden, einloggen und bezahlen. Doch inzwischen offerieren auch andere Anbieter dieses einfache Zahlungsmodell oder ermöglichen sogar differenzierte Zahlungsmethoden. Daher solltest du dich vorher über die verschiedenen Varianten informieren und die für dich passende PayPal-Alternative nutzen.

Voraussetzungen für die Nutzung von PayPal-Alternativen

Grundsätzlich kann jeder Online-Bezahldienste nutzen, wenn ein aktives Konto von der Bank freigegeben ist und die Daten für Kreditkarten und Co. in den Systemen der Anbieter hinterlegt sind. Auch Personen, die unter 18 Jahren sind, können mit Erlaubnis und Freigabe der Eltern theoretisch über Online-Bezahldienste einkaufen. Dennoch gilt: Nur wer volljährig ist, ist uneingeschränkt geschäftsfähig. Egal ob für private oder geschäftliche Zwecke, je nach Einkauf oder Vorgang eignen sich unterschiedliche Anbieter. Welche also PayPal-Alternativen angesehen werden können und was diese Anbieter so bieten, möchten wir dir im Folgenden näher erläutern.

Kreditkarten

Rund 25 Millionen Kreditkarten sind in Deutschland im Umlauf – und zudem als alternative Zahlungsmittel im Internet weit verbreitet. Dafür musst du beim Bezahlen mit der Kreditkarte deine Kartennummer, das Gültigkeitsdatum der Karte und die Kartenprüfnummer in den entsprechenden Feldern angeben.

  • weit verbreitet
  • als Gebühren fallen die normalen Kreditkartengebühren an
  • Käuferschutz über die Kreditkarte
  • Stornierung nur bei der Bank möglich

Bei der Zahlung mit Kreditkarte werden also deine Kreditkartendaten beim Onlinehändler hinterlegt – ein Punkt, der nicht jedem gefällt und für daher nur eingeschränkt als PayPal-Alternative dient.

Amazon Pay

Neben PayPal gehört Amazon Pay ebenfalls zu den bekanntesten Online-Bezahlanbietern. Nach Angaben von Amazon haben bereits 33 Millionen Nutzer den Dienst einmal genutzt und das Zahlungsvolumen hat stark zugenommen. Dabei können Kunden hier sowohl Geld senden als auch Geld empfangen. Somit gleichen sich die Systeme von PayPal und Amazon Pay sehr. Mit Amazon Pay kannst du ebenfalls in teilnehmenden Onlineshops bezahlen, unabhängig von Amazon. Bei dieser PayPal-Alternative wird auf die Zahlungsdaten zugegriffen, die im Amazon-Konto hinterlegt sind.

  • etwa 150 Onlineshops bieten Amazon Pay an
  • die Gebühr bezahlt der Händler
  • Käuferschutz: Ja
  • Stornierung einer Zahlung möglich
  • Verifizierung erfolgt über die Login-Daten von Amazon

Für diejenigen, die ein Amazon-Konto besitzen, ist diese Bezahlart besonders bequem. Zudem wird nur auf deine Amazondaten zugegriffen, es erfolgt keine Weitergabe deiner Daten an den Onlineshop.

Paydirekt

Dieser Bezahlservice ist etwas bekannter, da er gerne von deutschen Kreditinstituten und Banken angeboten wird. Denn um Paydirekt nutzen zu können, benötigst du ein onlinefähiges Girokonto bei einer der Banken, die dieses Bezahlsystem anbieten. Nachdem Paydirekt für dich freigeschaltet ist, kannst du darüber in diversen Onlineshops bezahlen. Beim Bezahlen wird also auf deine Daten zugegriffen, die bei der Hausbank gespeicherten sind.

  • bereits über 1.300 Onlineshops bieten Paydirekt an
  • die Gebühr bezahlt in der Regel der Händler
  • Käuferschutz: Ja
  • Stornierung einer Zahlung möglich
  • Verifizierung erfolgt über das TAN-Verfahren der Hausbank

Da beim Bezahlvorgang lediglich der Paydirekt-Nutzername abgefragt wird, ist Paydirekt ein sehr sicheres Zahlungsmittel im Online-Geschäft.

Sofort (ehem. Sofortüberweisung)

Bei den Onlineanbietern ist die „Sofortüberweisung“ weit verbreitet, da die Händler das Geld direkt erhalten. Bei der Bezahlung per Sofort/Sofortüberweisung wird das Geld somit direkt vom Bankkonto als Überweisung abgebucht. Wählst du dann beim Bezahlen die Zahlart „Sofortüberweisung“ aus, loggst du dich im nächsten Schritt in dein Online-Banking ein. Hier musst du lediglich die Zahlung bestätigen und diese mit einer TAN-Nummer verifizieren.

  • bereits über 35.000 Onlineshops bieten diese Online-Zahlart an
  • die Gebühr bezahlt der Händler
  • Käuferschutz abhängig vom Händler
  • Stornierung einer Zahlung nicht möglich

GiroPay

Um GiroPay nutzen zu können, benötigst du ein Bankkonto, über das du deine Zahlung tätigst. Wählst du als Zahlungsmethode in einem Onlineshop GiroPay aus, musst du dann deine Bankleitzahl eingeben. Dadurch wirst du zum Onlinebanking deiner Bank weitergeführt, wo du dich wie gewohnt einloggen musst. Mit der Eingabe der TAN-Nummer bestätigst du auch hier die Zahlung. Diese Zahlungsmethode ist in Deutschland sehr beliebt, denn unter den PayPal-Alternativen gilt sie als sehr sicher.

  • Verifizierung per TAN
  • Stornierung einer Zahlung nicht möglich

Skrill

Diese Zahlungsmethode ist nicht weit verbreitet. Dafür zählt sie unter den PayPal-Alternativen als eine der anonymsten Varianten. Denn Skrill ist mit einer Prepaid-Karte vergleichbar, das heißt, du überweist Geld von deinem Konto auf dein Skrill-Konto und kannst anschließend mit diesem Guthaben über das Internet deine Einkäufe bezahlen.

  • Skrill ist nicht noch weit verbreitet (Skype, Online-Casinos)
  • beim Aufladen sind teilweise Gebühren fällig
  • Account notwendig
  • Stornierung einer Zahlung nicht möglich
  • Keine Verifizierung notwendig, da es sich um ein Prepaid-System handelt

Apple Pay

Bei Apple Pay handelt es sich um einen eigenen Bezahldienst, der sich erst in Verbindung mit einem iOS-Gerät (z.B. iPhone, iPad oder Apple Watch) und dem Safari-Browser nutzen lässt. Bevor du Apple Pay nutzen kannst, musst du deine Kreditkartendatei bei Apple hinterlegen, um dann den Kauf über den Fingerabdruck-Sensor, FaceID oder deinem Entsperrcode zu verifizieren.

  • Apple Pay gibt es noch nicht lange
  • die Gebühren werden von den Banken übernommen
  • Käuferschutz über die Kreditkarte
  • kein Account notwendig
  • Stornierung nur bei der Bank möglich
  • Verifizierung erfolgt über den Fingerabdruck-Sensor, FaceID oder Entsperrcode

Apple Pay ist eigentlich nur für die Abwicklung zwischen dem Onlineshop und der Bank zuständig, denn du zahlst mit deiner Kreditkarte. Wer mit Apple Pay bezahlt, muss akzeptieren, dass Apple Informationen darüber erhält, wo du einkaufst und was du einkaufst. Diese Daten werden in den USA gespeichert.

Google Pay

Seit geraumer Zeit ist das Bezahlen über Google Pay auch in Deutschland möglich. Jedoch unterscheidet sich Google Pay funktionstechnisch kaum von Apple Pay. Auch hier muss einmalig eine Kreditkarte hinterlegt worden sein, auf die das System dann zurückgreifen kann. Doch zusätzlich bietet Google Pay die Möglichkeit, das Konto mit einem PayPal-Konto zu verbinden. Dies kann besonders wichtig für Personen sein, die keine Kreditkarte haben und aber dennoch Google Pay nutzen möchten.

  • Keine Gebühren
  • geringere Einschränkungen als bei anderen Anbietern
  • Account notwendig
  • Stornierung einer Zahlung möglich

Masterpass

Zu den möglichen PayPal-Alternativen zählt auch der Zahlungsdienst von MasterCard. Dementsprechend wird bei Masterpass vorerst die Kreditkarte hinterlegt. Das muss jedoch nicht zwingend eine MasterCard sein, denn hier ist das Bezahlen auch mit VISA- oder AmericanExpress-Kreditkarte möglich. Somit erfolgt die Online-Zahlung über die Zugangsdaten, die bei Masterpass hinterlegt sind. Das heißt, deine Kreditkartendaten werden nicht weitergegeben.

  • etwa 600 Shops bieten Masterpass als Bezahlsystem an
  • als Gebühren fallen die normalen Kreditkartengebühren an
  • Käuferschutz über die Kreditkarte
  • Account notwendig
  • Stornierung nur bei der Bank möglich
  • Verifizierung erfolgt über das TAN-Verfahren von Masterpass

Der Vorteil von Masterpass liegt darin, dass die Kreditkartendaten nicht im jeweiligen Onlineshop angegeben werden müssen.

Barzahlen.de

Barzahlen.de funktioniert zwar nicht wie PayPal oder wie die anderen Zahlungsanbieter, aber die Funktion von Barzahlen.de ist recht simple und überzeugend. Daher soll diese Möglichkeit als eine von sehr vielen guten PayPal-Alternativen hier ebenso noch kurz vorgestellt werden.

Wenn du einen Kauf im Internet getätigt hast, kannst du dir über Barzahlen.de deine Online-Rechnung per E-Mail oder SMS zusenden lassen und dann ausdrucken. Mit dieser Rechnung kannst du dann direkt im stationären Ladengeschäft bei registrierten Partnerunternehmen von Barzahlen.de bezahlen. Somit erhält der Händler im Anschluss eine Zahlungsbestätigung und die Ware wird versandt. Vorteil dieser Bezahl-Methode ist, dass keine Registrierung notwendig ist und die jeweilige Bonität keine Rolle spielt.

  • keine Gebühren für Endkunden
  • kein Account notwendig
  • Käuferschutz: Ja
  • Voraussetzung ist der Einkauf bei einem Partnerunternehmen
  • Stornierung einer Zahlung möglich

Fazit: Viele gute PayPal-Alternativen

Schließlich hat jedes der vorgestellten Zahlungssysteme seine Vor- und Nachteile. Nicht jeder der Anbieter ist so bekannt und weit verbreitet wie PayPal, weshalb sich der ein oder andere zukünftig in seinen Funktionen sicher weiterentwickeln wird. Dennoch muss hier eingestanden werden, dass keiner außer PayPal ein so großes Netz an Unternehmen, Händlern und Shops anbietet. Nichtsdestotrotz ist es immer ratsam, den Blick für andere PayPal-Alternativen offen zu halten und sich mit verschiedenen Anbietern auseinander zu setzen. Denn letztendlich muss die Wahl des Anbieters hinsichtlich deiner Zwecke geeignet sein.

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Über den Autor

Alexandra Jankowiak

Gelernte Bürokauffrau mit Weiterbildung zur IHK-geprüften Wirtschaftsinformatikerin mit Schritt in die Selbstständigkeit im Jahre 2005.
Seitdem texte ich mit viel Spaß zu den unterschiedlichsten Themen. Blogtexte, Ratgebertexte und Testberichte gehören zu meinem täglich-Brot des Texter-Daseins.
Dazu biete ich Dienstleistungen im Bürobereich an, die vorbereitende Kontierung für Kunden gehört ebenfalls zu meinem Tätigkeitsfeld.
Langweilig wird es mir nie - das ist Fakt :)

2 Antworten

  1. Nach sehr schlechten Erfahrungen rate ich von Paypal ab. Die sind wie ein dummer Automat. Solange Alles gerade läuft vielleicht ok. Aber man wird schnell ignoriert und allein gelassen, wenn ein Problem besteht. Kundenservice ist das nicht.

  2. Eine schöne Übersicht über die alternativen Bezahlsysteme. Viele Nutzer nutzen aber vor allem PayPal, damit sie im Ernstfall vom Käuferschutz gebrauch machen können. Diese Option bietet leider keine der aufgeführten Anbieter. Zu empfehlen wäre hier, als Alternative zu PayPal noch der Anbieter swap-that, welcher Käufer- und Verkäuferschutz gewährleistet.

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