Wenn ein Unternehmen Erfolg haben will, dann hängt dies auch immer mit der Konkurrenzsituation am Markt ab. Das bedeutet, dass du als Unternehmer selbst eine perfekte Organisation haben kann, deine Abläufe im Betrieb sind gut abgestimmt und was die Kosten betrifft, hast du eine gute Struktur geschaffen, aber trotzdem nicht den gewünschten Erfolg hast. Deine Produkte oder deine Dienstleistungen bringst du einfach nicht in gewünschter Menge an den Kunden, weil einfach die Wettbewerbssituation zu stark ausgeprägt ist. In diesem Fall musst du für dich eine Konkurrenzanalyse erstellen. Nur so kannst du erkennen, mit welchen Strategien und mit welchen Aktivitäten deine Konkurrenz am Markt aktiv ist und du kannst damit deine eigene Position besser einschätzen. Mit dieser Konkurrenzanalyse kannst du dir dann eine Grundlage schaffen, welche Maßnahmen von dir in Bezug auf Produkt, Preis, Vertrieb und auch Kundenkommunikation getroffen werden müssen. Bei diesen Maßnahmen spricht man auch von den vier P´s. Das sind:

  • Produkt: alle produktpolitischen Maßnahmen

  • Price: alle politischen Maßnahmen die mit dem Preis zu tun haben

  • Place: alle politischen Maßnahmen rund um deinen Vertrieb

  • Promotion: Alle politischen Maßnahmen in Bezug auf die Kommunikation mit deinen Kunden

Mit der richtigen Produkt- und Preisstrategie von der Konkurrenz abheben

Für dich ist ganz wichtig, dass du dich mit einer richtigen Strategie für Preis und Produkt von deiner Konkurrenz abhebst. Das heißt aber nicht, dass du jetzt mit Dumping-Angeboten auf dem Markt aktiv werden sollst, die dir dann auf Dauer den Gewinn in den Keller drücken und dir jeglichen finanziellen Spielraum rauben. Das heißt für dich, dass du in der Erarbeitung deiner Produktstrategie ein wettbewerbsfähiges Angebot auf den Markt bringst. Um dies erarbeiten zu können, musst du aber auch die Bedürfnisse deiner Zielgruppe genau kennen. Mit Hilfe der Konkurrenzanalyse kannst du auch erkennen, an welche Zielgruppe sich deine Wettbewerber richten und kannst hier nachbessern, an wen du deine eigenen Angeboten richten solltest.

Wenn du diese Analyse machst, dann musst du natürlich auch wissen, wie groß deine eigene Zielgruppe ist und kannst sie mit der deiner Konkurrenten vergleichen. Auf was es hier ankommt, kannst du auch in unserem Beitrag Marktanalyse erstellen – Wie groß ist deine Zielgruppe wirklich?“ nachlesen und dir hier die besten Anregungen holen.

Jetzt das Gratis-Ebook "Dein digitales Business" anfordern:
Ich erkläre mich damit einverstanden, dass meine Daten zu Versandzwecken verarbeitet werden und ich weitere Informationen per e-Mail erhalten werde. Lies dazu hier bitte unsere Datenschutzerklärung.
 

Nun musst du einen Preisvergleich machen

Wenn du dir eine Preis- und Produktstrategie erarbeitet hast, musst du jetzt übergehen zum Preisvergleich zwischen deinen Produkten und Dienstleistungen und denen deiner Konkurrenten. Auf diese Weise kannst du einiges für dich ableiten:

  • Auf welches Niveau kannst du deine Preise setzen?
  • Sind deine eigenen Preise zu hoch oder vielleicht auch zu niedrig angesetzt?
  • Bist du mit deinen jetzigen Preisen überhaupt wettbewerbsfähig?

Deine Produkte und deine Angebote müssen richtig wahrgenommen werden

Bei einer Konkurrenzanalyse musst du auch genau untersuchen und überprüfen, wie es mit der Kommunikation mit deinen Kunden oder potenziellen Kunden aussieht. Der Punkt Kommunikation gehört, wie bereits oben erwähnt, zu den vier wichtigen P´s. Deshalb solltest du auch darauf achten, dass du diesen Punkt Kommunikation nicht gleichstellst mit Marketing. Hier geht es in erster Linie darum, wie du, dein Unternehmen, deine Produkte oder deine Dienstleistungen überhaupt wahrgenommen werden. Deshalb ist diese Analyse als Bestandteil deiner Konkurrenzanalyse auch so wichtig. Die richtige Wahrnehmung ist für dich und den Erfolg deines Unternehmens extrem wichtig, denn hier sprechen wir von Begriffen wie Marke, Markenwert und auch Image. Die nötige Aufmerksamkeit und damit auch die richtige Wahrnehmung kannst du nur erreichen, wenn du dich auch von deinen Konkurrenten abheben kannst.

Sichere dir Vertriebskanäle die von Vorteil für dich sind

Bei deiner Konkurrenzanalyse musst du dir auch den Vertrieb genau anschauen. Vor allem den Vertriebswegen und den Vertriebsmethoden musst du dabei besondere Beachtung schenken. Für dich ist es wichtig, entweder deine Vertriebskanäle, die für dich recht erfolgreich sind, zu sichern und der Konkurrenz keine Chance lassen diese auch zu nutzen oder du entdeckst für dich neue Möglichkeiten, die du bei deinen Wettbewerbern entdecken kannst.

Warum ist die Konkurrenzanalyse für dich so wichtig?

Die Konkurrenzanalyse ist für dich allein schon aus dem Grund so wichtig, weil sie ein Bestandteil von deinem Businessplan ist. Vor allem als Teil von deiner Marktanalyse und deinem Marketingplan. Gerade wenn du Fördermittel oder Kredite beantragen willst, du das Gespräch mit möglichen Investoren suchen solltest, ist die Konkurrenzanalyse für dich unverzichtbar. Die Konkurrenzanalyse ist so wichtig, wie alle anderen Analysen auch, die du für deinen Businessplan erstellst bzw. erstellen musst. Dazu gehört übrigens auch die SWOT-Analyse, wo du deine Stärken und deine Schwächen als Unternehmer in eine Beziehung zu Chancen und Risiken setzen musst.

Wie eine SWOT-Analyse erstellt wird und was du daraus ableiten kannst, steht auch sehr genau in unserem Artikel „SWOT-Analyse: So erkennst du die Schwachstellen in deinem Business“ beschrieben. Da solltest du unbedingt mal einen Blick reinwerfen.

Deine Konkurrenzanalyse in 5 Schritten

Deine Konkurrenzanalyse kannst du in 5 einfachen Schritten erstellen. Die fünf Schritte sind:

  1. du musst das Ziel deiner Analyse definieren
  2. lege alle notwendigen Vergleichskriterien fest
  3. finde heraus, wer deine wichtigsten Konkurrenten sind
  4. hole dir alle Informationen zusammen
  5. erstelle aus diesen Informationen eine Analyse und eine Bewertung

Nachfolgend will ich dir aber noch näher erläutern, was es mit diesen 5 Schritten genau auf sich hat.

Du musst das Ziel deiner Analyse definieren

Du musst bei der Definition des Zieles für deine Konkurrenzanalyse beachten, dass es für dich als Gründer in der Planung andere Schwerpunkte gibt, als für dich als bereits aktiver Unternehmer. Wenn es dir darum geht, mit der Konkurrenzanalyse deine Position im Markt zu ermitteln, dann weißt du bereits, auf welche Kriterien es besonders ankommt. Für dich geht es dann vor allem darum, die sich dir bietenden Chancen besser zu nutzen und Risiken zu minimieren.

Lege alle notwendigen Vergleichskriterien fest

Bei der Erstellung deiner Konkurrenzanalyse solltest du darauf achten, dass du all deine Mitbewerber nach den gleichen Kriterien bewertest. Nur so kannst du am Ende auch wirklich einen aufschlussreichen Vergleich anstellen. Konzentriere dich dabei aber wirklich nur auf die wichtigsten Kriterien und verlaufe dich nicht zu sehr in Details. Und damit wären wir wieder bei den vier P´s. Deine Kriterien sollten als sein:

  • die Analyse der allgemeinen Unternehmensdaten
  • wie sieht es mit der Produkt- und Preisstrategie aus
  • passt die Kommunikationsstrategie zu deiner Zielgruppe
  • wie bist du in Sachen Vertriebsstrategie im Vergleich zur Konkurrenz aufgestellt

Finde heraus, wer deine wichtigsten Konkurrenten sind

In diesem Schritt geht es für dich darum, deine wichtigsten, wenn du willst auch deine gefährlichsten Mitbewerber, herausfinden. Dabei musst du aber beachten, dass du deine Aufmerksamkeit nicht nur der Konkurrenz schenkst, die schon länger am Markt aktiv sind. Es gibt aber auch Konkurrenten für dich, an die du im ersten Moment vielleicht gar nicht denkst. Dazu gibt es aber die sogenannte Branchenstrukturanalyse, auch unter dem Begriff „Fünf-Kräfte-Modell“ bekannt. Hier geht man von fünf Formen des Wettbewerbs aus. Diese lauten wie folgt:

  • Wettbewerb zwischen bestehenden Konkurrenten: In diesem Fall gibt es viele Produkte die sich sehr ähnlich oder gleich sind und damit ein harter Preiskampf möglich ist. Außerdem sinkt hier die Nachfrage auf dem Markt und es kommt sehr wahrscheinlich zu einem Überangebot.
  • Wettbewerb durch Lieferanten: Lieferanten können zu einer Konkurrenz von dir werden, vor allem dann, wenn sie viel Macht bei den Verhandlungen haben. Mindestmengen und Preise können von Lieferanten bestimmt werden und du musst darauf achten, nicht in ein zu großes Abhängigkeitsverhältnis zu kommen.
  • Wettbewerb durch Kunden: Auch Kunden können Druck auf dich ausüben. Das reicht von Preise drücken bis hin zu Forderungen nach Bedingungen, wie hohe Rabatte etc.
  • Wettbewerb durch neue Anbieter: Je attraktiver der Markt ist, mit umso mehr neuen Anbietern musst du rechnen. Das kann sich für dich vor allem dann zum Nachteil auswirken, wenn du noch nicht am Markt aktiv bist, sondern erst in den Markt eintreten willst.
  • Wettbewerb durch Substitute: Als Substitute werden neue Angebote bezeichnet, welche die Nachfrage nach deinen Produkten senken können. Das sind in erster Linie Produkte, welche einen höheren Nutzen bieten oder die Funktion deines Produktes überflüssig machen.

Hole dir alle Informationen zusammen

Im vierten Schritt deiner Konkurrenzanalyse musst du dir Informationen beschaffen. Dabei solltest du dich immer auf viele Quellen stützen und dich nicht nur auf eine oder zwei verlassen. Um die Informationen zu beschaffen, kannst du entweder selbst recherchieren oder dir aber auch Informationen von Institutionen und Einrichtungen holen. Wenn du selbst recherchierst, solltest du dich vor allem auf folgende Quellen konzentrieren:

  • Webseiten deiner Konkurrenten und deren soziale Medien

  • verschiedene Unternehmensregister

  • Berichte über Marktforschung

  • Speziell auf die Branche ausgerichtete Fachartikel oder Branchenmagazine

  • Pressemitteilungen

  • Testberichte von unabhängigen Testinstituten

  • Bewertungen von Kunden im Internet über deine Konkurrenten

  • durch Testkäufe

Außerdem stehen für deine Recherche auch kostenlose Tools zur Verfügung. Du kannst beispielsweise Google Alerts nutzen, um E-Mail-Benachrichtigungen zu erhalten, wenn es im Internet neue Veröffentlichungen zu bestimmten Stichwörtern gibt, die etwas über deine Mitbewerber aussagen. Auch Facebook kannst du für deine Recherche nutzen. Mit der Funktion „Seite im Auge behalten“ kannst du die Facebook-Seiten deiner Mitbewerber immer beobachten und bekommst dazu auch noch statistische Auswertungen.

Erstelle aus diesen Informationen eine Analyse und eine Bewertung

In Schritt 5 zur Erstellung deiner Konkurrenzanalyse musst du nun die Daten, welche du gewonnen hast, auch aufbereiten. Für dich sollte hier das Ziel sein, dass du die festgelegten Kriterien nach einem Punktesystem bewertest. Dabei gilt für dich, dass je mehr Informationen du zu den einzelnen Kriterien hast, desto besser kannst du auch eine Bewertung daraus ableiten. Vor allem solltest du den Fokus genau auf die Schwächen, aber auch auf die Stärken deiner Mitbewerber legen. Aus allen diesen Informationen und den daraus gewonnenen Erkenntnissen kannst du nur deine Strategien und deine Maßnahmen ableiten, die du treffen musst. So kannst du neue Schwerpunkte setzen oder dich vielleicht auch aus bestimmten Bereichen ganz verabschieden. Dir stehen folgende Optionen offen:

  • Anpassung deiner Produkte oder Dienstleistungen an die Begebenheiten des Marktes

  • Vornehmen von einer Differenzierung oder einer Kostenorientierung

  • Ausweichen und Festsetzen in einer Nische oder die im Kernmarkt etablieren

Fazit

Eine Konkurrenzanalyse hilft dir, deine Mitbewerber besser kennen zulernen und sie vielleicht auch besser verstehen zu lernen. Die Konkurrenzanalyse hilft dir sowohl beim geplanten Eintritt in den Markt, als auch als etabliertes Unternehmen den eigenen Stellenwert am Markt zu überprüfen.