So meisterst du die Doppelbelastung

Selbstständig mit Kind: Die wichtigsten Tipps zur Gründung

Ein Unternehmen zu gründen oder in eine freiberufliche Tätigkeit zu starten, ist nicht gerade typisch für Eltern. Die abhängige Beschäftigung bietet hier mehr augenscheinliche Sicherheit. Dennoch ist eine Gründung gerade für frischgebackene Eltern, besonders Mütter, eine gute Gelegenheit, um wieder ins Berufsleben einzusteigen, und zwar zu den eigenen Regeln. In diesem Artikel wollen wir dir zeigen, wie du die Doppelbelastung meistern kannst und worauf es bei der Gründung mit Kind wirklich ankommt.

Selbstständig mit Kind: So startest du

Eltern zu werden verändert das eigene Leben deutlich und macht offen für Neues. Da man ohnehin einen Neustart hinlegt, kann sich dieser neben der Einfindung in die neue Rolle, auch auf die berufliche Zukunft beziehen. Warum nicht ein Startup gründen und das sogar mit Kind? Was manchen Menschen Angst macht, nämlich die scheinbare Unsicherheit einer Selbstständigkeit, ist für den anderen eine gern gesehene Herausforderung. Wenn die Selbstständigkeit schon ein lang gehegter Wunsch ist, warum nicht genau jetzt damit starten?

Wenn du noch im Angestelltenverhältnis bist, kannst du beginnen nebenberuflich tätig zu werden. Probiere erst einmal langsam aus, ob deine Geschäftsidee und dein Management funktionieren. Doch sei dir bewusst, dass das nebenberufliche Gründen an bestimmte Bedingungen geknüpft ist. So darf die wöchentliche Arbeitszeit nicht über den Zeitrahmen von 18 Stunden hinausgehen. Was das Einkommen betrifft, darf der Verdienst aus dem Nebenberuf nicht höher sein, als der aus dem Hauptberuf. Zudem schließt eine nebenberufliche Selbstständigkeit auch das Beschäftigen von Mitarbeitern aus. Auch dein Arbeitgeber muss seine Zustimmung geben, die er allerdings nur aus wichtigen Gründen verweigern kann, zum Beispiel, wenn ihm das neu entstehende Unternehmen Konkurrenz machen würde. Du kannst also neben dem aktuellen Hauptjob als Mutter oder Vater nebenberuflich in die Selbstständigkeit einsteigen, ohne ein zu großes Risiko eingehen zu müssen.

Hast du die passende Geschäftsidee?

Bevor du dich in das Abenteuer Selbstständigkeit stürzt und dich für das Gründen mit Kind entscheidest, solltest du einschätzen können, wie gut deine Idee wirklich ist. Es nützt nicht viel, sich mit vollem Elan einer Sache zu widmen, die am Ende zum Scheitern verurteilt ist. Das Problem ist jedoch: Niemand weiß vorher wirklich, ob eine Sache funktioniert. Doch gerade das nebenberufliche Gründen mit Kind ist vorteilhaft, um die Geschäftsidee „anzutesten“.

Grundsätzlich gilt bei der Selbstständigkeit mit Kind: Die Idee muss sich mit deiner Lebenssituation vereinen lassen. Hast du eine großartige Idee, die aber nicht zu deinem Leben als Mama oder Papa passt, weil du bspw. sehr viel reisen musst oder große Investitionen zu tätigen sind? Birgt deine Unternehmung große Risiken, die dein Familienleben negativ beeinflussen könnten? Lässt dir deine geplante Idee nicht die nötige Freiheit, dich noch um deine Familie kümmern zu können? Dann solltest du diese Pläne eventuell auf einen späteren Zeitpunkt in deinem Leben verschieben oder davon abrücken. Denn deine Selbstständigkeit sollte sich auf jeden Fall mit deiner Familiensituation vereinen lassen.

Finanzielle und private Unterstützung

Wer ein Startup gründen und sich von Anfang an finanziell auf dessen Einnahmen stützen will, braucht bereits zum Start eine ordentliche Kapitaldecke und einen langen Atem. Vor allem dann, wenn du ein Startup mit Kind gründen willst. Ein weiterer Grund dafür, nebenberuflich zu starten und die eigene Idee erst einmal austesten. Auch wenn die Selbstständigkeit bessere Möglichkeiten bietet, sich um die Kinder kümmern zu können, gilt das umgekehrt nicht in gleicher Weise. Gerade, wenn der Nachwuchs noch klein ist, nimmt er natürlich keine Rücksicht auf deine Projekte. Er zahnt, schreit vielleicht die halbe Nacht und fordert dich damit heraus. Wer nach einer solchen Nacht einen zwölf Stunden-Tag stemmen will, kommt schnell an seine Grenzen. Daher brauchst du ein gewisses Backup.

Elterngeld als finanzielle Unterstützung

Wenn du ein Kind bekommst, steht dir Elterngeld zu. Dir und deinem Partner stehen gemeinsam insgesamt 14 Monate Basiselterngeld zu, wenn ihr euch beide um das Kind kümmern wollt und dadurch Einkommen wegfällt. Dabei könnt ihr die Monate frei untereinander aufteilen. Ein Elternteil kann dabei mindestens zwei und höchstens zwölf Monate für sich in Anspruch nehmen. Zusätzlich gibt es das ElterngeldPlus. Das ElterngeldPlus soll die Vereinbarkeit von Beruf und Familie stärken und erkennt die Leistungen derjenigen an, die schon während des Elterngeldbezugs wieder in Teilzeit arbeiten wollen. Somit habt ihr dann die Möglichkeit, länger als bisher Elterngeld in Anspruch zu nehmen, da ihr ElterngeldPlus doppelt so lange bekommt wie das Basiselterngeld.

Doch wie hoch fällt das Elterngeld aus? Und reicht das als Grundlage? Je nachdem, wie viel du an finanzieller Unterstützung für dein Unternehmen brauchst, kann das Elterngeld hier nur als kleine Stütze helfen. Denn die Höhe des Elterngeldes hängt maßgeblich davon ab, wie viel Einkommen der betreuende Elternteil vor der Geburt des Kindes hatte und auch davon, ob nach der Geburt Einkommen wegfällt. Habt ihr ein höheres Einkommen, erhaltet ihr 65 Prozent, habt ihr ein niedrigeres Einkommen, bekommt ihr bis zu 100 Prozent des Voreinkommens. Somit kann das Basiselterngeld zwischen 300 Euro und höchstens 1.800 Euro betragen. Das ElterngeldPlus zwischen 150 Euro und 900 Euro im Monat. Dabei erhalten all diejenigen das Mindestelterngeld, die nach der Geburt ihr Kind selbst betreuen und höchstens 30 Stunden in der Woche arbeiten.

Wie sieht die familiäre Unterstützung aus?

Es gibt eine wichtige Voraussetzung für das Gründen mit Kind, die bisher noch nicht zur Sprache gekommen ist: Dein Partner und deine Familie müssen hinter dir stehen. Wenn du selbstständig bist, brauchst du den Rückhalt der Menschen, mit denen du dein Leben teilst. Es wird immer Phasen geben, in denen du mehr arbeiten musst. Dabei kannst du es nicht gebrauchen, dass dir jemand Vorwürfe macht, sondern dass dir zu Hause Arbeit abgenommen wird. Großeltern, die als Babysitter einspringen können, sind für alle arbeitenden Eltern ein Segen, sind jedoch leider nicht immer greifbar. Baue dir daher ein soziales Netz auf und sichere so deine Einsatzfähigkeit. Auch Freunde und andere Eltern können Partner sein – es ist ein Geben und Nehmen.

Businessplan erstellen in 10 Schritten

Schritt 1: Idee, Angebot und die Zielgruppe

Im ersten Kapitel gibst du direkt einen ersten Eindruck davon, wie das Konzept deines Unternehmens aussehen soll. Was ist deine Grundidee? Wie kannst du anderen mit deiner Idee helfen und was genau ist dein Ziel? Das solltest du sehr präzise bestimmen und beschreiben können. Darüber hinaus solltest du dir genau überlegen, wer deine Zielgruppe ist und diese ebenfalls konkret definieren. Damit wird es dir im folgenden Kapitel leichter fallen, eine Marktanalyse anzufertigen.

Schritt 2: Markt und Wettbewerb

Hier geht es darum, sich intensiv mit dem Markt und den Mitbewerbern auseinanderzusetzen. Wie groß ist der Markt? Lohnt es sich hier ein Business zu starten? Mache dir bewusst, welche Wettbewerber du hast. Damit du nicht schon zu Beginn des Markteintritts stark mit diesen zu kämpfen hast, solltest du dir überlegen, was du besser machen kannst. Fertige die Analyse so detailliert wie nur möglich an, um perfekt auf deinen Start ins Business vorbereitet zu sein.

Schritt 3; Visionen und Ziele bestimmen

Besonders wichtig für dich als Unternehmer und für dein restliches Team ist es, genau Ziele und Visionen festzulegen, auf die ihr gemeinsam hinarbeiten könnt. Nur wenn du dieses Ziel einmal mit deinem Team oder deinen Gründern festgelegt hast, ist es dir möglich, die darauf abgestimmten Maßnahmen festzulegen. Sie geben dir eine Richtung vor, auf die eine Strategie aufgebaut werden kann.

Schritte 4: Deine Strategie

Auch die Strategie muss sehr gut durchdacht werden. Schließlich musst du mit ihr zu deinen Zielen gelangen. Hier musst du dir vor allem überlegen, welchen Nutzen dein Unternehmen deinen Kunden bringt. Und wie kannst du diesen Nutzen am besten umsetzen? Überlege dir in jedem Fall eine bessere Strategie als deine Mitbewerber und prüfe, was du besser machen kannst als sie. Auch alternative Strategien können sinnvoll sein, da nie gesagt ist, dass die erste Strategie direkt auf Anhieb funktioniert.

Schritt 5: Marketing

Auch die Strategie muss sehr gut durchdacht werden. Schließlich musst du mit ihr zu deinen Zielen gelangen. Hier musst du dir vor allem überlegen, welchen Nutzen dein Unternehmen deinen Kunden bringt. Und wie kannst du diesen Nutzen am besten umsetzen? Überlege dir in jedem Fall eine bessere Strategie als deine Mitbewerber und prüfe, was du besser machen kannst als sie. Auch alternative Strategien können sinnvoll sein, da nie gesagt ist, dass die erste Strategie direkt auf Anhieb funktioniert.

Schritt 6: Rechtsform und Steuern

Ein sehr unbeliebtes, aber trotzdem sehr wichtiges Thema: Die Wahl der Rechtsform und alles rund um die Steuern. Hier schreibst du nieder, für welche Rechtsform du dich entschieden hast, welche Genehmigungen du für dein Unternehmen brauchst, wie dein Unternehmen heißen soll und alles weitere, was in Richtung Buchhaltung geht.

Schritt 7: Gründerteam und Organisation

In diesem Kapitel gibst du an, wie ihr als Firma organisiert seid. Hast du einen Partner? Wer ist alles in deinem Gründerteam? Hier muss ersichtlich werden, wer für was verantwortlich ist, welche Strukturen ihr noch aufbauen wollt, wer schon alles im Unternehmen tätig ist und wer noch dazu kommt. Auch die Meilensteine, die du mit deinem Unternehmen erreichen willst, werden hier eingetragen.

Schritt 8: Finanzen

Die Finanzen bilden den Hauptteil deines Businessplans und müssen sehr genau berechnet und überprüft werden. Hier solltest du dir möglichst keine Fehler erlauben. Wo steht ihr gerade mit eurem Unternehmen, wie viel Kapital benötigt ihr noch und wann ist der Break-Even-Point geplant? – All das sind wichtige Fragen, die in dem Finanz-Teil berücksichtigt werden müssen. Spätestens hier ist es sinnvoll, ein geeignetes Tool zur Hand zu haben, mit dem sich alles leichter ausrechnen lässt.

Schritt 9: SWOT-Analyse

Nach den ganzen Zahlen folgt anschließend die SWOT-Analyse. SWOT steht für Strengths, Weaknesses, Opportunities und Threats. Hier listest du also die Stärken, Schwächen, Stärken und Risiken deines Unternehmens auf und erklärst diese. Im nächsten Schritt müssen dann Maßnahmen getroffen werden, wie mit den Ergebnissen umgegangen wird, damit die Chancen maximiert und die Risiken minimiert werden können.

Executive Summary

Als letztes Kapitel folgt die Executive Summary, eine aussagekräftige Zusammenfassung deines Businessplans. Hier werden nochmal die wichtigsten Punkte deines Businessplans zusammengefasst, um den Investoren und Banken einen guten Überblick über dein Unternehmen zu geben. Erwähne hier also nochmal die wichtigsten Kernaussagen der Geschäftsidee, deines Teams, der Marktanalyse, der Chancen und Risiken und der Finanzierung.

Selbstständig mit Kind: Die Vor- und Nachteile

Sicherlich wirst du vor der Startphase Vor- und Nachteile abwägen, um dir vor Augen zu führen, welche Risiken aber auch Chancen auf dich warten. Daher wollen wir dir dahingehend einmal die wichtigsten Punkte vor Augen führen.

Selbstständig mit Kind: Das sind die Vorteile

Der erste und wichtigste Vorteil einer Selbstständigkeit ist die freie Zeiteinteilung. Wenn du Hause bzw. im eigenen Büro selbstbestimmt arbeitest, entscheidest du selbst, wann genau du das tust. Zwar arbeiten Selbstständige tendenziell mehr, aber eben auch dann, wenn sie es wollen. Du kannst für die Kinder da sein, bei den Hausaufgaben helfen, ein offenes Ohr haben und auf unvorhergesehene Situationen reagieren – und danach immer noch an den eigenen Projekten arbeiten. Das übliche „9 to 5“ kann genau diese Flexibilität, die Kinder ihren Eltern abverlangen, nicht bieten.

Der zweite wichtige Vorteil zeigt sich, wenn die Kinder krank sind, was mit der Eingewöhnung in Krippe oder Kindergarten häufig vorkommen kann. Ein krankes Kind im Homeoffice ist sicherlich kein Zuckerschlecken, aber eine händelbare Situation, in der die Arbeit nicht ganz brachliegen muss. Wenn du selbstständig bist kannst du arbeiten, auch während das kranke Kind auf der Couch schläft. Das ist nicht die schlechteste Option.

Selbstständig mit Kind: Stell dich auf diese Nachteile ein

Eine freiberufliche oder selbstständige Tätigkeit kann dich sehr fordern, sodass du vielleicht einen Konflikt zwischen deinen Elternpflichten und deinen Projekten spürst. Gerade wenn du im Homeoffice tätig bist, kann es für deine Familie so wirken, als seist du „zu Hause“ und nicht „bei der Arbeit“. Du wirst eventuell Probleme bekommen, in Ruhe arbeiten zu können. Das lässt sich umgehen, indem man ein separates Büro anmietet, was jedoch einerseits Kosten verursacht und andererseits die genannten Vorteile, jederzeit für die Kinder da zu sein, wieder aushebeln kann. Schaffe dir auf jeden Fall einen Bereich, in dem du ungestört arbeiten kannst, sei es ein extra Zimmer oder eine Arbeitsecke. Ein kleines Stoppschild an der Klinke kann größeren Kindern signalisieren, wann sie nicht ins Zimmer dürfen.

Wer angestellt arbeitet, hat immer einen sicheren Verdienst und Urlaubstage sowie (meistens) Wochenenden. Selbstständige verdienen nur dann Geld, wenn sie arbeiten und müssen sich ihre freien Zeiten manchmal erkämpfen. Das kann, gerade wenn man Familie hat, schnell zu einem Nachteil werden.

Selbstständig mit Kind: Das solltest du beachten

Selbst wenn du gut vorbereitet und auch von deiner Geschäftsidee überzeugt bist, wird es Herausforderungen und viele Aufgaben geben, die künftig deinen Alltag bestimmen. Daher wollen wir die wichtigsten Aufgaben während der Gründung mit Kind aufzählen.

Liquidität und Rücklagen

Rund die Hälfte aller neu gegründeten Unternehmen kommen nicht weit über ihren ersten Geburtstag hinaus. Viele Gründer scheitern dabei an der mangelnden Liquidität. Liquide zu sein bedeutet, alle Rechnungen pünktlich zahlen zu können. Falls du Dienstleistungen anbietest, wirst du weniger Rechnungen begleichen. Handelst du hingegen mit Waren, flattern dir regelmäßig Lieferantenrechnungen ins Haus. Zudem hast du Kosten für deine Website, dein Büro oder deinen Laden, Versicherungen, Krankenversicherung und nicht zu vergessen: die Steuern. Wenn du mehr als 22.000 Euro Umsatz erzielst, musst du Umsatzsteuer an das Finanzamt abführen. Auch die Einkommensteuer solltest du nicht das ganze Jahr über aus den Gedanken verbannen, denn die nächste Steuererklärung kommt bestimmt.

Betrachte deine Einkünfte also als Bruttoverdienst und lege rund 40 Prozent für die Steuer beiseite. Weitere 10-20 Prozent solltest du für Rücklagen verwenden, um auch in schlechten Zeiten liquide zu sein. Bedenke ebenfalls: Auch deine Geschäftspartner können Probleme mit der Liquidität haben und kommen mit fälligen Zahlungen eventuell in Verzug. Manche große Unternehmen zahlen aus Prinzip spät. Es gibt Finanzdienstleister, an die du offene Rechnungen verkaufen und den Betrag von ihnen direkt ausgezahlt bekommen kannst.

Marketing und Akquise

„Wer nicht wirbt, der stirbt“, dieser Satz gilt heute wie damals, nur dass die Möglichkeiten für Werbung und Akquise durch die Digitalisierung wesentlich vielfältiger geworden sind. Du kannst mit einer Landingpage, die du auf Basis von WordPress nahezu kostenlos erstellen kannst, einer coolen Marketingidee und ein, zwei Social Media Profilen heute schon eine Menge erreichen, ohne viel Geld investieren zu müssen. Nutze diese Gelegenheiten auf jeden Fall und baue dir online eine markante Präsenz auf.

Auch die Akquise ist heute mehr Netzwerken, Präsenz und Reputation als kalte Neukundengewinnung. Gerade die verschiedenen Onlineportale bieten dir viele Möglichkeiten, die passenden Kunden – egal ob B2B oder B2C – zu gewinnen. Investiere deine Zeit oder delegiere die Aufgaben an einen Profi.

Selbstmanagement

Wenn du selbstständig mit Kind bist, dass ist das Selbstmanagement ein unglaublich wichtiger Erfolgsfaktor. Das ist natürlich auch für alle Nicht-Eltern wichtig, stellt jedoch an dich beim Gründen mit Kind besondere Herausforderungen.

Du musst dich selbst gut organisieren, um die Zeit, die deine Kids dir zum Arbeiten lassen, effektiv zu nutzen und mit deinen Kräften zu haushalten. Jegliche Tools, dir die dabei hilfreich sind, solltest du einsetzen. Ob To-Do Liste, der wöchentliche Massagetermin, feste Zeiten bei den Großeltern und Projektmanagement-Tools, probiere alles Mögliche aus und gestalte dir deinen Arbeitsalltag nach deinen Vorlieben. Du musst dir eine optimale Work-Life Balance kreieren, um einerseits bei Kräften zu bleiben und andererseits kein schlechtes Gewissen der Familie gegenüber zu haben. Nutze die Gelegenheit, deinen Alltag so zu gestalten, wie es für dich optimal ist.

Wie läuft es mit der Krankenkasse?

Eventuell warst du bisher familienversichert, was ab einem Zuverdienst von rund 450 Euro monatlich (inklusive Werbungskosten) nicht mehr möglich ist. Du musst dich dann freiwillig versichern, wobei du in der Wahl der gesetzlichen oder privaten Krankenkasse frei bist.

Die Höhe der Beiträge bei einer Krankenversicherung für Selbstständige hängt von sehr vielen Faktoren ab. Generell gilt, dass sich die Kosten der privaten Krankenversicherung nicht pauschal bestimmen lassen, da sie immer abhängig vom jeweiligen Gesundheitsrisiko, Eintrittsalter und den Leistungen sind. Die Einstiegs-Angebote liegen hier aber bei rund 300 Euro pro Monat. Bei der gesetzlichen Versicherung werden die Kosten dagegen vom Einkommen bestimmt und sind dadurch besser kalkulierbar. Prinzipiell gilt also: Wer mehr verdient, der zahlt auch mehr.

Fazit: Selbstständig mit Kind kann gut funktionieren

Das Gründen mit Kind stellt dich vielleicht erst einmal vor viele Herausforderungen, muss aber kein Ausschlusskriterium sein, seine Träume an den Nagel zu hängen. Hast du eine gute Geschäftsidee, diese eventuell bereits nebenberuflich getestet und auch die Unterstützung von Familie und Partner, steht der Selbstständigkeit nichts mehr im Weg. Auch wenn du alles bis ins kleinste Detail geplant hast und dein Businessplan keine Lücken oder Fehler aufweist, heißt das nicht, dass das Gründen mit Kind ein Zuckerschlecken ist. Denn es erfordert von dir viel Willen, Durchhaltevermögen, eiserne Disziplin und viel Geduld. Andererseits wirst du mit Unabhängigkeit, flexibleren Arbeitszeiten und unternehmerischer Freiheit belohnt.

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Über den Autor

Manuela Hennig

Magistra der Philosophie, seit 11 Jahren selbstständig im DIY Bereich und seit 5 Jahren freiberufliche Texterin. Hat ein Faible für Marketing, Wordpress und glaubt daran, dass jeder erfolgreich sein kann – wenn er es richtig anpackt.

2 Antworten

  1. Danke für den Artikel. Ich hätte mir zwar konkretere Inhalte gewünscht, aber das sagt sich vielleicht leichter als es geschrieben ist. 😉
    Ein wesentlicher Tipp, der vielleicht noch in den Text eingebaut werden kann, ist die Möglichkeit der Eltern-Kind-Büros. Ich bin seit April im Rockzipfel Dresden und finde die Möglichkeit super. Ich kann Familie und Beruf optimal verbinden und dabei sogar ganz auf Fremdbetreuug verzichten. Genial! Rockzipfel-Büros gibt es übrigens auch in anderen Städten. 🙂
    Wäre cool, wenn Sie in Ihrem Artikel nix darauf hinweise. Dankeschön.

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