Mit verbessertem Auftreten zu vielversprechenden Bewerbern

Mitarbeiter finden: 7 Tipps für die Personalsuche

Wenn die Unternehmensgründung erfolgreich war und das Geschäftsmodell fruchtet, braucht es Menschen, die die Zukunft der Firma mitgestalten. Geht ein Startup auf Wachstumskurs, kommt auf Gründer eine der wichtigsten Aufgaben zu: Die passenden Mitarbeiter finden. Während ein geeigneter Mitarbeiter maßgeblich zum Erfolg des Unternehmens beiträgt, verursachen Fehlbesetzungen enorme Kosten. Hier sollten also keine vorschnellen Entscheidungen getroffen werden. Wir haben 7 Tipps, die Unternehmern dabei helfen die passenden Mitarbeiter zu finden.

Mit einfachen 7 Tipps Mitarbeiter finden

Mit unseren sieben Tipps wirst du nicht nur vielversprechende Bewerber und schließlich auch qualifizierte Mitarbeiter finden, sondern zusätzlich dein Unternehmen stärker und klarer positionieren können. Nutze also die Chance mit diesen Ratschlägen deine Firma noch erfolgreicher zu machen.

Tipp 1: Ein Startup braucht Generalisten

Kurz nach der Gründung einer Firma stehen die unterschiedlichsten Projekte auf der To-Do-Liste. Zwar ergeben sich Aufgabenschwerpunkte, jedoch keine Fachbereiche die groß genug sind, um eine Vollzeitkraft auszulasten. Daher ist es anfangs wichtig, dass ein Mitarbeiter viele unterschiedliche Rollen erfüllen kann. Es werden Allrounder mit Hands-on Mentalität gesucht – Menschen die über den Tellerrand hinausschauen und ein Projekt von A bis Z erledigen. Erst ab einer gewissen Unternehmensgröße, werden Spezialisten mit stärkerem Fokus auf ihr Fachgebiet benötigt.

Tipp 2: Je kleiner das Unternehmen, desto wichtiger der Personal Fit

Wenn es darum geht, die ersten Mitarbeiter für ein Startup zu finden, spielt die Persönlichkeit eine besonders große Rolle. Probleme in der Zusammenarbeit mit dem Vorgesetzten oder dem Team, gehören zu den häufigsten Kündigungsgründen in jungen Unternehmen. Schließlich verbringt man den Großteil seiner Lebenszeit mit den Kollegen. Je geringer also die Mitarbeiteranzahl, desto wichtiger ist der Teamfit für eine gute Arbeitsatmosphäre und Produktivität.

Tipp 3: Die Unternehmenswerte als Pfeiler für eine gute Zusammenarbeit

Mindestens genauso wichtig wie die Personal Fit, ist die Übereinstimmung der Werte des Mitarbeiters mit denen des Unternehmens. Dies führt nämlich zu einer höheren Identifikation und infolgedessen zu mehr Engagement, Motivation und einer höheren Arbeitsleistung. Jeder Unternehmer sollte sich also Gedanken darüber machen, welche Werte in seiner Firma gelebt werden und diese explizit in den Recruiting-Prozess einbeziehen. Sinnvoll ist es, die Werte auf der eigenen Website zu veröffentlichen, sodass Bewerber selbstständig einen Abgleich durchführen können. Weiterhin ist es ratsam die Werte gezielt im Bewerbungsgespräch abzufragen. Sind die Werte der Firma einmal sorgfältig formuliert, ist auch der Grundstein für zukünftige Employer Branding-Maßnahmen geschaffen.

Tipp 4: Vorteile eines Startups hervorheben

Die Mitarbeit in einem Startup birgt insbesondere für junge Menschen extrem viele Vorteile. Natürlich ist den Bewerbern auch bewusst, dass Startups im Gegensatz zu Großkonzernen noch keine etablierten Prozesse z. B. im Bereich Onboarding, Weiterbildung oder Karriere-Level haben. Zudem muss man sich auf Abstriche in Punkto Gehalt und sonstige Benefits einstellen. Umso wichtiger ist es die Vorzüge der Tätigkeit in einem Startup in der Stellenausschreibung zu betonen: Flache Hierarchien, kurze Entscheidungswege, ein junges Team, familiäre Arbeitsatmosphäre, hohe Eigenverantwortung, steile Lernkurve sowie die Möglichkeit mitzuentscheiden und etwas zu bewirken. Der obligatorische Kicker sollte natürlich auch nicht fehlen!

Tipp 5: Die Stellenausschreibung mit Fokus auf das Aufgabenprofil

Die Grundlage für jeden Recruiting-Prozess ist die Stellenausschreibung. Darin wird eine Kurzpräsentation der Firma, das Aufgaben- und Anforderungsprofil der Vakanz und die Benefits für den Mitarbeiter dargestellt. Den Fokus solltest du hierbei auf das Aufgabenprofil legen. Je umfangreicher die Tätigkeitsbeschreibung ist, desto präziser kann ein Bewerber beurteilen, ob er sich dieser Herausforderung gewachsen fühlt. Ellenlange Anforderungsprofile wirken dagegen oft erschlagend und können den Bewerber davon abhalten, sich zu bewerben, wenn er nicht jedes Kriterium erfüllt. Dabei gilt es doch Mitarbeiter zu finden, die motiviert und engagiert sind, die Lust haben das Unternehmen voranzutreiben und sich den Aufgaben stellen wollen. Dafür müssen sie nicht zwingend einem detaillierten und spezifischen Anforderungsprofil entsprechen.

Tipp 6: Die besten Recruiting-Kanäle

Das eigene Netzwerk ist in Startups ein besonders wichtiger Recruiting-Kanal. Mitarbeiter über Empfehlung zu finden, spart nicht nur Kosten und Zeit, es minimiert auch das Risiko einer Fehlbesetzung. Zum einen gilt die Faustregel: Gute Leute kennen gute Leute. Zum anderen ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass der Personal Fit und die Übereinstimmung mit Unternehmenswerten gegeben ist.

Doch auch bei der Ausschreibung über Stellenportale musst du nicht tief in den Geldbeutel greifen. Es existieren einige kostenlose Jobbörsen, die dennoch eine hohe Reichweite erzielen. Indeed ist hierfür eine sehr geeignete Plattform, du kannst aber auch über Xing und LinkedIn kostenlos Stellen schalten. Ein guter Tipp ist hier, die Stellenausschreibung außerdem in bestehenden Communitys, z. B. in Social Media-Netzwerken zu teilen. Hier existieren beispielsweise Gruppen von Absolventen relevanter Studiengänge.

Tipp 7: Die richtige Auswahl durch einen standardisierten Prozess

Sympathien mit Bewerbern oder eine besonders gute Präsentationsfähigkeit, kann schnell dazu führen, dass Defizite übersehen werden. Um die Objektivität bei der Bewertung von Bewerbern hochzuhalten und gleiche Bedingungen für alle zu schaffen, ist es sinnvoll, einen standardisierten Bewerbungsprozess zu definieren. Der Ablauf und die Inhalte des Bewerbungsgespräches können in einem Interviewleitfaden festgelegt werden. Hierin sollten Fragen und Aufgaben definiert werden, die die relevanten Anforderungen messen. Wichtig ist es, die gewünschten Antworten und Lösungen ebenso vorab festzulegen, um eine objektive Auswertung der Interviews sicherzustellen. Ein standardisierter Prozess ermöglicht somit eine optimale Vergleichbarkeit der Ergebnisse. Natürlich solltest du Bauchgefühl und Sympathie dabei nicht vollkommen außer Acht lassen.

Fazit: Mitarbeiter finden

Wenn du diesen effektiven und grundlegenden Tipps bei der Personalsuche folgst, dürfte nichts mehr schief gehen. Denn wichtig dabei ist, dass du diese Thematik ganzheitlich betrachtest. Hast du deine Stellenausschreibungen perfekt formuliert, aber über die falschen Kanäle verbreitet, nützt dir das wenig. Daher schaue unbedingt, dass du an sämtlichen Schrauben drehst, damit du die passenden Mitarbeiter für die passenden Stellen in deinen Unternehmen findest.

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Über den Autor

Autorenprofil: Linda Hermanns

Linda Hermanns

Linda ist seit Dezember 2019 als HR-Managerin bei Digital Beat an Bord und unterstützt die Redaktion von Gründer.de mit ihrer Expertise im Bereich Human Resources. Ihr Fachwissen schöpft sie zum einen aus ihrem Bachelor- und Masterstudium in Wirtschaftspsychologie mit Schwerpunkt Personalpsychologie sowie beruflichen Stationen im Bereich Recruiting, Personalentwicklung und -beratung. Hier bei Digital Beat verantwortet Linda unser gesamtes HR-Management - von der Rekrutierung über die Vertragserstellung, Lohnabrechnung bis zur Personalentwicklung und dem Employer Branding.

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