Die Besucherzahlen einer Webseite lassen sich mit vielen Tools ermitteln

Die Besucherzahlen einer Webseite lassen sich am besten mit Analyse-Tools herausfinden.

Jeder, der auf irgendeine Art und Weise „online“ tätig ist und eine Webseite besitzt, möchte wissen, ob die Arbeit auch den entsprechenden Erfolg mit sich bringt. Wie hoch sind die Besucherzahlen einer Webseite, wie erfolgreich ist sie und andere Fragen im Bezug auf das Besucherverhalten kommen da zwangsläufig. Gerade wenn man neue Beiträge oder Artikel in die Webseite eingepflegt hat, möchte man seinen Erfolg in Besucherzahlen und Zugriffswerten messen. Wir erläutern dir, welche Tools dir den gewünschten Wert zurückgeben und welche eher ungenaue Zahlen liefern.


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Um die Besucherzahlen einer Webseite herausfinden zu können kann man verschiedene Statistikdienste nutzen. Dabei sind, wie schon erwähnt, selten verlässliche Zahlen ermittelbar. Nutzt man allerdings verschiedene Tools und Statistikdienste im Verbund, vergleicht die ermittelten Daten über eine bestimmte Webseite und setzt sie im Anschluss daran zueinander in Beziehung, ist das Bild relativ brauchbar und aussagefähig.

Ein sozusagen „sauberes Tracking“ zeigt dir, an welcher Stelle deiner Webseite die meisten Abbrüche zu finden sind.

So findest du die Besucherzahlen anderer Webseiten heraus

1. Alexa

„Alexa“ ist nicht der Voice Service von Amazon, sondern ein US-Statistikdienst, der Daten über Browser-Erweiterungen aus einem Panel mit über 25.000 Nutzern aggregiert. Schaut man sich die von „Alexa“ ermittelten Daten an, sind diese nicht gerade aussagekräftig und aufschlussreich. Das heißt, dass Alexa eher als eine Orientierungshilfe im Internet dient.

Die von Alexa angezeigte Kurvengrafik spiegelt nicht die Entwicklung der Besucherzahlen wieder, sondern bildet den so genannten „Alexa Traffic Rank“ ab – und das weltweit und im eigenen Land. In der kostenlosen Variante von „Alexa“ werden die konkreten Besucherzahlen nicht aufgeführt. Allerdings können die durch einen entsprechenden Trick trotzdem abgerufen werden.
Dafür gibst du in der „Wissenschafts-Suchmaschine“ Wolfram|Alpha eine Domain an, dann werden die von Alexa hochgerechneten Seitenaufrufe und Besucherzahlen pro Tag aufgelistet.

Alexa Analysetool von Amazon

Alexa gibt es nicht nur als Sprachassistent von Amazon – es ist auch ein Analyse-Tool – Bild: Alexa

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2. SimilarWeb

Betrieben wird der Statistikdienst SimilarWeb von der israelischen SimilarGroup. Dabei erstellt SimilarWeb aus unterschiedlichen Quellen sozusagen Hochrechnungen zu der Nutzung der eigenen als auch von fremden Webseiten. Diese kostenlose Variante hat etliche Funktionen mehr gegenüber der kostenlosen Alexa-Version – so hält SimilarWeb beispielsweise die monatlichen, geschätzten Besuche einer Webseite aus den vergangenen sechs Monaten bereit. So zeigt es dir an, wie hoch der jeweilige Traffic-Anteil der Seite ist, welcher über Suchmaschinen, Direktaufrufe, Refferal-Links und Social-Media-Plattformen zustande kommt. Dazu werden die wichtigsten „Referring Sites“ aufgelistet. Die gelieferten Daten basieren auf Werten, die mittels Browserplugins gesammelt und hochgerechnet werden.

Die Pro-Version von SimilarWeb, die kostenpflichtig ist, bietet einen großen Funktionsumfang – so können beispielsweise verschiedene Webseiten über einen größeren Zeitraum miteinander verglichen werden. Die Auswertungen in der Pro-Version liefern zudem sehr gute Detailwerte.
SimilarWeb liefert seit einiger Zeit auch Download- und Nutzungsstatistiken zu Apps, wobei dieser Service noch auf Android-Apps beschränkt ist.

Zwar scheinen die von SimilarWeb gelieferten Werte nicht immer korrekt und zu 100 Prozent richtig zu sein, aber die Verhältnisse der Traffic-Volumen diverser Webseiten sind relativ korrekt in ihrer Darstellung. Somit lassen sich auch mit diesem Tool die Besucherzahlen einer Webseite herausfinden.

Das Webseiten-Analyse-Tool Similarweb gibt dem Nutzer viele Informationen

SimilarWeb erstellt aus Daten Hochrechnungen zu der Nutzung von Webseiten – Bild: SimilarWeb

3. Google Trends

Dieser Dienst von Google liefert Informationen darüber, wie häufig eine URL oder ein bestimmter Begriff bei Google gesucht wird. Google Trends stellt die Anzahl von eingegebenen Suchbegriffen innerhalb eines zeitlichen Verlaufs dar und setzt diese in Relation zu dem gesamten Suchvolumen.

Deswegen kann der Blick in Google Trends sehr aufschlussreich sein. Hierbei werden zwar keine konkreten Zahlen von Google genannt, doch der Vergleich unterschiedlicher Suchbegriffe kann häufig einen hervorragenden Eindruck über die Marktentwicklung liefern. Zudem lassen Keywords sich mit Google Trends identifizieren, die gegebenenfalls nicht mehr den gewünschten Traffic bringen. Im Gegensatz können mit diesem Tool auch Keywords ermittelt werden, die eventuell in Zukunft von Nutzern öfter gesucht werden können.

Mit Google Trends die richtigen Keywords finden

Mit Google Trends lässt sich gut Keyword-Recherche betreiben – Bild: Google Trends

4. AGOF und IVW

Jeden Monat werden von der „Informationsgesellschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern in Deutschland“ (IVW) und der Arbeitsgemeinschaft Online-Forschung (AGOF) aktuelle Nutzungsstatistiken deutscher Online-Angebote erstellt und veröffentlicht.

Die AGOF ist ein Zusammenschluss führender Online-Vermarkter in Deutschland, die das Internet zu planbaren und transparenten Werbeträgern machen.

Von der IVW werden Seitenaufrufe und Visits ausgewiesen, von der AGOF werden die Netto-Reichweiten der Angebote in Unique Usern aufgelistet. Durch das Ranking „Internet Facts“ der AGOF werden auch die Zahlen der IVW ausgewertet und mit den Zahlen aus dem Marktforschungs-Panel ergänzt.

Die gelieferten Zahlen der AGOF und der IVW sind relativ verlässlich was die Besucherzahlen der jeweiligen Webseite angeht, da sie von unabhängigen Gremien erstellt werden.

Allerdings sind in den Auswertungen nur die Webseiten enthalten, die ihre Datennutzung von der IVW auswerten lassen. Facebook oder Google gehören nicht zu den Konzernen, welche die Daten nicht auswerten lassen. Kleine Nischenprojekte oder Webseiten aus der „Erwachsenen-Unterhaltungsbranche“ werden ebenfalls nicht in den Rankings berücksichtigt. Dennoch können die Zahlen von Webseiten, die dort nicht aufgelistet sind, von Bedeutung sein – wenn zum Beispiel die IVW-Zahlen mit Informationen aus anderen Tools in Verbindung gesetzt werden. Ebenfalls kannst du die Genauigkeit von Statistiken anderer Tools mit den Zahlen der IVW prüfen.

Twitter dailydigitalfacts auf der Grundlage von AGOF

Viele große Medien nutzen AGOF für ihre Reichweitenanalyse – Bild: Twitter

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5. Quantcast, Compete und TrafficEstimate

Ebenfalls kostenlos sind die Statistikdienste Quantcast und TrafficEstimate. Vor einigen Jahren hatten diese drei Dienste sozusagen noch den Exoten-Status, sind nun aber immer mehr im Kommen. So liefert zum Beispiel Quantcast eine detaillierte Reichweiten- und Zielgruppenmessung, Analysen für Netzwerke, Webseiten und auch Apps.

6. URLMetriken

Im Vergleich zu den anderen bereits genannten Tools, ist URLMetriken (URLM) etwas weniger umfangreich. Dennoch kann das Tool sehr nützlich sein, um einen ersten Eindruck über die monatlichen Seiten-Impressionen und Besuche, die Anzahl der Seiten und der externen Verweise reichen. Für genauere Daten können bei URLMetriken auch Server-Daten eingesehen werden. Leider findet URLM nicht zu jeder Webseite zuverlässige Daten. Darüber hinaus haben viele Betreiber von Webseiten ihre Daten nicht gelistet. Ansonsten gibt das Tool aber einen guten und kompakten Überblick über andere Webseiten.

7. Trafficestimate

Bei Trafficestimate geht um es geschätzte Trends, die von dem Tool auf Basis der vergangenen 30 Tage berechnet werden. Außerdem listet das Tool auch die Webseiten, die ähnlich zu der gesuchten Seite sind. Auch die wichtigsten Alexa-Statistiken kann das Tool anzeigen. Der Algorithmus von Trafficestimate basiert auf der Grundlage des eigenen Verkehrs und des Verkehrs ähnlicher Webseiten. Daher lohnt sich das Tool eher für die Analyse großer Webseiten. Hingegen wird es bei kleinen Webseiten eher schwierig brauchbare Daten zu finden. Daher bietet sich das Tool eher an, um die Besucherzahlen von größeren Webseiten herausfinden zu können.

8. SEMrush

Eigentlich ist SEMrush eher für den Bereich des Search Engine Marketing (SEM) gedacht. Deshalb gibt es hier die Möglichkeit, die organische Suche und die entsprechenden Keywords zu analysieren. SEMrush analysiert dann, für welche Keywords eine Webseite rankt. Zudem zeigt das Tool Mitbewerber an und analysiert, welche Keywords du mit deinen Konkurrenten gemeinsam hast. Darüber hinaus zeigt das Tool auch die Anzahl der Backlinks, die verlinkten Internetseiten und IPs an. Da das Tool den Traffic über die Keywords schätzt, macht es das ganze etwas ungenauer. Doch in Kombination mit anderen Tools, kann SEMrush aber einen sehr guten Überblick über die Besucherzahlen der Webseite liefern.

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Die besten Tracking-Tools für die eigenen Webseiten

9. Google Analytics

Dieses Tool ist sehr einfach einzurichten und bietet die Möglichkeit, Webseite zu analysieren und zu überwachen. Um Google Analytics nutzen zu können, musst du einen Account anlegen. Dann wird ein Tracking-Code erzeugt, der in die Webseite eingefügt werden muss. Und schon kann es mit dem Tracking losgehen.

Wichtig: Auf der Webseite muss bekannt gegeben werden, dass Google Analytics verwendet wird (beispielsweise in der Datenschutzerklärung).

Mit Google Analytics lassen sich einfach Webseiten analysieren

Mit Google Analytics lassen sich einfach und schnell Webseiten auswerten – Bild: Google Analytics

10. Web-Controlling-Suite von Etracker – Besucher und deren Verhalten verstehen

Dieses Tool ist in verschiedenen Versionen erhältlich und bietet dem Anwender unterschiedliche Funktionsumfänge. Besucher, Verweildauer und die Quellen des Traffics können mit der Web-Analyse festgestellt werden. Ebenfalls ist hier die Echtzeit-Analyse des Besucherverhaltens zu erwähnen, denn dadurch können Anwender schnell auf ihre Kunden reagieren und unter Umständen direkt Änderungen durchführen. Etracker ist eine beliebte Alternative zu Google Analytics. Während das Tool von Google kostenlos erhältlich ist, ist Etracker kostenpflichtig.

Mit eTracker lässt sich das Verhalten der Besucher analysieren

Mit eTracker lässt sich das Verhalten von Webseitenbesuchern leichter verstehen – Bild: eTracker

Bonus: Tools für Statistiken von Social-Media-Accounts

Heute sind viele Publisher nicht nur mit einer eigenen Webseite vertreten, sondern bedienen sich diverser Profile auf verschiedenen Social-Media-Plattformen (Twitter, Facebook, Instagram).
Aus diesem Grund ist es heute umso wichtiger, auch diese sozialen Profile zu scannen und in die Auswertung des Webseiten-Erfolgs miteinzubeziehen. Interaktionen, Fanzahlen oder die Abruf-Zahlen von Videos – all das ist für die eigene Auswertung relevant und natürlich entsprechend aussagekräftig.
Für diesen Bereich gibt es mittlerweile zahlreiche Statistik-Dienste wie beispielsweise Socialbakers. Dieser Dienst veröffentlicht regelmäßig Zahlen über die interaktionsstärksten, größten deutschen Facebook-Seiten.

Die größten deutschen Youtuber sind bei Socialblade zu finden, ebenso wie die Daten über die reichweitenstärksten und weltweit agierenden Instagram- und Twitch-User.

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Zusammengefasst – mit den Tools hast du alles im Blick

Die genannten Analyse-Tools bieten schon einen guten Überblick über die Traffic-Zahlen, um die Besucherzahlen einer Webseite und deren Entwicklung herausfinden zu können. Auch wenn es vielleicht spannend ist, solltest du die Zahlen nicht täglich abrufen, sondern eher über eine längere Zeitspanne, beispielsweise monatlich.

Wenn du nun mehr über Traffic erfahren möchtest und lernen willst, kann die „Contra“, also die Conversion und Traffic-Konferenz, das Richtige für dich sein. Aber auch viele weitere Events zum Thema Online-Marketing finden in diesem Jahr in Deutschland statt.

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