Erfolgsfaktoren und erfolgreiche Beispiele im Überblick

Virales Marketing: So verbreitest du deine Werbebotschaft

Wenn die eigene Marketingkampagne ein Selbstläufer wird, sich rasant verbreitet, in den sozialen Netzwerken geteilt, geliked und tausendfach kommentiert wird, wenn plötzlich die Marke und die Botschaft in aller Munde ist, dann geht für Marketer ein Traum in Erfüllung. Und dann spricht man auch von viralem Marketing. Aber so ein Selbstläufer ist nicht immer einfach zu planen. Wie lautet also die Geheimformel für virales Marketing? Gibt es ein Erfolgsrezept, das die Chancen auf eine Verbreitung erhöht? Die Antwort darauf erfährst du in diesem Artikel.

Virales Marketing: Definition

Virales Marketing ist eine bestimmte Marketingstrategie, mit der Marketer versuchen, ihre Botschaften ähnlich wie ein Virus über unterschiedliche Kanäle zu verbreiten. Da kein Kanal so schnell Informationen aller Art verbreiten kann, wie die sozialen Netzwerke, eignet sich Social Media hervorragend um Botschaften in Form von Videos, Bildern oder Texten in die Welt zu senden.

Virales Marketing zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass die Empfänger der Werbebotschaft diese nicht als stupide Werbung einordnen. Daher ist das Ziel dieser Disziplin, die Botschaft so zu „verpacken“, dass sie interessant, spannend und unterhaltend wirkt. Egal ob Text, Bild oder Video – im besten Fall sollte die Nachricht Emotionen auslösen. Nur so ist auch gewährleistet, dass die Empfänger diese Nachricht von selbst teilen und verbreiten. Es geht also darum, dass sich eine Eigendynamik entwickelt, die es ermöglicht, Botschaften rasant um die Welt zu schicken.

Virales Marketing: Eigenschaften und Erfolgsfaktoren

Wie muss nun eine Botschaft aussehen, damit sie ein viraler Hit wird? Das ist schwierig zu pauschalisieren, weil der entscheidende Faktor zum Erfolg oftmals auch einfach Glück ist. Dennoch gibt es ein paar Eigenschaften, die eine Werbebotschaft unbedingt aufweisen sollte. Und diese Eigenschaften, und damit auch Erfolgsfaktoren, stellen wir hier gebündelt vor:

Kreative und originale Idee

Deine Werbebotschaft sollte eine kreative und am besten auch einzigartige Idee beinhalten. Etwas, das Aufmerksamkeit erregt, aber trotzdem simpel zu verstehen ist. Du kannst dafür auch die Strategie des Storytellings einsetzen und eine Geschichte erzählen. Diese Geschichte sollte perfekt um deine Produkte, deine Marke oder Dienstleistung platziert werden. Hier geht es um die perfekte Balance. Natürlich muss die Geschichte oder Botschaft im Mittelpunkt stehen, um erst einmal die Aufmerksamkeit zu ködern, sollte aber gezielt und subtil deinen eigentlichen Fokus nicht verlieren.

Plan und Ziel

Jede gute Marketingstrategie sollte geplant sein und einem Ziel folgen. Das gilt auch für das virale Marketing. Obwohl es hier schwieriger ist, einem genauen Plan zu folgen, musst du hier dennoch strategisch vorgehen. Welche Kanäle sollten bespielt werden? Wo ist die Zielgruppe zu finden? Was eignet sich besser, um mein Produkt, meine Marke oder Dienstleistung zu vermarkten: ein Video, ein Foto oder vielleicht nur ein Textbeitrag? Und kann ich dieses Format auf den favorisierten Kanälen gut einbinden? Besonders die Auswahl der Kanäle und die Unterstützung von Influencern bzw. Multiplikatoren ist ein wichtiger Bestandteil der des viralen Marketings. Es wird in der Fachsprache auch Seeding genannt.

Emotionen und Identifikation

Nichts bleibt so sehr im Kopf, wie berührende Geschichten. Egal, ob sie uns zum lachen oder weinen bringen – oder vielleicht beides – solche Botschaften verbreiten sich nicht nur rasanter. Sie werden zudem auch durch „Mundpropaganda“ bekannter. Denn das, was uns begeistert hat, erzählen wir bei Gelegenheit weiter, an Freunde, Bekannte, Familie oder Arbeitskollegen. Besonders berührend sind Geschichten, mit denen wir uns identifizieren können. Also solltest du bei deiner Botschaft auch diesen Aspekt nicht vernachlässigen.

Anreize

Oftmals kann man auch gewisse Anreize schaffen, um die Nutzer zum Verbreiten der Botschaft anzuregen. Bspw. durch Gewinnspiele. Wer also den Beitrag, das Video etc. teilt, kann etwas gewinnen. Weil dies aber schnell werblich erscheint, wird auf diese Möglichkeit häufig verzichtet. Es obliegt also dir selbst zu entscheiden, ob und inwiefern ein solcher Anreiz deiner Botschaft womöglich schaden könnte.

Virales Marketing: Vor- und Nachteile

Jede Strategie hat ihre Vor- und Nachteile. Auch virales Marketing. Und deshalb möchten wir dir eine Übersicht aller relevanten Vor- und Nachteile präsentieren, damit du alle Chancen und Risiken auf einen Blick erkennst und einschätzen kannst.

Vorteile

Vergleicht man virales Marketing mit anderen, klassischen Marketingkampagnen, dann gehören zu den unschlagbaren Vorteilen auf jeden Fall die geringen Kosten. Natürlich muss diese Botschaft erst einmal kreiert und produziert werden, aber die Verbreitung über soziale Netzwerke kostet erst einmal gar nichts. Wer seine Beiträge bewerben möchte, muss dafür natürlich Budget zu Verfügung haben, aber eine gute und kreative Botschaft kann es auch ohne Werbeetat schaffen. Vergleicht man also die Kosten mit einem TV-Spot oder einer flächendeckenden Plakatwerbung, überzeugt das Budget für virales Marketing ausnahmslos.

Zudem ist virales Marketing sehr schnell. Einmal im Umlauf, kann sich die Botschaft rasant verbreiten. Und das in einer Geschwindigkeit, die keine andere Werbemaßnahme ermöglicht. Das bedeutet also, dass du in sehr kurzer Zeit dein Ziel bereits erreichen kannst, besonders dann, wenn die richtigen Multiplikatoren im Spiel sind.

Durch das Verbreiten an Freunde und Bekannte, erlangt virales Marketing auch ein deutlich höheres Vertrauen von Seiten der Empfänger. Wer ein Video von einem Freund zugesendet bekommt, schaut sich dieses eher an, als wenn unbekannte Firmen das Postfach zuspammen.

Nachteile

Durch die Verbreitung im Internet, ist eine Erfolgsmessung der Marketingkampagne schwieriger. Daten zu Käufen oder einer Steigerung des Bekanntheitsgrades lassen sich nur schwer auf die virale Marketingkampagne rückschließen. Bedeutet also, dass ein gewisser Recherche aufwand notwendig ist und am besten auch ein Social Media Monitoring durchgeführt werden sollte. Für viele Marketer sind diese Ergebnisse sehr wichtig, um auch die Freigabe für künftige Kampagnen vom Management zu bekommen.

Einmal im Umlauf, ist die virale Marketingmaßnahme kaum oder erschwert steuerbar. Dieser Umstand bedeutet also, dass immer ein gewisses Risiko da ist. Zum einen können Nutzer negativ auf deinen Inhalt reagieren und schnell mal einen Shitstorm auslösen. Zum anderen kann natürlich auch das Gegenteil passieren – nämlich nichts. Kein viraler Hit, keine Aufmerksamkeit.

Virales Marketing: Erfolgreiche Beispiele

Dass es aber wunderbar funktionieren kann, zeigen einige Marketing-Beispiele. Drei der erfolgreichsten viralen Marketingkampagnen wollen wir euch kurz vorstellen.

Ice Bucket Challenge

2014 startete die sogennante „Ice Bucket Challenge”. Sicherlich wird diese noch vielen im Kopf geblieben sein. Im Prinzip ging es um eine Art Mutprobe, der man sich selbst mit einem Eiswasserkübel überschüttete und das Video dann in den sozialen Netzwerken teilte. Am Ende des Videos nominierte man weitere Freunde, dies ebenfalls zu tun. Ziel dieser Aktion war die unheilbare Nervenkrankheit ALS (Amyotrophe Lateralsklerose) wieder ins Bewusstsein zu rücken und Spenden zu generieren. Nicht nur über soziale Medien wurde die Ice Bucket Challenge geteilt, sondern auch Nachrichtensender und Online Magazine berichteten darüber – und das weltweit.

Oscar-Selfie

Ein weiterer viraler Hit war das Selfie von Ellen DeGeneres bei der Oscarverleihung 2014. Auf diesem Selfie waren einige der größten Hollywoodstars abgelichtet, wie bspw. Bradley Cooper, Jennifer Lawrence, Brad Pitt und Julia Roberts. Es entstand inmitten der Show vor laufenden Fernsehkameras und wurde direkt auf Ellen DeGeneres Twitter-Account veröffentlicht. Durch die crossmediale Aufmerksamkeit konnte der Tweet mehrere Millionen Retweets verzeichnen und auf der ganzen Welt gesehen. Der Clou: Das Selfie wurde mit einem Samsung Galaxy Note aufgenommen, der damalige Sponsor der Verleihung. Für die enorme Aufmerksamkeit, die diesem Tweet zuteil wurde, stellte Samsung mehrere Millionen US-Dollar für Spenden für wohltätige Zwecke zu Verfügung.

First Kiss

Auch das YouTube-Video „First Kiss“ ging einmal um die Welt. In diesem Video küssen sich zehn Paare, doch das Besondere daran: Sie kennen sich nicht. Die Kamera fängt die ersten Kennenlern-Momente der Paare ein bis hin zum allerersten Kuss. Ein sehr ruhiges Video, aber sehr berührend. Denn als stiller Beobachter sind die Zuschauer Zeugen einer sehr intimen Situation. Und das gefiel so vielen Menschen, sodass dieses Video einmal um die Welt ging und über 100 Millionen Klicks verzeichnet. Initiator des Videos ist die Modemarke WREN. Obwohl es zu keiner Zeit im Fokus steht, tragen alle Paare Kleidung dieser Modemarke und repräsentieren die Marke daher nur sehr indirekt.

Fazit: Virales Marketing ist mehr als eine geniale Idee

Wie du sicherlich erkannt hast, ist virales Marketing nicht wirklich plan- oder steuerbar. Schon gar nicht in der heutigen Zeit. Denn egal, ob TikTok, Instagram oder andere Kanäle – es gibt immer einen Trend oder eine Challenge, die dir und deiner Marketing-Idee Konkurrenz macht. Daher gehört neben einer genialen Idee leider auch immer ein Quäntchen Glück dazu.

Häufige Fragen (FAQ) zu viralem Marketing

Was ist virales Marketing?

Virales Marketing ist eine bestimmte Marketingstrategie, mit der Marketer versuchen ihre Botschaften ähnlich wie ein Virus über unterschiedliche Kanäle zu verbreiten. 

Was ist das Ziel von viralem Marketing?

Das Ziel dieser Disziplin ist die Botschaft so zu „verpacken“, dass sie interessant, spannend und unterhaltend wirkt. Egal ob Text, Bild oder Video – im besten Fall sollte die Nachricht Emotionen auslösen. Nur so ist auch gewährleistet, dass die Empfänger diese Nachricht von selbst teilen und verbreiten.

Welche Eigenschaften muss eine Marketingkampagne haben, um viral zu gehen?

Virales Marketing sollte folgende Eigenschaften haben:
– Kreative und originale Idee
– Plan und Ziel
– Emotionen und Identifikation
– Anreize

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Über den Autor

Autorenprofil: Lisa Goldner

Lisa Goldner

Nach ihrem Abitur 2013 entschied sich Lisa für ein Studium des Journalismus als auch der Unternehmenskommunikation und konnte durch den nahen Praxisbezug ein breit gefächertes Repertoire an Kenntnissen beider Branchen sammeln. Während des Studiums arbeitete sie als Assistenz der Öffentlichkeitsarbeit in einem öffentlich-rechtlichen Kulturbetrieb und erlernte somit auch essenzielle Aufgaben des Eventmanagements. Im Anschluss begann sie in Kiel den Masterstudiengang ”Angewandte Kommunikationswissenschaft“, in dem sie ihre Erfahrungen durch Projekte und wissenschaftliche Arbeiten besonders in den Bereichen Journalismus und Marketing ausbauen konnte. Im Sommer 2021 absolvierte Lisa ihr Volontariat in der Online-Redaktion von Gründer.de und arbeitet seitdem als Junior-Online-Redakteurin.

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