Die wichtigsten Faktoren zur Erstellung, den Regeln und Marketingstrategien

Facebook-Gruppen 2020: Mit 6 Tricks zur maximalen Mitgliederzahl

Das soziale Netzwerk Facebook will sich weiterentwickeln und konzentriert sich deshalb mehr auf den Aufbau von Gemeinschaften. Gleichzeitig steigt das Bedürfnis der Menschen, sich zu einem gemeinsamen Thema ungestört austauschen zu können. Genau deshalb werden Facebook-Gruppen immer beliebter, eine Milliarde Menschen weltweit sind schon dabei. Diese hohe Nutzerzahl bietet wiederum Unternehmen große Chancen für erfolgreiches Marketing. Der folgende Artikel zeigt deshalb die wichtigsten Schritte sowie Erfolgsfaktoren beim Erstellen von Facebook-Gruppen, alle Infos zu den Regeln und sechs einfache Tricks für eine maximale Mitgliederzahl. 

Der Sinn von Facebook-Gruppen

Facebook-Gruppen sind dafür gedacht, sich über bestimmte Themen gemeinsam auszutauschen und die aktuellsten Ereignisse zu teilen. Dabei ist auch die Verwendung verschiedener Medien, wie zum Beispiel Dokumente, Fotos und Videos, möglich. Zudem lassen sich Umfragen zu einer bestimmten Frage erstellen. Bei der Themenauswahl sind dabei nur wenige Einschränkungen vorhanden, sodass prinzipiell jedes Thema abgedeckt wird. Dazu kann die Fahrt zum nächsten Fußball-Spiel, Neuigkeiten über die eigene Dorfgemeinde oder politische Aktivitäten gehören.

Der Austausch steht dabei immer im Vordergrund und die Posts der einzelnen Teilnehmer sind für alle Mitglieder der Gruppe sichtbar. Bis 2018 lag der Fokus einer Facebook-Gruppe bei den privaten Nutzern. Das heißt, nur private Profile konnten eine Gruppe gründen und ihr beitreten. Diese Richtlinien hat Facebook jedoch geändert, was wiederum das Marketing-Potenzial für Unternehmen steigert.

Eigene Facebook-Gruppen erstellen

Wer eine riesige Facebook-Gruppe aufbauen möchte, muss allerdings erst einmal eine Gruppe bei Facebook erstellen und einrichten. Das ist eigentlich schnell erledigt, doch schon die ersten Schritte entscheiden über den späteren Erfolg. Deshalb sollte die Einrichtung wie folgt ablaufen:

1. Das „Gruppe erstellen“-Fenster öffnen

Facebook hat vor kurzem das Design der Oberfläche angepasst. Deshalb gelangen Nutzer jetzt oben in der Symbol-Leiste über das Symbol „Gruppen“ ganz rechts auf die Gruppen-Seite. Dort steht links „+Gruppe erstellen“ und auf einen Klick wird das Fenster für die weiteren Schritte geöffnet. Wer noch die vorherige Oberfläche nutzt, muss ganz rechts in der Menüleiste unterhalb des Titelbildes das „Mehr“-Symbol auswählen und kann dann auf „Gruppe erstellen“ klicken.

2. Einen Namen für die Facebook-Gruppe auswählen

Der Name ist entscheidend, damit sich die Facebook-Gruppe leicht zuordnen lässt und vermittelt, was Gruppenmitglieder von dieser Gruppe erwarten können. Dabei lohnt es sich auch, mehrere Gruppen für spezifische Interessen anzulegen. Also ein Unternehmen für Fitness-Kleidung könnte zum Beispiel eine „Lauf-Gruppe“ und eine „Muskelaufbau-Gruppe“ erstellen.

3. Die Privatsphäre-Einstellung festlegen

Facebook-Gruppen lassen sich für öffentlich relevante, aber auch für spezielle und private Themen erstellen. Deshalb gibt es die Möglichkeit, bei der Erstellung die Privatsphäre-Einstellung vorzunehmen. Dabei sind die Einstellungen „Öffentlich“, „Geschlossen“ oder „Geheim“ wählbar.

Öffentliche Facebook-Gruppen

Öffentliche Facebook-Gruppen kann jeder einsehen und ohne vorherige Genehmigung beitreten. Sämtliche Mitglieder-Posts sind für alle anderen Facebook-Nutzer vollständig sichtbar. Diese Art Gruppe bietet nicht die Privatsphäre und Sicherheit wie die anderen beiden Gruppentypen. Aber sie kann sehr schnell wachsen, weil interessierte Nutzer ohne Hürden beitreten können.

Geschlossene Facebook-Gruppen

In geschlossenen Facebook-Gruppen sind Posts nur für Mitglieder sichtbar. Die Gruppe selbst wird jedoch bei Facebook-Suchen gefunden und damit bieten sie keine komplette Privatsphäre. Doch die Mitglieder dürfen sich immerhin sicher sein, dass die von ihnen geteilten Beiträge nur für andere Mitglieder der Gruppe sichtbar sind. Außerdem werden alle Beitritts-Anfragen von einem Gruppenmitglied oder einem Administrator genehmigt.

Geheime Facebook-Gruppen

Geheime Gruppe bieten die Privatsphäre einer geschlossene Gruppe, doch sie tragen diesen Namen, weil sie nicht in den Facebook-Suchen auftauchen. Diese geheimen Gruppen lassen sich nur finden, wenn man von einem bereits bestehenden Gruppenmitglied eingeladen wird. Somit ist auch nur über diesen Weg der Beitritt in die Gruppe möglich.

4. Mitglieder einladen

Um die ersten Mitglieder in die Facebook-Gruppe einzuladen, lohnt es sich erst einmal Personen aus der eigenen Freundesliste zu nutzen. Danach können auch Einladungen an Kunden, Fans und weitere Personen verschickt werden. Dabei macht es zudem Sinn, die Einladung mit einer kurzen Notiz zu versehen. Dort steht dann, welchen Grund die Einladung hat und wie Mitglieder von der Gruppe profitieren. Um diese Notiz hinzuzufügen, ist das „Papier“-Symbol in der unteren rechten Ecke des Einladungsfensters vorhanden.

Nun sind die ersten Schritte der Einrichtung abgeschlossen und durch einen Klick auf „Erstellen“ ist die Gruppe dann sofort vorhanden.

5. Die Gruppe personalisieren

Die Facebook Gruppe ist jetzt aktiviert und lässt sich nun individualisieren, um einen idealen Treffpunkt für potenzielle Gruppenmitglieder zu bieten und an Glaubwürdigkeit zu gewinnen. Dafür eignen sich die folgenden Maßnahmen:

  • Ein Titelbild hochladen: Es macht Sinn, kein typisches Firmenfoto oder Logo zu verwenden. Sondern ein Motiv, dass den besonderen Zweck dieser Gruppe betont.
  • Eine Beschreibung hinzufügen: Dieser Text beschreibt ganz konkret, worum es in dieser Gruppe geht.
  • „Tags“ hinzufügen: Diese Keywords sorgen dafür, dass die Facebook-Gruppe in Suchfeldern auftaucht.
  • Standorte ergänzen: Ist die Gruppe an ein bestimmtes geografisches Gebiet gebunden, lässt sich das hier vermerken. Andernfalls existiert noch die Bezeichnung „global“.
  • Einstellungen anpassen: In den Einstellungen der Gruppe sind zum Beispiel die Benachrichtigungen der Gruppe wählbar und auch die Beitragsberechtigungen.

6. Loslegen und Beiträge posten

Jetzt beginnt die entscheidende Phase, denn nun müssen die ersten Beiträge in der Facebook-Gruppe auftauchen. Deshalb macht es auch Sinn, Kollegen, Mitarbeiter und Freunde zum Posten anzuregen. Ist die Diskussion einmal gestartet, entwickeln sich weitere Konversationen ganz natürlich. Wichtig ist dabei, einen Beitrag oben in der Chronik der Gruppe anzuheften, um zusätzliche Informationen anzubieten. Diese Informationen tauchen dann nicht in der öffentlichen Beschreibung auf und sind trotzdem präsent. Dafür eignen sich zum Beispiel die Regeln für die Teilnahme an der Gruppe.

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Die Regeln für Facebook-Gruppen

Jede Facebook-Gruppe sollte auch bestimmte Regeln vorgeben, an die sich die Mitglieder halten müssen. Denn nur so lässt sich zum Beispiel unerlaubte Werbung verbieten. Ein weiterer Aspekt ist die sogenannte Netiquette, also der respektvolle Umgang miteinander. In den Regeln lässt sich also exakt festlegen, was von den Mitgliedern erwartet wird und nicht gewünscht ist. Bei Missachtung der Gruppenregeln werden die Mitglieder abgemahnt und bei wiederholten Vergehen auch der Gruppe verwiesen. Diese ausgewählten Gruppenregeln sind dabei unter „Gruppe moderieren“ und dann „Regel erstellen“ im dafür vorgesehenen Feld bei Facebook erstellbar.

Eine Vorlage für Gruppenregeln

Die folgenden Regeln könnten in einer erstellten Gruppe auftauchen:

  • „Diese Gruppe dient dem Zweck X und ist für alle geeignet, die Hilfe und Unterstützung zum oben genannten Thema suchen und diese auch für andere leisten wollen.”
  • „Diese Gruppe ist ein Ort des Austausches und freundlichen Miteinanders. Gegenseitiger Respekt und Toleranz werden vorausgesetzt.”
  • „Benutzen Sie die Suchfunktion, bevor Sie ein neues Thema posten. Jeder Beitrag sollte für die Mitglieder einen Mehrwert haben.”
  • „Links dürfen nur dann gepostet werden, wenn sie zu dem entsprechenden Thema passen. Unpassende Links werden entfernt und das Mitglied wird abgemahnt.”
  • „Respektlose Handlungen, Hass-Kommentare und ähnliche Verhaltensweisen, die gegen die Nutzungsbedingungen von Facebook verstoßen, werden gemeldet und ggf. zur Anzeige gebracht.”

Facebook-Gruppen als Marketing-Strategie

Auch für Unternehmen sind Facebook-Gruppen in den letzten Jahren immer interessanter geworden. Denn so lassen sich die Kunden direkter und in einer ungezwungenen Atmosphäre ansprechen. Zu den weiteren Vorteilen der Facebook-Gruppen gehören auch die folgenden Marketing-Aspekte:

  • höhere Akzeptanz: News in einer Gruppe sind keine klassische Werbung und werden deshalb öfter angesehen.
  • mehr Traffic für die Website: Informationen und Antworten zu bestimmten Fragen und Prozessen erhöhen die Chance, dass sich die Mitglieder auf der Firmenwebsite mit konkreten Produkten auseinandersetzen oder sich für Newsletter anmelden.
  • Kundenbindung steigern: Wer sich um die Community der Facebook-Gruppe kümmert, bekommt dafür einen treue Kundschaft. Diese Treue kann sich wiederum positiv auf die Verkäufe auswirken.
  • Informationen über die Zielgruppe sammeln: Facebook-Gruppen eignen sich ideal zur Marktforschung. Dort lassen sich Bedürfnisse und Wünsche der Zielgruppe erfragen und danach die Produkte dementsprechend anpassen.
  • Expertenstatus aufbauen: Wenn Unternehmen in der Facebook-Gruppe immer kompetent auf Fragen antworten, erarbeiten sie sich einen Expertenstatus und bekommen dadurch vom Kunden einen Vertrauensbonus.

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6 Tricks für erfolgreiche Facebook-Gruppen

Auch wenn klar ist, wie positiv sich Facebook-Gruppen auf ein Unternehmen auswirken, kommen die Mitglieder nicht von alleine. Deshalb ist es wichtig, die folgenden sechs Tricks zu beachten.

Trick #1: Die exakte Zielgruppe kennen

Eine Facebook-Gruppe bietet einen abgegrenzten Bereich, der für Menschen mit gleichen Interessen gedacht ist. Doch wer besonders viele Mitglieder gewinnen möchte, sollte auch die konkreten Bedürfnisse der Zielgruppe kennen. Denn nur dann wird zum Beispiel klar, welche Wortwahl besonders passend ist. Oder welche Informationen für die Zielgruppe besonders wertvoll sind. Deshalb lohnt sich bei der Erstellung einer Gruppe und auch im Abstand von einigen Wochen eine genaue Zielgruppenanalyse.

Trick #2: Exklusivität bieten

Die Gruppe soll spannend sein und Diskussionen anregen? Dann sind exklusive Inhalte eine wichtige Basis. Je zufriedener die Mitglieder sind, desto wahrscheinlicher ist es, dass sie die Facebook-Gruppe auch weiterempfehlen. Und das führt dann zusätzlich zu mehr Mitgliedern. Zudem werden die Nutzer es merken und anerkennen, wenn der Administrator mit Fachwissen und exklusiven Inhalten glänzen kann.

Trick #3: Mitlesen und Interaktionen anregen

Es kann sehr zeitaufwendig und stressig sein, doch es lohnt sich regelmäßig in den Facebook-Gruppen mitzulesen und auf Fragen sowie Anmerkungen zu reagieren. Dadurch bleiben die Gruppen lebendig und steigern ihren Mehrwert. Dafür bietet es sich auch zum Beispiel an, eine Umfrage zu erstellen oder regelmäßig Updates zu erreichten Mitglieder-Zahlen zu veröffentlichen. Auch eigene Themenvorschläge kommen gut an. Dafür muss die Gruppe also ständig beobachtet werden, um die Chancen direkt zu erkennen.

Trick #4: Die Netiquette durchsetzen

In den Regeln der Facebook-Gruppen sind die gewünschten Verhaltensweisen definiert, doch nicht jedes Mitglied wird sich daran halten. Daher ist es wichtig, diese Regeln auch durchzusetzen und die anderen Nutzer zu schützen. Wer zu viele Regelverstöße zulässt, schreckt die Community ab. Wenn auf der anderen Seite jedoch Mitglieder ausgeschlossen werden, ohne dass es nachvollziehbare Gründe gibt, verdirbt das ebenfalls die Stimmung. Also sollten klare Regeln existieren, die dann fair und konsequent durchgesetzt werden.

Trick #5: Gruppen-Insights beachten

Wenn die erstellte Facebook-Gruppe 250 Mitglieder oder mehr erreicht, bekommen die Administratoren Zugang zu den sogenannten Insights. Hier erfahren diese unter anderem, welche Beiträge die höchste Aktivität erzielen und welche Veröffentlichungszeiten sich am besten für Interaktionen eignen. Mit Hilfe dieser Werte kann die eigene Strategie immer weiter verfeinert werden und der Fokus am Ende auf den Marketingstrategien liegen, die am besten funktionieren.

Trick #6: Zusätzliche Social-Media-Plattformen nutzen

Normalerweise nutzen Unternehmen nicht nur eine Social-Media-Plattform, um mit ihren Kunden in Kontakt zu treten. Deshalb lohnt es sich auch, auf den anderen Kanälen über die Facebook-Gruppe zu informieren. Spannende Diskussionen und Umfragen lassen sich auch bei Twitter erwähnen. Neue Erkenntnisse und Themenvorschläge der Nutzer sind dann auch zusammengefasst in einem Artikel auf der Firmenwebsite möglich. Allgemein macht es Sinn, alle Plattformen zu verbinden, um möglichst stark davon zu profitieren.

Fazit

Facebook-Gruppen lassen sich innerhalb weniger Minuten erstellen, sollten aber sorgfältig geplant sein. Der Nutzen muss somit vorher feststehen, um auch im Marketing bestmöglich davon zu profitieren. Deshalb lohnt es sich, genügend Zeit einzuplanen und die Aktivitäten innerhalb der Gruppe genau zu analysieren. Nur dann entsteht eine produktive Gemeinschaft, die den Mitgliedern und auch dem eigenen Unternehmen einen echten Mehrwert bietet.

Über den Autor

Autorenprofil: Insa Schoppe

Insa Schoppe

Direkt nach dem Abitur entschied sich Insa für ein „Multimedia Production“-Studium in Kiel, danach folgten praktische Erfahrungen in einer Fernsehproduktionsfirma. Anschließend startete sie ein Volontariat in der Redaktion eines Radiounternehmens und wurde als Redakteurin übernommen. Zu ihren Aufgaben gehörten neben der Recherche und Texterstellung auch tägliche Nachrichten sowie die Verantwortung für mehrere Magazine. Im März 2020 wechselte Insa von der Radio-Redaktion in die Online-Redaktion von Gründer.de und unterstützt seitdem das Team als Junior-Online-Redakteurin.

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