Diese Fehler hemmen Spaß und Einsatzbereitschaft der Mitarbeiter

Die 15 größten Motivationskiller im Job

Eigentlich sollte man sich bei der Arbeit pudelwohl fühlen. Denn immerhin verbringen wir dort die meiste Zeit unseres Tages. Nicht nur die Thematik mit der wir uns tagtäglich beschäftigen, sondern auch unsere Kollegen, Vorgesetzten und die Arbeitsprozesse sollten uns motivieren immer das Beste zu geben. Doch manchmal kommt es vor, dass wir durch bestimmte Situationen, Vorkommnisse oder Eigenschaften weniger Spaß empfinden, sodass die Motivation stetig schwindet. Damit du frühzeitig fiese Motivationskiller erkennst und aktiv dagegen vorgehen kannst, stellen wir dir in diesem Artikel die 15 größten Fehler im Berufsalltag vor.

Das sind die 15 größten Motivationskiller im Job

Du wachst morgens auf und hast schon keine Lust auf den Arbeitstag? Du bist ständig genervt, obwohl eigentlich nichts passiert ist? Kleine Anweisungen vom Chef bringen dich bereits völlig aus der Fassung? Dann läuft da einiges schief. Womöglich geht es dir wie vielen anderen auch und kleine oder eben große Motivationskiller verstecken sich auf der Arbeit. Diese Motivationskiller sorgen dafür, dass es uns im Job nicht gut geht und wir weniger Spaß empfinden. Manchmal lassen sich diese Fehler schnell aus der Welt schaffen, manchmal müssen wir aber auch mehr dafür tun, um diese Motivationskiller zu beseitigen. Damit du überhaupt weißt, worin deine Lustlosigkeit gründet, stellen wir dir die folgenden größten und häufigsten Motivationskiller vor.

1. Schlechte Kommunikation

Nichts ist so demotivierend wie schlechte oder sogar fehlende Kommunikation. Wenn sich keiner an Absprachen hält und auch der Chef seine Vorstellungen nicht richtig kommuniziert, leidet die Qualität der Arbeit und vor allem der Spaß an neuen Aufgaben. Denn wenn man Aufgaben doppelt erledigen muss oder überhaupt nicht weiß, wie man an eine bestimmte Thematik herangehen soll, ist das sehr frustrierend. Zur schlechten Kommunikation gehört auch die Art der Kommunikation. Bekommt man nur kurzangebundene E-Mails, die weder Fragen beantworten noch persönlich sind, dann führt diese oftmals zum Ärgernis. Ein persönliches Gespräch – auch wenn es nur fünf Minuten dauert – ist für alle Parteien wichtig, zeigt Wertschätzung und lässt einen mit sehr viel mehr Motivation starten.

2. Geringes Gehalt

Geld ist zwar nicht alles, aber du solltest für deinen Einsatz im Job auch angemessen bezahlt werden. Das Gehalt zeigt somit auch indirekt die Wertschätzung deiner Position und deines Könnens. Wer als Chef seine Mitarbeiter schlecht bezahlt, muss damit rechnen, dass darunter die Motivation und der Ehrgeiz leidet. Nicht nur eine zu geringe Bezahlung ist ein klarer Motivationskiller, sondern auch ungleichmäßige Gehälter unter den Mitarbeitern. Spricht sich herum, dass Mitarbeiter A mehr Geld bekommt als Mitarbeiter B, obwohl sie den gleichen oder ähnlichen Job ausüben oder auf vergleichbarer Position stehen, dann kann das zu Unmut, Neid und schlechtem Betriebsklima führen.

3. Schlechtes Betriebsklima

Wenn sich Kollegen nicht leiden können oder der Chef schlechte Stimmung verbreitet, dann ist das Betriebsklima verseucht. Nicht nur, dass eisige Stimmung herrscht, auch die Freude am arbeiten, das Wohlfühlen am Arbeitsplatz und besonders die Qualität der Arbeit leidet enorm unter einem schlechtem Betriebsklima. Besonders schlimm ist es, wenn Teamarbeit ansteht und sich das Team weder versteht noch wirklich zusammenarbeiten will. Denn dann rückt nicht das Projekt in den Vordergrund, sondern die Missgunst und das Konkurrenzdenken. Auf Dauer schadet man damit vor allem sich selbst und sorgt dafür, dass der Gang zur Arbeit nur widerwillig angetreten wird.

4. Fehlende Wertschätzung

Einer der größten Motivationskiller ist fehlende Wertschätzung. Wer für seine Arbeit und Mühe nicht gelobt oder angemessen gewürdigt wird, verliert schnell die Bereitschaft immer 100 Prozent zu geben. Wertschätzung lässt uns motiviert über unsere Grenzen hinauswachsen und macht auch Überstunden, Stress und unangenehme Aufgaben erträglich. Fehlt diese jedoch, sehen wir keinen Grund mehr als das geforderte Mindestmaß zu machen. Dabei geht es nicht um ständiges Lob, sondern wirkliche Anerkennung bei guter und herausragender Leistung. Der Chef sollte seinen Mitarbeitern also zeigen, dass sie nicht leicht zu ersetzen sind und ein unglaublicher Gewinn für das Unternehmen darstellen. Das fängt schon beim Zuhören an. Hat der Chef immer ein offenes Ohr für seine Mitarbeiter, zeigt er auch Interesse und Wertschätzung.

5. Schlechte Fehlerkultur

Wir alle machen hin und wieder mal Fehler. Und das ist auch nicht schlimm, solange wir daraus lernen und zukünftige Handlungsweisen ableiten. „Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen“ ist nicht nur eine geläufige Redensart – in ihr steckt sehr viel Wahrheit. Fehler passieren und sie sind menschlich. Wichtig ist, dass Mitarbeiter und der Chef dir daraus keinen Strick ziehen und nur Schuldzuweisungen machen. Wenn sogar Strafen oder Abmahnungen drohen, kann es dazu führen, dass man nicht nur die Motivation drückt, sondern auch die Bereitschaft Verantwortung zu übernehmen oder mutig zu sein und neue Dinge auszuprobieren.

6. Starker Druck

Wer unter zu starkem Druck leidet, empfindet diesen automatisch als Motivationskiller. Ständige Überforderung führt dazu, dass man nicht nur immer an sein Limit kommt, sondern auch eine gesundheitliche Gefährdung riskiert. Stress lässt einen nicht schlafen, nicht zur Ruhe kommen und verhindert, dass wir uns die notwendigen Pausen gönnen. An dieser Stelle muss der Chef bemerken, dass er seine Mitarbeiter einem zu starkem Druck aussetzt.  Nicht immer kommt der Druck vom Arbeitgeber – wir sind oftmals gut darin uns selbst einem hohen Druck auszusetzen, der eigentlich nicht erforderlich ist. Wer also darunter leidet, sollte erkennen, ob der Druck aus uns selbst kommt oder vom Chef zu hohe Erwartungen gefordert werden.

7. Pessimismus

Pessimismus, schlechte Laune und ständige Miesepeter gehören zu den größten aller Motivationskiller. Wer will schon einen schlecht gelaunten Kollegen neben sich sitzen haben oder einen Chef, der Ideen ständig abweist? Niemand! Denn sowas hemmt die Motivation sehr stark. Wenn man sowieso weiß, dass alles abgelehnt wird, spornt man sich selbst auch nicht an mal neue Wege gehen zu wollen. Besonders giftig für die Motivation sind Menschen, die einen viel lieber auf Fehler hinweisen als mal ein Lob auszusprechen. Denn wer sich nur auf Misserfolge konzentriert, der wird auch nie Erfolg bemerken. Dazu gehört auch, dass man Erfolge feiern sollte. Ein neues Projekt ist trotz einiger Fehler geglückt? Dann sollte man diesen Fortschritt feiern, anstatt nur auf die schlechten Dinge zu gucken. Das hebt die Stimmung und vor allem die Motivation.

8. Zeitverschwendung

Ein großer Fehler im Arbeitsalltag ist ein schlechtes Zeitmanagement. Wer nur von Meeting zu Meeting rennt und gefühlte tausend Abstimmungsphasen durchlaufen muss, der schafft nichts und ist am Ende des Tages demotiviert. Diese sogenannten Zeitfresser sind besonders dann große Motivationskiller, wenn sie zu oft im Alltag vorkommen. Denn wer sich eine To-Do-Liste anfertigt und diese nie abarbeiten kann, der kommt unglücklich nach Hause und weiß, dass sich die To-Do’s am nächsten Tag aller Wahrscheinlichkeit nach weiter häufen werden. Daher solltest du schauen, dass es Tage gibt, an denen du vielleicht keine Meetings hast und deine Aufgaben in Ruhe abarbeiten kannst.

9. Unterforderung

Genauso schlimm wie Druck und Überforderung ist die Unterforderung. Stunden und Tage können sich unglaublich ziehen, wenn man kaum Arbeit hat oder Aufgaben sehr stupide sind. Langeweile ist ein fieser Motivationskiller, der dich mit einer grundlegenden Unzufriedenheit zurück lässt. Unterforderung kann sogar zu Depressionen führen, wenn man nicht aktiv dagegen vorgeht. Daher solltest du schauen, inwiefern du selbst deinen Tag abwechslungsreicher gestalten kannst oder deinen Chef fragst, ob er dir andere Aufgaben zuordnen kann. Denn die Forderung sollte auch im Sinne deines Vorgesetzten sein, da du anscheinend nicht ausgelastet bist und deine Stärken bisher kaum einsetzen konntest.

10. Bevorzugte Mitarbeiter

Lieblinge vom Chef können den restlichen Mitarbeitern die Motivation nehmen und Missmut verbreiten. Denn wenn man sich anstrengt und hart arbeitet, der Chef aber nur Augen für seinen Lieblingsmitarbeiter hat, verpufft die Freude am Arbeiten. Denn auch hier bekommt man nicht die Wertschätzung, die man eigentlich verdient hat. Wenn diese Bevorzugung auch in eine Beförderung mündet, dann stehen Unverständnis und Wut an der Tagesordnung. Dies wiederum kann auch ganz schnell zu Resignation und Gleichgültigkeit führen, die den Arbeitsalltag erschweren. Daher sollte der Chef immer darauf achten, dass er keine persönliche Neigung gegenüber einem bestimmten Mitarbeiter äußert oder durch seine Handlungen zeigt.

11. Mangelnde Qualität der Führungskraft

Besonders frustrierend ist die Unfähigkeit des direkten Vorgesetzten. Kein oder mangelndes Feedback, wenig Anerkennung, unüberlegte Entscheidungen und schlechte Kommunikation machen den Arbeitsprozess schwieriger und mühseliger. Schlechte Führungsqualitäten sind nicht nur demotivierend, sondern auch schlecht für Projekte und das ganze Unternehmen. Je unzufriedener die Mitarbeiter unter einer bestimmten Führungsperson sind, desto eher können sich kleine Gruppen bilden, wodurch das Betriebsklima schlechter wird. Zudem werden Mitarbeiter kaum Einsatzbereitschaft zeigen, wenn es mal darauf ankommt oder wenn der Chef Hilfe benötigt. Durch schlechte Stimmung und diesen zusätzlichen Stress, kann auch die Fluktuation steigen, sodass ständig Mitarbeiter wechseln. Hat ein Unternehmen erst einmal fähige Mitarbeiter gefunden, sollte es diese auch halten und viel eher nach der Ursache des Mitarbeiterwechsels suchen.

12. Entscheidungen

Die Entscheidungen von Vorgesetzten müssen oftmals hingenommen werden. Im besten Fall begründet der Chef seine Entscheidungen und hat vorher mit seinen Teammitgliedern und Mitarbeitern darüber diskutiert. Es gibt aber auch Vorgesetzte, die dies nicht tun und daher zu absoluten Motivationskillern werden. Denn wenn du weißt, dass deine Ideen, Vorschläge oder Verbesserungswünsche sowieso nicht angehört oder berücksichtigt werden, sinkt die Arbeitsmoral und die Motivation. Vielmehr müsste der Chef hier zeigen, dass er dir zuhört und dich verstehen will, um nicht nur dich zufrieden zu stellen, sondern die generelle Situation zu verbessern.

13. Fehlende Identifikation mit dem Unternehmen

Wenn du einen Job hast, dich aber nicht mit der Thematik oder dem Unternehmen als Ganzes identifizieren kannst, drückt das natürlich auf die Motivation. Denn so kannst du keine 100 Prozent geben und deine Aufgaben nicht gut erledigen. An diesem Punkt stellt sich die Frage, ob diese fehlende Identifikation an den momentanen Aufgaben liegt oder du vielleicht das Unternehmen wechseln musst, weil die Branche dich nicht interessiert. So oder so, wirst du langfristig nicht glücklich werden.

14. Keine oder geringe Aufstiegschancen

Wenn du nur auf der Stelle trittst und weißt, dass du auf der Karriereleiter nicht mehr höher klettern kannst, dann kann das ein richtiger Motivationskiller sein. Denn fast jeder wünscht sich irgendwann mal mehr Verantwortung zu übernehmen, ein Team zu leiten oder auch beim Gehalt eine Steigerung zu bewirken. Bekommt man jedoch nicht die Chance dazu, kann das sehr frustrierend sein und sich auf die Motivation ausüben. Denn das Weiterentwickeln im Job und das „über sich hinaus wachsen“ ist wichtig. Zum einen möchtest du mehr dazu lernen und deine Erfahrungen im beruflichen Kontext weiter ausbauen. Zum anderen solltest du dich aber auch auf persönlicher Ebene weiterentwickeln und das geschieht nur, wenn du wirklich gefordert wirst. Zudem ist ein Aufstieg innerhalb des Unternehmens auch eine Art der Wertschätzung.

15. Mikromanagement

Alles absegnen lassen, keine Entscheidung selbst fällen und ständig den Chef im Nacken haben – ein Albtraum für viele. Mikromanagement kann für Arbeitnehmer sehr anstrengend sein, denn wenn Vorgesetzte jeden kleinen Schritt protokolliert und kontrolliert haben wollen, macht das den Arbeitsprozesse langwierig und unnötig kompliziert. Die Folge: weniger Motivation und mehr Frustration. Weil die eigene Leistung immer mehr in den Hintergrund rückt und der Chef offensichtlich kein Vertrauen in den Mitarbeiter hat, schadet diese Art von Management nicht nur dem Team, sondern auch dem Unternehmen und zerstört jeden Funken von Kreativität und Innovation.

Fazit: Motivationskiller vermeiden

Wenn man Motivationskiller schnell erkennt, sollte man versuchen, diese relativ zügig zu umgehen oder zu ändern. Die Akzeptanz deiner eigenen Unzufriedenheit sollte nicht zum Standard werden, da fehlende Motivation auf Dauer unglücklich macht und auch gesundheitliche Folgen auslösen kann. Nutze also die Chance diesen bestimmten Motivationskillern aus dem Weg zu gehen und versuche aktiv deine Situation zu verbessern. So kommt der Spaß bei der Arbeit ganz schnell wieder zurück!

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Über den Autor

Autorenprofil: Lisa Goldner

Lisa Goldner

Nach ihrem Abitur 2013 entschied sich Lisa für ein Studium des Journalismus als auch der Unternehmenskommunikation und konnte durch den nahen Praxisbezug ein breit gefächertes Repertoire an Kenntnissen beider Branchen sammeln. Während des Studiums arbeitete sie als Assistenz der Öffentlichkeitsarbeit in einem öffentlich-rechtlichen Kulturbetrieb und erlernte somit auch essenzielle Aufgaben des Eventmanagements. Im Anschluss begann sie in Kiel den Masterstudiengang ”Angewandte Kommunikationswissenschaft“, in dem sie ihre Erfahrungen durch Projekte und wissenschaftliche Arbeiten besonders in den Bereichen Journalismus und Marketing ausbauen konnte. Seit Januar 2020 ist Lisa Volontärin in der Online-Redaktion von Gründer.de.

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