Gerade als Gründer ist die Führung deiner Mitarbeiter wichtig

Mitarbeiterführung: So wirst du ein guter Chef

Spätestens wenn du als Gründer dein Unternehmen vergrößern und neue Mitarbeiter einstellen willst, solltest du dich mit dem Thema Mitarbeiterführung beschäftigen. Schließlich ist es wichtig, gute Mitarbeiter langfristig zu halten. Die Angebote auf dem Markt werden schließlich nicht weniger und andere Unternehmen sind auch ständig auf der Suche nach neuen Mitarbeitern. Wir verraten dir deswegen fünf Tipps, worauf es bei der richtigen Mitarbeiterführung ankommt.

Definition: Was ist Mitarbeiterführung?

Der Begriff der Mitarbeiterführung scheint im ersten Moment selbsterklärend zu sein. Es beschreibt die Führung aller Mitarbeiter eines Unternehmens oder einer Abteilung durch eine dafür vorgesehene Führungskraft. Darüber hinaus sollen mit der Mitarbeiterführung aber noch weitere Ziele erreicht werden. Zum einen steuert das Verhalten des Vorgesetzten auch das Verhalten der Mitarbeiter. Somit nimmt die Führungskraft eine Vorbildfunktion für die Mitarbeiter ein. Zudem sind die Unterstützung und Motivation der Mitarbeiter wichtige Aspekte, die in der Führung zu berücksichtigen sind. Auch soziale Kompetenzen sollten hierbei nicht vernachlässigt werden, da jeder Mitarbeiter eigene Wünsche, Bedürfnisse und Sorgen hat. Alles in allem geht es also darum, ein angenehmes Betriebsklima zu schaffen und jeden Mitarbeiter individuell zu fördern.

Die 3 Arten der Mitarbeiterführung

Die Mitarbeiterführung jedes Vorgesetzten lässt sich im Grunde in drei verschiedene Führungsstile einteilen: der autoritäre, der kooperative und der Laissez-Faire Führungsstil.

1. Der autoritäre Führungsstil

Wie der Name schon erahnen lässt, wird der autoritäre Führungsstil sehr hierarchisch ausgeführt. Das heißt, Vorgesetzte treffen ihre Entscheidungen ohne die Mitarbeiter miteinzubeziehen. Für die Mitarbeiter heißt das, dass sie die Anweisungen ausführen müssen und keinen Entscheidungsspielraum haben. Dieser Führungsstil hat seine Vor- und Nachteile. Der Vorteil liegt eindeutig darin, dass alle Abläufe klar geregelt und Entscheidungen schnell getroffen sind. Nachteile sind aber, dass sich das Klima im Unternehmen negativ entwickeln kann. Mitarbeiter können unzufrieden werden, da ihre Meinung nicht wahrgenommen wird und verlernen, eigenverantwortlich zu handeln.

2. Der kooperative Führungsstil

Beim kooperativen Führungsstil werden die Mitarbeiter in die Entscheidungsfindung miteinbezogen. Es finden dafür oft Meetings statt, in denen Entscheidungen in großer Runde besprochen werden. Das Ziel dieses Führungsstils ist es, dass Mitarbeiter selbstständig arbeiten sollen und Konflikte offen angesprochen werden. Vorteil dieses Führungsstils ist, dass es die Gemeinschaft der Mitarbeiter stärken kann und sich Mitarbeiter für die Berücksichtigung ihrer Meinung wertgeschätzt fühlen. Der Nachteil ist jedoch, dass durch diesen Führungsstil viel Zeit verloren geht. Schließlich wird jede Entscheidung zunächst diskutiert.

3. Laissez-Faire

Der Laissez-Faire Führungsstil überlasst das Führen seinen Mitarbeitern. Das heißt, dass sich diese ihre Aufgaben oft selbst aussuchen und Entscheidungen eigenständig treffen können. Somit kann jeder Mitarbeiter das machen, was er für richtig hält. Vorteil ist auch hier, dass Entscheidungen schnell getroffen werden und dass die Mitarbeiter Verantwortung übernehmen können. Die Gefahr besteht hier nur, dass Chaos entstehen kann, da die Mitarbeiter keinen direkten Ansprechpartner haben und Konflikte nur schwer gelöst werden können.

Welcher Führungsstil der beste ist, lässt sich pauschal nicht beantworten. Wie so oft macht es hier die Mischung aus allen drei Stilen, damit die Mitarbeiter zum einen mitentscheiden können, zum anderen Entscheidungen aber nicht zu lange hingezogen werden.

5 Tipps für die erfolgreiche Mitarbeiterführung

Doch wie sollte eine erfolgreiche Mitarbeiterführung nun aussehen? Im folgenden wollen wir dir fünf Tipps geben, woraus du bei der Mitarbeiterführung achten solltest, gerade wenn du gerade im Aufbau deines eigenen Unternehmens bist.

1. Offene Kommunikation

Die offene Kommunikation ist mit das Wichtigste, was es bei einer erfolgreichen Mitarbeiterführung zu beachten gibt. Nur wenn man es schafft, in einen offenen Dialog mit seinen Mitarbeitern zu treten und die eigenen Erwartungen und Wünsche zu äußern, können alle gut miteinander arbeiten und fühlen sich wohl. Wenn die Mitarbeiter keinen klaren Anweisungen erhalten, können sie diesen auch nicht folgen, was nicht zum Erfolg des Unternehmens beiträgt.

Zur offenen Kommunikation gehört auch, dass du regelmäßig Gespräche mit deinen Mitarbeitern darüber führst, was sie von ihrem Job erwarten. Rede darüber, wie sich ihre Arbeit entwickeln soll und nimm dir zu Herzen, wenn sie dir von ihren Bedürfnissen erzählen. Das tun sie nicht umsonst – du solltest darauf eingehen. Dabei wird sich auch eine persönliche Beziehung zwischen dir und deinen Mitarbeitern aufbauen, die dir immer wieder zu Gute kommen kann.

2. Motivation

Ebenfalls ein wichtiger Bestandteil erfolgreicher Mitarbeiterführung ist die Motivation der Arbeitnehmer. Du bist als Geschäftsführer für den Erfolg der Gruppe verantwortlich und solltest deswegen dafür sorgen, dass die Motivation der Mitarbeiter hoch bleibt. Denn mit der Motivation hängt direkt auch die Qualität der Leistung des Unternehmens oder der Abteilung ab. Deswegen solltest du deinen Mitarbeitern regelmäßig Feedback zu ihrer Arbeit geben. Das darf und soll zum einen natürlich konstruktiv und deswegen auch kritisch sein, aber auch das Lob darf hier auf keinen Fall vergessen werden. Sobald Leistungen der Mitarbeiter als Selbstverständlichkeit wahrgenommen werden, wirkt sich das negativ auf die Motivation aus. Auch mit kleinen Aufmerksamkeiten, wie beispielsweise ein gemeinsames Mittagessen auf Firmenkosten, kann hier die Motivation der Mitarbeiter heben und somit auch die Mitarbeiterbindung verbessern.

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3. Respekt

Wer einen guten Führungsstil an den Tag legen möchte, sollte immer auf den gegenseitigen Respekt achten. Du erwartest schließlich auch, dass deine Mitarbeiter dir Respekt entgegenbringen und die als Autorität anerkennen. Deswegen solltest du deine Mitarbeiter, auch wenn sie von ihrem Rang im Unternehmen unter dir stehen, als gleichwertige Kollegen wahrnehmen und sie auch so behandeln. Das heißt, dass du auf sie eingehen und ihre Wünsche, Bedürfnisse und Probleme respektieren und Ernst nehmen solltest.

4. Kritik privat, Lob öffentlich

Es gibt gewisse Dinge, die man in großer Runde aussprechen kann und es gibt Dinge, die man besser unter vier Augen abklären sollte. Kritik ist definitiv ein Punkt, der nicht in großer Runde sondern in einem privaten Gespräch besprochen wird. Das Kritik angesprochen werden muss ist normal und auch wichtig, damit sich der Mitarbeiter weiterentwickeln kann. spricht man dies jedoch vor versammelter Mannschaft an, könnte sich der Mitarbeiter nicht respektiert fühlen.

Lob hingegen kann ruhig in großer Runde angesprochen werden. Das zeigt dem Betroffenen Mitarbeiter nochmal mehr, dass das Lob von dir Ernst gemeint ist. Zudem kann sich das auch motivierend auf den Rest des Teams auswirken.

5. Fairness in Sachen Entlohnung

Das ganze Umfeld und die Arbeit kann noch so gut für den Mitarbeiter sein: Wenn die Entlohnung nicht stimmt, wird eher auf Dauer eher nicht im Unternehmen bleiben. Zudem ist es auch eine Sache der Fairness, deinen guten Mitarbeitern den Lohn zu zahlen, den sie sich auf verdient haben. Wer also konstant sehr gute Leistungen bringt und somit das Unternehmen weiter nach vorne treibt, sollte dafür auch eine entsprechende Entlohnung erhalten. In vielen Fällen muss diese Entlohnung auch nicht nur in Form eines Schecks ausgezahlt werden. Auch Gutscheine für Veranstaltungen und ähnliches, können eine angemessene Entlohnung für erbrachte Leistungen sein.

Fazit

Es gehört einiges dazu, um ein guter Chef zu sein. Es reicht nicht aus, den Mitarbeitern ab und an mal auf die Schulter zu klopfen und sie mit Aufgaben zu versorgen. Mitarbeiterführung beruht immer auf gegenseitigem Respekt, Motivation und die entsprechende Anerkennung. Wem es also wichtig ist, von seinen Mitarbeitern geschätzt zu werden und diese lange an sein Unternehmen zu binden, sollte sich regelmäßig mit seiner Mitarbeiterführung auseinandersetzen.

Über den Autor

Autorenprofil: Leoni Schmidt

Leoni Schmidt

Nach ihrem Abitur studierte Leoni an der Fachhochschule des Mittelstands in Köln Medienkommunikation & Journalismus. In diesem Studium sammelte sie durch Praktika bei der Rheinischen Post und bei Antenne Düsseldorf viele praktische, journalistische Erfahrung. Neben ihres Studiums arbeitete sie als Werkstudentin bei einem Online-Magazin. Bei diesem wurde sie nach ihrem Studium übernommen und arbeitete dort in der Online-Redaktion. Im Mai 2019 wechselte sie dann zu Digital Beat und Gründer.de und arbeitet seitdem dort als Junior-Online-Redakteurin.

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