Auf den ersten Blick erscheint die Pressemitteilung eine einfache Aufgabe zu sein. Doch um eine erfolgreiche Mitteilung zu schreiben sollten einige Richtlinien beherzigt werden.

Denn Presse- und Öffentlichkeitsarbeit sind für jedes Unternehmen, egal ob Startup oder Branchenprimus von entscheidender Bedeutung. Mit ein paar wichtigen Tipps, außerhalb der bekannten AIDA-Formel, möchten wir es Ihnen erleichtern eine informative und zweckgerichtete Pressemitteilung zu schreiben.

Die altbekannten W-Fragen

Wer? Eine Frage die in zweierlei Hinsicht von Relevanz ist. Zum einen ist es wichtig wer Ihre Zielgruppe ist und zum anderen bezieht sich diese Frage auf die Quelle Ihrer Informationen.

Zumeist betrifft das Ihr Unternehmen selbst. Greifen Sie aber auf eine Quelle außerhalb Ihres Unternehmens zurück, ist es wichtig, dass diese glaubwürdig ist. Ehrlichkeit währt am längsten. Eine Pressemitteilung ist nicht als reine Werbung zu betrachten.

Wann?

Die Aktualität steht als Nachrichtenwert meist an aller erster Stelle. Achten Sie darauf, dass Sie den aktuellen Bezug Ihrer Pressemitteilung in den Blickpunkt heben.

Was?

Die Frage ‚wann?‘ steht unmittelbar mit der Frage ‚was?‘ in Verbindung. Idealerweise erzeugen Sie durch das Ereignis, welches bekannt gegeben werden soll, eine emotionale oder regionale Nähe zur Leserschaft.

Im Idealfall gelingt es Ihnen mit Ihrem Text eine Geschichte zu erzählen. Eine reine Aneinanderreihung von Fakten ist nicht förderlich. Verwenden Sie ruhig wörtliche Rede oder etwas umgangssprachliche und vor allem pfiffige Formulierungen.

Wo?

Handelt es sich um ein Event z.B. ein Jubiläum, eine Messe oder ein Seminar liegt der Ereigniswert auf der Hand. Doch auch Ereignisse die räumlich nicht festgeschrieben sind bedürfen einer genauen „Ortsangabe“.

Handelt es sich zum Beispiel um die Vorstellung eines neuen Produktes, oder einer Online-Dienstleistung, sollte dem Leser erklärt werden, wo er nach Bedarf weitere Informationen erhalten kann.

Warum?

Geben Sie sich lesernah, denn der reine Informationsgehalt reicht manchmal nicht aus um eine erfolgreiche Pressemitteilung zu verfassen. Erläutern Sie dezent Beweggründe, Motive oder Einstellungen, die Sie dazu bewogen haben jenes Event näher zu beleuchten. So können Sie Emotionalität aufbauen.

Wie? Einer der entscheidendsten Fragen, die Sie sich stellen sollten ist jedoch das ‚wie?‘. Dazu zählt der formale Aufbau sowie das Finden der richtigen Schlüsselwörter.

„Wie?“ – der formale Aufbau

Die Überschrift sollte das Wesentliche enthalten, damit der Leser weiß worum es im folgenden Text geht. Verallgemeinerungen sollten in einer Überschrift nicht auftauchen.

Der erste (Ab)Satz: Der erste Satz ist vergleichbar mit dem ersten persönlichen Eindruck. Kann dieser bei Ihren Lesern kein Interesse wecken, lohnt es sich für sie kaum weiter zu lesen, denn Ihre Leser haben nicht alle Zeit der Welt. Wichtige Schlüsselwörter müssen bereits im ersten Absatz enthalten sein um den Leser an den Haken zu bekommen.

Der Schreibstil: Abhängig von Ihrer Zielgruppe ist es wichtig Ihren Schreibstil anzupassen. Die Sprache sollte verständlich und professionell sein, denn nicht jeder versteht die Fachausdrücke Ihrer Branche.
Durch die Benutzung der dritten Person erleichtern sie den Lesefluss und vermeiden den Eindruck von Subjektivität.

Auch die Zeitform spielt eine wesentliche Rolle. Eine Pressemitteilung sollte immer im Präsens verfasst werden. Ein Beitrag, der in Futur verfasst ist, erscheint nicht sonderlich interessant. Ebenso verhält es sich mit Passiv- und Vergangenheitsformen. Es empfiehlt sich von Formulierungen wie „Das Unternehmen wurde 1950 gegründet“ abzusehen; Schreiben Sie stattdessen lieber: „Das Unternehmen besteht bereits seit 1950“ – so können Sie den Eindruck von Dynamik und Frische erwecken.

Die Gliederung: Um die Übersichtlichkeit des Textes zu fördern, kann auf verschiedene Methoden zurückgegriffen werden. Wichtig ist es, dass der Leser sich nicht erschlagen fühlt. Gestalten Sie die Mitteilung also ruhig mit genügend Absätzen, markieren Sie Schlüsselwörter und verwenden Sie eine Fettschrift für Überschriften.

Falls Sie Bild-Content zur Verfügung stellen, nutzen Sie die visuelle Aussagekraft.
Kontaktdaten: Nicht zu vergessen ist die Bottom-Line, also wichtige Informationen über Verfasser und Kontakt.

In etwa 3-5 kurzen und prägnanten Zeilen sollten Sie Ansprechpartner und Aufgabenbereich nennen.

Wir hoffen wir konnten Ihnen auch anhand dieses Artikels einige Tipps näher bringen. Wir wünschen Ihnen viel Erfolg bei der nächsten Pressemitteilung!

Mit besten Grüßen,
Simon Seidl
Produkt Manager, Gründer.de

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