Strategien um Kunden von Abo-Produkten zu überzeugen

Die Vorteile eines Abo-Systems für Ihr Business

Von sehr vielen Leuten, die sich im Internet ein erfolgreiches Business aufgebaut haben, hört man immer, man solle möglichst hochpreisige Produkte verkaufen um damit eine super Gewinnspanne zu erzielen.

Allerdings besteht gerade bei solchen Produkten immer die Gefahr, dass bei „Nichtgefallen“ eines solch hochpreisigen Produktes die Reputation und somit auch Ihr Expertenstatus in Ihrer Branche sehr stark in Mitleidenschaft gezogen werden und somit Ihr Business massiven Schaden erleiden kann. Dieses Szenario ist natürlich der Albtraum eines jeden Unternehmers und daher unbedingt zu vermeiden.

Daher sollten Sie gerade bei Ihren ersten Produkten unbedingt darauf achten, dass diese nicht zu hochpreisig angesetzt sind, denn Sie sollten mit diesem Produkt erst einmal den „Expertenstatus“ bei Ihren Kunden erwerben.

Es gibt aber auch nennenswerte Alternativen zu einem „Standardprodukt“, die durch eine Einmalzahlung komplett ausgeliefert werden.

Das Abo-System ist diese Alternative und für digitale Infoprodukte, und somit auch für Ihr Business, von großer Bedeutung.

1. Die große Verlockung!

Da Abo-Produkte im Normalfall keine Monatsbeiträge von mehreren 100,-€ aufweisen, sondern eher Beträge wie 9,99€ ; 19,90€ oder 29,90€ ausmachen, sind Kunden eher dazu bereit, diese auch auszutesten.

Dabei können Sie sich einer sehr wirkungsvollen Methode bedienen, nämlich der „extremen Rabattierung“ für den ersten Monat – auch oftmals als Testmonat ausgelegt.

Hier können Sie Ihre potenziellen Kunden durch sehr kleine Beträge dazu verlocken, Ihr Produkt auch zu kaufen. Beispielbeträge hierfür können sein: 1,-€ ; 2,-€ ; 5,-€.

Sie sollten darauf achten, dass diese Testbeiträge immer gerade Zahlen aufweisen, denn diese sind verkaufspsychologisch bei einem Test-Abo deutlich wirkungsvoller als „krumme Beträge“.

2. Überzeugen Sie im Testmonat!

Auch wenn Sie den Testmonat für„nur“ 1,-€ anbieten, so sollten Sie in diesem Testmonat unbedingt Ihre Kunden davon überzeugen, dass dieses Produkt Ihnen einen absoluten Mehrwert liefern kann.

Dabei gibt es im Wesentlichen zwei grundlegende Strategien:

Strategie 1:

Sie packen in den Testmonat Ihren wertvollsten oder umfassendsten Content und überzeugen somit Ihre Kunden von Ihrem Abo-Produkt und bewegen diese somit, nicht gleich nach dem Testmonat wieder zu kündigen.

Strategie 2:

Im Testmonat geben Sie Einblicke in das gesamte Produkt – Sie zeigen Ihren Kunden also, was Sie noch alles erwartet, wenn Sie nicht nach dem Testmonat kündigen. Dabei geben Sie immer nur „Teile“ Ihres kompletten Contents frei und steigern somit die Neugierde Ihrer Kunden.

Welche Strategie besser oder welche schlechter ist, kann man pauschal leider nicht sagen, denn dies ist auch immer themenabhängig.

3. Stellen Sie die Einfachheit sicher!

Absolut wichtig für den Erfolg Ihres Abos ist die Einfachheit der Kündigung.

Fast jeder assoziiert im ersten Moment bei einem Abo-System die Gefahr, sich vertraglich für eine gewisse Zeit an das Produkt zu binden und somit mehr zahlen zu müssen als ursprünglich gedacht.

Ein beliebtes Beispiel im weiteren Sinne sind hier Handyverträge, welche noch vor ein paar Jahren als absolut undurchsichtig galten und der Verbraucher damit immer auch ein Risiko verbunden hat. Durch den Anstieg des Wettbewerbes hat sich dieses Risiko aktuell etwas minimiert.

Das darf Ihnen mit Ihrem Abo-System nicht passieren, denn sonst werden Ihre Kunden Ihr Abo nicht erwerben, auch wenn der erste Monat fast geschenkt ist.

Klären Sie also direkt auf der Salespage auf, dass dieses Abo jederzeit per Mail kündbar ist und keine Kündigungsfristen eingehalten werden müssen.

Fazit

Natürlich werden Sie mit solch einer Variante nicht gleich im ersten Monat sprudelnde Gewinne einfahren, aber langfristig gesehen zahlt sich ein Abo-System aus, denn Sie können ab einem gewissen Zeitpunkt sicher sein, dass Ihnen eine Summe X jeden Monat als Umsatz sicher ist.

Prüfen Sie daher, ob Ihr fertiges Produkt oder Ihr geplantes Produkt auch als Abo-Produkt taugen könnte, denn damit haben Sie gewisse unternehmerische Unsicherheiten beseitigt.

Mit besten Grüßen,
Simon Seidl
Projekt Manager Gründer.de

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Über den Autor

Simon Seidl

8 Antworten

  1. Von der eventuellen Abofalle abgesehen, stört mich beim Abo das Gefühl gebunden zu sein. So wie ich das für mich nicht mag, will ich es auch für andere nicht. Es braucht ziemlich viel Vertrauen – zum einen. Zum anderen, muss man da konsequent und regelmäßig etwas qualitatives anbieten anbieten können, um das Vertrauen der Kunden nicht zu enttäuschen. Das verlangt einen gewissen Einsatz. Wo bleibt da die “Automatik”?

  2. Ein gut laufendes Abo-System ist für mich das absolute Ziel, das ich einmal mit meinem E-Business erreichen möchte. Das Thema Kündigung ist meiner Meinung nach auch einer der wichtigsten Punkte. Die meisten Kunden schrecken wohl vor einem Testmonat ab, weil sie Angst davor haben, in eine Abofalle zu tappen.
    Toller Artikel!

  3. Der Artikel ist nicht schlecht. Aus meiner Erfahrung heraus kann ich sagen, das Abos sich sowohl Offline als auch Online mittlerweile schwierig verkaufen lassen. Ich persönlich finde echte, reale produkte besser um im Netz erfolgreich zu sein. Es sind einfach schon zu viele Leute auf Abofaellen reingefallen.

  4. Auch immer mehr Software-Firmen steigen auf das Abo-Modell um. Früher waren es nur Virenscanner, heute kann man die Adobe-Suite abonnieren, Microsoft Office und und und. Es gibt natürlich auch etliche Dienstleistungen die sich nicht im Abo verkaufen lassen. Abo-Modelle sind aber sehr gut geeignet, wenn es sich um quasi-automatisierte Prozesse handelt. Sonst könnte man aber noch das Flatrate-Modell anbieten. Ist ja sehr ähnlich.

  5. Ich habe zwar kein Internet Business bin aber dennoch seit mehr als 6 Jahren selbst-ständig. Nach meiner Erfahrung ist es wichtig, dem Kunden das Gefühl zu geben, dass er wichtig ist und dass man sich expliziet um die besonderen Bedürfnisse eines jeden Kunden kümmert, so gibt man dem Kunden Sicherheit und wer sich sicher fühlt kommt zurück!!! Ich persönlich biete gerne Rahmen-Verträge an wobei der Kunde natürlich auch Geld spart. Hier ist die Zeitspanne überschaubar und wenn der Kunde mal eine Lieferung nicht benötigt wird diese eben hinten angehängt.

    Für mich hat das Wort Abo so einen merkwürdigen Beigeschmack, irgendwie erinnert er mich an frühere Zeiten, wo mir an der Haustür „Zeitungsabos“ aufgeschwatzt wurden. Wenn ich mal ein Internet-Business habe würde ich mir einen anderen Namen dafür ausdenken und wie oben im Text schon angesprochen, sollte diese Art von Vertrag ohne Probleme kündbar sein, das sehe ich genauso.

  6. Interessanter Artikel! Nur die Tatsache, dass der Abo-Preis einige Euros günstiger ist als der Standard-(Ocker-)Preis, kann zum Kauf eines Abos führen.

  7. Ich finde der Erfahrung nach finden viele Kunden alleine den Begriff „Abo“ schon ein wenig abschreckend. Deshalb kann es unter Umständen klüger sein, diesen Begriff nicht direkt zu erwähnen sondern zu umschreiben oder eine andere Bezeichnung zu verwenden.

    Neben dem angesprochenen Punkt der Einfachheit versteht sich. Dieser sollte selbstverständlich sein!

  8. Es ist in der Tat so, dass jeder Mensch auf seinem Gebiet, in dem er täglich seine fachliche Kompetenz anwendet, auch tatsächlich über viel Wissen verfügt, wo andere gar nicht haben, und eine lange Zeit benötigten, um das selbe zu erlenen.

    Auf diese Weise kan ein 40jähriger ein Abo in seinem fachlichen Bereich starten. Um bis er etwa 50ig. Müssten, wenn er alles richtig macht, davon Leben können. Aber dafür braucht es offensichtlich einen langen Atem, und darin liegt der entscheinder Unterschied zwischen Erfolg und Misserfolg im Internet.

    Viel Erfolg
    Heinz Buser

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