In fünf Schritten zu deinem eigenen Dropshipping-Business

Shopify Dropshipping: So startest du deinen Onlineshop

Mit Dropshipping hast du die Möglichkeit, dich selbstständig zu machen und deinen eigenen Onlineshop zu führen, ohne eigene Produkte oder ein eigenes Lager zu haben. Somit kannst du die Waren anderer Händler verkaufen, ohne sie selbst jemals in den Händen gehalten zu haben. Das Shopsystem vom Anbieter Shopify ermöglicht dir Dropshipping zu betreiben und so deinen eigenen Onlineshop zu führen. Doch wie genau funktioniert das?

Was ist Shopify?

Bevor wir uns mit dem Dropshipping über Shopify beschäftigen, sollte erstmal klar sein, was Shopify überhaupt ist. Gegründet wurde Shopify 2006 von Tobias Lütke, der aus Koblenz nach Kanada ausgewandert ist. Dabei handelt es sich um ein All-Inclusive Shopsystem, mit dem man seinen eigenen Onlineshop erstellen und Produkte verkaufen kann. Vorteil dieser Software ist, dass der Einstieg günstig, die Bedienung verständlich und die Flexibilität groß ist. Damit richtet sich Shopify vor allem an kleine und mittelständische Unternehmen, aber eben auch an Selbstständige. Mittlerweile hat sich die Software als einer der Marktführer entwickelt, da über eine Millionen Unternehmen diese Software bereits nutzen, darunter Firmen wie Babbel, Red Bull oder Tesla.

Was ist Shopify Dropshipping?

Beim Dropshipping handelt es sich um ein E-Commerce-Business, mit dem man online Produkte verkaufen kann. Das Besondere dabei ist, dass du die Produkte dabei nie in den Händen gehalten, geschweige denn irgendwo gelagert hast. Du bietest sie zwar zu eigenen Preisen in deinem Shopify Onlineshop an, an die Kunden verschickt werden sie jedoch von dem Hersteller, der die Produkte bei sich lagert. Oft handelt es sich bei den Herstellern um asiatische Unternehmen, wie beispielsweise Aliexpress. Der Vorteil von Shopify ist, dass man hier die Möglichkeit hat, verschiedene Plugins zu installieren, wie beispielsweise Dropified. Dieses Plugin bietet eine direkte Schnittstelle zu Aliexpress, weswegen die beiden Anbieter in Kombination eine sehr gute Möglichkeit bieten, einfach und unkompliziert sein Dropshipping Business zu starten.

Die Vorteile von Shopify Dropshipping

Es gibt einige Vorteile die für das Dropshipping mit Shopify sprechen. Diese haben wir einmal für dich kurz zusammengefasst, um dir die Entscheidung zu erleichtern:

  • Mit geringen Anfangsinvestitionen ein eigenes Business starten
  • Onlineshop lässt sich leicht erstellen
  • Keine Sorge vor überschüssigen Lagerbeständen
  • Bestelle nur die Menge, die von Kunden angefragt wird
  • Business lässt sich mit wenigen Klicks verwalten

In 5 Schritten zum eigenen Shopify Dropshipping-Business

In der Theorie klingt das natürlich alles sehr einfach. Doch wie sieht das nun aus, wenn man sein eigenes Business starten möchte? Wir sagen dir, wie du in fünf Schritten mit deinem Shopify Dropshipping-Business starten kannst.

1. Entscheide dich für ein Shopify-Modell

Shopify gibt es in drei verschiedenen Modellen: Basic Shopify, Shopify und Advanced Shopify. Ersteres gibt es für 29 Dollar im Monat, zweiteres für 79 Dollar und das letzte für 299 Dollar im Monat. Welches für dich das Richtige ist, hängt natürlich davon ab, wie professionell und groß du deinen Shop gestalten möchtest. Wenn du gerade erst mit deinem Dropshipping-Business startest, sollte aber das Basic-Modell für den Anfang reichen. Wenn du dein eigenes Unternehmern später vergrößern willst, kannst du dich immer noch für ein anderes Modell entscheiden.

2. Erstelle dein Shopify-Konto

Als ersten Schritt musst du dir natürlich bei Shopify einen Account erstellen, damit du die Software auch nutzen kannst. Dafür gehst du einfach auf die Homepage und führst alle wichtigen Schritte durch, die dir gesagt werden. Unter anderem musst du dich schon bei der Anmeldung für einen Namen entscheiden, den dein Shop tragen wird. Zudem wirst du auch nach deinen Erfahrungen im Bereich E-Commerce gefragt. Hast du das alles ausgefüllt, bist du auch schon im Besitz deines eigenen Shops.

Nun kannst du einige Optimierungen im Bereich der Einstellungen vornehmen. Dies zu tun ist sehr wichtig, da du nun einstellen kannst, wie du das Geld von deinen Kunden erhältst, deine Shop-Richtlinien erstellen und deine Versandkosten festlegen kannst. Beim Zahlungsprozess ist es am einfachsten, wenn du dir ein Paypal-Konto erstellst, da hierfür keine technischen Vorkenntnisse notwendig sind. Natürlich kannst du aber auch jede andere angebotene Zahlungsart wählen.

Danach solltest du deine Shop-Richtlinien erstellen, die für die Eröffnung deines eigenen Onlineshops notwendig sind. Hier bietet dir Shopify standardisierte Datenschutzrichtlinien, Rückerstattungsrichtlinien und Geschäftsbedingungen an, die sich für deinen Shop anpassen lassen.

Als Letztes kommen dann noch die Einstellungen für die Versandkosten hinzu. Am einfachsten ist es hierbei, den kostenlosen Versand anzubieten. Es kann sonst schnell verwirrend werden, wenn du für verschiedene Regionen anbietest. Integriere also die Versandkosten direkt in deinen Produktpreis. Das hat zudem den Vorteil, das Menschen eher geneigt sind ein Produkt zu kaufen, wenn sie die Versandkosten „geschenkt“ bekommen.

Bevor du nun deinen Shop launchen kannst, musst du die Option „Vertriebskanäle“ in deinen Einstellungen aufrufen. Hier wählst du die Option „Online Store hinzufügen“. Sobald du das gemacht hast, ist dein Onlineshop im Betrieb.

3. Design auswählen

Im zweiten Schritt kannst du dich nun um das Design deines Shops kümmern. Dafür solltest du dir gut Zeit nehmen. Schließlich ist das die Präsentation, mit der du neue Kunden gewinnen willst. Bei dem Design gibt es zwei wichtige Aspekte, die du berücksichtigen musst: Das Theme und dein Logo.

Shopify bietet viele integrierte Themes an. Viele davon sind kostenlos, für andere benötigst du die Premium Version von Shopify. Suche dir also, basierend auf deinem Shopify-Modell, das Design aus, welches dir am besten für deinen Shop gefällt.

Hast du dich für ein Theme entschieden, widmest du dich im nächsten Schritt deinem Logo. Das kannst du natürlich selbst gestalten oder du holst dir externe Hilfe. Wenn du es selbst gestalten und damit die Kosten gering halten möchtest, gibt es verschiedene Anbieter für Online Logo Maker, mit denen du deine Logos ganz einfach selbst erstellen kannst.

4. Produkte hinzufügen

Nun geht es darum, dass du dein Shopify Dropshipping-Busines auch mit Produkten füllst – somit folgt nun einer der wichtigsten Schritte. Hierfür musst du dich entscheiden, von welchem Händler du deine Produkte beziehen willst. Da diese Auswahl nicht unbedingt leicht ist, haben wir dir in zwei anderen Artikeln erklärt, wie du deinen passenden Großhändler auswählst und welche Händler es überhaupt gibt.

Eine Möglichkeit ist beispielsweise, dir die App von Oberlo herunterzuladen. Mit dieser kannst du Produkte in deinen Shopify Dropshipping importieren. Da Shopify und Oberlo miteinander integriert sind, funktioniert das alles sehr leicht und du kannst direkt loslegen. Nehmen wir also das Beispiel von Oberlo. Wenn du die App installiert hast, musst du deinem Shop zunächst eine Kategorie zuweisen, die zu deinen Produkten passt. Das kann zum Beispiel die Kategorie „Elektronik“ sein, wenn du vorhast, Elektronik-Artikel, wie Handy Ladekabel, zu verkaufen. Über die Oberlo App kannst du dann aus tausenden von verschiedenen Lieferanten die passenden Produkte raussuchen, die sich dann in deinen Shop integrieren lassen. Und schon kannst du mit deinem Shopify Dropshipping Unternehmen starten.

5. Die erste Bestellung

Was passiert aber nun, wenn das erste Mal eine Bestellung eintrifft? Im Grunde musst du dich, je nach Großhändler, um nichts kümmern, sobald eine Bestellung getätigt wird. Denn wer ein Produkt bestellt, landet damit direkt bei dem Großhändler, der sich dann um alles kümmert. Wichtig ist es, dass du deine Kunden wissen lässt, dass die Produkte per Dropshipping verkauft werden. Somit kann der Kunde keine Rechnung oder Werbemittel erwarten.

Nur weil du dich aber nicht um die Bestellungen kümmerst, heißt das nicht, dass du nun die Füße hochlegen kannst. Denn es ist sehr unwahrscheinlich, dass du ohne etwas zu tun, viel Traffic generieren wirst. Deine Aufgabe ist es also, dich um das Marketing zu kümmern und die Produkte bekannter zu machen. Dafür kannst du beispielsweise Social Media Marketing, Influencer Marketing oder Werbeanzeigen nutzen. Somit sind die Aufgaben klar verteilt: du bist für das Marketing verantwortlich und der Großhändler für den Versand.

Fazit

Mit der Shopify Software kann so gut wie jeder sein eigenes Dropshipping Business aufbauen. Dafür musst du aber wissen, dass gerade am Anfang sehr viel Arbeit auf dich zukommt. Du musst den ganzen Shop auf die Beine stellen, dich für einen Lieferanten entscheiden und Werbung für deinen Shop machen. Ist dieser jedoch erst einmal bekannt, stellt das Shopify Dropshipping eine sehr bequeme Art dar, Geld zu verdienen. Wenn du also bereit bist, anfangs viel Zeit und Arbeit zu investieren, kann sich Dropshipping als Geschäftsmodell durchaus für dich lohnen.

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Über den Autor

Autorenprofil: Leoni Schmidt

Leoni Schmidt

Nach ihrem Abitur studierte Leoni an der Fachhochschule des Mittelstands in Köln Medienkommunikation & Journalismus. In diesem Studium sammelte sie durch Praktika bei der Rheinischen Post und bei Antenne Düsseldorf viele praktische, journalistische Erfahrung. Neben ihres Studiums arbeitete sie als Werkstudentin bei einem Online-Magazin. Bei diesem wurde sie nach ihrem Studium übernommen und arbeitete dort in der Online-Redaktion. Im Mai 2019 wechselte sie dann zu Digital Beat und Gründer.de und arbeitet seitdem dort als Junior-Online-Redakteurin.

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