Ein Firmenblog KANN ein nützliches Instrument für ein Unternehmen sein. Dafür muss er aber gut sein. Macht man die Sache richtig, kann ein Firmenblog etwa Verkäufe fördern, Markenbekanntheit steigern und/oder positiv aufs Unternehmensimage wirken. Aber wie macht man die Sache richtig? Die folgenden Tipps könnten dazu beitragen, gute Antworten auf diese Frage zu finden.

Was interessiert und hat Bezug zum Unternehmen?

Versetzen Sie sich in die Leser (Besucher), die Sie mit dem Firmenblog anziehen möchten.

Welche Themen, die Bezug zu Ihrem Unternehmen und Ihren Produkten haben, könnten diese Menschen interessant finden?

Machen Sie sich vor möglichen Antworten ein genaueres Bild von der Zielgruppe ihres Firmenblogs: Sind es Genussmenschen, die ihre Produkte kaufen sollen, private Energiesparer oder aber potenzielle Kunden im B2B Geschäft, die Detailinformationen möchten und sich bei Laienthemen (z.B. „Wie funktioniert eigentlich ein Solarmodul?“) ganz schnell langweilen.

Immer dran denken: Blogs befinden sich im #Neuland (Internet)

Das bedeutet einerseits: Schreiben Sie für einen Firmenblog nicht wie für ein Buch.

Nutzen Sie tendenziell mehr Zwischenüberschriften, Aufzählungen, Kursivschrift, Einrückungen, wenn es sich anbietet (!).

Das steigert oftmals die Chance, den Blick des Lesers auf dem Text zu halten, selbst wenn er gerade nur bedingt gefesselt ist.

Zugleich bietet Ihnen das Internet wie Druckmedien die Chance, neben Text Bilder, Grafiken, Diagramme zu publizieren, und es gibt Ihnen – anders als Druckmedien – die Möglichkeit, Multimedia zu integrieren.

Man sollte das nicht inflationär nutzen, nur um es zu nutzen, aber darüber nachdenken, die Möglichkeiten des Internets voll auszuschöpfen.

Ein bisschen SEO: ja bitte!

Suchmaschinenoptimierung (SEO) ist eine Disziplin, bei der man schnell die Balance verlieren kann.

Die einen kümmern sich gar nicht um SEO-Techniken und vertrauen darauf, dass Ihre interessanten Inhalte auch völlig ohne SEO bei passenden Suchanfragen weit vorne auf Google landen.

Die anderen betreiben klassisches SEO so intensiv, dass der gute Inhalt in den Hintergrund rückt, obwohl er auch für Google ein immer wichtigeres Kriterium wird, um Websites in Suchergebnislisten passender Anfragen weit vorne aufzulisten.

Das Optimum liegt wohl – wie so oft – in der Mitte: SEO kann die Sichtbarkeit des Firmenblogs deutlich erhöhen, darf aber nie wichtiger als die Produktion guter Inhalte werden.

Bitte vernetzen!

Sie können für Ihren Firmenblog Gastbeiträge von Bloggern aus verwandten Branchen anstreben, die nicht zur direkten Konkurrenz Ihres Unternehmen gehören, und zugleich dafür sorgen, auf fremden Blogs Gastbeiträge mit Links zu veröffentlichen, die zu Ihrem Firmenblog führen.

Werden Sie auch in Social Media aktiv, um dort unter anderem auf Ihre Blogbeiträge hinzuweisen.
Aber wenn Sie etwas machen, machen Sie es gut oder gar nicht.

Darüber hinaus gilt im Zweifelsfall, insbesondere beim Linkbuilding: Bitte mehr Klasse als Masse! Nicht jeder Backlink, der zu Ihrem Firmenblog führt, stimmt Google froh.

Analysieren nicht vergessen

Google Analytics ist eine von mehreren Möglichkeiten, etwas mehr über die Besucher Ihres Firmenblogs zu erfahren und darüber, welche Inhalte bei ihnen auf mehr und welche auf weniger Interesse stoßen.

Das hilft Ihnen, Ihren Firmenblog inhaltlich auf die Interessen Ihrer Leserschaft auszurichten.

Aber achten Sie bei Google Analytics und Co. auf Datenschutzbelange; informieren Sie sich über den datenschutzkonformen Einsatz von Analyse-Instrumenten.

Verliere nie Ziele (und Zielgruppe) aus den Augen

Es soll Betreiber von Firmenblogs geben, die irgendwann so sehr darauf setzen, möglichst viele Blogbesucher zu bekommen, dass Sie ein bisschen das Hauptziel aus den Augen verlieren.

Der Firmenblog ist ein Instrument, kein Selbstzweck.

Und wenn er aufgrund witziger Einträge, guter Informationen, viraler Videos, Tausende Besucher täglich hat, von denen sich nur zwei für Ihr Unternehmen oder Ihre Produkte interessieren, haben Sie nichts gewonnen.

Entscheiden Sie sich dann lieber für Themen, die weniger Menschen, aber dafür mehr aus Ihrer Zielgruppe anlocken, als für Themen, die die Massen interessieren, Ihrem Unternehmen aber wenig bringen.

Definieren Sie die Marketingziele, die Sie mit Ihrem Blog verfolgen und – wenn möglich – messen sie auch, inwieweit diese Ziele erreicht werden.

Falls Verkauf zu den Zielen gehört, nutzen Sie den Blog als Ihr Werbemedium, ohne so viele Flächen mit Werbebannern zuzupflastern, dass ihre redaktionellen Inhalte zerquetscht werden.

Sollten Sie mit Ihrem Blog Ihre Kompetenz im Bereich X unter Beweis stellen wollen, stellen Sie sicher, dass möglichst jeder Leser auch erfährt, wer ihm die Informationen bereitgestellt hat: Sie waren das!

Mir freundlichen Grüßen,
Christian Arno
Gründer von Lingo24, einer Übersetzungsagentur,
die sich auf Website-Lokalisierung spezialisiert.
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