Mit diesen 6 Möglichkeiten ermöglichst du bargeldloses Bezahlen

Bargeldloses Bezahlen: Die 6 besten Optionen für deine Kunden

Bargeldloses Bezahlen liegt hier zu Lande im Trend. Dabei gilt Deutschland traditionell als Bargeld-Land. Spätestens seit der Corona-Pandemie greifen immer mehr Deutsche beim Bezahlen auf bargeldlose Zahlungssysteme zurück. Auch die Möglichkeit kontaktlos zu bezahlen, macht das Bezahlen ohne Bargeld zunehmend unkomplizierter und bequemer. In diesem Artikel haben wir dir die besten Zahlungssysteme sowie Vor- und Nachteile des bargeldlosen Zahlungsverkehrs zusammengefasst.

Definition: Bargeldoses Bezahlen

Von bargeldlosem Bezahlen spricht man, wenn die Übertragung des Zahlungsmittels zwischen Privathaushalt, Unternehmen usw. allein durch Buchgeld erfolgt, ohne dass Bargeld erforderlich ist. Bei Barzahlungen wird hingegen Bargeld zwischen Zahlungspflichtigem und Zahlungsempfänger ausgetauscht. Üblicherweise erfolgt der bargeldlose Zahlungsverkehr über Kreditinstitute und betrifft Zahlungen in Form von Buchgeld.

6 Möglichkeiten des bargeldlosen Bezahlens

1. Möglichkeit: Kartengestützte Verfahren

Der „Klassiker“ im bargeldlosen Zahlungsverkehr ist seit jeher die Zahlung per Bank- oder Kreditkarte. Die Abrechnung des Zahlbetrags hängt dabei vom gewählten Kartentyp ab. Um Kartenzahlungen entgegen nehmen zu können, benötigst du in deinem Betrieb ein Kartenlesegerät. Üblich an Supermarkt-Kassen sind stationäre Zahlungsterminals, wie z.B. solche des Anbieters Verifone. Diese sind kabelgebunden und dadurch an Internet und Strom angeschlossen. Mobile Kartenlesegeräte ermöglichen deinen Kunden das bargeldlose Bezahlen abseits von der Kasse. Denn diese Geräte funktionieren komplett kabellos via WLAN oder Bluetooth. Doch es geht auch noch moderner: Mit Apps wie Wellet beispielsweise kannst du dein Smartphone unkompliziert als Kartenlesegerät nutzen. Bei dieser Variante sind somit keine extra Terminals mehr nötig, um Zahlungen von VISA, Mastercard oder andere Kreditkarten zu akzeptieren.

2. Möglichkeit: SEPA-Lastschrift

Die Lastschrift ist ein Zahlungsinstrument im bargeldlosen Zahlungsverkehr. Hierbei darfst du als Händler eine Forderung aufgrund eines vorliegenden Mandats einziehen. Dadurch wird das Konto deines Kunden, also dem Zahlungspflichtigen, belastet und auf deinem Konto gut geschrieben. Es handelt sich somit um eine Buchgeldübertragung. Du als Unternehmer kannst zwischen einer gesicherten oder einer ungesicherten SEPA-Lastschrift wählen. Die Transaktionsgebühren liegen zwischen 10 Cent und zwei Euro zuzüglich eines prozentualen Betrags abhängig vom Transaktionsvolumen. Die Kosten richten sich außerdem danach, für welches Verfahren du dich entscheidest.

3. Möglichkeit: Überweisung

Auch die Überweisung ist ein Instrument des bargeldlosen Zahlungsverkehrs. Überweisungen sind per Überweisungsformular oder via Online-Banking, auch Online-Überweisung, möglich. Bei der Überweisung stellt der Kontoinhaber über seine Bank dem Begünstigten einen bestimmten Betrag auf dessen Konto zur Verfügung. Die Überweisungsgebühren sind abhängig von der gewählten Überweisungsart. Online-Überweisungen sind meistens kostenfrei bzw. durch das Kontoführungsentgelt bereits abgegolten, während Überweisungen auf Papier deine Kunden bis zu 2,50 Euro kosten können. Weiter entsteht für dich und deine Mitarbeiter durch die Rechnungsstellung ein nicht unerheblicher Arbeitsaufwand, den du wiederum einkalkulieren und entsprechend vergüten musst.

4. Möglichkeit: Mobile Payment

Immer beliebter im bargeldlosem Zahlungsverkehr wird die Bezahlung via Smartphone-App. Verbraucher erhalten dadurch die Möglichkeit bargeldlos zu bezahlen ohne eine Bank- oder Kreditkarte mitführen zu müssen. Es handelt sich bei Mobile Payment um eine elektronische Zahlungsform unter Verwendung von mobilen Endgeräten, wie z.B. einem Smartphone oder einer Smartwatch. Notwendig ist eine stabile Mobilfunkverbindung oder eine mobile Internetverbindung. Bei jeder Transaktion musst du als Händler zwischen 0,2 und rund 1 Prozent des Rechnungsbetrages abgeben.

5. Möglichkeit: Online-Bezahlsysteme

Im Internet gibt es grundsätzlich keine Zahlungsmöglichkeit mit Bargeld. Zahlungsanbieter wie Paypal oder Paydirekt ermöglichen beim Online-Shopping die einfache Abwicklung von Transaktionen. Dabei erhält der Händler den Rechnungsbetrag direkt vom Zahlungsanbieter überwiesen. Dieser bucht dann wenige Tage später per Lastschriftverfahren den Betrag vom Bankkonto des Kunden ab. Diese Bezahlsysteme lassen sich via QR-Code aber grundsätzlich auch als Vor-Ort-Zahlungsmethode beispielsweise im Geschäft oder Restaurant nutzen. Voraussetzung ist hierbei, dass deine Kunden beim Bezahldienst registriert sind. Teilweise gibt es auch eine Gast-Zahlungsmöglichkeit. Die Registrierung ist auch für dich als Händler in der Regel kostenlos möglich. Auch bei Online-Bezahlsystemen wird eine Transaktionsgebühr abhängig von der Transaktionshöhe fällig. Diese liegt bei Paypal beispielsweise zwischen 0,5 und 2,5 Prozent zuzüglich einer Festgebühr.

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6. Möglichkeit: Krypto-Währungen

Kryptowährungen sind kein gesetzliches Zahlungsmittel. Es handelt sich dabei um digitale, selbstorganisierte Online-Währungen. Bei den Bezahlvorgängen im Kryptowährungsbereich sind keine Banken involviert. Sie ermöglichen einen bargeldlosen Zahlungsverkehr im Internet. Im Vergleich zu traditionellen Währungen spielen sie aber für das alltägliche Bezahlen weiterhin keine größere Rolle. Dennoch ist zur Zeit noch eher davon abzuraten, Kryptowährungen als Zahlungsmittel zu akzeptieren. Denn Kryptowährungen unterliegen zum Teil großen Schwankungen, so dass du als Händler deine Einnahmen nicht zuverlässig kalkulieren kannst.

Bargeldloses Bezahlen: Die Vorteile

Spätestens seit der Corona-Pandemie greifen immer mehr Deutsche beim Bezahlen auf bargeldlose Zahlungsysteme zurück. Denn Geldscheine und Münzen gelten als Viren-Überträger. Das bargeldlose Bezahlen entlastet außerdem die Banken, da Bargeld für die Banken mit verhältnismäßig höheren Kosten verbunden ist. Doch auch du als Unternehmer verschaffst dir mit bargeldlosen Zahlungsverfahren verschiedene Vorteile, die deinen Umsätzen zugutekommen:

  • Zeitersparnis: Bargeldloses Bezahlen ist bequem und erspart dir und deinen Kunden viel Zeit. Denn das Bezahlen mit Karte oder via Smartphone ist fast immer schneller als das Bezahlen mit Bargeld. Weder deine Kunden noch du als Händler müssen mühsam Geld herauszählen.
  • Effizienzgewinn und Beseitigung von Kaufhürden: Durch eine schnellere Zahlungsabwicklung verringert sich außerdem die Länge der Warteschlange an der Kasse. Dadurch kannst du dein Personal anderweitig einsetzen und beispielsweise deine Kunden im Laden besser beraten. Zeitgleich kannst du so verhindern, dass eine lange Warteschlange deine Kunden abschreckt.
  • Mehr Sicherheit für dich und deine Kunden: Weniger Bargeld bedeutet gleichzeitig auch weniger Sicherheitsbedenken. Denn das Risiko für Raubüberfälle und Betrug sinkt mit geringeren Bargeldbeständen. Und wenn deine Kunden weniger bis kein Bargeld mehr mitführen müssen, sind sie besser vor Taschendiebstahl geschützt.
  • Höhere Einnahmen: Aus diversen Studien geht hervor, dass Konsumenten dazu geneigt sind mehr auszugeben, wenn sie bargeldlos bezahlen.
  • Verbesserte CO2-Bilanz: Durch Bargeldloses Bezahlen kann der Bedarf an Papierquittungen minimiert oder ganz gestrichen werden. Anstelle einer herkömmlichen Quittung kannst du deinen Kunden eine digitale Quittung zukommen lassen. Dadurch sparst an du Papier, Tinte und Drucker.
  • Potentieller Wettbewerbsvorteil: Immer mehr Kunden erwarten, dass sie bargeldlos bezahlen können, wenn sie in ein Geschäft gehen. Viele Kunden gehen sogar davon aus und sind enttäuscht, wenn eine bargeldlose Zahlung nicht möglich ist. Somit solltest du gerade dann bargeldlose Zahlungssysteme zu nutzen, wenn deine Konkurrenz es nicht tun. Dadurch kannst du dir einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil sichern.

Bargeldloses Bezahlen: Die Nachteile

Wie alles im Leben, bringt leider auch das bargeldlose Bezahlen gewisse Nachteile mit sich.

  • Kosten für Kauf oder Miete des EC-Terminals: Egal ob lediglich geliehen oder gekauft – Kartenlesegeräte kosten Geld. Dieses musst du als Unternehmer investieren, wenn du deinen Kunden die Möglichkeit bieten willst bargeldlos zu bezahlen.
  • Transaktionsgebühren: Je nach Anbieter, Gerät und verwendeter Zahlungsart fallen für dich als Händler unterschiedlich hohe Transaktionsgebühren an. Beispielsweise fallen bei EC-Kartenzahlungen pro Transaktion sieben bis 12 Cent Gebühren an. Kreditkartenunternehmen verlangen ebenfalls zwischen einem und drei Prozent vom Umsatz von dir als Unternehmer pro Transaktion.
  • Technische Abhängigkeit: Auch bist du je nachdem für welche Möglichkeit des bargeldlosen Bezahlens du dich entscheidest, von Geräten oder der Software abhängig. Diese muss regelmäßig gewartet und aktualisiert werden, da es sonst zu technischen Problemen kommen kann.

Häufige Fragen (FAQ) zu Bargeldloses Bezahlen

Was versteht man unter bargeldlosem Zahlungsverkehr?

Von bargeldlosem Zahlungsverkehr spricht man, wenn für den Zahlungsvorgang kein Bargeld erforderlich ist sondern die Übertragung des Zahlungsmittel allein durch Buchgeld erfolgt.

Welche Möglichkeiten gibt es, bargeldlos zu bezahlen?

Grob zusammengefasst gibt es 5 Möglichkeiten, bargeldlos zu bezahlen:
1. kartengestützte Verfahren, also Debit-, Kreditkarte usw.
2. SEPA-Lastschrift
3. Überweisung
4. Mobile Payment
5. Diverse Online-Bezahlsysteme
6. Kryptowährungen

Wie funktioniert kontaktlos bezahlen mit Karte?

Beim kontaktlosen Bezahlvorgang hält der Kunde seine Debit- oder Kreditkarte mit Kontaktlosfunktion lediglich an das Bezahlterminal. Ein Einführen der Karte in das Gerät ist nicht notwendig. Teilweise berechnen die Banken für das kontaktlose Bezahlen bis zu 80 Cent pro Transaktion.

Was kostet bargeldloses Bezahlen?

Die Gebühren richten sich nach der jeweiligen Bezahlungsart und Transaktionshöhe und sind somit unterschiedlich hoch. Es können je nach Einzelfall Gebühren von 0,10 Euro bis hin zu mehreren Euro anfallen.

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Über den Autor

Autorenprofil: Luisa Kleinen

Luisa Kleinen

Luisa wurde 1996 in Bonn geboren und studierte nach ihrem Abitur Rechtswissenschaften mit den Abschluss des ersten Staatsexamen (Schwerpunkt Internationales Strafrecht und Medienstrafrecht) an der Universität zu Köln. Parallel zu ihrem Studium war sie einige Jahre als Studentische Hilfskraft in der Forschungsstelle für Medienrecht an der TH-Köln tätig. Dadurch erhielt sie einen tiefen Einblick in das Medien-, IT- und Datenschutzrecht und sammelte erste redaktionelle Erfahrungen. Später arbeitete sie als Assistenz der Geschäftsführung in einem Gastronomiebetrieb und erweiterte hier ihre Kenntnisse im Personal- und Projektmanagement. Seit August 2021 ist sie als Praktikantin in der Online-Redaktion von Gründer.de tätig.

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