So findest du eine Nische für deine Produkte

Amazon FBA-Produkte: 8 Tipps zur Produktrecherche

Du möchtest Produkte online verkaufen und so ein Online-Business aufbauen? Dann kann Amazon FBA eine geeignete Möglichkeit für dich sein, deine Produkte auch erfolgreich zu verkaufen. Doch welche Produkte eigenen sich dafür am besten? Und wie findet man die besten Produkte? Diese und mehr Fragen zum Thema „Amazon FBA-Produkte“ wollen wir in diesem Artikel beantworten.

Was sind Amazon FBA-Produkte?

Amazon FBA steht für „Fulfillment by Amazon“. Das bedeutet, dass Amazon Händlern eine Plattform für ihre Produkte bietet und sich – je nach Wunsch des Händlers – auch um den kompletten Versanddienst kümmert. Dementsprechend versteht man unter Amazon FBA-Produkten alle Produkte, die auf der Plattform angeboten und über das Fulfillment-Programm von Amazon verkauft werden. Wer bereits einige Zeit auf dem Amazon-Marktplatz verbracht und nach unterschiedlichen Produkten gesucht hat, weiß, dass dort fast jedes physische Produkt angeboten wird. Dies wiederum bietet Händlern den Vorteil, ihr Produkt nicht über einen eigenen Online-Shop anbieten zu müssen, sondern die Reichweite und hohe Sichtbarkeit von Amazon zu nutzen.

Was sind gute Amazon FBA-Produkte?

Wie bereits erwähnt, kann man fast jedes Produkt in unzähligen Ausführungen auf Amazon finden. Trotzdem gibt es Produkte, die besser für den digitalen Marktplatz geeignet sind, als andere. Diese Produkte haben gewisse Kriterien, die den Erfolg begünstigen können.

Produktkriterien

Mit der Zeit hat sich herausgestellt, welche Produkte über Amazon besonders gefragt sind und sich hervorragend verkaufen lassen. Deshalb sind folgende Kriterien ein Indiz für gute Amazon FBA Produkte:

  • große Nachfrage und hohes Suchvolumen
  • keine direkte Konkurrenz zu großen Marken
  • einzigartiger und spezieller Charakter
  • unterliegt keiner saisonale Nachfrage
  • Balance zwischen billig und teuer (ideal zwischen 15 Euro und 50 Euro)
  • relativ günstig im Einkauf, sodass eine hohe Marge bleibt
  • einfaches und kein erklärungsbedürftiges Produkt
  • klein und leicht, um Versand- und Lagerkosten gering zu halten
  • ungefährlich, unempfindlich und möglichst nicht elektronisch

Suche dir eine Nische: Was ist dein USP?

Ein Kriterium, das besonders wichtig ist, ist die Einzigartigkeit. Das bedeutet, dass deine Produkte ein Alleinstellungsmerkmal, auch Unique Selling Point (USP) genannt, aufweisen müssen. Etwas, was dich von der Konkurrenz abhebt und attraktiv auf Kunden wirkt. Dazu ist es klug sich im Vorhinein zu überlegen, welche Nische man mit seinen Produkten bedienen möchte. Denn durch die Positionierung in einem bestimmten Bereich, ist es einfacher als Experte zu fungieren und sich eine vorteilhafte Position am Markt zu verschaffen. Zudem stärkt es das Vertrauen der Kunden und ist daher ein wichtiges Marketinginstrument. Doch vorsichtig: Setze nicht alles komplett auf eine einzige Nische, da du sonst auch leicht Marktschwankungen und rückläufiger Nachfrage ausgeliefert sein kannst. Schau also, dass du trotzdem breit aufgestellt bist, um im Ernstfall immer Produkte zu haben, die den Umsatz sichern.

8 Tipps für die Produktrecherche

Nachdem du nun weißt, welche Eigenschaften ein gutes Amazon FBA Produkt aufweist, geht es an die Produktrecherche. Doch wie startet man? Und wie grenzt man seine Suche sein? Das sind zwei essentielle Fragen, denn der Markt ist groß und die Konkurrenz stark. Deshalb solltest du einen Plan entwickeln, wie du bei deiner Produktrecherche vorgehst. Oftmals lassen sich ohnehin gewisse Produktsegmente ausschließen bzw. bestimmte Bereiche einkreisen, da du hier sicherlich nach deinen Interessen entscheidest.

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1. Tipp: Brainstorming

Zuallererst ist ein generelles Brainstorming nicht verkehrt, um überhaupt in die Recherche für Amazon FBA-Produkte einzusteigen. Was sind Produktsegmente, die dich interessieren und wo du Potenzial siehst? Gibt es Produkte, die du selbst kaum findest und daher anbieten möchtest? IN welchem Bereich hast du bereits Vorwissen bzw. Expertise? All diese Fragen solltest du dir stellen, da du so mehr und mehr Bereiche einkreisen kannst, die sinnvoll sind. Spreche darüber auch mit Familie, Freunde, Bekannte oder Kollegen. Was sind Produkte, die sie brauchen, nutzen und die sie vielleicht nicht finden? Alle deine Erkenntnisse aus diesen Gesprächen solltest du aufschreiben, um daraus dann konkrete Ideen und Strategien zu entwickeln.

2. Tipp: Amazon Bestsellerliste

Wenn du deine Produkte über Amazon verkaufen möchtest, ist es nur logisch, dass du auch dort mit deiner Recherche weitermachst. Dazu ist es interessant, welche Produkte gerade am meisten über die Plattform verkauft werden. Was sind hier also die Bestseller? Welche Produkte sind besonders gefragt? Um diese Fragen beantworten zu können, solltest du den Bestseller-Rang der verschiedenen Kategorien eingehend studieren, den du unter den zusätzlichen Produktinformationen auf den Produktseiten findest. Diese Daten geben dir Hinweise darauf, welche Amazon FBA-Produkte das höchste Absatzpotenzial besitzen und daran auch die Nachfrage abschätzen.

3. Tipp: „Ähnliche Produkte“ genauer ansehen

Wenn du auf einzelnen Produktseiten unterwegs bist, sieht du weiter unten die Kategorie „Ähnliche Produkte“. Dort zeigt Amazon die Produkte an, die zu deinem Suchbegriff und dem angesehenen Produkt passen. Entweder findest du dort ähnliche Konkurrenzprodukte oder eben Produkte, die deinen Einkauf ergänzen würden. Damit versucht Amazon Kunden zu weiteren Käufen zu animieren und bietet zeitgleich den Service, Produkte besser vergleichen zu können. Mache dir diese Anzeigen zu Nutze und analysiere, welche Produktgruppen zusammengekauft werden. Möglicherweise gibt es Produkte, die im Set angeboten, den Kundennutzen noch steigern würden. Leite daraus also ab, was eventuell zusammen verkauft werden kann und daher als Komplementärgüter funktionieren.

4. Tipp: Suchergebnisse analysieren

Grundsätzlich bietet es sich auch an, die allgemeinen Suchergebnisse genauer anzusehen. Dafür kannst du in die Suchfunktion bei Amazon verschiedene Produkte oder Produktkategorien eingeben und sehen, welche Suchergebnisse Amazon dir in der automatischen Suchvervollständigung anzeigt. Denn diese basiert auf den Suchanfragen, die am meisten eingegeben wurden. Lass dich daher gerne von den vorgeschlagenen Amazon-Suchergebnissen inspirieren und nutze diese Informationen um deine Recherche zu erweitern.

5. Tipp: Konkurrenz beobachten

Ein ganz besonders wichtiger Tipp hinsichtlich der Recherche von Amazon FBA-Produkten, ist die Konkurrenz. Hast du bereits ein bestimmtes Produkt oder ein Segment eingekreist, ist es wichtig die Konkurrenz zu beobachten und zu analysieren. Wie sehen deren Produkte aus? Wie kann man sich davon noch mehr abgrenzen? Was sind mögliche Schwächen aber auch Stärken der Konkurrenten? Schaue dafür wie Kunden die Produkte bewerten und welche Mängel möglicherweise vorliegen. Ist das etwas, woran du anknüpfen kannst? Recherchiere dafür nicht nur über Amazon, sondern gehe auch auf die Webseiten der Konkurrenzunternehmen.

6. Tipp: Andere und internationale Marktplätze vergleichen

Da es nicht nur Amazon als bekannte Plattform gibt, sondern auch eBay, Zalando, Otto und Co., solltest du dich auch dort umsehen. Welche Produkte werden hier am meisten verkauft? Unterscheiden sich diese von denen, die über Amazon gesucht werden? Dazu kann es auch spannend sein zu schauen, was im Ausland passiert. Gibt es dort Produkte, die es hier in Deutschland nicht gibt? Manchmal ergibt sich so auch eine Nische, die auf dem deutschen Markt gar nicht ersichtlich wird.

Businessplan erstellen in 10 Schritten

Schritt 1: Idee, Angebot und die Zielgruppe

Im ersten Kapitel gibst du direkt einen ersten Eindruck davon, wie das Konzept deines Unternehmens aussehen soll. Was ist deine Grundidee? Wie kannst du anderen mit deiner Idee helfen und was genau ist dein Ziel? Das solltest du sehr präzise bestimmen und beschreiben können. Darüber hinaus solltest du dir genau überlegen, wer deine Zielgruppe ist und diese ebenfalls konkret definieren. Damit wird es dir im folgenden Kapitel leichter fallen, eine Marktanalyse anzufertigen.

Schritt 2: Markt und Wettbewerb

Hier geht es darum, sich intensiv mit dem Markt und den Mitbewerbern auseinanderzusetzen. Wie groß ist der Markt? Lohnt es sich hier ein Business zu starten? Mache dir bewusst, welche Wettbewerber du hast. Damit du nicht schon zu Beginn des Markteintritts stark mit diesen zu kämpfen hast, solltest du dir überlegen, was du besser machen kannst. Fertige die Analyse so detailliert wie nur möglich an, um perfekt auf deinen Start ins Business vorbereitet zu sein.

Schritt 3; Visionen und Ziele bestimmen

Besonders wichtig für dich als Unternehmer und für dein restliches Team ist es, genau Ziele und Visionen festzulegen, auf die ihr gemeinsam hinarbeiten könnt. Nur wenn du dieses Ziel einmal mit deinem Team oder deinen Gründern festgelegt hast, ist es dir möglich, die darauf abgestimmten Maßnahmen festzulegen. Sie geben dir eine Richtung vor, auf die eine Strategie aufgebaut werden kann.

Schritte 4: Deine Strategie

Auch die Strategie muss sehr gut durchdacht werden. Schließlich musst du mit ihr zu deinen Zielen gelangen. Hier musst du dir vor allem überlegen, welchen Nutzen dein Unternehmen deinen Kunden bringt. Und wie kannst du diesen Nutzen am besten umsetzen? Überlege dir in jedem Fall eine bessere Strategie als deine Mitbewerber und prüfe, was du besser machen kannst als sie. Auch alternative Strategien können sinnvoll sein, da nie gesagt ist, dass die erste Strategie direkt auf Anhieb funktioniert.

Schritt 5: Marketing

Auch die Strategie muss sehr gut durchdacht werden. Schließlich musst du mit ihr zu deinen Zielen gelangen. Hier musst du dir vor allem überlegen, welchen Nutzen dein Unternehmen deinen Kunden bringt. Und wie kannst du diesen Nutzen am besten umsetzen? Überlege dir in jedem Fall eine bessere Strategie als deine Mitbewerber und prüfe, was du besser machen kannst als sie. Auch alternative Strategien können sinnvoll sein, da nie gesagt ist, dass die erste Strategie direkt auf Anhieb funktioniert.

Schritt 6: Rechtsform und Steuern

Ein sehr unbeliebtes, aber trotzdem sehr wichtiges Thema: Die Wahl der Rechtsform und alles rund um die Steuern. Hier schreibst du nieder, für welche Rechtsform du dich entschieden hast, welche Genehmigungen du für dein Unternehmen brauchst, wie dein Unternehmen heißen soll und alles weitere, was in Richtung Buchhaltung geht.

Schritt 7: Gründerteam und Organisation

In diesem Kapitel gibst du an, wie ihr als Firma organisiert seid. Hast du einen Partner? Wer ist alles in deinem Gründerteam? Hier muss ersichtlich werden, wer für was verantwortlich ist, welche Strukturen ihr noch aufbauen wollt, wer schon alles im Unternehmen tätig ist und wer noch dazu kommt. Auch die Meilensteine, die du mit deinem Unternehmen erreichen willst, werden hier eingetragen.

Schritt 8: Finanzen

Die Finanzen bilden den Hauptteil deines Businessplans und müssen sehr genau berechnet und überprüft werden. Hier solltest du dir möglichst keine Fehler erlauben. Wo steht ihr gerade mit eurem Unternehmen, wie viel Kapital benötigt ihr noch und wann ist der Break-Even-Point geplant? – All das sind wichtige Fragen, die in dem Finanz-Teil berücksichtigt werden müssen. Spätestens hier ist es sinnvoll, ein geeignetes Tool zur Hand zu haben, mit dem sich alles leichter ausrechnen lässt.

Schritt 9: SWOT-Analyse

Nach den ganzen Zahlen folgt anschließend die SWOT-Analyse. SWOT steht für Strengths, Weaknesses, Opportunities und Threats. Hier listest du also die Stärken, Schwächen, Stärken und Risiken deines Unternehmens auf und erklärst diese. Im nächsten Schritt müssen dann Maßnahmen getroffen werden, wie mit den Ergebnissen umgegangen wird, damit die Chancen maximiert und die Risiken minimiert werden können.

Executive Summary

Als letztes Kapitel folgt die Executive Summary, eine aussagekräftige Zusammenfassung deines Businessplans. Hier werden nochmal die wichtigsten Punkte deines Businessplans zusammengefasst, um den Investoren und Banken einen guten Überblick über dein Unternehmen zu geben. Erwähne hier also nochmal die wichtigsten Kernaussagen der Geschäftsidee, deines Teams, der Marktanalyse, der Chancen und Risiken und der Finanzierung.

7. Tipp: Social Media-Kanäle durchforsten

Um aktuelle Trends wahrzunehmen und daraus mögliche Amazon FBA-Produkte ableiten zu können, lohnt sich der Blick auf Social Media. Die sozialen Netzwerke können deine Recherche wunderbar ergänzen, da hier oftmals der Wunsch nach einem Produkt entsteht, bevor das Produkt überhaupt da ist. Auch hier ist es von Vorteil, nicht nur deutsche Profile in Augenschein zu nehmen, sondern auch auf die Trends aus dem Ausland zu achten. Zeitgleich solltest du beachten, dass Trends manchmal auch nur eine Zeit lang anhalten und dann wieder verschwinden. Sei daher vorsichtig und nutze Social Media nur als ergänzendes Instrument während der Recherche.

8. Tipp: Offline-Recherche

Auch abseits der Online-Welt stößt man hier und da auf Ideen und Inspirationen für geeignete Amazon FBA-Produkte. Sehe dich also gerne  im Einzelhandel um und sprich auch hier mit Kunden, wie ihre Meinungen zu bestimmten Produkten sind. Teste auch selbst Produkte aus, die du gegebenenfalls verkaufen möchtest. Denn beim Selbsttest fällt meistens genau auf, wo Schwächen sind und welche neuen Features die Produkte noch besser machen würden. So kommst du Schritt für Schritt einem geeigneten Amazon FBA Produkt immer näher.

Fazit: Tauche tief in die Amazon-Produktwelten ein

Nun sollte dir klar geworden sein, dass die Wahl geeigneter Amazon FBA-Produkte kein schnelles und leichtes Unterfangen darstellt. Es ist vielmehr ein Prozess, bei dem du dir Zeit lassen solltest und dich ausreichend informierst. Tauche daher ganz tief in die vielen Produktwelten bei Amazon ein und werde zum kleinen Amazon-Experten. Nur durch ein fundiertes Wissen diesbezüglich, kannst du annähernd einschätzen, ob es für dein Wunschprodukt überhaupt einen Markt, eine Zielgruppe und Nachfrage gibt. Daher ist diese umfassende Analyse einer der wichtigsten Schritte zum erfolgreichen Online-Business.

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Über den Autor

Autorenprofil: Lisa Goldner

Lisa Goldner

Nach ihrem Abitur 2013 entschied sich Lisa für ein Studium des Journalismus als auch der Unternehmenskommunikation und konnte durch den nahen Praxisbezug ein breit gefächertes Repertoire an Kenntnissen beider Branchen sammeln. Während des Studiums arbeitete sie als Assistenz der Öffentlichkeitsarbeit in einem öffentlich-rechtlichen Kulturbetrieb und erlernte somit auch essenzielle Aufgaben des Eventmanagements. Im Anschluss begann sie in Kiel den Masterstudiengang ”Angewandte Kommunikationswissenschaft“, in dem sie ihre Erfahrungen durch Projekte und wissenschaftliche Arbeiten besonders in den Bereichen Journalismus und Marketing ausbauen konnte. Seit Januar 2020 ist Lisa Volontärin in der Online-Redaktion von Gründer.de.

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