Das kommt bei Amazon FBA auf dich an Kosten zu

Amazon FBA: Wie hoch sind die Kosten und Gebühren?

Solltest du auf Amazon deine eigenen Produkte verkaufen, kann der Service Amazon FBA dir dabei einen Großteil deiner Arbeit abnehmen. Denn damit kümmert sich Amazon um die Lagerung und um den Versand deiner Produkte. So kannst du dich auf den Verkauf und um das Marketing kümmern, während Amazon alle logistischen Aufgaben für dich übernimmt. Für viele Verkäufer klingt dieses Angebot sehr verlockend. Doch was kostet es dich, diesen Service in Anspruch zu nehmen?

Was ist Amazon FBA?

Bei Amazon FBA (Fullfilment by Amazon) handelt es sich um ein System des Onlinemarktplatzes Amazon. Wenn du bei Amazon deine eigenen Produkte anbietest, kümmert sich der Onlinehändler um die entsprechende Lagerung, um die Verpackung und um den Versand deiner Ware – egal wohin. Das alles passiert in den Amazon Logistikzentren. Somit fällt für dich sehr viel Arbeit und Aufwand weg und du kannst dich um andere Bereiche deines Business kümmern.

Die Kosten von Amazon FBA

Der Service von Amazon FBA besteht im Grunde aus zwei verschiedenen Kostenarten: Die Gebühr für den Versand und die Kosten für die Lagerung. Davon kannst du im Großen und Ganzen abhängig machen, ob sich der Service für dich und dein Business lohnt.

Die Versandgebühr

Die Versandgebühr wird bei Amazon FBA pro Einheit bezahlt. Wie hoch diese Gebühr ist hängt von den verschiedenen Faktoren Lagerort, Produkttyp, Abmessungen und Gewicht ab. Amazon stellt insgesamt zehn verschiedene Verpackungsmöglichkeiten zur Verfügung, deren Kosten sich nach dem Gewicht des Produktes richten. Dabei bekommen kleine und leichte Produkte bis zehn Euro mit dem Small & Light Programm von Amazon günstigere Konditionen.

Da das Logistiknetzwerk von Amazon mittlerweile erweitert wurde, werden Produkte nicht nur in Deutschland, sondern auch in Tschechien und in Polen gelagert. Möchtest du, dass deine Produkte ausschließlich in Deutschland gelagert werden, fällt hier eine zusätzliche Gebühr von 0,50 Euro pro Artikel an. 0,30 Euro sind es bei den Small and Light-Artikeln extra. Auf der Webseite von Amazon findest du einen Versandgebührenrechner, mit dem du genau ausrechnen kannst, wie viel dich der Versand deiner Produkte kosten würde.

Die Lagergebühr

Die Lagergebühr errechnet sich aus der Fläche, die du für deine Produkte im Logistikzentrum bei Amazon benötigst. Diese basiert auf dem durchschnittlichen täglichen Lagervolumen in Kubikmeter pro Monat und unterscheidet sich in Nebensaison und Hauptsaison. Die Nebensaison geht von Januar bis September und die Hauptsaison von Oktober bis Dezember. Zusätzlich wird bei den Produkten noch zwischen Bekleidung und Schuhe und sonstigen Produkten unterschieden. Natürlich kommen dann nochmal Kosten hinzu, wenn du eine übergroße Lagerfläche benötigst. Dadurch ergeben sich folgende Preise pro Kubikmeter:

  • Bekleidung und Schuhe
    • Januar bis September: 15,60 Euro
    • Oktober bis Dezember: 21,60 Euro
  • Sonstige Produkte
    • Januar bis September: 26 Euro
    • Oktober bis Dezember: 36 Euro
  • Übergröße
    • Januar bis September: 18 Euro
    • Oktober bis Dezember: 25 Euro

Die Vermittlungsgebühren

Zusätzlich zu den Versand- und Lagergebühren fällt eine Vermittlungsgebühr an, die sich nach der Produktkategorie richtet und sich auf den Amazon Umsatz bezieht. Diese wird bei einem Verkauf direkt einbehalten, also von deinem Gewinn abgezogen. Wie hoch die Gebühren bei den jeweiligen Produkten anfallen, kann man auf der Webseite von Amazon ganz einfach nachschauen.

Fazit

Ob sich das Angebot Amazon FBA für dich lohnt, hängt stark von den Gebühren und Kosten ab. Hier solltest du also individuell für dich entscheiden, ob sich der Service für dich lohnt oder ob du das Ganze für dich selbst organisierst. Das hängt hauptsächlich von der Anzahl der verkauften Produkte ab. Probiere hierfür also am besten den Rechner auf Amazon aus und finde so selbst heraus, welche genauen Kosten auf dich zu kommen und ob sich Amazon FBA so für dich lohnt.

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Über den Autor

Autorenprofil: Leoni Schmidt

Leoni Schmidt

Nach ihrem Abitur studierte Leoni an der Fachhochschule des Mittelstands in Köln Medienkommunikation & Journalismus. In diesem Studium sammelte sie durch Praktika bei der Rheinischen Post und bei Antenne Düsseldorf viele praktische, journalistische Erfahrung. Neben ihres Studiums arbeitete sie als Werkstudentin bei einem Online-Magazin. Bei diesem wurde sie nach ihrem Studium übernommen und arbeitete dort in der Online-Redaktion. Im Mai 2019 wechselte sie dann zu Digital Beat und Gründer.de und arbeitet seitdem dort als Junior-Online-Redakteurin.

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