Hier lässt es sich in der Landeshauptstadt effektiv zusammenarbeiten

Coworking Spaces in Berlin: 5 beliebte Plätze zum Arbeiten

Berlin ist nicht nur die deutsche Landeshauptstadt, sondern definitiv auch Deutschlands größte Startup-Stadt. In kaum einer anderen sprießen so viele neue Unternehmen aus dem Boden wie in Berlin. Dementsprechend lassen sich hier auch zahlreiche Coworking Spaces finden, in denen sich Gründer und Selbstständige treffen, die zusammen und doch jeder für sich, an ihren Projekten arbeiten. Wir stellen dir fünf dieser Coworking Spaces vor und sagen dir, was dich in dem jeweiligen Büro erwartet.

Coworking Spaces sind für viele junge Gründer eine tolle Möglichkeit, um einen ruhigen Ort zum arbeiten zu finden und gleichzeitig neue Kontakte zu anderen Unternehmern zu knüpfen. Hier teilt man sich zusammen ein großes Büro, eine gemeinsame Küche und Besprechungsräume und steht so im ständigen Kontakt zueinander. Zudem bieten sie einem Strom und Internet-Zugänge und man spart sich die enormen Kosten, die bei einem eigenen Büro auf einen zukommen würden. Somit bieten sie perfekte Voraussetzungen, um als junges Startup in die Selbstständigkeit zu starten.

Im folgenden Artikel stellen wir dir nun fünf Coworking Spaces in Berlin mit ihren Leistungen vor. Wenn du also noch auf der Suche nach einem geeigneten Arbeitsplatz bist, kann dir die folgende Auflistung dabei helfen, den perfekten Ort zu finden, um mit deinem Startup durchzustarten.

1. betahaus

2009 fanden sich sechs Studenten in einem 250 Quadratmeter großem Warenhaus in Berlin Kreuzberg zusammen und wollten ein unkonventionelles Coworking Space gründen. Nun besteht betahaus bereits seit zehn Jahren und hat neben Berlin weitere Standorte unter anderem in Hamburg, Barcelona und Sofia. In Berlin gibt es sogar gleich zwei Büroräume, die Gründern offen zu Verfügung stehen: In Kreuzberg und in Neukölln.

Leistungen

Folgende Leistungen erwarten junge Gründer und Freelancer im betahaus:

  • Über 300 flexible Schreibtische
  • 36 private Büros
  • Vier Event Räume
  • Dachterrasse
  • Gemeinschaftsgarten
  • Vergünstigungen für Mitglieder

Standorte

In Berlin hat das betahaus zwei Standorte: Kreuzberg und Berlin. Zudem gibt es weitere in Hamburg, Barcelona, Sofia, Tirana und Milan.

Besondere Vorteile

Neben den oben genannten Leistungen bietet das betahaus ein großes Netzwerk an Partner-Coworking Spaces überall auf der Welt. Zudem finden in den Coworking Spaces regelmäßig Events mit verschiedenen Speakern statt. Mittlerweile besteht die betahaus-Community in Berlin aus über 500 Freelancern, Unternehmen und Startups.

Kosten

Die Basismitgliedschaft beim betahaus in Berlin kostet an beiden Standorten 99 Euro pro Monat. Hier kannst du die regulären Öffnungszeiten, also Montag bis Freitag von neun bis 20 Uhr nutzen, kannst an den Events teilnehmen und bekommst Zugang zu über 75 Partner-Standorten. Zudem gibt es noch die Pro Mitgliedschaft, die an beiden Standorten 250 Euro im Monat kostet. Hier brauchst du dich an keine Öffnungszeiten halten, sondern kannst unter anderem 24/7 die Büroräume nutzen, du bekommst einen Zugang zu den Tagungsräumen und kannst Schließfächer, Drucker und Kaffeemaschinen frei nutzen.

betahaus Coworking Space BerlinQuelle: Pressefoto betahaus
Bei betahouse handelt es sich um ein Coworking Space in Berlin, welches Standorte in Kreuzberg und Neukölln hat.

2. Sankt Oberholz

Optisch sieht das Coworking Space Sankt Oberholz in Berlin aus wie ein typisches, stylisches Café in Berlin Mitte. Tatsächlich kannst du hier auch Essen und Getränke bestellen, jedoch bietet dir dieses Coworking Space weit mehr als nur leckere Verpflegung. 2005 wurde das St. Oberholz gegründet und war damit eines der ersten Büros in der Coworking-Szene. Damals wurde die obere Etage des Kaffeehauses am Rosenthaler Platz zu einem flexiblen „Plug-and-Play“ Arbeitsplatz umgewandelt. 2015 kam dann ein zweiter Standort dazu.

Leistungen

Folgende Leistungen bietet das Sankt Oberholz an seinen Standorten:

  • Vier Standorte in Berlin
  • Schnelles Wifi
  • Drucker/ Scanner
  • Telefonkabinen
  • Essen und Trinken
  • Private Büroräume

Standorte

In Berlin gibt es insgesamt fünf Standorte von Sankt Oberholz. Vier davon sind Coworking Spaces, die sich flexibel nutzen lassen. Zudem gibt es einen weiteren Standort in Frankfurt an der Oder.

Besondere Vorteile

An zwei Standorten der Coworking Spaces hast du ein großes Angebot an verschiedenen Speisen und Getränken. Das macht das Arbeiten noch angenehmer und es entsteht eine angenehme Café- anstatt Büro-Atmosphäre.

Kosten

Es gibt drei verschiedene Arten von Mitgliedschaften, zwischen denen du wählen kannst: Die Basic, die Full und die Fixed Desk Memberships. Die Basis-Mitgliedschaft kostet 99 Euro im Monat. Mit dieser kannst du einen der Coworking Spaces besuchen und hast dort die freie Auswahl an Sitzplätzen. Zudem kannst du mit dieser innerhalb der Öffnungszeiten das Coworking Space besuchen. Die komplette Mitgliedschaft kostet 189 Euro im Monat und mit dieser kannst du alle verfügbaren Coworking Spaces  besuchen. Bei der Fixed Desk Mitgliedschaft hast du zudem einen festen Sitzplatz und ein eigenes Schließfach, für das du bei den anderen Mitgliedschaften eine extra Gebühr zahlen musst. Du bekommst zudem einen eigenen Schlüssel für die Coworking Spaces, sodass du jederzeit Zugang zu den Arbeitsplätzen hast.

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3. Ahoy Berlin

Ahoy Berlin wurde erst im Jahre 2012 von Nikita Roshkow und Nikolas Woischnik gegründet. Aktuell gibt es zwei Standorte: Einen Berlin und einen in Sao Paulo. Hier kann man besonders flexibel Tarife wählen, die somit ideal auf die eigenen Bedürfnisse abgestimmt sind. Den nautischen Namen erhielt das Startup, weil es „angehenden Startups und Freiberuflern dabei hilft, mögliche Fallstricke zu umgehen“.

Leistungen

Diese Leistungen erwarten sich in dem Ahoy Berlin Coworking Space:

  • verschiedene Größen an Büroräumen
  • Angebot an verschiedenen Getränken
  • Flexibel buchbare Zusatzleistungen, wie Schließfächer und Zugang zum Drucker
  • Gute Vernetzung mit Mitarbeitern und Investoren aus der Technik-Branche
  • Virtuelle Büroräume

Standorte

Ahoy Berlin hat in Berlin zwei Standorte: Einen in Charlottenburg mit 1400 Quadratmetern Platz und einen in Berlin Mitte mit 3000 Quadratmeter. Darüber hinaus gibt es noch einen weiteren Standort in Sao Paulo.

Besondere Vorteile

Wie der Name schon erahnen lässt, sind die Coworking Spaces von Ahoy Berlin in einem nautischen Stil, aber trotzdem eher schlicht und elegant gehalten. Hier kann man monatliche Mitgliedschaften buchen, jedoch gibt es auch Tagestickets, die sich je nach Bedarf flexibel buchen lassen. Somit stehen dir in diesem Coworking Space sehr viele Freiheiten zur Verfügung. Zudem lässt sich auch ein virtuelles Büro mieten. Hierbei bekommt man eine Geschäftsadresse und eine Telefonnummer, unter der man für Kunden erreichbar ist. Und das auch, wenn man nicht am selben Ort ist. Somit eignen sich diese sehr gut für Menschen, die beruflich viel unterwegs sind.

Kosten

Bei Ahoy Berlin kann man sich seine gewünschten Leistungen flexibel buchen. Ein Tagesticket kostet hier 15 Euro, ein flexibles Monatsticket 150 Euro und ein festes Monatsticket 190 Euro. Wer 24/7 Zugang zu den Büroräumen haben möchte, zahlt hierbei einen Aufpreis von 30 Euro im Monat. Ebenfalls zahlt man einen Aufpreis, wenn man ein Schließfach haben möchte. Dieses kostet 25 Euro im Monat. Wer ein ein eigenes Büro für sein ganzes Team haben möchte, zahlt dafür 350 Euro im Monat. Das virtuelle Büro schlägt mit 99 Euro zu Buche.

4. KAOS

KAOS steht für Kreative Arbeitsgemeinschaft Oberschönweide. In diesem Coworking Space haben kreative Köpfe die Möglichkeit sich auszutoben. Es gibt kleine, separierte Studios und Ateliers mit bis zu 60 Quadratmetern Arbeitsfläche. Zudem gibt es eine riesige Holzwerkstatt mit den entsprechenden Maschinen und Werkzeugen. Für Veranstaltungen gibt es zudem ein Café mit Bar, Spree-Terrasse, Bootsanleger und Parkplätze.

Leistungen

Folgende Leistungen erwarten dich im KAOS Coworking Space:

  • Arbeitsflächen von 16 – 300 Quadratmetern
  • Holzwerkstatt mit vielen Geräten
  • Daily Flexdesk
  • Terrasse an der Spree
  • Café mit Bar
  • Möglichkeit Veranstaltungen, Workshops und Ausstellungen abzuhalten

Standorte

Bisher gibt es von dem KAOS Coworking Space nur einen Standort, der sich in der Wilhelminenhofstraße in Oberschönweide befindet.

Besondere Vorteile

Dieses Coworking Space eignet sich besonders für kreative Menschen, die gerne handwerklich arbeiten. Denn wer sich die entsprechenden Geräte noch nicht leisten kann, hat hier die Möglichkeit unter anderem eine CNC-Fräse, Schweißgeräte und auch 3D-Drucker für sich zu nutzen. Zudem hat die Lage einen ganz besonderen Flair. Direkt an der Spree mit Dachterrasse kann man sich abends gut mit anderen Leuten zusammensetzen und sich austauschen.

Kosten

Die Kosten variieren bei KAOS je nach Arbeitsplatz. Wer einen flexiblen Schreibtisch möchte, kann diesen für 150 Euro im Monat mieten. Einen festen Arbeitsplatz bekommt man für 200 Euro im Monat. Möchte man einen der Werkstattplätze haben, können diese ab 150 Euro im Monat kosten.

5. Wonder Coworking

Bei Wonder Coworking handelt es sich um das bisher einzige Coworking Space für Frauen in Berlin. Hier treffen sich Gründerinnen und Freelancerinnen um zusammen zu arbeiten und sich auszutauschen. 2016 eröffnete die Gründerin Shaghayegh Karioon zunächst AMAPOLA, ein klassisches Coworking Space, da sie sich nicht sicher war, ob ein Coworking Space für Frauen ein gutes Geschäftskonzept sein kann. Zwei Jahre später wagte sie den Schritt dann doch und eröffnete das erste Coworking Space für Frauen in Berlin: Wonder Coworking.

Leistungen

Diese Leistungen werden beim Wonder Coworking Space geboten:

  • Feste und flexible Arbeitsplätze
  • Teambüros
  • Veranstaltungen
  • Bücher
  • Meeting- und Veranstaltungsräume
  • Netzwerk
  • Kaffee, Wasser, Obst

Standorte

Bisher gibt es nur einen Standort in der Prenzlauer Allee in Berlin.

Besondere Vorteile

Das Besondere an diesem Coworking Space ist natürlich, dass es sich speziell an Frauen richtet. So kann man sich unter Gleichgesinnten austauschen, die vielleicht die gleichen Probleme bei der Gründung haben, wie man selbst auch. Die Teambüros können aber natürlich auch von gemischten Teams gebucht werden und die Meeting-Räume stehen sowohl weiblichen als auch männlichen Interessierten zur Verfügung.

Kosten

Beim Wonder Coworking Space gibt es verschiedene Tarife die du nutzen kannst. Der Flex-Tarif kostet 149 Euro im Monat und beinhaltet 24/7 Zugang zu den Büroräumen, wöchentliche Community-Events, zahlreiche Workshops und 50 Prozent Rabatt auf alle Meetingraum-Buchungen. Der Part-Time Tarif beinhaltet im Grunde das gleiche, nur dass man sich zwei Tage pro Woche in den Büroräumen aufhalten kann. Dann gibt es noch den Basic-Tarif, mit denen dir ein Coworking Tag pro Monat zusteht. Jedes weitere Tagesticket kostet damit aber nur zehn anstatt zwölf Euro. Das Tagesticket kostet dementsprechend ohne eine Mitgliedschaft zwölf Euro.

Fazit

Natürlich gibt es noch unzählige weitere Coworking Spaces in Berlin. Schließlich handelt es sich bei Berlin um die absolute Startup-Hochburg in Deutschland. Wir haben hier beispielhaft fünf Coworking Spaces vorgestellt, die in Berlin sehr beliebt sind und in denen sich zu fairen Preisen effektiv arbeiten lässt. Hier kann jeder selbst überlegen, welcher Arbeitsplatz am besten zu ihm passt und sich dementsprechend flexibel für eines der Spaces entscheiden. Die meisten Coworking Spaces kann man sich vorher auch anschauen und sich dann entscheiden, ob man dieses für sich nutzen möchte.

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Über den Autor

Autorenprofil: Leoni Schmidt

Leoni Schmidt

Nach ihrem Abitur studierte Leoni an der Fachhochschule des Mittelstands in Köln Medienkommunikation & Journalismus. In diesem Studium sammelte sie durch Praktika bei der Rheinischen Post und bei Antenne Düsseldorf viele praktische, journalistische Erfahrung. Neben ihres Studiums arbeitete sie als Werkstudentin bei einem Online-Magazin. Bei diesem wurde sie nach ihrem Studium übernommen und arbeitete dort in der Online-Redaktion. Im Mai 2019 wechselte sie dann zu Digital Beat und Gründer.de und arbeitet seitdem dort als Junior-Online-Redakteurin.

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