Darauf solltest du bei der Startup-Gründung unbedingt achten

Startup gründen: Tipps und Tricks für ein erfolgreiches Business

Ein Startup gründen ist furchtbar einfach – zumindest in der Theorie. Du hast eine gute Idee, entwickelst einen Businessplan, und schon kann das Geld verdienen losgehen. In der Praxis sieht es dann aber ganz anders aus: Was einfach schien, wird immer komplexer, bis du schließlich nicht mehr weißt, wo dir der Kopf steht. Viele Startups machen den Fehler, sich schon bei der Startup-Gründung nicht auf das Wesentliche zu konzentrieren, sondern sich in aktuellen Trends zu verzetteln. Am Ende bieten sich beim Startup aufbauen alles ein bisschen an, aber nichts richtig. Damit du diesen Fehler nicht machst, gilt deshalb eine einfache Regel für Startup-Gründer: Streiche restlos alles, was nicht dein Kernangebot ist.

Wie gründe ich ein Startup?

Im folgenden Artikel wollen wir kurz auf die einzelnen Schritte beim Startup gründen eingehen. Wenn du genauere Informationen zu den einzelnen Schritten einer Startup-Gründung haben möchtest, empfehlen wir dir, die dazu passenden Artikel für Startup aufbauen zu lesen, die wir hier für Startup-Gründer hinterlegt haben.

Inhaltsverzeichnis

  1. Startup gründen: Es beginnt mit einer Idee
  2. Ein Geschäftsmodell entwickeln
  3. Das passende Gründerteam finden
  4. Den Markt genau analysieren
  5. Einen Businessplan schreiben
  6. Die Startup Finanzierung
  7. Startup gründen mit dem KISS-Prinzip
  8. Startup-Marketing
  9. Fazit

1. Startup gründen: Es beginnt mit einer Idee

Wenn du ein erfolgreiches Startup gründen möchtest, brauchst du natürlich erstmal eins: eine Geschäftsidee. Viele glauben, dass jede erfolgreiche Geschäftsidee mit einer Art „Geistesblitz“ begonnen hat. Also eine Idee für eine Startup-Gründung, die einem einfach so in den Kopf gekommen ist. Das ist allerdings nur sehr selten der Fall. In den meisten Fällen haben die Gründer bereits vor ihrem eigenen Business in der Branche gearbeitet und sich so lange mit der jeweiligen Idee beschäftigt. Eine Idee kommt also meistens nicht plötzlich, sondern wird beim Startup aufbauen lange ausgearbeitet. Wenn du noch gar keine Idee hast, was für ein Startup du aufbauen sollst, kannst du gerne ein Blick in unseren Artikel „Geschäftsidee finden: Tipps für dein Business 2020“ reinschauen. Wenn du schon eine Idee hast, du aber nicht sicher bist, ob sich damit wirklich eine Startup-Gründung lohnt, hast du vier Möglichkeiten, dies zu checken:

Den Markt bei der Startup-Gründung checken

Als erstes solltest du natürlich überprüfen, ob es deine Idee schon auf dem Markt gibt – sowohl national als auch international. Wenn das der Fall ist, kannst du überlegen, was du mit deiner Idee als Startup-Gründer besser machen möchtest, bzw. wie sich diese von deinen Mitbewerbern abhebt. Wichtig ist also, dass du ein Alleinstellungsmerkmal bei deiner Startup-Gründung hast. Ansonsten wird dein Unternehmen kaum Aufmerksamkeit bekommen, was den Ablauf beim Startup aufbauen erschwert.

Deine Idee vor der Startup-Gründung testen

Du musst nicht erst auf den Markt gehen, um deine Geschäftsidee vor der Startup-Gründung in der Praxis zu testen. Eine Möglichkeit, um vorher herauszufinden, ob deine Idee ankommt, ist in Form einer einfachen Webseite und einer gezielten Online-Marketing-Kampagne. Hier kannst du dein Produkt als Startup-Gründer anpreisen und schauen, wie groß die Rückmeldungen sind. Interessieren sich viele Menschen für dein Produkt, kannst du den Versuch wagen; weiter an der Idee arbeiten und ein Startup gründen.

Kosten vor der Startup-Gründung kalkulieren

Um herauszufinden, ob jemand dein Projekt mitfinanzieren würde, solltest du in jedem Fall eine Kostenkalkulation aufstellen. Sprich, wie viel Startkapital braucht du und wie viele Einnahmen planst du bei der Startup-Gründung zu generieren. Diese Kalkulation ist sehr wichtig und sollte daher gründlich durchgeführt werden. Schließlich willst du herausfinden, ob sich deine Idee als Startup-Gründer auch rentieren würde und du ein lukratives Startup gründen kannst.

Berater bei der Startup-Gründung zur Hilfe holen

Wenn du immer noch unsicher bist und nicht weißt, ob deine Idee zu einem Unternehmen taugt, solltest du dir einen Berater mit ins Boot holen, der Ahnung davon hat. Es gibt viele Startup Berater, die sich in Sachen Businessplan, Finanzierung und Geschäftsmodell bestens auskennen. Mit ihm zusammen kannst du herausfinden, wo die Stärken und Schwächen deines Plans für eine Startup-Gründung liegen und wie sich dein Startup aufbauen lässt.

Businessplan erstellen (Whitepaper)

2. Ein Geschäftsmodell entwickeln

Sobald du eine Idee gefunden hast, die dich begeistert und die du gerne mit einer Startup-Gründung umsetzen willst, geht es darum, diese in einem Geschäftsmodell festzuhalten. Schreibe deine Idee also erstmal in drei bis fünf Sätzen runter. Mehr sollten es nicht sein, da das Geschäftsmodell sonst zu unspezifisch und zu schwer zu erklären sein könnte. Um nun zu überprüfen, ob das Produkt oder die Dienstleistung am Markt Erfolg haben kann, sollte die Idee in einem Konzept festgehalten werden. Das Business Model Canvas kann dir als Startup-Gründer dabei sehr gut helfen. Bei diesem werden neun Schlüsselfaktoren analysiert, visualisiert und so lange weiterentwickelt, bis ein solides Businessmodell entstanden ist. Besonders Stärken und Schwächen sollen hier beim Startup gründen und aufbauen analysiert werden.

10 Ideen für die Selbstständigkeit

Idee 1: Onlineshop

Wenn du schon immer deine eigenen Produkte verkaufen wolltest, kann ein eigener Onlineshop sehr profitabel für dich sein. Entweder kannst du dir eine komplett eigene Plattform mithilfe eines Webseiten-Entwicklers bauen oder du nutzt die Möglichkeiten, die Online-Marktplätze wie Amazon dir bieten. Mit Anbietern wie Amazon sparst du dir den Aufwand der Lagerung und des Versands deiner Produkte. Mit einem eigenen Shop kommt etwas mehr Arbeit auf dich zu, allerdings bist du damit auch komplett unabhängig.

Idee 2: Restaurant, Café oder Laden eröffnen

Das eigene kleine Café, eine eigene Boutique oder das eigene Restaurant – für viele ist es ein Traum, irgendwann mal einen eigenen Laden zu besitzen. Solltest du dir so einen Traum erfüllen wollen, solltest du dir genaue Gedanken über das Konzept und die Lage machen. Denn gerade in Großstädten gibt es viele Konkurrenten die ähnliches vorhaben. Hier brauchst du ein Alleinstellungsmerkmal – etwas, dass die anderen nicht haben. Bei einem Restaurant oder Café wäre das beispielsweise, dass du nur vegane Gerichte anbietest.

Idee 3: Blogger

Auch als Blogger kannst du dich selbstständig machen und Vollzeit an deinem Blog arbeiten. Da es jedoch schon eine Vielzahl an verschiedenen Blogs gibt, musst du dir ein Nischenthema suchen oder dein Blog muss besser sein als die der Konkurrenz. Hast du dir erstmal eine gute Reichweite aufgebaut, gibt es verschiedene Möglichkeiten, wie du mit dem Blog Geld verdienen kannst. Beispielsweise kannst du Werbeanzeigen auf deinem Blog schalten oder mit anderen Unternehmen kooperieren.

Idee 4: Autor

Wenn du besonders kreativer bist und sehr viel Spaß am Schreiben hast, kannst du dich auch als Autor selbstständig machen. Dabei müssen es aber natürlich nicht nur Romane sein: Auch Koch- oder Sachbücher müssen von jemanden geschrieben werden, der Ahnung auf diesem Gebiet hat. Wenn du also über eine gewisse Expertise auf einem Themengebiet verfügst, kann der Job als Autor genau das richtige für dich sein.

Idee 5: Handwerker

Hast du einen handwerklichen Beruf gelernt, wie beispielsweise Maler und Lackierer, solltest du dir jeden Fall Gedanken darüber machen, dich selbstständig zu machen. Denn die Handwerksbranche darf sich schon seit einigen Jahren über eine hervorragende Auftragslage freuen. Das liegt vor allem daran, dass immer weniger Menschen einen Ausbildungsberuf lernen und die Handwerker somit völlig unterbesetzt sind. Eröffnest du also einen eigenen Handwerkbetrieb, kannst du damit richtig gutes Geld verdienen.

Idee 6: Tagesmutter

Um dich als Tagesmutter heutzutage selbstständig zu machen, musst du dich an strenge Richtlinien halten. So brauchst du bestimmte Qualifizierungen, für die du bestimmte Lehrgänge besuchen musst. Zudem müssen bestimmte Räumlichkeiten gegeben sein, die kinderfreundlich eingerichtet sind. Beispielsweise bedeutet das, dass du einen Ruheraum, einen Spielraum und auch eine Küche in deiner Einrichtung brauchst, um die Kinder optimal zu versorgen. Ist das alles gegeben, kannst du dich als Tagesmutter selbstständig machen.

Idee 7: Fotograf

Beschäftigst du dich gerne mit der Fotografie, kannst du dich auch damit sehr gut selbstständig machen. Fotografen werden auch ständig gebraucht. Ein klassisches Beispiel wäre auf Hochzeiten, aber auch auf kleineren örtlichen Veranstaltungen werden immer wieder Fotografen gebraucht. Auch mit dem eigenen Fotostudio kann man viel Geld verdienen, da viele Menschen weiterhin gerne Familienfotos oder ein Freunde- oder Paar-Fotoshooting machen lassen.

Idee 8: Schlüsseldienst

Als Schlüsseldienst kannst du sehr gutes Geld verdienen. Dabei muss dir jedoch bewusst sein, dass das meiste Geld mit dem 24-Stunden-Notdienst gemacht wird. Nachts haben die Menschen am wenigsten Lust dazu, sich den Ersatzschlüssel von Freunden oder der Familie zu besorgen und rufen lieber den Schlüsseldienst. Das heißt also, dass du rund um die Uhr erreichbar sein musst. Hast du damit kein Problem, kann das ebenfalls ein sehr profitables Business sein.

Idee 9: Makler

Als Immobilienmakler hast du die Aufgabe, unbewohnte Immobilienobjekte an potentielle Mieter oder Käufer zu vermitteln. Gerade in Zeiten der Wohnungsnot in Großstädten, kann es sehr profitabel sein, als Makler zu arbeiten. Dabei hast du eine breite Palette an Aufgaben, schließlich musst du die Objekte nicht nur vermitteln, sondern Interessenten auch kompetent beraten und die Objekte verwalten. Aufgaben, für die du kaufmännisches Geschick und Einfühlungsvermögen benötigst.

Idee 10: Personal Trainer

Immer mehr Menschen beschäftigen sich mit gesunder Ernährung und Fitness. Hast du von beiden viel Ahnung, kannst du dich gut als Personal Trainer selbstständig machen. Um als Personal Trainer arbeiten zu dürfen, musst du bestimmte Lizenzen erwerben. Die Fitnesstrainer B-Lizenz ermöglicht dir den Einstieg in den Beruf eines Fitnesstrainers, die Erweiterung auf ein höheres Niveau ist die Fitnesstrainer A-Lizenz. Ergänzend dazu kannst du auch die Ernährungsberater-Ausbildung absolvieren, wenn du deine Kunden umfassend betreuen und sie in Sachen Ernährung beraten willst.

3. Das passende Gründerteam finden

Du wirst bei einer Startup-Gründung nicht alles alleine machen können – und das solltest du auch nicht. Es gibt einfach genug Menschen, die in gewissen Bereichen der Startup-Gründung besser sind als du. Und genau diese solltest du dir als Startup-Gründer mit ins Boot holen. Denn das passende Gründerteam bestimmt den Erfolg deines späteren Unternehmens. Auch für viele Investoren ist das Gründerteam mit das Wichtigste um zu entscheiden, ob sie ein Startup aufbauen und finanzieren sollen.

Bei der Zusammenstellung deines Teams solltest du als Startup-Gründer also darauf achten, dass sich die einzelnen Mitglieder in ihren Fähigkeiten ergänzen. Besonders wichtig ist, dass du einen Techniker, bzw. Programmierer, einen Kaufmann und einen Vertriebler mit an Bord hast oder eben Personen, die diese Fähigkeiten besitzen. Zudem müssen die Mitglieder natürlich auch zwischenmenschlich zueinander passen, damit das Team nicht schon nach kurzer Zeit komplett in sich zusammenbricht, weil sich die einzelnen Leute nicht verstehen. Trotzdem ist es wichtig, dass Geschäftliches und Privates bei der Startup-Gründung deutlich voneinander getrennt sind. Damit eine gewisse Professionalität während des Arbeitens herrschen kann.

4. Den Markt genau analysieren

Um dein Startup erfolgreich gründen zu können, musst du den Markt und vor allem deine Mitbewerber ganz genau kennen. Besonders vor Investoren behaupten viele Gründer, dass sie als Startup-Gründer am Markt einzigartig sind und keine Mitbewerber haben. Das ist ein Satz, den Investoren bei einer Startup-Gründung gar nicht gerne hören. Da er häufig einfach bedeutet, dass die Gründer nicht gründlich genug nachgeforscht haben. Dies ist ein häufiger Grund, weswegen viele beim Startup aufbauen scheitern. Sie werden einfach oft von ihrer Konkurrenz überrollt. Eine Markt- und Konkurrenzanalyse ist deswegen essentiell wichtig.

Bei der Konkurrenzanalyse sammelst du alle verfügbaren Informationen über die Unternehmen, die in dem gleichen Markt wie du unterwegs sind. Diese musst du als Startup-Gründer genau analysieren und die Stärken und Schwächen vor der Startup-Gründung herausstellen. So weißt du genau, worauf du dich vorbereiten musst und was du mit deiner Startup-Gründung besser machen kannst.

5. Einen Businessplan für die Startup-Gründung schreiben

Auch wenn der Businessplan von den meisten Gründern am liebsten vermieden wird, ist dieser trotzdem sehr wichtig, um den genauen Gründungsverlauf festzuhalten und zu planen. Zudem musst du dich so intensiv mit deiner Idee und deinem Unternehmen auseinandersetzen und alle Chancen und Risiken genau einkalkulieren. Der Businessplan ist auch ein Tool, mit dem du in die Zukunft planen kannst. Meistens werden hier auch die Ziele als Startup-Gründer für die nächsten drei Jahre festgelegt. So weißt du genau, worauf du mit deiner Startup-Gründung hinarbeiten kannst.

Der Businessplan ist aber auch wichtig, um potenzielle Investoren und Banken von deiner Geschäftsidee bei der Startup-Gründung zu überzeugen. Schließlich möchten diese wissen, ob sich eine Investition bei einer Startup-Gründung in dein Unternehmen rentiert. Der Aufbau des Businessplans besteht beim Startup gründen aus zehn Punkten:

Wie genau du deinen Businessplan schreibst, kannst du in unserem Artikel „Businessplan erstellen: Die 10 Kapitel zum Erfolg“ nachlesen.

Businessplan erstellen in 10 Schritten

Schritt 1: Idee, Angebot und die Zielgruppe

Im ersten Kapitel gibst du direkt einen ersten Eindruck davon, wie das Konzept deines Unternehmens aussehen soll. Was ist deine Grundidee? Wie kannst du anderen mit deiner Idee helfen und was genau ist dein Ziel? Das solltest du sehr präzise bestimmen und beschreiben können. Darüber hinaus solltest du dir genau überlegen, wer deine Zielgruppe ist und diese ebenfalls konkret definieren. Damit wird es dir im folgenden Kapitel leichter fallen, eine Marktanalyse anzufertigen.

Schritt 2: Markt und Wettbewerb

Hier geht es darum, sich intensiv mit dem Markt und den Mitbewerbern auseinanderzusetzen. Wie groß ist der Markt? Lohnt es sich hier ein Business zu starten? Mache dir bewusst, welche Wettbewerber du hast. Damit du nicht schon zu Beginn des Markteintritts stark mit diesen zu kämpfen hast, solltest du dir überlegen, was du besser machen kannst. Fertige die Analyse so detailliert wie nur möglich an, um perfekt auf deinen Start ins Business vorbereitet zu sein.

Schritt 3; Visionen und Ziele bestimmen

Besonders wichtig für dich als Unternehmer und für dein restliches Team ist es, genau Ziele und Visionen festzulegen, auf die ihr gemeinsam hinarbeiten könnt. Nur wenn du dieses Ziel einmal mit deinem Team oder deinen Gründern festgelegt hast, ist es dir möglich, die darauf abgestimmten Maßnahmen festzulegen. Sie geben dir eine Richtung vor, auf die eine Strategie aufgebaut werden kann.

Schritte 4: Deine Strategie

Auch die Strategie muss sehr gut durchdacht werden. Schließlich musst du mit ihr zu deinen Zielen gelangen. Hier musst du dir vor allem überlegen, welchen Nutzen dein Unternehmen deinen Kunden bringt. Und wie kannst du diesen Nutzen am besten umsetzen? Überlege dir in jedem Fall eine bessere Strategie als deine Mitbewerber und prüfe, was du besser machen kannst als sie. Auch alternative Strategien können sinnvoll sein, da nie gesagt ist, dass die erste Strategie direkt auf Anhieb funktioniert.

Schritt 5: Marketing

Auch die Strategie muss sehr gut durchdacht werden. Schließlich musst du mit ihr zu deinen Zielen gelangen. Hier musst du dir vor allem überlegen, welchen Nutzen dein Unternehmen deinen Kunden bringt. Und wie kannst du diesen Nutzen am besten umsetzen? Überlege dir in jedem Fall eine bessere Strategie als deine Mitbewerber und prüfe, was du besser machen kannst als sie. Auch alternative Strategien können sinnvoll sein, da nie gesagt ist, dass die erste Strategie direkt auf Anhieb funktioniert.

Schritt 6: Rechtsform und Steuern

Ein sehr unbeliebtes, aber trotzdem sehr wichtiges Thema: Die Wahl der Rechtsform und alles rund um die Steuern. Hier schreibst du nieder, für welche Rechtsform du dich entschieden hast, welche Genehmigungen du für dein Unternehmen brauchst, wie dein Unternehmen heißen soll und alles weitere, was in Richtung Buchhaltung geht.

Schritt 7: Gründerteam und Organisation

In diesem Kapitel gibst du an, wie ihr als Firma organisiert seid. Hast du einen Partner? Wer ist alles in deinem Gründerteam? Hier muss ersichtlich werden, wer für was verantwortlich ist, welche Strukturen ihr noch aufbauen wollt, wer schon alles im Unternehmen tätig ist und wer noch dazu kommt. Auch die Meilensteine, die du mit deinem Unternehmen erreichen willst, werden hier eingetragen.

Schritt 8: Finanzen

Die Finanzen bilden den Hauptteil deines Businessplans und müssen sehr genau berechnet und überprüft werden. Hier solltest du dir möglichst keine Fehler erlauben. Wo steht ihr gerade mit eurem Unternehmen, wie viel Kapital benötigt ihr noch und wann ist der Break-Even-Point geplant? – All das sind wichtige Fragen, die in dem Finanz-Teil berücksichtigt werden müssen. Spätestens hier ist es sinnvoll, ein geeignetes Tool zur Hand zu haben, mit dem sich alles leichter ausrechnen lässt.

Schritt 9: SWOT-Analyse

Nach den ganzen Zahlen folgt anschließend die SWOT-Analyse. SWOT steht für Strengths, Weaknesses, Opportunities und Threats. Hier listest du also die Stärken, Schwächen, Stärken und Risiken deines Unternehmens auf und erklärst diese. Im nächsten Schritt müssen dann Maßnahmen getroffen werden, wie mit den Ergebnissen umgegangen wird, damit die Chancen maximiert und die Risiken minimiert werden können.

Executive Summary

Als letztes Kapitel folgt die Executive Summary, eine aussagekräftige Zusammenfassung deines Businessplans. Hier werden nochmal die wichtigsten Punkte deines Businessplans zusammengefasst, um den Investoren und Banken einen guten Überblick über dein Unternehmen zu geben. Erwähne hier also nochmal die wichtigsten Kernaussagen der Geschäftsidee, deines Teams, der Marktanalyse, der Chancen und Risiken und der Finanzierung.

6. Die Startup Finanzierung – Wie gründet man ein Startup?

An Kapital für die eigene Startup Gründung zu kommen, ist einer der schwierigsten Schritte auf dem Weg zum eigenen Unternehmen. Die gängigste Möglichkeit ist es, sich einen Investor mit ins Boot zu holen. Das ist beim Startup aufbauen aber gar nicht mal so einfach. Schließlich hören Investoren nahezu täglich von neuen Geschäftsideen für eine Startup-Gründung, die finanzielle Unterstützung brauchen. Doch das ist bei Weitem nicht die einzige Möglichkeit, um an Startkapital zu bekommen. Beispielsweise bietet die KfW-Bank verschiedene Förderkredite an, die man als Gründer beantragen kann. Darüber hinaus gibt es noch den Gründungszuschuss der speziell für Gründer und Selbstständige gedacht ist, die aus der Arbeitslosigkeit heraus ein Startup gründen. Dieser kann bei der Bundesagentur für Arbeit beantragt werden. Auch durch Crowdfunding und Gründerwettbewerbe kann man als junger Unternehmer an Kapital für sein Unternehmen kommen. Wenn du mehr über die verschiedenen Finanzierungsformen wissen möchtest, kannst du diese in unserem Artikel „Finanzierungsformen: 8 Möglichkeiten für mehr Kapital“ nachlesen.

Online Geld verdienen (eBook)

7. Startup gründen mit dem KISS-Prinzip

KISS ist die eingängige Abkürzung für „Keep it simple, stupid“, zu Deutsch in etwa „Halte es einfach, Dummkopf“. Sie greift ein häufiges Problem auf, in das wir uns alle immer wieder stürzen: Je größer eine Herausforderung ist, desto komplizierter wird unser Lösungsansatz. Und genau deshalb funktionieren diese Lösungen nie. Das Prinzip mit dem einschlägigen Namen sagt also für einen Startup-Gründer aus, dass du für eine Herausforderung eine möglichst einfache Lösung suchen sollst. Denn nur, wenn du durch nichts abgelenkt wirst, kannst du dich mit ganzer Kraft darauf konzentrieren, eine Herausforderung und damit deine Startup Gründung zu meistern.

Weshalb komplex beim Startup gründen nicht gut ist

Wie sieht dein Elevator Pitch aus? Zählst du auf die Frage hin, was genau du machen willst, eine ganze Reihe von Dingen auf? „Ich starte ein Marketing-Unternehmen, kümmere mich um Werbekampagnen, versorge die Social-Media-Präsenzen meiner Kunden, programmiere Apps, coache die Mitarbeiter und helfe meinen Kunden bei ihrer Website-Gestaltung“?
Diese Aufzählung hat zwar die Länge eines guten Elevator Pitches, aber da hören die Gemeinsamkeiten auch schon wieder auf. Denn mit diesem Plan wirst du kein erfolgreiches Startup gründen, sondern dich verzetteln und letztendlich scheitern. Je mehr verschiedene Aufgaben du übernehmen willst, desto oberflächlicher wirst du jede einzelne davon angehen. Und mit Oberflächlichkeit lässt sich kein erfolgreiches Startup aufbauen.

Überschätze nicht deine Kapazitäten

Ein Startup zu gründen, ist keine Kleinigkeit, sondern muss sorgfältig geplant werden. Die ersten Monate und manchmal Jahre kosten viel Zeit und Energie. Es ist nicht ungewöhnlich, wenn Gründer 60 Stunden oder mehr pro Woche arbeiten, um ihr Startup bei der Startup-Gründung zum Laufen zu kriegen.

Das ist natürlich keine Dauerlösung. Ohne Pausen zum Regenerieren rennst du mit einer permanenten Überlastung geradewegs auf einen Burnout zu. Dein mittel- und langfristiges Ziel ist es also, ein gut laufendes Unternehmen aufzubauen, das dich nicht auszehrt.
Beflügelt von der ersten Idee machen aber viele Gründer den Fehler, sich zu viele Aufgaben bei der Startup Gründung zu suchen. Gerade am Anfang ist man noch voller Motivation und merkt gar nicht, wie viel Kraft es kostet, alles auf einmal zu erledigen. Welcher Belastung sie sich damit aussetzen, wenn sie das Startup aufbauen, merken sie oft erst zu spät.

Du musst nicht alles können!

Aber verschenkst du nicht zu viele Aufträge, wenn du dich so stark einschränkst? Schließlich brauchst du Kunden für deine Startup Gründung. Und je mehr du anbietest, desto mehr Kunden sprichst du an.

Dieser Gedankengang ist so nachvollziehbar wie falsch. Denn je mehr du abdecken willst, wenn du ein Startup gründen möchtest, desto unspezifischer wirst du. Du hast weder die Kapazitäten, für jedes einzelne Angebot eine gründliche Strategie zu entwickeln, noch kannst du dauerhaft den Aufwand leisten, alles zu erledigen. Das wissen auch deine möglichen Kunden und, ebenso wichtig, Banken und Investoren.

Deine Kunden werden skeptisch sein, wenn ein Startup erscheint und in Anspruch nimmt, alles leisten zu können. Eine solche Komplettlösung klingt immer zu schön, um wahr zu sein – und am Ende wählen deine Kunden andere Unternehmen mit einem realistischeren Angebot.
Banken und Investoren werden deine Gründung nur finanziell unterstützen, wenn du ihnen einen ausgearbeiteten Businessplan vorlegen kannst. Damit dieser überzeugt, muss er plausibel darlegen, dass du dein Angebot auch tatsächlich leisten kannst. Ein breitgefächertes Angebot, ohne solide Strategie dahinter, wird beim Startup aufbauen kaum überzeugen.

Arbeite mit anderen Experten zusammen

Du hast trotzdem Sorgen, dass du Kunden verlierst, wenn du dich zu sehr einschränkst? Dann finde andere Experten, die das Wissen mitbringen, das dir bei der Startup Gründung fehlt. So kannst du deinen zukünftigen Kunden vermitteln, dass du ein Profi in deinem Bereich bist, aber durch die Zusammenarbeit mit anderen Experten genau zu ihnen passt.

Diese Transparenz schafft Vertrauen. Denn du vermittelst von Beginn an, dass du genau weißt, wo deine Kompetenzen liegen und dort alles für deine Kunden gibst. Auch zu wissen, was man nicht leisten kann, zeichnet einen Experten aus und nur so kannst du erfolgreich ein Startup gründen.

KISS anwenden und erfolgreich sein

In der Theorie ist KISS ziemlich einfach. Du suchst eine Idee aus, welche die Kernkompetenz deiner Startup Gründung ausmachen wird. In diese investierst du deine Energie und so wird dein Unternehmen erfolgreich.

Aber wie gehst du vor, wenn du vor einem großen Stapel guter Ideen stehst und dich entscheiden musst? In diesem Fall stellst du einen mehrstufigen Plan auf:

  1. Du wählst die Idee, die sich am besten umsetzen lässt und am schnellsten so viele Gewinne generiert, dass dein Unternehmen sich trägt. Diese Idee ist die Kernkompetenz deines Unternehmens. Entwickle dabei von Anfang an einen Arbeitsprozess, der dich effizient arbeiten lässt. Denn wenn das Geschäft läuft, musst du Zeit für weitere Projekte haben.
  2. Wenn du dein Startup grundlegend aufbauen konntest, wählst du die nächste Idee und arbeitest sie aus. Da das Kerngeschäft läuft, kannst du ohne Deadline arbeiten und dann ein fertiges Angebot auf den Markt bringen. Teste, wie viele Kapazitäten dir bleiben, wenn dieses neue Angebot angenommen wird.
  3. Wiederhole diesen Schritt und erweitere so das Portfolio deines Unternehmens Stück für Stück. Finde andere Experten und outsource alles, was du nicht selbst erledigen kannst. Du musst für die Startup Gründung nicht selbst Grafiker sein, wenn du gute Grafiker kennst, die mit dir zusammenarbeiten.

KISS in allen Bereichen

In Punkt 1 wird bereits deutlich, dass es nicht nur um deinen Businessplan geht. Viel eher sollen alle Bereiche deines Startups einfach gestaltet sein. Je einfacher ein Arbeitsprozess ist, desto weniger Zeit kostet er. Eine effiziente Arbeitsweise erlaubt dir also, nach und nach mehr Projekte aufzubauen. Bei ein oder zwei Angeboten mag es noch funktionieren, etwas mehr Zeit zu investieren. Aber dann merkst du, dass du dich beim Startup gründen selbst ausbremst. Implementiere also von Beginn an eine schlichte und effiziente Arbeitsweise, um keine Zeit zu verschwenden.

8. Marketingstrategien für das Startup finden

Nur wer auch beim Marketing die richtigen Methoden für die Startup-Gründung auswählt, kann genügend Kunden erreichen und langfristig lukrative Geschäfte abschließen. Ein großer Bereich ist dabei das Online-Marketing und die häufig eingesetzten Maßnahmen Google Ads, Suchmaschinenoptimierung, E-Mail-Marketing und Social-Media-Kampagnen auf den einzelnen Plattformen. Dazu gehört auch das Thema Suchmaschinenoptimierung, um die eigenen Profile und die Website als Startup-Gründer möglichst gut bei Google zu präsentieren. Außerdem sollte jedes Startup im Content-Marketing gut aufgestellt sein und zum Beispiel auf der eigenen Website für sinnvolle und unterhaltsame Inhalte zu sorgen. Auch das klassische Marketing ist ein wichtiges Feld beim Startup gründen, dass durch Geschäftskontakte und Messeauftritte für mehr Reichweite und lukrative Verkäufe sorgen kann.

Fazit: Ganz einfach zum Erfolg beim Startup gründen

Auch große Herausforderungen – und da gehört eine Startup-Gründung zu – brauchen keine komplizierte Lösung. Definiere dein Ziel, und dann streiche alles, was dich davon ablenkt. Statt zu viel auf einmal zu wollen, arbeite das Kernangebot deines Startups heraus und überzeuge damit deine Kunden. Das Angebot erweitern kannst du später schließlich immer noch. Wenn du weitere Unterstützung zum Gründen brauchst, solltest du dir zudem eine Gründerberatung dazu holen. Diese wissen genau, worauf es beim Startup gründen ankommt und können dir individuell weiterhelfen.

Themenseiten

Die besten Artikel & mehr direkt in dein Postfach!




* Ja, ich möchte den Newsletter. Die Einwilligung kann jederzeit im Newsletter widerrufen werden. Datenschutzerklärung.
Das könnte dich auch interessieren ...

Über den Autor

Frauke Bitomsky

Du hast eine Frage oder eine Meinung zum Artikel? Teile sie mit uns!

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.


Sitemap

schliessen



* Ja, ich möchte den Newsletter. Die Einwilligung kann jederzeit im Newsletter widerrufen werden. Datenschutzerklärung.

Die besten Artikel & mehr direkt in dein Postfach!




* Ja, ich möchte den Newsletter. Die Einwilligung kann jederzeit im Newsletter widerrufen werden. Datenschutzerklärung.