Tacho, Licht und Co. optimal verstaut!

Gründer-Geheimnis BeeMyBox: Die Fahrradbox gibt Dieben keine Chance

Wer kennt es nicht: man stellt sein Fahrrad unterwegs nur ungern und wenn, mit mulmigem Gefühl ab. Denn sicher ist: nichts ist sicher – weder Tacho noch Lichter überleben die Straßen der Großstädte voller neugieriger Diebe, die sich die teuren Modelle nur zu gerne direkt vom Rad klauen. Irgendwann war es Aaron Holzhäuer genug. Er entwickelt den Prototypen der BeeMyBox und die Fahrradwelt ist begeistert. Im Gründer-Geheimnis haben wir mit dem Gründer gesprochen, der als Erfinder bereits in jungen Jahren große Erfolge feiern konnte.

Gerade einmal 17 Jahre alt ist Aaron als er vor die Löwen der bekannten Fernsehshow tritt. Dort präsentiert er sein Produkt, die BeeMyBox, ein Schließfach fürs Fahrrad, das so befestigt ist, dass auch die cleversten Diebe sich die Zähne daran ausbeißen. Die BeeMyBox ist an jeder passenden Rahmenstange montierbar und nicht größer als traditionelle Fahrradtaschen. Sie bietet ausreichend Platz für Handy, Geldbeutel, Tacho oder Lichter. Eine Version mit besonderem Deckel verschafft dem Nutzer sogar die Möglichkeit einer Powerbank, die mit Solarzellen betrieben wird. Das Handy auch unterwegs zu laden, ist also kein Problem mehr.

Die Teilnahme an Staffel 12 Folge 1 von DHDL verändert für den Gründer alles. Sein Pitch begeistert alle Löwen, am Ende machen Carsten Maschmeyer, Georg Kofler und Ralf Dümmel den Deal. Sie unterstützen Aaron mit 145.000 Euro und erhalten dafür 40 Prozent des Unternehmens. Der Markteintritt wird mithilfe der Investoren gemeistert und Aarons Produkt ist nach der Ausstrahlung in zahlreichen Filialen auch vor Ort verfügbar. Doch wie fing alles an?

Phase 1 – Ideenfindung

Wie genau entstand die Geschäftsidee für BeeMyBox?

Mein täglicher Schulweg sah so aus: Mit dem Fahrrad zur U-Bahn und dann ein paar Stationen fahren. Doch mit der Zeit wurden die Tage langsam kürzer, und auf einmal gab es ein Problem: Was mache ich mit den Fahrradlampen? In die Hosentasche? Das wird nach einer Weile wirklich unangenehm. In den Rucksack? Der ist dank Schulutensilien schon voll genug. Am Fahrrad lassen? Schön wär’s, denn die Lampen bleiben keine halbe Stunde am Fahrrad. Nachdem mir also zum dritten Mal die Lampen geklaut wurden, habe ich mich entschlossen, eine Lösung für das Problem zu schaffen: Daraus ist dann BeeMyBox entstanden. Eine abschließbare Fahrradbox für Lampen, Schlüssel und was man sonst noch immer dabei hat.

Warum habt ihr euch für den Namen BeeMyBox entschieden?

Mein damaliges Moutainbike war schwarz-gelb. Daher habe ich das erste Modell von BeeMyBox an diese Farben angepasst – eine schwarze Basis und einen gelben Deckel. Diese Farbkombination hat mich sehr an eine Biene erinnert. Deshalb habe ich ein Bienen-Waben-Muster für den Deckel gewählt. Der Name hat sich dann sozusagen Schritt-für-Schritt von selbst entwickelt.

Wie und wann habt ihr erkannt, dass es sich um ein lukratives Geschäftsmodell handelt?

Erkannt, dass BeeMyBox gut bei einigen Fahrradfahrern ankommen könnte, habe ich, als mich sehr viele Fahrradfahrer auf meinen ersten Prototypen angesprochen haben. Mehr Sicherheit habe ich dann nach stundenlangen Touren zu Fahrradläden in ganz Berlin erhalten – beinahe jeder war absolut überzeugt und hat mir dies sogar schriftlich bestätigt.

Phase 2 – Planung

Wie habt ihr euch informiert? Wie habt ihr euch bei der Planung unterstützen lassen?

Das Team der Investoren hat mich mit Ihrer jahrelangen Erfahrung bei der Planung unterstützt und den Markteintritt so vereinfacht.

Wie hast du am Anfang das Team gestaltet?

Meine Empfehlung ist, mit der Suche im Bekanntenkreis zu starten. Besonders in der frühen Gründungsphase ist enorme Flexibilität und Vertrauen von den Angestellten gefordert. Oft kann man dann auch anfangs nicht das höchste Gehalt auszahlen. Bekannte sind da die beste Option.

Phase 3 – Gründung

Wie viel Potenzial besitzt diese Branche, warum sollten angehende Gründer in dem Bereich neue Konzepte entwickeln?

Die Fahrradbranche besitzt meiner Meinung nach ein riesiges und vor allem wachsendes Potential. Fahrräder, neuestens E-Bikes, ersetzen zunehmend umweltschädliche Transportmittel, wie beispielsweise PKWs und unterstützen so den Weg zu einem umweltfreundlichen Dasein. Der Markt wächst seit Jahren und ich persönlich sehe keinen zeitnahen Rückgang.

Gründen wird oftmals als unkompliziert dargestellt, aber wenn ihr zurückblickt: Welche Fehler hast du gemacht?

Oft starte ich früh morgens und arbeite ohne wirkliche Pause bis in den späten Abend. Hat man dann mal Urlaub, kommt man auch nicht wirklich davon ab – immer gibt es irgendetwas zu tun. Man sollte definitiv lernen, Aufgaben auf andere Leute umlagern und sich auch eine Auszeit zu gönnen. Meist arbeitet man mit Auszeit insgesamt effektiver und erreicht mehr, als wenn man ohne durcharbeitet.

Du hast an der TV-Sendung „Die Höhle der Löwen“ teilgenommen, wie kam es dazu und was hat sich seitdem geändert?

Gründe für die Teilnahme an der Gründershow “Die Höhle Der Löwen” waren vor allem das für den Markantritt benötigte Kapital, das Know-How der Investoren und der einmalige Marketingboost. Außerdem habe ich die Show oft privat geschaut und mich gefragt, wie es wohl wäre, selber dort zu stehen. Seit der Ausstrahlung hat sich praktisch alles geändert. Mittlerweile kann man BeeMyBox und einen zusätzlichen Powerbank-Solardeckel seriengefertigt kaufen. In den ersten Monaten nach Ausstrahlung war die Box in tausenden Filialen deutschlandweit verfügbar. Mittlerweile versuche ich mir administrative Aufgaben zunehmend von Angestellten abnehmen zu lassen, damit ich genügend Zeit für wichtige Entscheidungen und Weiterentwicklungen habe.

Phase 4 – Wachstum

Was macht BeeMyBox so besonders?

Unser Alleinstellungsmerkmal ist das grundlegende Produkt bzw. die Produkte. Haben Kunden dieses spezifische Problem, gibt es einfach keine wirkliche Konkurrenz. Das macht uns wirklich einzigartig.

Welche geheimen Tipps kannst du angehenden Gründern geben?

Mein Tipp ist, sich in den schwierigen Phasen nicht herunterziehen zu lassen, sondern sich von “Mini-Meilenstein” zu “Mini-Meilenstein” zu hangeln und so früher oder später den Großen zu erreichen. Das hat mir auf meinem Weg sehr weitergeholfen.

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Über den Autor

Autorenprofil: Luisa Färber

Luisa Färber

Luisa macht seit Februar 2022 ihr Volontariat in der Online-Redaktion von Gründer.de. Hier ist sie immer auf der Suche nach den neusten Startups mit bahnbrechenden Ideen und spannenden Businessmodellen. Ob Nachhaltigkeit, Food oder FinTech – Luisa recherchiert und schreibt über die Unternehmen von morgen! Außerdem ist sie mitverantwortlich für unsere Kooperationen und bringt Gründer.de auch als Marke voran. Ursprünglich kommt sie aus einem kleinen Dorf in Oberfranken und entschied sich nach dem Abitur für ein Studium der Angewandten Medien- und Kommunikationswissenschaft an der Technischen Universität Ilmenau in Thüringen. Nach ihrem Bachelor, in dem sie ihre Leidenschaft für die redaktionelle Arbeit entdeckte, hat es sie nun nach Köln und in die Redaktion von Gründer.de verschlagen.

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