Träume und Ziele festhalten

Vision Board erstellen: So visualisierst du deine Ziele

Deine Vision ist ein von dir definiertes Ziel. Ein Traum, den du verwirklichen möchtest. Diese Vorstellung ist rein subjektiv. Somit können deine Ziele für Andere ohne Bedeutung sein. Es gibt keinen Leitfaden und keine allgemeingültigen Aussagen. Und genau deshalb ist es wichtig, die eigenen Träume zu erkennen und festzuhalten. Der folgende Text zeigt dir, wie du Ziele auf einem Vision Board strukturierst und sich damit deine Erfolgsgeschichte darstellen lässt. 

Wer Visionen hat, der besitzt auch noch die Motivation seine Träume zu verwirklichen. Doch damit diese angestrebten Ziele nicht einfach bloß im Kopf herumschwirren und dann wieder in Vergessenheit geraten, braucht es eine gute Strategie und eine Struktur. Eine praktische Herangehensweise ist deshalb ein Vision Board. Dafür wirst du im Folgenden die Grundlagen für das Layout erfahren und erste Inspirationen für deine Zielcollage erhalten.

Der Sinn deines Vision Boards

Mit einem sogenannten Vision Board, auch Zielcollage genannt, lassen sich Ziele greifbar formulieren und im Blick behalten. Und diese Methode macht Sinn, denn:

  • Du nimmst dir Zeit, deine Ziele einmal auszuformulieren.
  • Du bist gezwungen, dich endlich auf deine Ziele festzulegen.
  • Dann fühlst du dich motivierter, wenn du deine Vision vor Augen hast.
  • Du kannst wichtige Aufgaben, die dich deinen Zielen näherbringen, von unwichtigen Aufgaben besser unterscheiden. So wirfst du Ballast im Arbeitsalltag ab.
  • Du kannst konkrete Maßnahmen deiner Zielcollage ableiten, die du umsetzen wirst, um deine Vorhaben zu erreichen.

Das Layout deines Vision Boards

Das Aussehen eines Vision Boards erinnert dabei an eine Wandzeitung oder eine Collage. Diese gab es zum Beispiel im Schulunterricht, um ein neues Thema oder Problem zu erörtern. Diese pädagogische Erarbeitung funktioniert ausgezeichnet, denn durch die kreative Auseinandersetzung mit einem Gegenstand eröffnen sich völlig neue Ideen und Möglichkeiten.

Genau diesen Denkansatz verfolgt auch ein Vision Board. Denn selbst entwickelte Lösungen prägen sich besser im Gedächtnis ein. Zusätzlich lassen sich die einzelnen Visionen auch durch Bilder, Farben und besondere Anordnungen abgrenzen. Aussagekräftige Bilder findest du beispielsweise in Zeitungen oder Zeitschriften. Dort ist dann beispielsweise ein Auto abgebildet, dass für dich symbolisch für eine geplante Reise stehen kann. Oder eine Werbung für einen Tee kannst du als Symbol für mehr Entspannung nutzen. Das fertige Vision Board erregt so immer wieder deine Aufmerksamkeit. Generell kann jedes Stück Papier oder Pappe dein Vision Board sein. Auch eine Pinnwand oder eine komplette Wand lassen sich so kreativ als Zielcollage gestalten.

Ziele für dein Vision Board

Da Visionen immer subjektive Empfindungen sind, gibt es keine allgemein gültigen Vorgaben für bestimmte Ziele. Deshalb macht es Sinn, sich vor dem Vision Board mit der momentanen Situation zu beschäftigen. Mit den folgenden Fragen lassen sich konkrete Ziele finden:

  • Wie sieht deine aktuelle Situation aus? In den Themenbereichen Finanzen, Hobbys, Beziehung, Familie, Zeit für dich und Sexualität 
  • Was macht dich unzufrieden?
  • Wovor hast du Angst?
  • Wenn du dich in 5 Jahren vorstellst, was möchtest du bis dahin persönlich und beruflich erreicht haben?
  • In welchem Bereich könntest du dich verbessern?
  • Worin liegen deine Stärken?
  • Wo liegen deine Schwächen?
  • Was wolltest du immer ausprobieren, hast dich aber bisher nicht getraut?

Während du dir über diese Fragen klar wirst, stellst du Schritt für Schritt fest, wie dein zukünftiger Weg aussehen soll und deine Ziele greifbarer werden. Zusätzlich lohnt es sich auch, eine konkrete Zeitspanne festzulegen, in der du die Ziele erreichen möchtest. Möglich ist alles, von ein paar Tagen bis zu einigen Monaten. Generell empfiehlt es sich, die Zeitspannen optisch abzugrenzen und so auch die kleinen Erfolge bei deiner Zielcollage direkt festzustellen.

Analoge und digitale Ratgeber für dein Vision Board

Die Erstellung eines Vision Boards ist längst kein kurzer Trend mehr. Deshalb existieren hierzu auch zahlreiche Ratgeber und Bücher. Auch Apps setzen mittlerweile auf eine digitale Umsetzung. Bei den analogen Ratgebern hat sich besonders eine Form als wertvolle Hilfe erwiesen: die sogenannte OKR-Methode.

Die OKR-Methode für dein Vision Board

Die Objectives and Key Results-Methode wird sogar von großen Firmen, wie beispielsweise Google, angewendet und von Autor John Doerr zum ersten Mal besonders ausführlich beschrieben. In seinem Buch OKR: Objectives & Key Results: Wie Sie Ziele, auf die es wirklich ankommt, entwickeln, messen und umsetzen erklärt er das Grundprinzip und den Ablauf. Denn prinzipiell kommt es darauf an, maximal fünf konkrete Ziele festzulegen, die du bis zu einem bestimmten Zeitpunkt erreicht haben möchtest.

Auf deinem Vision Board bringst du deine Ziele zum Beispiel im oberen Abschnitt an – in Kombination mit einem griffigen Bild, das dein Ziel visualisiert. Ausgehend von diesen Zielen kannst du darunter Maßnahmen festhalten, die dich näher zum Ziel hinführen werden. Dieses Prinzip passt zu kleinen persönlichen Maßnahmen, aber auch im eigenen Unternehmen. Der Vorteil der OKR-Methode liegt darin, dass man sich aufs Wesentliche konzentriert. Auf einem Vision Board verewigt wird die Methode dich immer daran erinnern, was du erreichen möchtest und was du noch dafür in Angriff nehmen solltest. Nach der festgesetzten Zeitspanne setzt du dich erneut mit dem Board auseinander und schaust, welche Ziele du erreichen konntest und welche vielleicht nicht.

Apps für dein Vision Board

Wenn du kein Papier zur Hand hast oder generell einfach lieber alles auf dem Smartphone speichern möchtest, bieten sich Apps als Unterstützung an. Bekannte kostenlose Vertreter sind VISUAPP, My Vision Board oder AIM Vision Board. Es lassen sich viele kleine bunte Fotos und Symbole mit Texten kombinieren, dazu gibt es Tipps zum Aufbau eines Vision Boards und Erinnerungen zu bestehenden Zielen. Die Apps lassen sich leicht bedienen und sind gut verständlich aufgebaut. Allerdings sind sie bisher nur in einer englischen Sprachausgabe verfügbar. 

Anleitung für dein Vision Board

Nun hast du schon einen ersten Einstieg erhalten und den grundlegenden Aufbau eines Vision Boards kennengelernt. Mit den folgenden kleinen Hinweisen fällt der Umgang mit der Zielcollage noch leichter, damit du dich voll und ganz auf deine Visionen fokussieren kannst. 

Auch Erfolge festhalten

Manchmal sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht. Dann hast du dein Ziel schon erreicht oder einen großen Schritt gemacht. Doch dein Vision Board zeigt nur die vielen noch vorhandenen Themen. Deshalb ist es wichtig, alle noch so kleinen Erfolge zu notieren. Gerne auch mit einem Rotstift oder Ausrufezeichen. So steigerst du deine Motivation und zeigst dir selbst, dass du auf dem richtigen Weg bist.

Kein Stress oder Druck

Ein Vision Board ist kein Druckmittel oder eine Deadline vom Chef. Du entscheidest selbst, wann du deine Ziele erreichen möchtest und Selbstreflexion kann auch anstrengend sein. Deshalb sind Pausen wichtig, in denen du entspannen und dich auf weitere Herausforderungen freuen kannst. 

Ignoriere deinen inneren Kritiker

Dein Vision Board zeigen deine Träume und Sehnsüchte. Und dabei gibt es keine Grenzen. Denn keine Vision ist zu verrückt oder ein Ziel zu unvernünftig. Lass deinen Gedanken freien Lauf und erlaube dir selbst absolute Freiheit. Nur so kannst du dich auf eigene Ziele komplett fokussieren und die Meinungen anderer ausblenden.

Veränderungen zulassen

Das perfekte Board gibt es nicht und Ziele können sich innerhalb kürzester Zeit verändern. Doch das ist kein Problem. Neue Bilder oder Zeichnungen lassen sich flexibel auf dem Board ergänzen, Visionen kommen neu dazu und andere fallen weg. Deshalb ist es sinnvoll, das Vision Board immer wieder neu zu überarbeiten. Damit lassen sich die eigenen Ansprüche der Zielcollage neu sortieren und mit weiteren Abbildungen versehen.

Fazit

Die Grundlagen sind bekannt, jetzt beginnt auf deinem Vision Board deine Erfolgsgeschichte. Lass deinen Gedanken und deiner Kreativität freien Lauf. Es gibt kein richtig oder falsch, bei deiner Zielcollage ist alles erlaubt. Du wirst merken, dass du deine Ziele dadurch besser vor Augen hast und sich kleine Erfolge größer feiern lassen.

Über den Autor

Autorenprofil: Insa Schoppe

Insa Schoppe

Direkt nach dem Abitur entschied sich Insa für ein „Multimedia Production“-Studium in Kiel, danach folgten praktische Erfahrungen in einer Fernsehproduktionsfirma. Anschließend startete sie ein Volontariat in der Redaktion eines Radiounternehmens und wurde als Redakteurin übernommen. Zu ihren Aufgaben gehörten neben der Recherche und Texterstellung auch tägliche Nachrichten sowie die Verantwortung für mehrere Magazine. Im März 2020 wechselte Insa von der Radio-Redaktion in die Online-Redaktion von Gründer.de und unterstützt seitdem das Team als Junior-Online-Redakteurin.

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