Autowerbung

Mit Autowerbung Geld zu verdienen klingt für viele zu schön, um wahr zu sein. Es werden einige Aufkleber auf das eigene Auto angebracht und schon klingelt es jeden Monat in der Haushaltskasse. Tatsächlich klingt das Ganze nicht nur zu schön um wahr zu sein, sondern funktioniert in der Praxis ganz anders. Wenn du mit deinem eigenen Auto etwas Geld dazuverdienen möchtest, musst du etwas mehr machen. Wir haben uns die Möglichkeiten der Autowerbung angeschaut und möchten sie mit dir teilen.

Das eigene Auto als Werbefläche nutzen

Der Gedanke ist ganz einfach: Ein Unternehmen möchte von vielen Menschen gesehen und gekannt werden. Autos bewegen sich in Städten auf öffentlichen Straßen, auf Autobahnen, stehen im Stadtzentrum, vor Einkaufszentren und erreichen somit sehr viele Blicke. An all diesen Orten wird das Unternehmen präsent gemacht, denn das „Werbeauto“ bewegt sich in der Regel häufig und überall. Somit könnte eine solche freibewegende Werbung für ein Unternehmen recht vorteilhaft sein? Doch spielt sich das in der Praxis genauso ab?

Die Werbekosten im Überblick

Diese Art von Werbung bringt ein Problem mit sich: Sie erreicht nicht immer die richtige Zielgruppe, denn sie wird ungezielt eingesetzt. Es gibt keine Steuerungsmöglichkeit, wer die Werbung sehen soll und wer nicht. Dementsprechend sehen sehr viele Menschen die Werbung und gehören gleichzeitig nicht zu der Zielgruppe des Unternehmens. Mithilfe von Autowerbung wird eine gewisse Sichtbarkeit des Unternehmens erreicht.

Als Vergleich sollte man die Sichtbarkeit im Internet anschauen. Hier bezahlen Unternehmen für ungefähr 10.000 Einbindungen gerade einmal zwischen 10 und 15 Euro. Für das Geld spricht ein Unternehmen 10.000 Personen an und somit liegt die Wahrscheinlichkeit deutlich höher, dass einige Menschen zu Kunden generiert werden. Außerdem lässt sich die Internetwerbung steuern und direkt den Menschen anzeigen, die zur Zielgruppe gehören.

Folglich ist die Autowerbung für Werbetreibende weniger attraktiv, weil sie schlecht sichtbar ist und sich nicht direkt an die Zielgruppe wendet. Abgesehen davon ist die Autowerbung vergleichsweise teurer als zum Beispiel Internetwerbung. Für den Unternehmer fallen außerdem monatliche Kosten für die Aufkleber sowie das Anbringen der Aufkleber an das Fahrzeug. Darüber hinaus lässt es sich mit keiner Sicherheit sagen, wie viele Personen die Werbeanzeige an dem Auto überhaupt sehen. Schließlich könnte das Kraftfahrzeug ganzen Monat oder länger in der Garage stehen und nicht benutzt werden.

Aus diesem Grund findest du als Autofahrer nur wenige gute Angebote in diesem Werbebereich. Das ist auch der Grund, weshalb du immer weniger beklebte Privatfahrzeuge auf den deutschen Straßen siehst. Wenn die Autowerbung gut funktionieren würde, würdest du sicherlich sehr viele Privatfahrzeuge sehen, die komplett mit Werbung übersät sind.

Die smarte Smart-Werbung

Einige Unternehmen riefen die Idee ins Leben, Leihfahrzeuge als Werbeträger zu nutzen und sie mit Werbung zu bekleben. Der Smart ist ein kleiner Stadtflitzer, der als Werbefläche für einen Euro pro Tag zu mieten ist. Für die Werbetreibenden ist dieser Preis mehr als angemessen und fair. Die Unternehmen beklebten die Fahrzeuge mit Werbung und legten eine gewisse Anzahl an Kilometern in der Stadt zurück, damit die fahrende Werbefläche auch tatsächlich bewegt wird und noch mehr Sichtweite erreicht. Allerdings zeigte sich schnell, dass nur wenige Werbetreibende bereit waren, ihre Werbung auf den kleinen Stadtfahrzeugen zu platzieren. Aus diesem Grund scheiterten auch die meisten dieser findigen Unternehmen mit ihrem Smart-Konzept. An dieser Stelle wird die Problematik der Autowerbung recht deutlich sichtbar.

Die Vermittlungsplattformen

Die Vermittlungsplattformen sind für ihre hohe Gebühren und für die großen Versprechungen bekannt. Es werden sogar Gebühren für die Eintragung in die Datenbank verlangt. Allerdings geben solche Vermittlungsplattformen keinerlei Garantien, dass du Werbung auf dein Auto bekommst und damit garantiert Geld verdienst. Daher solltest du im Zweifelsfall immer gründlich überlegen, ob du dein Geld investieren möchtest (Gebühren) und das Risiko vermittelt oder nicht vermittelt zu werden eingehen willst.

Das direkte Gespräch mit einem Unternehmer suchen

Es macht Sinn, das direkte Gespräch mit einem Unternehmer zu suchen, wenn du viel mit deinem Privatauto unterwegs bist und das Fahrzeug häufig an gutbesuchten Orten stehen lässt. Vermutlich werden große und bereits bekannte Unternehmen wenig Interesse an einer solchen Zusammenarbeit haben. Allerdings könnten sich Startups als Werbetreibende dazu eignen, denn sie genießen eine breite Zielgruppe und möchten ihr Produkt oder Konzept, so vielen Menschen wie möglich bekannt machen.

Strebst du eine solche Zusammenarbeit an, ist es empfehlenswert ein Fahrtenbuch zu führen und dem Unternehmen vorzulegen. Außerdem sollten im Fahrtenbuch alle Abstellplätze angegeben sein, damit der Unternehmer sehen kann, ob es sich lohnt mit dir zusammenzuarbeiten oder nicht. Schließlich möchte ein Unternehmen, dass dein Fahrzeug mit ihrer Werbung eine große Reichweite genießt. Dazu ist es nötig, dass dein Auto oftmals im Stadtzentrum unterwegs ist oder an großen Parkflächen aufgestellt wird. Wer wir über die Vergütung sprechen, sollte diese zwischen 20 und 300 Euro im Monat liegen. Das kommt auf das Bewegungsmuster sowie die Größe deines Fahrzeugs und der Größe der allgemeinen Werbefläche.

Hast du dich mit dem Unternehmen geeinigt, sollte ein Vertrag erstellt werden, der alle relevanten Informationen wie: Vergütung, Fahrstrecke, Abstellplätze und monatlich gefahrene Mindestkilometer enthalten. Ferner musst du die enthaltenen Einnahmen versteuern und folglich müssen die Werbeeinnahmen in die Steuererklärung mit einfließen.

Autowerbung für die Autohändler

Hast du dich entschlossen ein neues Fahrzeug zu kaufen, so könntest du mit dem Autohändler verhandeln, ob der Preis des Fahrzeugs nicht gesenkt wird, wenn du ein Firmenlogo oder einen Werbeaufkleber des Händlers auf dein neues Fahrzeug anbringst. Dabei eignet man sich auf eine gewisse Zeit (z. B. 1 Jahr) und hält das schriftlich im Kaufvertrag fest. Somit könnte der Händler 1.000 bis 3.000 Euro von dem Kaufpreis des neuen Autos senken. Zwar verdienst du kein echtes Geld, sparst aber bei der Neuanschaffung des Fahrzeugs einige Euros.

Fazit

In der Praxis ist es schwierig, mit Autowerbung Geld zu verdienen. Häufig wirst du daran scheitern, einen seriösen Werbetreibenden zu finden, der auch bereits ist, gutes Geld für die angebrachte Werbung zu zahlen. Bei kleineren Unternehmen solltest du dein Glück versuchen, denn hier ist die Chance deutlich höher, einen Werbetreibenden zu finden. Bei einem Autohändler könntest du um einen Preisnachlass beim Kauf des neuen oder gebrauchten Autos bitten, wenn du die Werbung auf das neue Auto anbringst. Wenn du ernsthaft überlegst, mit deinem eigenen Auto etwas Geld zu verdienen, empfehlen wir Pendlern eine Mitfahrgelegenheit für eine attraktive Bezahlung anzubieten. Das ist eine gute Möglichkeit um zwischendurch etwas Geld mit dem Privatauto zu verdienen.

Jetzt das Gratis-Ebook "Dein digitales Business" anfordern:
Ich erkläre mich damit einverstanden, dass meine Daten zu Versandzwecken verarbeitet werden und ich weitere Informationen per e-Mail erhalten werde. Lies dazu hier bitte unsere Datenschutzerklärung.