Die Büros sind immer weniger besetzt. So zeigt es eine Studie von combine Consulting. Die international tätige Unternehmensberatung für Workplace-Management misst bereits seit 2013 die Auslastung der deutschen Büros. In einer aktuellen Messung zeigt sich, dass die durchschnittliche Büroauslastung über die letzten Jahre stark gesunken ist. Ergo: Es kommen immer weniger Mitarbeiter ins Büro, sondern bleiben im Homeoffice. Die Ergebnisse stellen wir dir in diesem Artikel vor.
Mitarbeiter seltener im Büro: So gering ist die Auslastung inzwischen
Bedingt durch die Corona-Pandemie, die damit verbundenen Lockdowns – und zeitweise sogar die Homeoffice-Pflicht – ist es nicht verwunderlich, dass die Büroauslastung in den letzten Jahren extrem gering war. Seit dem Auslaufen der letzten Maßnahmen zur Corona-Schutzverordnung im Frühjahr dieses Jahres zeigt sich aber: Mitarbeiter gehen seltener ins Büro als vor der Pandemie. Im Durchschnitt, so die Studie, wurden selbst in Hochzeiten nur Auslastungsquoten von 40 Prozent in Büros gemessen. Zum Vergleich: 2017 waren die Büros im Schnitt noch zu 59,1 Prozent ausgelastet. Im Zuge der Pandemie sank dieser Wert zum Teil unter die 20-Prozent-Marke, vergangenes Jahr lag er bei 25,2 Prozent.
Die Werte aus Prä-Pandemie-Zeiten liegen aktuell aber in weiter Ferne. Dazu Hendrik Grempe, Geschäftsführer von combine Consulting, in der Mitteilung des Unternehmens: „Corona stellt für uns alle eine klare Zäsur dar, in der Art wie und wo wir arbeiten. […] Homeoffice wurde für viele zur Realität und zeigte, dass Büroarbeit oftmals gut hybrid geleistet werden kann, sodass die Auslastungsquoten der Büroarbeitsflächen aktuell selbst an stark frequentierten Tagen 50 Prozent selten übertreffen.“
Das sind die beliebtesten Homeoffice-Tage
Ein Trend, der sich auch erst seit diesem Jahr so stark herauskristallisiert, ist die Wahl der Homeoffice-Tage. So zeigt die Messung an, dass vor allem Montag und Freitag besonders beliebt sind, um aus den eigenen vier Wänden zu arbeiten. Am ehesten sind Mitarbeiter dazwischen im Büro. Interessant dabei: Im Vorjahr ließ sich zwischen Montag und den drei Folgetagen noch kein so signifikanter Unterschied erkennen. Ebenfalls gesunken ist die Auslastung in Besprechungsräumen. In den Zeiten vor Corona wiesen diese im Durchschnitt eine Auslastung von rund 40 Prozent auf. Vergangenes Jahr waren es hingegen lediglich 7 Prozent.
Weniger Mitarbeiter im Büro: Was bedeutet das für Unternehmen?
Können Unternehmen durch weniger Mitarbeiter im Büro also ihre Fläche entsprechend reduzieren und dadurch Kosten sparen? Ganz so einfach ist es nicht. „Das tatsächliche Einsparungspotenzial an Büroflächen zu ermitteln ist ein komplexer Prozess, der tiefere Einblicke in die tatsächliche Arbeitswelt der Angestellten bedarf“, erklärt combine-Consulting-Chef Grempe. „Man kann also nicht einfach eins zu eins Flächen abbauen. Vielmehr müssen die Flächen an das hybride Arbeiten angepasst werden. Die moderne Arbeitswelt ist geprägt von Video-Calls und Telefonkonferenzen. Damit diese ungestört ausgeführt werden können, müssen in Büros kleinere Besprechungsräume bereitgestellt werden, in die sich Arbeitende zurückziehen und ohne Umgebungsgeräusche telefonieren bzw. Videokonferenzen führen können.“ Gerade bei längeren Konferenzen von ein oder zwei Stunden müssten solche Räume neben der nötigen Ruhe außerdem entsprechenden Komfort bieten.
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Andreas Fricke