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Büro-Pflicht oder hybride Modelle – das sollten jetzt Arbeitgeber wissen

Ende der Homeoffice-Pflicht: Das müssen Arbeitgeber wissen

Der 20. März 2022 ist das Ende der Homeoffice-Pflicht. Bislang galten die Regelungen der Corona-Bestimmungen. So waren Arbeitgeber verpflichtet, ihren Mitarbeitern die Homeoffice-Arbeit zu ermöglichen, insofern es die Tätigkeit und die Arbeitsbedingungen erlaubten. Das soll sich jetzt ändern. Die von Bund und Ländern angekündigten Lockerungen beinhalten ebenfalls die Abschaffung der Homeoffice-Pflicht. Was das für Arbeitgeber bedeutet und welche Entwicklungen dahingehend zu erwarten sind, haben wir für dich gesammelt.

Bisher lag die Entscheidungsmacht zwischen Homeoffice und Schreibtisch im Büro oft in den Händen der Arbeitnehmer. Es war die Pflicht des Arbeitgebers, wenn möglich, das Arbeiten von zu Hause zu ermöglichen. Mit dem 20. März 2022 ist das Vergangenheit. Nach über vier Monaten wird die Homeoffice-Pflicht nun abgeschafft. Doch was bedeutet das Ende der Homeoffice-Pflicht für Unternehmer und welche Rechte haben sie gegenüber ihren Mitarbeitern?

Das Ende der Homeoffice-Pflicht wird zur Homeoffice-Möglichkeit

Viele Arbeitnehmer haben sich bereits an die Arbeit im Homeoffice gewöhnt. So veröffentlicht die Kaufmännische Krankenkasse die Ergebnisse einer Umfrage unter 1.000 Befragten. Demnach haben ca. 61 Prozent überwiegend positive Erfahrungen im Homeoffice gemacht. Nur ein Fünftel gibt an negative Erfahrungen gemacht zu haben. Der größte Vorteil ist für ca. 70 Prozent die bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf im Homeoffice-Modell. Gesundheitlich hält sich in der Umfrage die Waage zwischen denjenigen, denen es im Homeoffice schlechter und denjenigen, denen es besser geht.

Um als Arbeitgeber den Bedürfnissen der Mitarbeiter gerecht zu werden, scheint es also sinnvoll, die Möglichkeit zur Homeoffice-Arbeit weiter anzubieten. Das ist insbesondere dann relevant, wenn es dem Infektionsschutz dient und dem keine anderen Einschränkungen im Weg stehen. Zwei Drittel der Arbeitgeber wollen nach der Pandemie jedoch wieder in die Arbeitsmodelle von der Zeit vor Corona.

Die Stimmung der Verbände und Gewerkschaften

Reiner Hoffmann, Chef des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) empfindet klare Regeln als elementar. Homeoffice sei außerdem ein wichtiger Bestandteil des betrieblichen Infektionsschutzes. Er fordert, dass das Homeoffice in Zukunft leichter ermöglicht werden soll.

Auch die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände unterstützt die Fortführung der Möglichkeit auf Homeoffice. Allerdings sehen sie von einem „stumpfen Anspruch auf Homeoffice“ ab. Sie sind klar gegen die Fortführung dieser strikten Homeoffice-Pflicht. Steffen Kampeter spricht hier von hybriden Modellen und flexibler Arbeitszeit.

Eine Zukunft mit neuen Arbeitsmodellen

Auf Politikebene spielt das Ende der Homeoffice-Pflicht eine große Rolle. So spricht Arbeitsminister Hubertus Heil gegenüber den Zeitungen der Funke-Mediengruppe, dass Konsequenzen aus den Entwicklungen in der Pandemie gezogen werden müssen. Seinen Pläne nach sollen Arbeitgeber zukünftig die Arbeit von zu Hause ermöglichen müssen, sofern keine betrieblichen Faktoren im Wege stehen. Arbeitnehmer sollen dies in Zukunft mit ihrem Vorgesetzten besprechen können. Linke-Chefin Susanne Hennig-Wellsow betont, dass insbesondere Menschen mit erhöhtem Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf dieses Recht eingeräumt werden soll. Eine gesetzliche Regelung nach dem Ende der Homeoffice-Pflicht steht allerdings noch aus.

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