Onlinesupermarkt und Lebensmittel

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Der Internethandel boomt. Kaum ein Wirtschaftssektor wächst so schnell und so nachhaltig, wie der Verkauf von Waren über das Internet. Das digitale Zeitalter verändert das Kaufverhalten der Kunden. Die Gründe dafür liegen auf der Hand – Online bestellen bringt viele Vorteile. Gute Übersicht über das Warenangebot, schnelle Preisvergleiche, und was wichtig ist, der Einkauf wird meist an der Tür abgeliefert.

Bequem und schnell, das überzeugt.

Der Handelsverband Deutschland (HDE) schätzt für das laufende Jahr 2016 ein Umsatzvolumen im Internet von 44 Milliarden Euro. Hier handelt es sich wieder eine neue Bestmarke. Gegenüber dem Vorjahr ist das Wachstum zweistellig und erreicht stolze 11 Prozent.

Es zeigt sich dabei aber auch ein Grundkonflikt.

Diese Entwicklung geht zu Lasten des Einzelhandels vor Ort. Im Nonfood-Sektor wird das sehr deutlich. Im Jahre 2015 wuchs der Online-Umsatz um neun Prozent. Nicht so der stationäre Handel. Dieser hatte ein sehr bescheidenes Plus von 0,2 Prozent.
Das sieht beim Lebensmittelhandel in allen Belangen deutlich bescheidener aus. Der Online-Anteil ist immer noch verschwindend gering. Ganze 1,6 Prozent des gigantischen Internethandels, werden mit Lebensmittel erzielt. Entsprechend gering ist auch der Online-Marktanteil innerhalb der Lebensmittelbranche. Er lag im Jahr 2015 bei unbedeutenden 0,8 Prozent. Allerdings zeigt ein zweiter Blick, dass auch hier die Entwicklung nur eine Richtung kennt. Wenn auch auf kleinem Niveau, ist der Marktanteil über Internet damit um fast 25 Prozent gestiegen. Für Lebensmittel wächst der Onlineanteil also durchaus deutlich.
Für die etwas andere Entwicklung des e-Commerce in der Lebensmittelbranche, gibt es natürlich Gründe.

Lebensmittel – Eine sensible Produktgruppe

Gegenüber Lebensmitteln haben Kunden zunächst ein anderes Kaufverhalten. Qualität spielt die entscheidende Rolle und die möchte der Kunde persönlich prüfen. Die Kaufentscheidung funktioniert stark über die Sinne, die Ware in Augenschein nehmen und anfassen, sind gängige Verhaltensmuster.
Der Handel hat daher eine schwierige Aufgabe. Er muss sich den vorhandenen Kundenbedürfnissen anpassen und sie zugleich allmählich verändern. Auf dieses schwierige Umfeld haben sich die e-Commerce Anbieter für Lebensmittel aber immer besser eingestellt.

Ganz vorne stehen strenge Qualitätskontrollen bei der Auslieferung der Ware, kundenfreundliche Kulanzregelungen und schnelle und zuverlässige Lieferungen an die Haustür. Daneben werden gezielt Stammkunden aufgebaut. Dies geschieht zum einen durch Produktspezialisierung. Dazu zählen nicht nur Bio-Produkte, sondern auch der regionale Bezug der Waren sowie die Konzentration auf eine bestimmte Warengruppe. Letzteres ist, nicht nur, aber insbesondere, ein weites Feld für Startups, die ohne ortsgebundene Läden nur online agieren. Aus ihren Reihen kommen öfters Produktspezialisten, die sich einem konkreten Lebensmittel gewidmet haben. Das wird dann in der weltweit möglichen Breite und Qualität eingekauft und angeboten.
Zudem sollen Singles gezielter als Onlinekunden gewonnen werden. Diese sind eine numerisch kaufstarke Gruppe und haben einen nicht geringen Anteil an Jugendlichen, für die digitale Medien zum Lebensalltag gehören. Dank kleinerer Bestellmengen sollen sie an den Onlinebezug des sensiblen Produkts Lebensmittel herangeführt und von dieser Art Einkauf überzeugt werden.

Lebensmittel Online – Ein spannendes Wachstumsfeld

Es geht um einen großen Markt. 2015 kam der Lebensmittelhandel in Deutschland auf einen Umsatz von 191 Milliarden Euro. Dabei bestimmen fünf große Handelsketten das Marktgeschehen. Sie haben mit 75 Prozent Marktanteil eine dominierende Stellung im Lebensmittelhandel. Das zeigt sich insbesondere beim Wareneinkauf, denn die Lebensmittelhersteller sind mehrheitlich klein und mittelständisch aufgestellt. Der Preiskampf im Einzelhandel fällt ihnen auf die Füße. Langfristig ist e-Commerce daher auch eine Chance für ein Aufbrechen verkrusteter und obsoleter Wettbewerbsbedingungen.

Grundsätzlich wird der Onlinehandel mit Lebensmittel über zwei Schienen bedient. Zum einen haben die großen Discounter ihre Produkte auch in das Internet gestellt. Dies geschieht nicht komplett, ist aber dennoch sehr umfangreich. Die vorhandene Logistik wird genutzt und um einen neuen Service erweitert: der Lieferung frei Haus.

Die zweite Schiene sind Onlinehändler, die ausschließlich im Internet anbieten. Sie haben keine eigenen Läden und drängen ohne einen stationären Verkauf in den Markt. Um dort zu bestehen müssen sie innovativ und extrem serviceorientiert sein. Im Preiskampf haben sie gegen die großen Discounter wenige Chancen. Das ist auch nicht wirklich das Problem. Untersuchungen zeigen, dass ein Preiskampf im Onlinehandel nicht zwingend das Erfolgsgeheimnis ist. Vertrauen in die Leistung des Onlineanbieters und vor allem die Qualität seiner Produkte, ist dem Kunden deutlich wichtiger. Leistung heißt hier Service und Serviceideen. Auf dem Gebiet punkten insbesondere die Onlinehändler, die mit eigenen Konzepten als Markteinsteiger fungieren. Startups können nur über Serviceleistungen bestehen, die der Kunde nachhaltig durch Kauf bestätigt. Insofern entsteht im Lebensmittelhandel ein neues Wettbewerbsfeld. Wenn auch auf kleinem Umsatzniveau, werden den Handelsriesen erste Marktanteile abgerungen. Das wird langfristig zu deutlich mehr Bewegung im Wettbewerb führen. Die Onlineeinsteiger in den Lebensmittelhandel sind dabei bezüglich ihrer Sortimente, durchaus breit aufgestellt. Ein Anbieter wie allyouneedfresh.de bietet über 20.000 Artikel in seinem Sortiment. Durch Kooperation mit starken Logistikern – Allyouneed Fresh gehört sogar zur Deutschen Post – gibt es auch keine Probleme bei der Kundenbelieferung. Das Sortiment kann schnell und zuverlässig an die Haustür geliefert werden.

e-Commerce und Lebensmittel

Beispiel: allyouneedfresh.de (Screenshot)

Es bleibt aber zu beachten, dass der Onlinehandel mit Lebensmittel noch einen langen Weg vor sich hat. Bei einem Jahresumsatz von unter einer Milliarde spielt die Musik im Lebensmittelhandel immer noch im Verkaufsladen.
Auf der anderen Seite hat der Onlinehandel Vorteile, die immer mehr Kunden überzeugen und binden werden.

Online Lebensmittel bestellen – Vorteile beim e-Commerce

Der virtuelle Großmarkt bietet eine Reihe von eigenen Vorteilen, eine wichtige Säule für den zu erwartenden stetig wachsenden Marktanteil.
Ganz grundsätzlich bietet der Onlineeinkauf Bequemlichkeit. Für wen Parkplatzsuche, Kassenschlangen oder Tüten schleppen Einkaufsstress ist, der hat mit e-Commerce die richtige Alternative.
Es werden aber auch Kundengruppen angesprochen, für die der Lebensmitteleinkauf über e-Commerce ein Problem löst. Das sind beispielsweise Personen mit eingeschränkten Zeitressourcen. Sie gewinnen mit dem Einkauf über Smartphone oder Tablet das, was ihnen wichtig ist, Zeit und sie sichern ihre unabhängige Mobilität. Sie können Einkaufen von wo sie wollen. Das betrifft nicht nur den aufstrebenden Jungmanager, das betrifft die große Schar der Arbeitstätigen oder Alleinerziehenden, ebenso. Auch das Tüten schleppen kann ein Problem sein. Rentner, Schwangere oder Mütter, aber auch Großfamilien, wissen um den Vorteil, davon entlastet zu werden.
Dabei wird den Zielgruppen Einkaufsarbeit in der ganzen Lebensmittelbreite abgenommen. Die Sortimente der Onlineanbieter haben längst auch den Bereich der kühlsensiblen Produkte erfasst. Milch, Eier, Käse oder Joghurt sind ebenso kein Lieferproblem, wie Produkte von der Frischetheke.

Fazit

Im Lebensmittelhandel wird der e-Commerce weiter seine Erfolgsspur ziehen. Auch wenn das Umsatzniveau noch bescheiden ist, ständige Zuwachsraten zeigen den Weg.
Nicht zuletzt durch immer neue Anbieter, die ohne eigene Läden mit neuen Service-Ideen für den Kunden in den Markt einsteigen, wird der Onlinehandel weiter vorangetrieben. Auch die etablierten Handelsketten sind längst im Internet-Geschäft und werden ihr Standbein dort ausbauen.

 

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