Tracke deine Besucher und erfahre mehr über sie

Google Analytics: Die wichtigsten Funktionen in der Übersicht

Ob Shop- oder Blogbetreiber oder als einfacher Webseiten-Inhaber: Jeder, der mit einer Webseite im Netz aktiv ist, sollte sich Gedanken um seine Besucher machen und wie diese auf der eigenen Seite agieren. Welche Seiten, Produkte oder Artikel werden besonders häufig besucht? Woher kommen meine Kunden oder Leser? Wie lange bleiben sie auf meiner Webseite? Um genau diesen Datenverkehr von Webseiten zu überwachen, entwickelte Google in den frühen 2000er Jahren den Online-Dienst Google Analytics. Ähnlich wie sein Bruder Google AdWords ist Analytics eine komplexe Angelegenheit, in die sich Webseiten-BetreiberInnen erst einarbeiten müssen. Mit diesem Beitrag möchten wir dir daher eine kurze Einführung in die wichtigsten Funktionen von Google Analytics geben.

Google-Analytics-Anmeldung und Tracking-Code

Wie für alle Google-Dienste benötigst du auch für Google Analytics einen Google-Account. Vermutlich nutzt du bereits ein Google-Konto für dein Smartphone, deinen Kalender oder für andere wichtige Google-Tools aus dem Online-Marketing. Falls nicht, ist es jetzt spätestens an der Zeit, dein eigenes Google-Konto zu eröffnen.

Mit deinem Google-Konto kannst du dich nun bei Google Analytics anmelden und dort die nötigen Daten eingeben. Nachdem du den Nutzungsbedingungen zugestimmt hast, bekommst du nun einen Code, den Google-Analytics-Tracking-Code. Diesen Tracking-Code musst du in den Code deiner Seite einbinden, damit eine kontinuierliche Analyse und statistische Auswertung deiner Seite erfolgen kannst.

Solltest du bei deiner Webseite auf WordPress als Content Management System setzen, so gibt es drei verschiedene Wege um den Code einzufügen:

  • Direkte Einbindung über den Quellcode (im Header oder Footer)
  • Einbindung über ein Plugin
  • Einbindung über den Google Tag Manager

https://www.gruender.de/website-tracking/

Google Analytics verstehen lernen

Über diesen Schritt könnte ein ganzes Handbuch geschrieben werden. Wie auch Google AdWords ist Google Analytics komplex und nicht gerade intuitiv bedienbar. Lass dich davon aber nicht einschüchtern. Sei geduldig und klick dich durch die einzelnen Menüpunkte.

Die Startseite zeigt dir die Domains, die du mit dem Überwachungstool verknüpft hast. Unter „Anpassung“ kannst du für deine Fragestellungen maßgeschneiderte Berichte erstellen. Der Menüpunkt „Verwaltung“ erlaubt dir den Zugriff auf die jeweiligen Settings zur getrackten Domain.

Am wichtigsten sind jedoch die Menüpunkte unter „Berichte“. Wählst du diesen Punkt aus, erhältst du einen umfangreichen Einblick in verschiedene Analysen über deine Besucher. Welche Informationen dir die einzelnen Berichte liefern, erklären wir dir in den folgenden Absätzen nun kompakt zusammengefasst.

Echtzeit: Was passiert JETZT auf deiner Webseite?

Unter „Echtzeit“ findest du eine Momentaufnahme in Daten und Zahlen. Hier bekommst du die Antwort auf die Fragen: Wer besucht welche Seite meiner Domain gerade? Und wo auf der Welt befinden sich diese Besucher? von welchem Punkt der Welt aus? Wie viel Besucher sind gerade auf meiner Seite? Ebenfalls und ganz besonders wichtig: Wie sieht es in diesem Moment mit meinen Conversions aus?

Google Analytics - Echtzeitbericht
So sieht die Übersicht des Echtzeit-Berichts in Google Analytics aus.

Zielgruppen: Wer sind deine Besucher?

Der Unterpunkt „Zielgruppe“ hingegen zeigt dir das Besucherverhalten über unterschiedliche Zeiträume – stündlich, täglich, monatlich – hinweg an. Hier erhältst du für den von dir festgelegten Zeitraum Infos zu deinen Nutzern, Sitzungen, Sitzungen pro Nutzer, Seitenaufrufe, Seiten pro Sitzung sowie zur Sitzungsdauer und der Absprungrate. Ebenso kannst du prüfen, wie viel Prozent deiner Besucher wiederkehrende Seitenbesuchern sind. All dies erfährst du direkt unter Zielgruppe > Übersicht.

Dort findest du also auch essentielle Kennzahlen wie die „Durchschnittliche Verweildauer“ und die „Absprungrate“. Dein Ziel sollte es immer sein, eine möglichst lange Verweildauer zu erzielen und die Absprungrate zu minimieren. Absprungrate bedeutet in diesem Fall, dass auf der Seite keine weitere Aktion durchgeführt wurde, dass Besucher also die Webseite wieder verlassen haben, ohne sich auch nur einmal weiterzuklicken. Ob die Maßnahmen, die Du zur Verbesserung dieser beiden Werte ergreifst, Wirkung zeigen, verrät dir die Zielgruppenübersicht ebenfalls.

Zielgruppenübersicht bei Google Analytics
Wie viel Sitzungen, Nutzer oder Seitenaufrufe du in einem bestimmten Zeitraum gemacht hast, lässt sich in der Zielgruppenübersicht herausfinden.

Klickst du oben rechts auf die Zeitangaben zur Darstellung, kannst du das Nutzerverhalten über unterschiedliche Zeiträume hinweg anzeigen lassen. So kannst du etwa visualisieren lassen, wie viele Besucher am 7. dieses und letzten Monats oder am selben Tag vor einem Jahr auf der Seite waren.

Alter, Geschlecht, Geographie: Hier erfährst du alles über deine Nutzer

Die weiteren Unterpunkte bei „Zielgruppe“ geben dir unter anderem Einblicke in die demographischen Details, deine Besucher betreffend. Hier kannst du ihr Alter, Geschlecht und ihre Interessen in Erfahrung bringen.

Besonders spannend ist aber auch der letzte Zielgruppenunterpunkt: „Nutzerfluss“. Hier zeigt dir eine Grafik die Zahlen und Unterseiten, die aufgerufen werden. Das zeigt dir, wie BesucherInnen mit deiner Webseite interagieren, welche Unterpunkte am häufigsten geklickt werden und wie es von dort aus weitergeht. Seiten, mit denen nicht interagiert wird, zeigen sich hier als Sackgassen in einem Flussdiagramm. Viel geklickte Seiten hingegen erscheinen in diesem Flussdiagramm als breiter Strom.

Akquisition: Von welchen Quellen stammen deine Nutzer?

Scrollst du weiter nach unten findest du auf der linken Seite den Menüpunkt „Akquisition“. Unter diesem erfährst du, welche Kanäle dir in welchem Maße Traffic bescheren. Punktest du über die organische Suche? Über Social Media? Über direkte Zugriffe?

Auch die Wirkung von Google AdWords-Kampagnen lässt sich unter dem entsprechenden Unterpunkt bei „Akquisition“ ablesen. Hierzu ist eine Verknüpfung deines AdWords-Kontos mit Google Analytics notwendig.Hier ist eine sehr genaue Analyse möglich, sodass du zum Beispiel nicht nur das Keyword erfährst, über dass die Besucher auf deine Seite gelandet sind, sondern auch ob sie aus einer bestimmten Region stammen.

https://www.gruender.de/google-ads-2020/

Verhalten: Wie verhalten sich deine Besucher auf deiner Seite?

Auf den ersten Blick sieht der Menüpunkt „Verhalten“ dem der „Zielgruppe“ sehr ähnlich. Dieser Punkt gibt dir allerdings detaillierte Informationen zur Interaktion mit deiner Webseite. So kannst du beispielsweise unter dem Menüpunkt „Websitecontent“ erfahren, welche Seiten am häufigsten besucht werden. Wer es noch genauer wissen will, erfährt hier auch, welche Seiten die Nutzer nacheinander besucht haben, wo sie deine Seite verlassen haben oder wo sie einsteigen. Damit lassen sich dann sehr gut mögliche Optimierungsmaßnahmen ableiten.

Ebenso erhältst du in diesem Bericht auch Infos zu den Ladezeiten deiner Website (unter „Websitegeschwindigkeit“) oder welche Suchbegriffe bei der internen Suche von den Besuchern verwendet wurden (Site Search).

Conversion: Welchen Wert haben die Besucher für dich?

Der letzte Bericht in Google Analytics lautet „Conversions“. Dieser Punkt ist für Online-Marketer extrem wichtig, weil hier greifbar wird, ob Besucher auf deiner Seite auch das tun, was sie eigentlich sollen. Hier kannst du deinen Erfolg in Conversions messen und ermitteln, was deine aktuelle Conversionrate ist und ob sie sich über die Zeit verändert. Für dich ist hier erkennbar, über welche Kanäle die Conversions stattfinden, über welche Quellen die Besucher auf deine Seite kommen und mit den Ziel-Trichtern erkennen, wo sie aussteigen.

Wenn z.B. deine Käufer immer erst beim Bezahlprozess den Vorgang abbrechen, könnte es sein, dass deine Zahlungsmöglichkeiten nicht zufriedenstellend sind oder das es hier Probleme gibt, von denen du noch nichts wusstest. Mit dieser Info im Gepäck, kannst du einzelne Seiten sehr gut optimieren und somit für eine höhere Conversionrate sorgen. Ebenso ist es sehr praktisch, dass Google Analytics dir hierfür Vorlagen anbietet, mit denen du dir und deiner Webpräsenz Ziele stecken kannst. Dazu nun mehr.

https://www.gruender.de/conversion-optimierung-landingpages/

Zielvorhaben festlegen in Google Analytics

Dir Ziele zu stecken ist wichtig, weil dir diese Option bei Google Analytics die Möglichkeit gibt, mit nur wenigen Klicks klar zu erkennen, ob dein Business läuft. Für den Anfang reichen 2-3 Ziele aber größere Unternehmen arbeiten teils mit viel mehr Zielen. Zu unterscheiden sind Mikro- und Makroziele, also große und kleinere (Zwischen-)Ziele.

Bei einem Online-Shop sind Käufe zum Beispiel Makroziele und ein gewisser Umsatz ein Makroziel. Je nachdem, wie dein Konzept aussieht, kann auch die Eintragung in den Newsletter ein Makroziel darstellen. Um diese Ziele überhaupt messen zu können, müssen sie bei Google Analytics jedoch als Ziele aufgeführt werden. Unter „Zielvorhaben“ in den Conversions kannst du festlegen, welche Ziele quantifiziert werden sollen. Google Analytics macht dir hier bereits einige sinnvolle Vorschläge.

Wenn du dir die ersten Zielvorgaben gesetzt hast, kannst du anfangen, den Traffic auf deiner Seite zu beobachten. Auf Basis der neu gewonnenen Daten, kannst du dann deine Webseite stetig weiter optimieren.

Nutze die Google Analytics-Reports für den regelmäßigen Check

Wie du nun bereits festgestellt haben müsstest, überschüttet dich Google Analytics förmlich mit Daten. Doch für dich sind vielleicht nur eine handvoll wirklich relevant. Bevor du nun jeden Tag in vier oder fünf verschiedene Bereiche klickst um daraus eine eigene Excel-Tabelle zu erstellen, bietet dir Google Analytics die Option, benutzerdefinierte Berichte/Custom Reports anzulegen. Natürlich kannst du dir dafür die die nötigen Parameter selbst definieren. Aber es gibt im Internet auch zahlreiche Unternehmen und Experten, die dir vorgefertigte Berichtkonfigurationen zum Importieren anbieten.

Praktisches Add-On: Page Analytics

Überaus nützlich ist auch das Google-Add-on Page Analytics für den Browser. Dieses Add-on wird mit deinem Analytics-Account verknüpft und ermöglicht es dir dann, deine Seite aufzurufen und in anschaulicher Art und Weise zu untersuchen, wie viele Besucher wie damit interagiert haben.
Das ist nicht nur praktisch, weil es viel nachvollziehbarer ist, als in Analytics die Daten zu den jeweiligen Aufrufsdaten für bestimmte Unterseiten zu suchen, sondern auch, weil es dir hilft, schnell zu erkennen, wie du das Design und den Aufbau deiner Seite verbessern kannst. Page-Analytics zeigt dir nämlich sofort, auf welche Bereiche wie oft geklickt wird. Auch die aktuellen Zugriffszahlen auf eine bestimmte Seite kannst du für einen festgelegten Zeitrahmen einsehen.

Google Page Analytics BeispielQuelle: Google (Page Analytics)
So kann beispielsweise die Seitenanalyse über Page Analytics aussehen.

Google Analytics: Unser Fazit

Keine Frage: Wer ein professionelles Online-Business betreiben möchte, kommt an Google Analytics nicht vorbei. Es bietet dir auf fast alle Fragen rund um deine Webseiten-Besucher eine Antwort. Mit unserem Artikel haben wir dir einen Einblick in die Grundlagen von Google Analytics gewährt. Probier das Tool am besten direkt mal aus und spiel ein wenig mit den verschiedenen Berichten herum. Auch wenn für dich am Anfang alles noch sehr ähnlich klingt und du vielleicht nicht immer auf Anhieb weißt, wo du suchen sollst: Mit der Zeit wird Google Analytics ganz sicher zu deinem täglichen Begleiter. Es bietet dir viele verschiedene Möglichkeiten zur Analyse, sodass es täglich etwas Neues zu entdecken gibt.

https://www.gruender.de/google-tools-online-marketing/

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Über den Autor

Autorenprofil: Katharina Schell

Katharina Schell

Bereits gut die Hälfte ihrer Lebenszeit ist Katharina als Journalistin aktiv, denn sie startete mit 15 Jahren als freie Journalistin in der Lokalredaktion der Westfälischen Rundschau. Nach ihrem Abitur 2010 folgte ein sehr praxisnahes Bachelorstudium der Medienwissenschaft an der Universität Siegen. Während des Studiums absolvierte sie Stationen bei Bild.de sowie in Fernsehproduktionen für ARD und ZDF. Danach entschied sie sich 2013 für ein Volontariat bei inside-digital.de und baute in den Jahren danach als Chefredakteurin unter anderem das Magazin von handy.de auf. Seit Dezember 2019 verantwortet sie als Redaktionsleitung und Portalmanagerin die redaktionelle Gestaltung von Gründer.de.

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