Du bist also neu bei WordPress und willst es für Deine Unternehmer-Seite benutzen. Du hast bei einem Webdesigner ein Theme erstellen lassen oder auf ein Vorgefertigtes zurückgegriffen. Das Theme ist natürlich responsive und sieht auf mobilen Geräten genauso gut aus wie am Desktop-PC. Du hast jetzt einen Blog. Für alles, was jetzt noch fehlt und für ein paar Dinge mehr, gibt es Plugins. Das Plugin-Verzeichnis auf WordPress Webseite enthält aktuell 45,316 Plugins. Dass Du vielleicht nicht unbedingt die WordPress-Erweiterung brauchst, die Dir eine zufällig ausgewählte Liedzeile aus Neil Armstrongs „Hello Dolly“ in den Admin-Schirm setzt, ist klar.

Foto: bigstockphoto.com

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Aber welche der verbleibenden 45,316 WordPress-Plugins stellen nützliche Erweiterungen dar? Da dir Plugins in Bezug auf Sicherheit oder Funktionsfähigkeit Probleme bereiten können und manche auch etwas kosten, bieten sich größere Experimentreihen nicht zur Klärung dieser Frage an.
Daher ist es besser, zunächst zu fragen:

Was braucht meine WordPress-Seite?

Sie braucht definitiv:

✓ Ein Backup
✓ SEO
✓ Einen Geschwindigkeits-Boost

Warum? – Weil Du ohne Backup all Deine Daten unwiederbringlich verlieren könntest. Ein „Mausrutscher“, Probleme auf Seiten des Servers oder auch ein Hackerangriff können eine Wiederherstellung Deiner Webseite notwendig machen.

SEO kann mit Plugins unterstützt werden. Diese zeigen Dir unter anderem an, was Du tun kannst, um Deinen Content zu optimieren.

Geschwindigkeit ist ein Ranking-Faktor und beeinflusst die Absprungrate von Usern maßgeblich. Es gibt mehrere Möglichkeiten, Deine Seite schneller zu machen, eine davon ist der Gebrauch eines Caching-Plugins. Schneller ist in Bezug auf Ladezeiten immer besser.

Um die Qual der Wahl nun ein wenig zu lindern, haben wir hier eine Liste der Must-Haves in unterschiedlichen Ausführungen zusammengestellt:

1. Backups per Plugin

BackupBuddy: Benutzerfreundlich und bewährt rettet BackupBuddy im Falle eines digitalen Super-GAUs Deine gesamte WortPress-Seite. Von den gesammelten Blogeinträgen nebst Nutzerkommentaren, über das Bildarchiv und das Theme bis hin zu den Plugins wird alles gesichert. Allerdings ist die Erweiterung kostenpflichtig. Dafür sind jedoch unter anderem Updates und ein Support-Service im Preis enthalten.

VaultPress: VaultPress erstellt täglich ein Backup Deiner Webseite und erlaubt Dir per Klick durch Viren und Malware beschädigte Dateien wieder herzustellen. Es enthält eine Viren-Scanfunktion und einen Spam-Blocker. Das VaultPress-Plugin ist ebenfalls kostenpflichtig.

BackWPup: Dieses Plugin tut, was es soll, und kostet nichts. Was Du allerdings nicht tun solltest ist, Dein Backup auf Deinem Server zu speichern, weil Du Dich dann nicht gegen einen Zusammenbruch desselben abgesichert hast. Ansonsten verfügt auch BackWPup über eine Reparatur-Funktion und die Möglichkeit auch Plugins in unterschiedlichen Formaten zu sichern und zu versenden.

2. Plugins helfen Dir bei der Suchmaschinenoptimierung

Google Analytics: Du willst den Traffic auf Deiner Seite sicher im Auge behalten. Dafür gibt es ein Google-Plugin. Es ist kostenlos und es gibt keinen Grund es nicht zu benutzen.

Yoast SEO: Dieses bewährte Standard-Plugin analyisert Deine Seite und erinnert Dich an Dinge, die leicht zu vergessen sind. Enthält der Linktext Deines Beitrags echte Wörter und vielleicht auch das Fokus-Keyword? Kommt Dein Fokuskeywords im ersten Satz vor? Kommt es im gesamten Text mit signifikanter Häufigkeit vor? Es ermöglicht Dir des Weiteren auch unkompliziert die entsprechenden Metatitles und Descriptions zu bearbeiten. Natürlich kann man darüber streiten, wie sehr man auf die Empfehlungen eines Tools achten sollte, dass die semantische Suche nicht beherrscht und noch immer mit dem Wert Keyword-Dichte arbeitet, aber allein wegen der Description-Funktion lohnt sich das Installieren schon. Yoast SEO gibt es in einer kostenlosen und einer Premium-Version.

Yoast SEO

Screenshot

All in One SEO Pack: Wenn Dir Yoast SEO zu kompliziert sein sollte, kannst Du es auch mit dem All in One SEO Pack versuchen. Dieses nimmt Dir die Arbeit vollautomatisiert ab, lässt sich aber bei Bedarf oder entsprechendem Knowhow auch von Hand bedienen. Wie auch Yoast ist es in mehreren Sprachen erhältlich, was die Bedienung für alle, die sich mit Englisch schwertun, massiv erleichtert. Das All in One SEO Pack stellt eine gute Alternative zum vorher genannten Plugin dar.

3. Schneller und besser durch Plugins

Was ist schneller: Das Dokument neu beantragen oder die Kopie aus dem Ordner zuhause benutzen? – Caching hilft Dir Deine Seite schneller zu machen. Denn, wenn die Daten nicht jedes Mal, wenn die Website (neu)geladen wird, vom Server geholt werden müssen, verkürzt sich die Ladezeit bedeutend.

W3 Total Cache: W3 Total Cache ist ein vielempfohlenes Standard-Plugin. W3 Total Cache komprimiert anders als andere Plugins alles, was komprimierbar ist, und verspricht eine Einsparung von bis zu 80% Bandbreite. Der Nachteil ist allerdings, dass es nicht leicht einzurichten ist und keine deutsche Version verfügbar ist.

WP Super Cache: Dieses Plugin macht seine Arbeit und bietet ein Tutorial, das die Nutzung bedeutend erleichtert. Allerdings sollte man hierfür passabel Englisch können, da es keine deutsche Version gibt.

WP Fastest Cache: Tut, was es soll und funktioniert auch auf Deutsch. Auch an die Nutzerfreundlichkeit haben die Entwickler von WP Fastest Cache gedacht. Damit befindet sich die WordPress-Erweiterung ebenfalls in dieser engeren Auswahl.

Was braucht meine WordPress-Seite noch?

Nachdem wir uns mit den existentiellen Fragen beschäftigt und die passende Lösung gefunden haben, kommen wir zu den wichtigen Fragen. Du willst mit deiner Unternehmer-Seite Dinge tun. Weiterführende Fragen sind daher: Was willst Du tun und mit welchem Plugin tust Du es?

Das Plugin ist das Topping.

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Formulare benutzen

Wir hatten das Thema schon einmal in Bezug auf die Optimierung für Mobilgeräte angesprochen. Wenn Du mit Online-Formularen arbeiten möchtest, dann sollten sie auch responsive sein. Das ist bei beiden Erweiterungen dieser Auswahl der Fall. Beide Plugins sind zudem kostenlos erhältlich. Beide sind mit dem E-Mail-Marketing-Service-Anbieter MailChimp und dessen eigenen WordPress-Plugin kompatibel.

ContactForm 7: Dieses Plugin hatten wir Dir schon bei der genannten Gelegenheit empfohlen.

wpforms Lite: Diese WordPress-Erweiterung ist eine sehr brauchbare Alternative zu ContactForm 7.

Leads generieren

Optinmonster: Das Monster sammelt Leads für Dich. Mit diesem Plugin erstellst Du die entsprechenden Lightbox-Popups, Slide-ins, Floatings Bars etc. Die Anwendung kommt mit entsprechenden Analysefunktionen und kann abschätzen, wann ein Nutzer von Deiner Seite verschwinden will, um ihm bei Bedarf noch eine Möglichkeit anzubieten, seine E-Mail-Adresse da zu lassen.

Thrive Leads: Auch dieses Plugin bietet eine Vielzahl von indivudualisierbaren Opt-in-Fomularen nebst Analyse- und Testfunktionen an. Wo Optinmonster mit der Fähigkeit, User anzusprechen, die die Seite verlassen wollen, wirbt, bietet Thrive Leads die Option „Content Lock“. Hier werden Inhalten erst freigeschaltet, wenn Nutzer ihre Daten hinterlegen.

Testimonials einblenden

Gründer.de empfiehlt, auf der eigenen Webseite Testimonials, also Kundenmeinungen im O-Ton einzublenden. Eine WordPress-Seite bringt dieses Feature von Haus aus nicht mit, Du kannst aber die entsprechenden Plugins benutzen. Das Testimonials Widget und Easy Testimonials seien hier erwähnt.

Die Webseite verschönern

Du hast Dir Dein WordPress-Theme sicher nicht ausgesucht, weil es hässlich ist. Aber Bilder sind ein gutes Mittel, um Content noch ansprechender zu präsentieren.

Wenn es dabei interaktiv und responsive wird, umso besser. Soliloquy ist ein Plugin, das Dir die Implentierung eines solchen Sliders erlaubt.

Eine weitere Möglichkeit Bilder ansprechend zu präsentieren ist die WP Lightbox 2.

Wenn Du Deiner Seite an die Substanz willst und nicht Programmieren kannst, dann erlaubt Dir CSS Hero das Erscheinungsbild deines WP-Themes zu ändern. (Du hattest ja ein Backup, oder?)

Falls Du aber nun der Meinung bist, dass dieses eine Element an einer anderen Stelle stehen sollte, so kannst Du mit dem Beaver Builder-Plugin schnell und intuitiv Veränderungen an Deiner Seite vornehmen.

„Schön und gut, aber wie installiere ich sowas?“

Vielleicht möchtest Du an dieser Stelle nochmal einen Schritt zurückgehen, weil Du Dich fragst, wie Du eine WordPress-Erweiterung nun mit WordPress zusammenbringen sollst. Daher schieben wir an dieser Stelle noch das folgende YouTube-Tutorial ein:

Zusammenfassend:

Als wir begannen diesen Beitrag zu schreiben gab es 45,312 WordPress-Plugins im Verzeichnis auf wordpress.com. Jetzt, wo wir am Ende angelangt sind, sind es bereits 45,316. 19 davon haben wir Dir nun kurz vorstellen können. Diese waren:

Musikalisch
Hello Dolly

Zum Erstellen von Backups:
BackupBuddy
VaultPress
BackWPup

Zur Suchmaschinenoptimierung
Google Analytics
Yoast SEO
All in One SEO Pack

Für Beschleunigung durch Caching:

W3 Total Cache
WP Super Cache
WP Fastest Cache

Für das Implentieren von Formular-Funktionen:
ContactForm 7
wpforms Lite

Zur Lead-Generierung:
Optinmonster
Thrive Leads

Für eingeblendete Testimonials:
Testimonials Widget
Easy Testimonials

Für optische Komponenten
Soliloquy
WP Lightbox 2
CSS Hero
Beaver Builder

Die Punkte 2-4 sind Must-Haves, alles danach ist, je nachdem, was Du mit Deiner WordPress-Seite tun willst, Good- bis Nice-to-have.

Wie ist das bei Dir? Hast Du eins dieser Plugins schon implentiert? Kannst Du die Liste um Alternativen ergänzen? Hast Du Anmerkungen? Wir freuen uns immer über Anmerkungen und Kommentare!