Website-Tracking mit Google Analytics

Google Analytics-Tracking-Code: So klappt die Einbindung

Beim Website-Tracking einrichten mit Google Analytics gibt es ein paar Fallstricke, von denen du wissen solltest, wo sie liegen und wie du sie vermeidest. Der Hintergrund: Wer sein Online-Marketing zielgerichtet und effizient betreiben möchte, muss seine Zielgruppe kennen, wissen, woher seine Nutzer kommen und wie sie sich auf den Webpräsenzen verhalten, um Kampagnen sinnvoll auszusteuern. Dafür werden so genannte Tracking Codes, Tags oder Tracking Pixel in den Webseiten-Code eingebunden, die mithilfe von anonymisierten IP-Adress-Daten Aufschluss über den Nutzerfluss geben sollen. Diese Daten laufen dann im Backend von Google Analytics oder anderen Analyseprogrammen zusammen und können nach verschiedenen Maßgaben gefiltert und ausgewertet werden. Was du bei der Einbindung der Google Analytics-Tracking-Codes beachten solltest, fassen wir dir in den folgenden Zeilen zusammen.

Vor dem Website-Tracking: Denke an den Datenschutz

Bevor es in die Details geht, gilt es zunächst einmal den ersten Fehler zu vermeiden. Immer wenn es um personenbezogene Daten geht, ist an das Thema Datenschutz zu bedenken. Das heißt bevor du überhaupt daran denkst, Website-Tracking zu betreiben und den entsprechenden Google Analytics Tracking-Code in deine Frontend Templates einzubinden, solltest du sicherstellen, dass deine Datenschutzerklärung alle relevanten Dienste und gesetzlichen Anforderungen berücksichtigt, bestenfalls nach DSGVO Standard. Wenn das noch nicht geschehen ist, tu dir einen Gefallen, setz dich mit dieser Thematik gründlich auseinander.

https://www.gruender.de/datenschutzerklaerung-nach-dsgvo/

Mit Geltung der EU-Datenschutzgrundverordnung vom 25. Mai 2018 ist der bis dato notwendige Vertrag zur Auftragsdatenverarbeitung mit Google für Google Analytics nicht mehr gültig. Stattdessen steht ab diesem Zeitpunkt ein Auftragsverarbeitungsvertrag nach Artikel 28 DSGVO zur Verfügung. Google Analytics-Kunden, die über einen direkten Kundenvertrag mit Google verfügen oder den Nutzungsbedingungen von Google Analytics 360 zugestimmt haben, können den Datenverarbeitungsbedingungen für Google Anzeigen im Bereich „Verwaltung“ in den Kontoeinstellungen zustimmen. Mehr Infos dazu kannst du in den Google Datenverarbeitungsbedingungen nachlesen.

Wie du siehst, ist die Nutzung von Google Analytics und anderen Analyse-Tools immer an bestimmte rechtliche Datenschutz-Auflagen gebunden, die einzuhalten sind, wenn du nicht abgemahnt werden möchtest. Dies gilt übrigens nicht nur für Google Analytics, sonder ganz allgemein für das Website-Tracking. Daher macht es durchaus Sinn, sich intensiv mit der Materie auseinanderzusetzen und ggfs. zusätzlich nochmal einen Fachanwalt zu konsultieren, der dich im Hinblick auf Datenschutzfragen berät.

Die ersten Einrichtungsschritte in Google Analytics

Nun kann Phase 2 eingeleitet werden. Richte Dir eine Google E-Mail-Adresse ein, wenn du noch kein bestehendes Google-Konto hast. Melde dich nun bei Google Analytics an und folge den Einrichtungsschritten für das Website-Tracking. Diese sind ziemlich selbsterklärend. In den Checkbox-Feldern sollte es für den Anfang reichen, wenn du die Punkte „Produkte und Dienstleistungen von Google“ sowie „Benchmarking“ aktivierst. Erste Option erlaubt beispielsweise den Austausch mit AdWords und der Search Console, letzteres aktiviert den Benchmarking-Bericht in der Kategorie Zielgruppe. Dies ist für dich insofern interessant, als dass du hier die Performance deiner Seite mit anderen Unternehmen vergleichen kannst.

Hier erhältst du den Google Analytics-Tracking-Code

Nun solltest du die Gelegenheit nutzen und dich mit der Benutzeroberfläche von Google Analytics vertraut machen kannst. Es gibt drei Ebenen, auf denen du Einstellungen vornehmen kannst: Konto, Property und Datenansicht. Den Tracking Code, den du in die Frontend Templates deines CMS, wie beispielsweise WordPress oder Typo3, einpflegen musst, findest du unter dem Punkt „Verwaltung“ > „Property“ > „Tracking-Informationen“ > „Tracking-Code“. Deine Google Analytics-Tracking-ID wird oben auf der Seite angezeigt.

Dein Website-Tracking Datenschutz-konform machen

Nun bist du bereits im Besitz deines Google Analytics-Tracking-Code. Wo und wie du diesen dann in WordPress einbindest, erklären wir dir im nächsten Abschnitt. Kopiere nun erstmal das Code Snippet in einen Texteditor deiner Wahl. Denn um dein Website-Tracking Datenschutz-konform zu nutzen, musst du vor der „_trackPageview“-Zeile, noch die Funktion „ga(’set‘, ‚anonymizeIp‘, true);“ ergänzen. Damit stellst du sicher, dass die IP-Adressen deiner Nutzer nicht zurückverfolgt werden können, um eine bestimmte Person zu identifizieren.

Google Analytics-Tracking-Code in Wordpres einfügen: So klappt’s

Diesen angepassten Code kannst Du nun in den Quelltext deiner Frontend Templates einbinden. Optimalerweise positionierst du das Tag gleich zu Anfang des Elements. Wenn Du WordPress benutzt, musst du hierfür die header.php öffnen. Diese findest du unter „Design“ ->“Editor“ -> „header.php“. Wenn du nun den Code eingefügt hast, vergiss nicht die Eingabe zu speichern.

Wenn dir das zu technisch ist und du dich im Umgang mit dem Quelltext nicht sicher genug fühlst – keine Panik! Denn zum Installieren des Tracking Codes kannst du auch auf verschiedene Plugins wie z.B. „Analytics Cat“ zurückgreifen. Speziell bei WordPress kannst du unter „Plugins installieren“ nach einer Erweiterung suchen, die mit deinem WordPress Template kompatibel ist. Um sicherzustellen, dass dein ausgesuchtes Plugin keine Probleme verursacht, solltest du deine Seiten nach der Installation zunächst einmal komplett durchtesten und prüfen, ob unerwartete Fehler beim Website-Tracking auftreten. Wenn dem nicht so ist, kannst du das Plugin verwenden.

Ein Plugin zu verwenden, kann darüber hinaus sinnvoll sein, wenn du gleich aus WordPress heraus auf bestimmte Google Analytics Kennzahlen zugreifen möchtest. Aber auch hier gilt, wie bei allen Erweiterungen in WordPress: Nimm dir genügend Zeit, um zu testen, dass deine Seiten zusammen mit der neuen Erweiterung fehlerfrei laufen.

https://www.gruender.de/google-tools-online-marketing/

Was passiert nach dem Einbinden des Google Analytics-Tracking-Codes?

Nachdem du den Google Analytics-Tracking-Code erfolgreich eingebunden hast, kannst du damit anfangen, dir Gedanken über deine Zielsetzungen zu machen. Welche Kennzahlen sind für dein Business besonders wichtig und welche Conversions hast du definiert? Was für Filtereinstellungen sind nützlich und sinnvoll? Aus wie vielen Besuchern deines Online-Shops werden Kunden? Wie viele wiederkehrende Nutzer kannst du verzeichnen? Was sind deine hauptsächlichen Traffic Quellen? Wie setzt sich deine Zielgruppe zusammen? Mit Google Analytics hast du ein starkes Analyse-Werkzeug für das Website-Tracking an der Hand. Somit kannst du die wichtigsten Webseiten- und E-Commerce KPIs überwachen und analysieren. Dadurch werden sich deine Online-Marketing-Aktivitäten kontinuierlich verbessern.

Wichtig ist nur, dass du dir klar machst, welche KPI für deine Zwecke wichtig sind und du dich nicht in der Welt der vielen auslesbaren Kennzahlen verlierst. Gutes Online-Marketing funktioniert nur mit realistischen Zielsetzungen und einer darauf ausgerichteten strategischen Auslegung deiner verschiedenen Marketing-Aktivitäten. Mache dir bewusst, was du erreichen willst und wie du es erreichen willst, halte diese Punkte schriftlich fest und unterziehe sie einer regelmäßigen Prüfung. Online-Marketing ist skalierbar und dieses Wissen solltest du stets dafür nutzen, um deine Kampagnen zu analysieren und zu optimieren. Und mit der gezielten Einrichtung von Google Analytics kommst du diesem Ziel schon einen großen Schritt näher.

Fazit und Ausblick

Für den Anfang bist du mit Google Analytics als grundlegendem Analyse Tool gut beraten. Klar, irgendwann stößt jedes Programm an seine Grenzen, aber bis du mehrere Millionen Zugriffe auf deinen Webpräsenzen verzeichnest oder ganz spezielle Bereiche der Nutzeraktivitäten im Detail analysieren musst, ist es noch ein weiter Weg. So lange wird dir Analytics gute Dienste erweisen. Leg einfach erstmal los.

Wenn du dann nach einer Weile merkst, dass dir das Verwalten der verschiedenen Tracking Pixel manuell zu aufwendig wird, kannst du auf ein Tagmanager System wie den Google Tag Manager zurückgreifen. Damit kannst du deine verschiedenen Code Snippets, die im Zuge von verschiedenen Kampagnen anfallen, an einem Ort verwalten kannst, ohne jedes Mal erneut in den Quellcode eingreifen zu müssen. Doch zunächst ist es erst einmal wichtig, dass du dich mit den Grundlagen von Google Analytics vertraut machst. Die wichtigsten Basics für Google Analytics haben wir dir daher nochmal in einem separaten Artikel erklärt.

https://www.gruender.de/google-analytics-basics/

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Über den Autor

Katharina Dröse

Nordlicht, Wahl-Hamburger, Gründer, nüchterner Analytiker, Contentfee, Online Marketing Allrounder und immer mit Herz bei der Sache.

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