Alle Details zum Ablauf und anfallenden Kosten

Facebook wird zu Meta: Wie leicht lässt sich ein Firmenname ändern?

Als Mark Zuckerberg verkündete, dass der Facebook-Konzern zukünftig den Namen Meta tragen soll, sorgte das für eine große Überraschung. Denn Facebook gehört mit Milliarden-Umsätzen nicht nur zu den erfolgreichsten Unternehmen überhaupt, sondern konnte den Firmennamen auch weltweit etablieren. Deshalb entsteht generell die Frage, wie sich eigentlich ein Firmenname ändern lässt und wie hoch der Aufwand ausfällt. Der folgende Artikel erklärt die Definition eines Firmennamens und Gründe für eine Änderung am Beispiel von Facebook. Hinzu kommen Details zum Ablauf, anfallende Kosten, die Vorteile sowie Risiken anhand von Facebook erklärt.

Definition: Firmenname

Als Firmenname wird der offizielle Name eines Unternehmens bezeichnet, der auch im Handelsregister eingetragen ist. Dabei sind grundsätzlich verschiedene Ausrichtungen möglich:

  1. Personen-Name: Der Firmenname des Gründers ist gleichzeitig der Firmenname, wie zum Beispiel Firma Alfred Schmidt.
  2. Fantasie-Name: Der Name ist komplett erfunden, wie Paradieswerkstatt GmbH.
  3. Sach-Name: Dabei ist der Firmenname gleichzeitig die Beschreibung für das Geschäftsmodell, wie zum Beispiel Technikhandel GmbH.
  4. Mischfirma: Der Name besteht aus allen vorhandenen Ausrichtungen, wie beispielsweise Müller Kosmetikhandel AG.

Grundsätzlich gibt es verschiedene Gründe, einen Firmennamen zu ändern. Allerdings sollten Gründer auch die Risiken beachten.

Gründe für die Änderung des Firmennamens

Ein Grund für die Änderung des Firmennamens ist die Weiterentwicklung eines Unternehmens. Denn zum Beispiel können sich die Ausrichtung oder das gesamte Produktangebot ändern, weshalb der ursprüngliche Firmenname nicht mehr passt. Oder aber es bestehen bestimmte Rechte von anderen Unternehmen, die eine Weiternutzung des Firmennamens verhindern. Zudem ist es auch möglich, dass ein Unternehmen wachsen möchte und der Name sich international nicht verwenden lässt. Darüber hinaus sind es auch negative Assoziationen rund um einen Firmennamen, weshalb die Änderung dringend nötig ist.

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Gründe von Facebook für die Namensänderung

Bei Facebook lässt sich die Änderung des Firmennamens zu Meta wohl am ehesten dem Image und der Neuausrichtung zuordnen. Denn zum einen musste Facebook immer wieder enorme Kritik zu den Datenschutz-Bestimmungen der Nutzer hinnehmen. Hinzu kamen noch die Diskussionen zum Facebook-Algorithmus. Denn eine Ex-Mitarbeiterhin hatte im Oktober 2021 enthüllt, dass der Newsfeed von Facebooks Plattformen nicht chronologisch arbeitet, sondern Inhalte auswählt.

Da dieser Entscheidungsprozess bei Facebook jedoch vor allem aus emotionalen Inhalten besteht, sehen Nutzer tendenziell eher kontroversen Content. Demnach zeigt die Plattform öfter als gewöhnlich Beiträge, die negativ sind und Wut oder Trauer auslösen. Mit dem neuen Namen sollen dieser Skandal und alle weiteren negativen Assoziationen verschwinden. Außerdem möchte sich das gesamte Unternehmen stärker auf den Bereich virtuelle Realität fokussieren, dem sogenannten Metaversum.

Wie lässt sich ein Firmenname ändern?

Für Einzelunternehmer oder Freiberufler ist die Änderung des Firmennamens rechtlich gesehen unkompliziert. Denn beim Gewerbeamt und im Handelsregister lässt sich der Firmenname ohne rechtliche Einwände ändern. Wenn es sich bei dem Unternehmen allerdings um eine Gesellschaft handelt, ist die Änderung des Namens komplizierter. Denn der Firmenname bei einer GmbH wird auch im Gesellschaftsvertrag genannt und lässt sich nicht einfach so anpassen. Dafür muss eine Gesellschafterversammlung stattfinden, die die Namensänderung beschließt. Sollte dabei die Mehrheit der Gesellschafter gegen eine Namensänderung stimmen, kann der Firmenname nicht geändert werden.

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Wie hoch sind die Kosten für eine Namensänderung?

Die Kosten für eine Änderung des Firmennamens lassen sich nicht allgemeingültig nennen, da dafür verschiedene Faktoren wichtig sind. Generell kostet die Ummeldung beim Gewerbeamt zwischen 20 und 30 Euro. Hinzu kommt noch die Anpassung im Handelsregister, die bis zu 100 Euro kosten kann. Auch weitere Gebühren und Notarkosten sind möglich, falls Unternehmer die Änderung nicht selbst organisieren möchten. Oder es besteht eine Mitgliedschaft in Verbänden oder Organisationen, wodurch ebenfalls Gebühren anfallen. Daneben müssen Unternehmer zudem alle PR-Maßnahmen berücksichtigen, die anfallen, wenn Kunden über die Änderung informiert werden. Deshalb ist es sinnvoll, für die Änderung des Firmennamens zwischen 150 und 500 Euro einzuplanen.

Die Vorteile beim Firmennamen ändern

Wer sich für die Änderung des Firmennamens entscheidet, kann sich auf die folgenden Vorteile freuen:

  • kompletter Produkt-Neustart: Es lassen sich komplett neue Produkte kreieren und auch der Fokus auf Nachhaltigkeit ist möglich.
  • internationale Chancen: Mit einem englischen Namen beispielsweise fühlen sich auch internationale Kunden angesprochen.
  • keine negativen Assoziationen: Skandale und andere Auffälligkeiten werden nicht mehr mit dem Unternehmen in Verbindung gebracht.

Die Nachteile beim Firmennamen ändern

Trotz dieser Vorteile, sollten sich Unternehmer auch auf die folgenden Risiken und damit Nachteile beim Firmenname ändern einstellen:

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  • mögliche Umsatzverluste: Durch die Änderung können Stammkunden verloren gehen, denn die Marke muss komplett neu aufgebaut werden.
  • zusätzliche Kosten: Die PR-Maßnahmen und Gebühren bei den Ämtern sorgen für Zusatzkosten.
  • neue Marketingstrategien: Der neue Firmenname sorgt für eine Umstellung der Werbemaßnahmen, auch in der Community und auf Social Media.
  • neuer Firmenname notwendig: Die Suche nach einem neuen Firmennamen kann sich schwierig gestalten, wenn der Wunschname schon vergeben ist oder generell keine passende Idee existiert.

Die Nachteile am Beispiel von Facebook

Wer seinen Firmennamen ändern möchte, benötigt auch einen neuen Markenauftritt und dazu gehört das passende Logo. Deshalb will Facebook statt des bekannten Logos zukünftig ein geschwungenes M verwenden, das an ein Unendlichkeitszeichen erinnert. Allerdings sorgte diese Entscheidung für Ärger mit dem Berliner Startup M-Sense. Denn die Migräne-App verwendet schon seit der Gründung ein offensichtlich ähnliches Logo und muss dieses nun verändern, um keine unfreiwillige Verbindung zum Facebook-Konzern zu erschaffen. Deshalb prüfte das Startup sogar rechtliche Schritte, die laut einem Fachanwalt allerdings aussichtslos sind, da es sich nicht um ein künstlerisches Zeichen handelt. Trotz dieser Streitigkeiten kann M-Sense immerhin von der Aufmerksamkeit profitieren, denn ihr Tweet zum Thema wurde bei Twitter über 50.000 mal geliked.

Generell gilt für Unternehmer, dass die Neuausrichtung immer auch neue Risiken mit sich bringt. Deshalb macht es Sinn, den neuen Firmennamen und das mögliche Logo vorher detailliert zu prüfen, um Ärger und zusätzliche Kosten zu vermeiden.

Fazit

Der Überblick zeigt, dass selbst auf große Konzerne wie Facebook bestimmte Risiken warten, wenn sie ihren Firmennamen ändern möchten. Deshalb solltest du dich gut auf die Namensänderung vorbereiten und prüfen, inwiefern diese Änderung des Firmennamens Sinn macht. Außerdem ist es sinnvoll, alle Kunden und Geschäftspartner frühzeitig darauf vorzubereiten, um Diskussionen und Umsatzverluste zu vermeiden.

Was ist ein Firmenname?

Als Firmenname wird der offizielle Name eines Unternehmens bezeichnet, der auch im Handelsregister eingetragen ist. Dabei sind grundsätzlich verschiedene Ausrichtungen möglich, wie zum Beispiel der Sach-Name, der Personen-Name oder ein Fantasie-Name.

Wie lässt sich ein Firmenname ändern?

Für Einzelunternehmer oder Freiberufler ist die Änderung des Firmennamens rechtlich gesehen nicht sehr aufwändig. Denn beim Gewerbeamt und im Handelsregister lässt sich der Firmenname ohne rechtliche Einwände ändern. Wenn es sich bei dem Unternehmen allerdings um eine Gesellschaft handelt, ist die Änderung des Namens komplizierter.

Wie hoch sind die Kosten bei der Änderung eines Firmennamens?

Die Kosten für eine Änderung des Firmennamens lassen sich nicht allgemeingültig nennen, da dafür verschiedene Faktoren wichtig sind. Generell kostet die Ummeldung beim Gewerbeamt zwischen 20 und 30 Euro. Hinzu kommt noch die Anpassung im Handelsregister, die bis zu 100 Euro kosten kann. Auch weitere Gebühren und Notarkosten sind möglich.

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Über den Autor

Autorenprofil: Insa Schoppe

Insa Schoppe

Direkt nach dem Abitur entschied sich Insa für ein „Multimedia Production“-Studium in Kiel, danach folgten praktische Erfahrungen in einer Fernsehproduktionsfirma. Anschließend startete sie ein Volontariat in der Redaktion eines Radiounternehmens und wurde als Redakteurin übernommen. Zu ihren Aufgaben gehörten neben der Recherche und Texterstellung auch tägliche Nachrichten sowie die Verantwortung für mehrere Magazine. Im März 2020 wechselte Insa von der Radio-Redaktion in die Online-Redaktion von Gründer.de und unterstützt seitdem das Team als Junior-Online-Redakteurin.

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