Diese spannende Geschichte steckt hinter den beiden Gründern

Die WhatsApp-Gründer im Portrait: Das machen die Multi-Milliardäre heute

Jeder kennt WhatsApp – doch nur wenige die WhatsApp-Gründer. Jan Koum und Brian Acton sind zwar nicht mehr an dem milliardenschweren Unternehmen mit weltweit über 2 Milliarden Nutzern beteiligt, doch der Weg dahin hält einige spannende Stories parat. Dieser Artikel verrät, wer die Gründer sind, wie die Übernahme von Meta Platforms (ehemals Facebook Inc.) zustande kam, und was die beiden heute tun.

Jan Koum
Geburtstag
24.02.1976
Geburtsort
Kiew, Ukraine
Abschlüsse
Abschluss an der San José State University
Beruf
Gründer von WhatsApp, Geschäftsmann und Computeringenieur
Unternehmen

Früher: WhatsApp Inc.

Brian Acton
Geburtstag
17.02.1972
Geburtsort
Michigan, Vereinigte Staaten
Abschlüsse
Abschluss an der Stanford University
Beruf
Gründer von WhatsApp und Signal Foundation, Programmierer und Unternehmer
Unternehmen

Signal Foundation

Früher: WhatsApp Inc.

Wer sind die WhatsApp-Gründer?

Jan Koum wurde am 24. Februar 1976 in der Nähe von Kiew geboren. Er wuchs in ärmlichen Verhältnissen auf und wanderte 1992 mit seiner Mutter schließlich nach Mountain View in Kalifornien aus. Der damals 16-Jährige fing als Reinigungskraft im Supermarkt an, die Familie finanziell zu unterstützen. Schon früh entwickelte er außerdem ein Interesse am Programmieren und bald trat er der Hackergruppe „w00w00“ bei.

Er schrieb sich nach seinem Abschluss an der San José State University ein und arbeitete parallel bei dem Unternehmensnetzwerk „Ernst & Young“ als Anwendungstester. Dort lernte er dann seinen späteren Gründer-Kollegen Brian Acton kennen, der damals bei „Yahoo“ arbeitete. 1997 wurde auch Koum mit Actons Hilfe bei „Yahoo“ als Entwickler eingestellt, woraufhin dieser sein Studium abbrach. Es folgten zwei harte Schicksalsschläge für Koum, als 1997 sein Vater starb, der in der Ukraine geblieben war, und drei Jahre später auch seine Mutter den Kampf gegen Krebs verlor.

Der 1972 in Michigan geborene Brian Acton wuchs in Florida auf und studierte Ingenieurswesen an der Stanford-Universität. Er begann nebenbei als Systemadministrator bei „Rockwell International“ zu arbeiten, und war später auch bei Apple und Adobe als Produkttester beschäftigt. Sein Informatikstudium schloss er 1994 ab. Zwei Jahre später begann er die Beschäftigung bei „Yahoo“. Dort waren Acton und Koum über zehn Jahre lang tätig, bis sie 2007 beschlossen, eine Reise durch Südamerika zu unternehmen.

Wie wurde WhatsApp gegründet?

Als die zukünftigen WhatsApp-Gründer 2009 zurückkehrten, hatte Koum schon länger die Idee für eine App, bei der die Anwender fortlaufend ihren Status aktualisieren können. Mit Acton zusammen ging es dann in die Entwicklung. Es entstand eine App zum Versenden von Nachrichten, Bildern und Videos, was bis dahin nur umständlich per MMS möglich war. Den beiden war vor allem die Privatsphäre der User wichtig. Da keine Werbung auf der App geschaltet wird, ist auch die Erhebung persönlicher Daten unwichtig.

Nach der WhatsApp-Gründung 2009 blieb der Erfolg erstmal aus. Doch als im Juni desselben Jahres bei Apple und dem Betriebssystem iOS Push-Nachrichten eingeführt wurden, stieg das Interesse an der App. Denn diese war sowohl für iOS als auch für Android verfügbar. Nun konnte man auch Benachrichtigungen erhalten, wenn die App gerade nicht aktiv genutzt wurde. So konnte WhatsApp schon bald 250.000 Nutzer verzeichnen.

Für wie viel wurde WhatsApp verkauft?

Der Erfolg von WhatsApp blieb nicht unerkannt. Facebook-Gründer Mark Zuckerberg persönlich lud Jan Koum zu einem gemeinsamen Abendessen ein. Bereits 10 Tage später, am 19. Februar 2014, kaufte Meta Platforms (ehemals Facebook Inc.) das Unternehmen für 19 Milliarden Dollar. Davon zahlte Meta 4 Milliarden in bar, den Rest in Form von Aktien. Koum und Acton sind als Teil des Vorstands von Facebook zunächst weiterhin beteiligt gewesen.

WhatsApp-Gründer verlassen Facebook

Brian Acton verließ Facebook im Jahr 2017 und hat damit auf Anteile im Wert von 850 Millionen Dollar verzichtet. Angeblich habe es Meinungsverschiedenheiten bezüglich der Monetarisierung von WhatsApp gegeben. Außerdem soll Mark Zuckerberg die Verschlüsselung aufheben wollen, die Acton selbst programmiert hat. Diese Verschlüsselung verhindert die gezielte Anzeigenschaltung und kommerzielles Messaging auf WhatsApp.

2018 rief Acton sogar als Reaktion auf den Cambridge-Analytica-Skandal dazu auf, Facebook zu löschen. Das britische Unternehmen Cambridge Analytica hatte dabei Daten von Millionen von Facebook-Nutzern u.a. genutzt, um durch psychologisches Profiling bei der US-Präsidentschaftswahl Donald Trump zu unterstützen. Nach der Enthüllung meldete die Firma Insolvenz an. Facebook stand damals stark in der Kritik, weil die Nutzerdaten für Cambridge Analytica überhaupt zugänglich waren.

Auch Koum verließ im Jahr 2018 den Facebook-Vorstand. Obwohl dieser Abschied friedlicher schien als der von Acton, habe es wohl hier ebenfalls Streitigkeiten zu dem Thema Datenschutz und Verschlüsselung gegeben.

Was machen die WhatsApp-Gründer heute?

Mittlerweile geht Jan Koum keiner bestimmten Beschäftigung mehr nach. Er hat Geld an verschiedene Open-Source-Stiftungen gespendet und widmet sich nun seinen Hobbys: seiner Sammlung von über 100 Porsche-Oldtimern und dem Ultimate Frisbee. Außerdem soll er stolzer Eigentümer der Yacht „Mogambo“ und der Megayacht „Moonrise“ sein. Sein Vermögen wird laut Forbes auf 9,8 Milliarden Dollar geschätzt.

Brian Acton hingegen wurde noch im selben Monat, in dem er Facebook verließ, Teil der Signal Foundation. Er investierte ganze 50 Millionen Dollar in den WhatsApp-Konkurrenten Signal, der sich für private Kommunikation einsetzt. Heute ist er Vorstandsmitglied und übergangsweise auch CEO von Signal. Zusammen mit seiner Frau hat er zusätzlich mehrere Organisationen gegründet, die sich mit Philanthropie beschäftigen. Auch bei der Gründung von verschiedenen Stiftungen, die Familien mit niedrigem Einkommen in der San Fransisco Bay Area unterstützen, war er beteiligt.

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Über den Autor

Autorenprofil: Jasmin Lütke-Laxen

Jasmin Lütke-Laxen

Jasmin kommt ursprünglich aus Münster und studierte nach ihrem Abitur 2016 Design- und Projektmanagement in Soest. Im Rahmen ihres Studiums absolvierte sie diverse Praktika im Bereich Kommunikationsdesign, Produktmanagement und Online-Marketing. Dabei konnte sie schon vielfältige Erfahrungen in der Medien- und Marketing-Welt sammeln. Seit Mai 2022 ist sie bei Digital Beat und Gründer.de im Produktmanagement tätig und unterstützt auch die Online-Redaktion.

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