Das sind die Gesichter hinter dem milliardenschweren Unternehmen

SAP-Gründer: 5 Männer und eine Vision

SAP SE ist ein Softwarekonzern aus Baden-Württemberg und gilt anhand seines Umsatzes als drittgrößtes börsennotiertes Softwareunternehmen weltweit. Im europäischen Raum gilt SAP sogar als das Größte. Daher ist es nicht verwunderlich, dass sich viele fragen, wer eigentlich hinter dem Unternehmen steckt. Denn immerhin gilt es als das wertvollste deutsche Unternehmen. Deshalb wollen wir dir in diesem Artikel die Gründer von SAP vorstellen und ihre Unternehmensvision darstellen.

Dietmar Hopp
Dietmar HoppQuelle: SAP
Geburtstag
26.04.2021
Geburtsort
Heidelberg, Deutschland
Abschlüsse
Diplom-Ingenieur
Beruf
Ingenieur
Unternehmen

SAP, Dietmar Hopp Stiftung

Website

sap.com

Array

Hasso Plattner
Hasso PlattnerQuelle: SAP
Geburtstag
21.01.2021
Geburtsort
Berlin, Deutschland
Abschlüsse
Diplom-Ingenieur
Beruf
Ingenieur
Unternehmen

SAP, Hasso-Plattner-Institut

Website

sap.com

Array

Klaus Tschira
Klaus TschiraQuelle: SAP
Geburtstag
07.12.1940
Geburtsort
Freiburg im Breisgau, Deutschland
Abschlüsse
Diplom in Physik
Beruf
Systemberater
Unternehmen

SAP, Klaus Tschira Stiftung

Website

sap.com

Array

Die SAP-Gründer und ihre Version

Im Jahr 1972 entschieden sich vier ehemalige Mitarbeiter des US-amerikanisches IT- und Beratungsunternehmens IBM ein eigenes Unternehmen zu gründen. Dabei trieb sie die Vision, ein Softwareprogramm zu entwickeln, welches die Lohnabrechnung und die Buchhaltung über einen Großrechner ermöglicht. Dadurch könnte man auf die damals verwendeten Lochkarten verzichten und alles über einen Online-Dialog über Bildschirm und Tastatur regeln. Dass eine solche Standardanwendungssoftware für die Echtzeitverarbeitung eine erfolgreiche und gleichzeitig revolutionäre Geschäftsidee sein könnte, ließ Dietmar Hopp, Hasso Plattner, Hans-Werner Hector, Klaus Tschira und Claus Wellenreuther nicht mehr los und sie starteten.

Dabei fand die Entwicklung der Programme in der ersten Zeit des jungen Unternehmens vor allem in der Nacht und an den Wochenenden statt. Als erfahrene Mathematiker, Physiker und Ingenieure setzen sie ihre ganze Fachexpertise in das Projekt und konnten bereits am Ende des ersten Geschäftsjahres neun Mitarbeiter beschäftigen. Auch der erste Umsatz von 620.000 DM zeigte ihnen, dass sie auf dem richtigen Weg waren. 1973 stellten sie dann das erste Finanzbuchhaltungssystem fertig. Dieses war ein wichtige Grundstein für eine stetige und kontinuierliche Weiterentwicklung weiterer Softwareprogramme. Mit den Jahren folgten zahlreiche Kunden, Büroräume, ein eigenes Rechenzentrum, Expansion ins Ausland, sodass SAP weiter wuchs. 1982 entschied sich dann Claus Wellenreuther SAP zu verlassen. Doch auch ohne ihren Mitgründer, konnten die vier anderen SAP-Gründer die Firma zu dem milliardenschweren Unternehmen führen, das es heute ist.

Was bedeutet der Name SAP?

Der Name SAP steht für „Systemanalyse und Programmentwicklung“. Temporär stand dieser Name auch für ein wichtiges Softwareprodukt der Firma. Da die lang Version des Firmennamens viel zu lang ist, kennt man das Unternehmen heute unter der Abkürzung SAP. Auch die Rechtsform der Firma wechselte im Laufe der Unternehmensgeschichte. Angefangen als GbR ist der Konzern heute eine Europäische Aktiengesellschaft und trägt daher das Kürzel SE im Namen.

Wie hoch ist das Vermögen der SAP-Gründer?

Dietmar Hopp als einer der fünf Gründer ist heute Milliardär und gilt als einer der reichsten Deutschen. Sein Privatvermögen wird auf circa 12,6 Milliarden Euro geschätzt. Auch Hasso Plattner zählt zu den 20 reichsten Personen in Deutschland und verfügt über ein geschätztes Vermögen von rund 12,5 Milliarden Euro. Der bereits verstorbene Klaus Tschira konnte ebenfalls ein beachtliches Vermögen vorweisen. Zum Zeitpunkt seines Todes soll er ungefähr acht Milliarden Euro besessen haben. Hans-Werner Hector verkaufte einen Großteil seiner SAP-Aktien und zählt mit einem geschätzten Vermögen von circa 1,6 Milliarden Euro ebenfalls zu den reichsten deutschen Einzelpersonen.

7 Aktien-Tipps, um mit Wertpapieren Geld zu verdienen

Tipp 1: Verstehe, in was du investierst

Aktien machst, ist, dass du weißt, in welche Firma du investierst. Lese dich daher genau in die vergangenen Geschäftskennzahlen, den Geschäftsbericht und die volkswirtschaftlichen Prognosen ein, um einen besseren Eindruck von den bisherigen Entwicklungen des Unternehmens zu bekommen. Hilfreich kann es hier auch sein, sich an erfolgreichen Investoren zu orientieren, die schon jahrelange Erfahrungen haben. Diese teilen regelmäßig ihre Einschätzungen und Prognosen.

Tipp 2: Investiere nur das Kapital, was du zur Verfügung hast

Ebenfalls einer der wichtigsten Aktien-Tipps ist, dass du nur das Kapital in Aktien investierst, welches du übrig hast. Wenn du beispielsweise vorhast, in den nächsten Jahren ein Haus zu bauen und du schon beginnst dafür zu sparen, solltest du dieses gesparte Geld nicht in Aktien anlegen. Denn wenn du das Geld angelegt hast und die Börse gerade in dem Moment eine Schwächephase hat, in dem du das Geld brauchst, musst du deine Aktien mit Verlust verkaufen.

Tipp 3: Nicht alles auf eine Karte setzen

Wenn du dich nun genau über eine Aktie informiert hast und gerne in diese investieren möchtest, solltest du das niemals mit deinem gesamten verfügbaren Kapital tun. Du solltest dir mindestens noch eine andere Aktie, besser sogar mehrere, raussuchen, in die du ebenfalls investieren möchtest. So lässt sich das Risiko eines hohen Verlustes, sollte die jeweilige Aktiengesellschaft starke Verluste machen oder Pleite gehen, minimieren.

Tipp 4: Nicht spekulieren sondern lieber anlegen

Viele Menschen stellen sich den Handel mit Aktien so vor, dass es einen ständig Wechsel zwischen Kaufen und Verkaufen von Aktien gibt. Tatsächlich ist dies aber meistens nicht der Fall. Dass man eine Aktie, die man gerade erst gekauft hat, nach wenigen Tagen wieder verkauft, sollte nur eine Ausnahme darstellen. Der wer ständig schnell wieder verkauft produziert mehr Kosten als Gewinne. Denn bei jedem Kauf und Verkauf von Wertpapieren fallen Kosten an, die durch die Aktie erstmal wieder reingeholt werden müssen. Hier lohnt es sich also, Aktien länger zu halten.

Tipp 5: Geduld zahlt sich aus

Wer glaubt, dass er mit Aktien schnell Geld verdienen kann, der muss sich leider nach einer anderen Geldanlage umschauen. Denn wer sehr schnell Geld braucht, der wird unweigerlich auf ein risikoreiches Investment setzen müssen. Und das kann schnell in hohen Verlusten enden. Wer hingegen Geduld beweist und langfristig anlegt, hat wesentlich höhere Chancen, mit Gewinnen aus der Sache herauszugehen. Mit der Zeit sinkt auch das Risiko deutlich, mit Aktien Geld zu verlieren.

Tipp 6: Kursschwankungen aussitzen

Natürlich kann es immer mal dazu kommen, dass sie Aktienkurse eine Zeit lang in den Keller gehen. Schwankungen sind hier völlig normal und werden auch immer wieder vorkommen. Wichtig ist hierbei nur, dass man sich nicht davon verunsichern lässt. Es bringt rein gar nichts, wenn man in Panik gerät und schnell alle Aktien verkauft. Es bringt in den meisten Fällen mehr, wenn man einfach abwartet, bis sich die Kurse wieder erholt haben und man wieder im Plus ist. Wer sich absichern will, kann eine sogenannte „Stop-Loss“-Grenze setzen. Dabei handelt es sich um einen Wert, ab dem die Anlage in jedem Fall verkauft wird. Auf der anderen Seite kann so ein Tiefpunkt des Kurses ein guter Zeitpunkt sein, um weitere Aktien günstig nachzukaufen.

Tipp 7: Anlage ständig im Auge behalten

Auch wenn es sich lohnt Aktien langfristig anzulegen, heißt das nicht, dass du diese in den nächsten Jahren nicht mehr beachten musst. Auch Zukunftsprognosen können sich ständig ändern. Hier kann es sich empfehlen, sich einen Anlageberater zur Hilfe zu nehmen, mit dem man einmal im Jahr sein Depot bespricht und zusammen überlegt, welche Anlagestrategie in Zukunft Sinn macht.

Wofür stehen die Stiftungen der SAP-Gründer?

Alle SAP-Gründer haben Stiftungen, denen sie einen Teil ihres Vermögens zusichern und damit einen bestimmten Zweck verfolgen. Dietmar Hopp unterstützt mit seiner Stiftung gemeinnützige Projekte in den Bereichen Sport, Medizin, Soziales und Bildung, wofür die Stiftung bereits über 800 Millionen Euro ausgeschüttet hat. Hasso Plattner dagegen gründete sowohl seine Hasso-Plattner-Stiftung als auch ein Hasso-Plattner-Institut für Softwareentwicklung an der Universität Potsdam. Seine Stiftung, in die er 20 Jahre lang mehr als 50 Millionen Euro investiert, finanziert sein Institut komplett. Doch diesem stellt er nicht nur sein Vermögen zur Verfügung, sondern auch seine Expertise, da er an der Universität als Leiter eines ganzen Fachgebietes forscht und lehrt.

Doch auch Hans-Werner Hector rief seine eigene Stiftung ins Leben und widmet sich der Kunstförderung. So verleiht die Kunsthalle Mannheim, die Hector fördert, jedes Jahr den Hector-Kunstpreis an talentierte Künstler. Neben der Kunst, fördert die Stiftung zudem die HIV-Forschung und verleiht auch hier einen Forschungspreis. An die Wissenschaft knüpft auch die Stiftung des verstorbenen Klaus Tschira an. Mit seiner Stiftung wollte Tschira besonders wissenschaftliche Bereiche, wie Informatik und Mathematik, näher in das öffentliche Bewusstsein rücken und allgemeines Interesse dafür wecken.

Das könnte dich auch interessieren ...

Über den Autor

Autorenprofil: Lisa Goldner

Lisa Goldner

Nach ihrem Abitur 2013 entschied sich Lisa für ein Studium des Journalismus als auch der Unternehmenskommunikation und konnte durch den nahen Praxisbezug ein breit gefächertes Repertoire an Kenntnissen beider Branchen sammeln. Während des Studiums arbeitete sie als Assistenz der Öffentlichkeitsarbeit in einem öffentlich-rechtlichen Kulturbetrieb und erlernte somit auch essenzielle Aufgaben des Eventmanagements. Im Anschluss begann sie in Kiel den Masterstudiengang ”Angewandte Kommunikationswissenschaft“, in dem sie ihre Erfahrungen durch Projekte und wissenschaftliche Arbeiten besonders in den Bereichen Journalismus und Marketing ausbauen konnte. Seit Januar 2020 ist Lisa Volontärin in der Online-Redaktion von Gründer.de.

Sitemap

schliessen

Die besten Artikel & mehr direkt in dein Postfach!




* Ja, ich möchte den Newsletter. Die Einwilligung kann jederzeit im Newsletter widerrufen werden. Datenschutzerklärung.