Die Strategie von André Schwämmlein, Jochen Engert und Daniel Krauss

FlixBus-Gründer: Dieses Gesetz startete ihre weltweite Erfolgsgeschichte

Am Anfang existierte bei FlixBus nur eine Vision: Nachhaltiges Reisen bequemer, flexibler und bezahlbarer machen. Heute hat sich daraus das weltweit erfolgreiche Mobilunternehmen Flixmobility mit 3.000 Mitarbeitern in 17 verschiedenen Ländern entwickelt. Bis 2019 stiegen die Verbindungen auf 2.500 Ziele in 30 Ländern, hinzu kommen 62 Millionen weltweite Kunden pro Jahr. Damit sichert sich das Unternehmen nicht nur die deutsche Marktführerschaft im Bereich Fernbuslinien, sondern konnte sich auch international erfolgreich etablieren. Der folgende Artikel verrät, wie die Geschäftsidee für das FlixBus-Unternehmen entstand, welches Gesetz diese Erfolge der FlixBus-Geschäftsführer überhaupt möglich machte und alles zum Vermögen der FlixBus-Gründer.

 

Jochen Engert
Jochen Engert FlixBus-GründerQuelle: FlixBus
Geburtsort
Ochsenfurt, Bayern
Abschlüsse
Bachelor of Science
Beruf
Manager
Unternehmen

FlixBus

Website

flixbus.com

Daniel Krauss
Daniel Krauss FlixBus-GründerQuelle: FlixBus
Geburtsort
Neheim-Hüsten, NRW
Abschlüsse
Bachelor of Science
Beruf
Wirtschaftsinformatiker
Unternehmen

FlixBus

Website

flixbus.com

André Schwämmlein
André Schwämmlein FlixBus-GründerQuelle: FlixBus
Geburtsort
Nürnberg
Abschlüsse
Diplom-Wirtschaftsingenieur
Beruf
Wirtschaftsingenieur
Unternehmen

FlixBus

Website

flixbus.com

Wie haben sich die FlixBus-Gründer kennengelernt?

Wenn man sich die Startup-Geschichte der FlixBus-Gründer anschaut, dann hat André Schwämmlein wohl am Ende das Gründerteam zusammengeführt. Denn vor der Gründung von FlixBus gründete der FlixBus-Geschäftsführer André Schwämmlein mit seinem Schulfreund Daniel Krauss bereits während des Studiums ein erfolgreiches IT Startup. Danach war er mit Jochen Engert weltweit als Strategieberater unterwegs. Damit sorgte er nicht nur für ein erstes Aufeinandertreffen der drei Gründer von FlixBus, sondern diskutierte schon 2009 mit ihnen zusammen die Möglichkeiten eines liberalisierten Mobilitätsmarkts, die Basis für das FlixBus-Unternehmen.

Wo wurde FlixBus gegründet?

Erst drei Jahre nach dem ersten Treffen erkannten die FlixBus-Gründer André Schwämmlein, Jochen Engert und Daniel Krauss dann ihre Chance. Denn die Regierung gab 2012 bekannt, dass innerhalb des Personenbeförderungsgesetzes eine Änderung anstand. Zuvor war es nämlich verboten, dass Fernbusse innerhalb Deutschlands Fahrgäste befördern. Doch für Anfang 2013 plante die Regierung eine Liberalisierung des Marktes und damit ein neues Beförderungsgesetz. Deshalb setzten die drei Freunde rund um Jochen Engert ihr lang geplantes Konzept um und gründeten Ende 2012 in München das Startup GoBus, das sie ein paar Monate später in FlixBus umbenannten. Dabei starteten die FlixBus-Gründer mit vier täglichen Linien in Süddeutschland. Und bauten ihr Streckenangebot des Flixbus-Unternehmens innerhalb weniger Wochen massiv aus.

Wie kam es zum Zusammenschluss der FlixBus-Gründer mit MeinFernbus?

Schon kurz nach dem Start von FlixBus drängte sich ein eifriger Mitbewerber auf den Markt und setzte unter dem Firmennamen MeinFernbus ebenfalls auf ein breites Angebot von Fernbus-Linien innerhalb Deutschlands. Bis zum Jahr 2014 schaffte es der Konkurrent der FlixBus-Geschäftsführer sogar, die FlixBus-Gründer um Jochen Engert in der Gesamtanzahl der beförderten Fahrgäste zu überholen. Denn mit MeinFernbus reisten bis dahin 7,2 Millionen Fahrgäste, bei FlixBus und dem Flixbus-Unternehmen waren es hingegen nur 3,5 Millionen.

Deshalb kündigten die FlixBus-Gründer am 7. Januar 2015 an, dass FlixBus bzw. das gesamte Flixbus-Unternehmen und MeinFernbus fusionieren. Somit ihre Liniennetze zusammenzufügen und zusätzliche Linien ins Ausland anbieten. Damit positionierte sich das neue Unternehmen „MeinFernbus FlixBus“ mit einem Anteil von 71 Prozent als Marktführer auf dem deutschen Fernbusmarkt. Danach wurde das Unternehmen von André Schwämmlein, Jochen Engert und Daniel Krauss in Flixmobility umbenannt, der verwendete Markenname „MeinFernbus FlixBus“ existiert somit nicht mehr.

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Warum ist FlixBus so günstig?

Ein Grund, warum FlixBus oder generell die Reise mit Flixmobility so günstig ist, liegt an den Verträgen der FlixBus-Gründer. Denn das Unternehmen selbst besitzt gar keine eigenen Fahrzeuge und müssen dadurch auch nicht Millionen Euro für Busse ausgeben. Stattdessen sind andere Busunternehmen unter Vertrag, die dann wiederum die Strecken für FlixBus unter deren Flagge fahren. Außerdem verzichteten die FlixBus-Gründer André Schwämmlein, Jochen Engert und Daniel Krauss schon seit dem Start auf großen Komfort. Denn zwar gibt es eine Toilette und WLAN in den Bussen, jedoch keine First Class-Ausstattung oder mehr Beinfreiheit.

Wen hat FlixBus aufgekauft?

Obwohl die FlixBus-Gründer André Schwämmlein, Jochen Engert und Daniel Krauss nach der Fusionierung mit MeinFernbus im Jahr 2015 mit 71 Prozent Marktanteil die Marktführerschaft besaßen, setzten sie seitdem kontinuierlich auf die Übernahme weiterer Fernbuslinien. Die folgenden Buslinien haben die FlixBus-Gründer und Flixmobility seitdem aufgekauft:

  • 2016: Megabus in Kontinentaleuropa
  • 2016: Postbus der Deutschen Post
  • 2017: Hellö von den Österreichischen Bundesbahnen
  • 2018: Swebus von einem schwedischen Busanbieter
  • 2018: Polskibus.com, eine polnische Busunternehmergruppe
  • 2019: Eurolines mit europäischen Buslinien für Flixmobility
  • 2019: Kâmil Koç, der Busreise-Marktführer aus der Türkei

Durch die Vielzahl an verschiedenen Busunternehmen besitzt das Unternehmen Flixmobility in Deutschland aktuell einen Marktanteil von über 90 Prozent. Auch in vielen weiteren Ländern Europas konnten die FlixBus-Gründer mit Flixmobility ihre Mitbewerber vom Markt verdrängen.

Welche weiteren Geschäftsbereiche betreiben die FlixBus-Gründer?

Neben dem stetigen Ausbau der Fernbuslinien, stiegen die FlixBus-Gründer mit Flixmobility im August 2017 auch in den Eisenbahnverkehr ein. Denn in dieser Zeit bekam das gegründete Tochterunternehmen Flixtrain eine Lizenz als Eisenbahnverkehrsunternehmen. Damals lag ein besonderer Fokus auf der Verbindung HamburgKöln mit einem eigenen Zug. Darüber hinaus sind aber auch weitere Strecken buchbar, die von externen Bahnunternehmen und damit nicht von den FlixBus-Geschäftsführern betrieben werden. Außerdem bieten André Schwämmlein, Jochen Engert und Daniel Krauss seit dem 17. Dezember 2019 mit Flixcar auch eine Mitfahrzentrale an. Damit wollen die FlixBus-Gründer und Flixmobility den Konkurrenten BlaBlaCar angreifen.

Wer ist aktuell der Besitzer von FlixBus?

Die Übernahme mehrerer Konkurrenten von Flixmobility innerhalb kürzester Zeit ist natürlich nicht ohne Kapital möglich. Tatsächlich gaben die FlixBus-Gründer schon wenige Monate nach der Gründung bekannt, dass sie den Automobilhersteller Daimler und die Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck als Investoren gewinnen konnten. Allerdings behielten André Schwämmlein, Jochen Engert und Daniel Krauss damals noch den Mehrheitsanteil als FlixBus-Geschäftsführer. Wie genau die Anteile aktuell verteilt sind, ist nicht bekannt. Klar ist jedoch, dass seitdem noch die Beteiligungsgesellschaften General Atlantic und Silver Lake in Flixmobility investierten. Zudem flossen im Juli 2019 noch einmal 500 Millionen US-Dollar an Kapital für die FlixBus-Gründer, wodurch die Firmen Permira und TCV als Anteilseigner hinzukamen.

Wie groß ist das Vermögen der FlixBus-Gründer?

Wie groß das Vermögen der FlixBus-Gründer genau ausfällt, lässt sich nicht eindeutig beantworten. Es dürfte bei André Schwämmlein, Jochen Engert und Daniel Krauss als Gründer von FlixBus jedoch im mehrstelligen Millionen-Bereich liegen. Da ihr Unternehmen Flixmobility bis zum Jahr 2019 schon über 500 Millionen Euro an Umsatz generierte und durch die zahlreichen Investitionen einen Unternehmenswert über einer Milliarde Euro besitzt.

Allerdings stellen André Schwämmlein, Jochen Engert und Daniel Krauss in der Öffentlichkeit auch immer wieder klar, dass sie jeden verdienten Euro von Flixmobility direkt investieren. Darunter fallen nicht nur die verschiedenen Geschäftsbereiche bei Flixmobility, sondern auch eigene Investitionen der FlixBus-Gründer in verschiedene Startups. Mit dabei ist zum Beispiel das Startup Metalshub, das einen Online-Marktplatz für Metalle betreibt.

Häufige Fragen (FAQ) zu FlixBus-Gründer

Wer ist der Besitzer von FlixBus?

Tatsächlich gaben die FlixBus-Gründer schon wenige Monate nach der Gründung bekannt, dass sie den Automobilhersteller Daimler und die Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck als Investoren gewinnen konnten. Allerdings behielten André Schwämmlein, Jochen Engert und Daniel Krauss damals noch den Mehrheitsanteil als FlixBus-Geschäftsführer. Wie genau die Anteile aktuell verteilt sind, ist nicht bekannt.

Wie hieß FlixBus früher?

André Schwämmlein, Jochen Engert und Daniel Krauss gründeten Ende 2012 in München das Startup GoBus, das sie ein paar Monate später in FlixBus umbenannten. Dabei starteten die FlixBus-Gründer mit vier täglichen Linien in Süddeutschland. Und bauten ihr Streckenangebot des Flixbus-Unternehmens innerhalb weniger Wochen massiv aus.

Wie groß ist das Vermögen der FlixBus-Gründer?

Wie groß das Vermögen der FlixBus-Gründer genau ausfällt, lässt sich nicht eindeutig beantworten. Es dürfte bei André Schwämmlein, Jochen Engert und Daniel Krauss jedoch im mehrstelligen Millionen-Bereich liegen. Da ihr Unternehmen Flixmobility bis zum Jahr 2019 schon über 500 Millionen Euro an Umsatz generierte und durch die zahlreichen Investitionen einen Unternehmenswert über einer Milliarde Euro besitzt.

Warum ist FlixBus so günstig?

Ein Grund, warum FlixBus oder generell die Reise mit Flixmobility so günstig ist, liegt an den Verträgen der FlixBus-Gründer. Denn das Unternehmen selbst besitzt gar keine eigenen Fahrzeuge und müssen dadurch auch nicht Millionen Euro für Busse ausgeben.

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Über den Autor

Autorenprofil: Insa Schoppe

Insa Schoppe

Direkt nach dem Abitur entschied sich Insa für ein „Multimedia Production“-Studium in Kiel, danach folgten praktische Erfahrungen in einer Fernsehproduktionsfirma. Anschließend startete sie ein Volontariat in der Redaktion eines Radiounternehmens und wurde als Redakteurin übernommen. Zu ihren Aufgaben gehörten neben der Recherche und Texterstellung auch tägliche Nachrichten sowie die Verantwortung für mehrere Magazine. Im März 2020 wechselte Insa von der Radio-Redaktion in die Online-Redaktion von Gründer.de und unterstützt seitdem das Team als Junior-Online-Redakteurin.

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