So wächst dein Unternehmen an Fehlern

Problemlösungsansätze: Methoden für den Umgang mit Fehlern

Wenn etwas nicht so läuft, wie es laufen soll, kann sich aus einer kleinen Unstimmigkeit rasch ein ernsthaftes Problem entwickeln. In Unternehmen darf das nicht geschehen, denn Fehler kosten Geld und führen beispielsweise zu mehr Reklamationen, Auftragsverlusten oder Umsatzeinbrüchen. Allerdings lassen sich Probleme in der Praxis nicht vollständig vermeiden, sie zeigen sich mitunter völlig unerwartet. Wer eine funktionierende Problemlösungsstrategie hat, kann an Fehlern aber wachsen.

Ein Problem, viele Lösungswege

Jeder Mensch geht mit Problemen auf seine eigene Weise um. Die einen greifen sofort zum Telefonhörer und laden ihre Fragen, Sorgen und Unsicherheiten bei ihrem Geschäftspartner ab. Im Austausch miteinander entwickeln sie einen Plan. Die anderen atmen tief durch, verschaffen sich einen Überblick über die Fakten und wägen die Lösungsoptionen ganz allein gegeneinander ab. Abhängig von der eigenen Persönlichkeit, der Denkweise und dem persönlichen Einfallsreichtum gibt es mehrere Methoden, ein Problem zu lösen. Man kann die Problemlösungsansätze in verschiedene Kategorien einordnen. Welche die passende ist, hängt von den persönlichen Stärken und Schwächen ab.

1. Teamorientierung: Gemeinsam die beste Lösung finden

Die teamorientierte Lösungsstrategie setzt auf die Intelligenz von vielen. Wer diesen Ansatz verfolgt, holt unterschiedliche Meinungen ein und lässt mehrere Menschen miteinander über das Problem diskutieren.

Die Probleme werden von vielen Seiten betrachtet, Argumente gegeneinander abgewogen und die besten Lösungen ermittelt. Eine korrelierende Methode ist in diesem Zusammenhang Design Thinking, ein kreativer Prozess zur Ideenfindung und Problemlösung. Die teamorientierte und die kreative Problemlösungsstrategie ergänzen sich dabei.

2. Fragetechnik: Die 5-Why-Methode

Es gibt verschiedene Methoden, Fehlern auf die Spur zu kommen. Eine praktische und sehr wirkungsvolle Technik ist die 5-Why-Methode. Es wird fünf Mal hintereinander die Frage „Warum“ gestellt. Mit jeder Frage kommt man dem ursächlichen Problem einen Schritt näher, weil man tiefer in die Problematik eindringt. Die nächste Warum-Frage orientiert sich dabei an der Antwort der vorhergegangenen Warum-Frage.
Tipp: Es müssen nicht immer fünf Fragen sein, die Zahl dient nur zur Orientierung. Es können auch mehr oder weniger Fragen zur Ursache eines Problems führen.

3. Kreativität: Ideen sprudeln lassen und verschiedene Ansätze prüfen

Auf kreative Weise einem Problem zu begegnen, liegt häufig Menschen, die einen guten Zugang zu ihren Emotionen haben. Aus ihnen sprudeln neue Ideen quasi nur so hervor. Allerdings ist der kreative Ansatz auch gut mit der analytischen Denkweise kombinierbar. Dabei werden im ersten Schritt Problemlösungsansätze aller möglichen Richtungen im kreativen Prozess aufgeworfen. Im zweiten Schritt geht es an die faktenbasierte Analyse. Dies gelingt mitunter allein, größeres Potenzial liegt allerdings darin, mit zwei, drei oder mehr Menschen zu sprechen.

4. Exklusivität: Probleme sind Chefsache

Sich zurückzuziehen und ein Problem ganz allein zu lösen, liegt vor allem Menschen, die eine hohe Konzentrationsfähigkeit haben und sich ungestört sehr intensiv mit der Situation auseinandersetzen wollen und können. Sie kommen mit einer fertigen Lösung aus ihrem Büro und sorgen für die Umsetzung. Für Einzelkämpfer ist diese Strategie oft die bevorzugte, wenn auch nicht die erfolgreichste Methode.

5. Analyse: Faktenbasierte Problembetrachtung

Bei der analytischen Betrachtung wird ein Problem mit System auf den Prüfstand gestellt. Alles was zählt, sind Fakten. Lösungen auf Basis der Analyse sind folgerichtig und gut begründet.

6. Rationalismus: Verstand schlägt Emotion

Wer Probleme rational angeht, schiebt Bauchentscheidungen komplett zur Seite. Hier geht es um rein verstandesmäßige Aspekte. Rational denkende Menschen wägen Vor- und Nachteile gegeneinander ab, um die bestmögliche Lösung zu finden.  Der rationale und der analytische Ansatz gehen oft Hand in Hand.

Die eigene Problemlösungsmentalität erkennen und optimieren

Jede Herangehensweise an die Lösung eines Problems ist in Ordnung. Allerdings lässt sich auch jede Methode optimieren. Wenn du die Probleme lieber allein für dich bearbeitest und nach Lösungen suchst, solltest du dir Unterstützung von außen holen. Vor allem bei besonders komplexen Problemen und bei Situationen, in denen viele Faktoren eine Rolle spielen, hilft die Außenansicht dabei, nichts Wichtiges zu übersehen.

Falls du einfallsreich bist und viele verschiedene Lösungsansätze und Ideen entwickeln kannst, ist es ratsam, dich mit jemandem zusammen zu tun, der analytisch denkt. Dieser kann die Ideen rational auf Tauglichkeit abklopfen und gezielt Fragen stellen, die die Tragfähigkeit eines Lösungsansatzes offenlegen.

Grundsätzlich ist es nützlich, wenn du ein Problem mithilfe aller kurz umrissenen Methoden betrachtest. Daraus ergeben sich bestimmt einige überraschende Lösungsansätze, die du bei einseitiger Betrachtung nicht gesehen hättest.

Fehlersuche: Warum sie so wichtig ist

Wenn etwas schiefgeht, ist die Fehlersuche ein zentraler Bestandteil der Problemlösung. Denn ohne die Ursache zu kennen, lässt sich ein Problem schwerlich an der Wurzel ausmerzen.

Ein wesentlicher Vorteil der Fehlersuche besteht im daran anknüpfenden Lerneffekt. Wenn du weißt, warum ein Problem entstanden ist, bist du in der Lage, denselben Fehler in der Zukunft zu vermeiden. Dies gilt für Probleme, die von außen auf die Firma wirken, wie eine flächendeckend angeordnete Schließung von Geschäften, wie sie 2020/2021 erfolgte. Und auch interne Probleme wie ein individueller Generationskonflikt am Arbeitsplatz lassen sich gezielt anpacken.

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