Mit grünen Idee zum erfolgreichen Geschäftsmodell

Green Startups: Wie die Umwelt dein Geschäft ankurbeln kann

Die aktuellen Gründerzahlen sind mit denen von vor einigen Jahren zu vergleichen. Doch eine Ausnahme gibt es: Green Startups. Die steigende Nachfrage nach klimafreundlichen Geschäftsideen hat Unternehmensgründer auf den Plan gerufen. Denn grüne Trend bringt Dynamik und Bewegung in die gesamte Szene und ist schon lang nicht mehr nur dem Energiesektor vorbehalten.

Green Startups: Der grüne Boom verändert jede Branche

In den letzten Monaten hat sich in Deutschland eine neue, nachhaltige Gründungskultur entwickelt. Dadurch vergeht nahezu kein Tag, an dem kein neues grünes Unternehmen seine jungen Pflanzen aussäht. Nahezu jede Branche sieht sich heute mit den Green Startups konfrontiert, die angetreten sind, um den Markt zu revolutionieren. Demzufolge haben sich durchschnittlich 27 Unternehmen mit einem grünen Fokus im Bundesgebiet in den letzten Jahren allein am Tag gegründet.

Von der grünen Idee zum erfolgreichen Geschäftsmodell

Die gute Idee bildet noch lange keine Garantie für den wirtschaftlichen Erfolg. Gerade in der Anfangsphase sind Gründer auf spezielle Programme angewiesen, wie zum Beispiel Förderprogramme, Zuschüsse oder Fördergelder, um die Startphase zu überstehen. Hier können grüne Unternehmer mehr Unterstützung erwarten. Eine ganze Vielzahl unterschiedlicher Wettbewerber unterstützt Spezialgründungen in Zukunftsbranchen, wie zum Beispiel in der schonenden Nutzung von

  • Ressourcen,
  • Klima,
  • Umwelt und
  • Energie.

Umwelttechnologien, E-Business und Software gehören zu den entscheidenden Kriterien. Eine schier grenzenlose Bandbreite macht es schwierig, eine erste Eingrenzung zu finden. Dabei bilden Energieeffizienz-Produkte, nachhaltige Mode oder Windanlagen nur einen kleinen Ausschnitt möglicher Green Startups. Durchschnittlich ist jedes siebente neue Unternehmen dem Green Economy Geschäftsbereich zuzuordnen.

Angesichts der zunehmenden Entwicklung gehört Green Economy deutschlandweit zu den vier größten Gründungsbereichen. Die Schwerpunkte liegen

  • im Klimaschutz,
  • in der Kreislaufwirtschaft,
  • bei der Schonung von Ressourcen und
  • in der Energieeffizienz.

Grundsätzlich erstreckt sich das Phänomen über alle Wirtschaftssektoren, wie zum Beispiel den Handel, die Energieversorgung und die Industrie.

Förderung und Wettbewerbe für Green Startups in Deutschland

Good News: Die grünen Startups fördern nicht nur die Innovationskraft und den bewussten Umgang mit der Umwelt. Darüber hinaus schaffen Sie Arbeitsplätze. Die Studie des Borderstep Instituts hat herausgefunden, dass zwischen 2006 und 2013 ca. 170.000 Unternehmen gegründet worden, die im Schwerpunkt Green Economy hatten. Das ist ein beachtlicher Anteil von 14 % gemessen am Gesamtanteil aller Gründungen.

Bekannte Wettbewerbe, wie zum Beispiel der Green Alley Award, nehmen Bewerbungen aus ganz Europa entgegen und honorieren die Gründungsideen mit 20.000 € Sachleistungen oder Geldleistungen. Der Nex Economy Award ist einer der größten Wettbewerbe in Deutschland, wenn es um die grüne Wirtschaft geht. In Kooperation mit dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gibt es Sachleistungen und Kommunikationsleistungen in Höhe von 25.000 € zu gewinnen.

Heute ist davon auszugehen, dass der Höhepunkt des Booms noch lange nicht erreicht ist. Nicht zuletzt dank der anhaltenden Brisanz der Umweltproblematik werden weitere grüne Unternehmer den Markt bevölkern, um mit Innovationsgeist und einem grünen, nachhaltigen Grundgedanken der Branche eine gesunde Richtung zu geben.

Wohin geht der ökologische Relaunch der Wirtschaft?

Greening versetzt der Wirtschaft eine Art ökologischen Relaunch. Angesichts der fortlaufenden Energiewende nimmt gerade der Energiesektor einen großen Anteil. Die Zahl der neuen grünen Unternehmen hat gerade in den vergangenen Jahren drastisch zugenommen. Es ist anzunehmen, dass die grüne Transformation in den Folgejahren weiter positiv bleibt. Sektorenunabhängig nehmen allein die Gründungen der erneuerbaren Energien einen Anteil von 11,5 % aller Betriebsgründungen ein.

Insbesondere Business Plan Wettbewerbe befördern die hohe Gründungsdynamik. Ob auf nationaler, regionaler oder internationaler Ebene: Mittlerweile gibt es eine ganze Reihe unterschiedlicher Auszeichnungen und Preisgelder für Geschäftsmodelle, die im Kern auf einen umwelteffizienten Betrieb setzen. Ehrenpreise und Sonderehrungen für Nachhaltigkeit sowie ein bewusster Umgang mit den Ressourcen gelten als eines der entscheidenden Kriterien für den Erfolg eines neuen Unternehmens.

So lässt sich also sagen, dass der Trend der Green Startups angekommen ist und schon gar nicht mehr als Geheimtipp gehandelt wird. Die grünen Gründer werden wettbewerbsfähig.

Das Interesse an nachhaltigen Anlagen ist nach wie vor groß und wird auch in Zukunft steigen. Das Forum nachhaltige Geldanlagen FNG hatte ausgehend vom Jahr 2013 eine wachsende Dynamik festgestellt.

Vernetzung: Ähnliche Formate sind die von der IHK Potsdam veranstalteten Green Ventures, das Green Innovation and Investment Forum (GIIF) oder das Format des World Ressource Ventures.

Das Bundesministerium fördert Green Startups

Insbesondere die Verbindung zwischen den Investoren und den Gründern sollte sich durch Onlineformate verbessern. Das würde einen globalen vielversprechenden Markt eröffnen, wie es bereits der US-amerikanische Investors Circle vormacht. Zudem gehen die grünen Gründer das Wagnis ein, langsamer zu wachsen und mit niedrigeren Renditen zu rechnen. In diesem Zusammenhang kann man von einer so genannten Slow Company sprechen.

Ausgehend vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gibt es ein Programm mit Namen EXIST-Forschungstransfer. Hier bekommt der Gründer in einer noch recht frühen Phase die Chance, seine Erkenntnisse in die Praxis zu überführen. Der High-Tech Gründer Fonds stellt eine weitere Finanzierungsmöglichkeit dar. Im Rahmen eines 12- bis 18-monatigen Accelerator Programmes unterstützt Climate KIC Accelerator seine Start-Ups. Grundsätzlich ergeben sich vielfältige Förderungs- und Finanzierungsprogramme sowie Wettbewerbe, die den Anreiz für die Unternehmensgründer erhöhen, ihren Fokus auf einen umwelteffizienten Grundgedanken auszulegen.

Themenseiten

Über den Autor

Juliane Werner

Du hast eine Frage oder eine Meinung zum Artikel? Teile sie mit uns!

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.