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Der Börsenexperte im exklusiven Interview

Jens Chrzanowski: „Der Weg zum Erfolg ist selten eine Abkürzung.“

Jens Chrzanowski kennt sich im Finanzbusiness aus – seit über 25 Jahren ist er in diesem Bereich tätig. Dabei hat er bereits umfassende Erfahrung mit Aktien, ETFs und anderen Investment-Möglichkeiten gemacht. Seit Ende 2022 leitet er die deutsche Niederlassung des globalen Brokers XTB. Worauf es bei einem richtig guten Broker ankommt, erklärt er im exklusiven Interview zum Finanzkongress.

Warum sollte das Thema “Börse” für jeden relevant sein?

In den letzten drei bis vier Jahren ist das Interesse an der Börse in Deutschland erfreulicherweise gewachsen, aber noch immer beschäftigen sich im Vergleich zu anderen Ländern hier viel weniger Menschen mit der Anlage an den Finanzmärkten. Dabei sollte man beim Thema Investment meinen, “Wann, wenn nicht jetzt?”. Die Inflationsrate lag einige Zeit bei etwa 9 % und die Sparbuch- & Tagesgeldzinsen lagen weit darunter.

Zwar haben sich diese Raten mittlerweile etwas angeglichen, doch fast alle Experten sind sich einig: Dauerhaft eine Rendite oberhalb der Inflationsrate zu erzielen ist noch immer am ehesten an der Börse möglich. Um ein Beispiel zu nennen: Oft gibt es “Stars” unter den Aktien, die auch einmal pro Jahr 20 oder 50 % zulegen, im Jahr 2023 heißt einer der Megastars NVIDIA mit über 200 % Kursplus in den ersten 8 Monaten des Jahres. Wer hier rechtzeitig dabei war, hat den Kaufkraftverlust durch die Inflation mehr als ausgeglichen. Das sollte natürlich nicht davon ablenken, dass es auch Verlierer gibt, die einmal 10 oder 20 % oder mehr Verlust machen. Die Aufteilung des Handelskontos ist deshalb immer wichtig, eine Streuung in mehrere Einzelwerte oder auch in ETFs bleibt daher nach wie vor eines der grundlegenden Prinzipien.

Finanzkongress

Viele Anleger parken ihr Geld derzeit auf Tages- oder Festgeldkonten, weil sie mit einer festen Rendite rechnen. Was hat die Börse in dieser Hinsicht zu bieten?

Zusätzlich zum reinen Kursplus gibt es bei vielen erfolgreichen Aktienunternehmen auch einmal im Jahr eine Dividendenauszahlung, die auch schon oft genug 2, 3 oder 4 % Dividendenrendite ausmacht. Das sind Levels der allerbesten Tagesgeld-Angebote – ohne dass man die Aktie zu verkaufen hat. 

Das Problem, was viele Menschen haben, ist die Schwankungsbreite der Märkte. Es kann eben auch ein oder zwei Jahre einmal stärker nach unten gehen mit den Kursen. Dies geschieht beim Sparbuch oder dem Tagesgeld nicht.

Meine Devise und mein Rat deshalb: Alles hat seine Berechtigung, es kommt nur auf die vernünftige Aufteilung an. Ein Teil des verfügbaren Geldes sollte auf dem Konto für Notfälle geparkt werden. Ein großer Teil sollte darüber hinaus in solide Aktien oder ETFs investiert werden – und je nach Alter, Zeithorizont und Chance/Risikoneigung ein Teil gern auch spekulativ, um zum Beispiel auch auf fallende Märkte setzen zu können. Menschen sind unterschiedlich, angefangen von Kontogröße, verfügbarer Zeit für die Börse und Risikoneigung. Am Anfang sollten sich Anleger daher immer fragen, wo sie derzeit stehen und wo sie hinwollen. Dann braucht es auch keine Scheu vor der Börse. 

Wie bist du im Online-Broker-Business gelandet?

Das Geldgeschäft und Banking hat mich schon immer fasziniert, doch der erste Kontakt mit Banken hat mir schnell gezeigt, dass von allen Bankdienstleistungen mit Abstand die Themen Börse & Investieren am spannendsten sind. Neben meinem Studium habe ich dann im Brokerage-Arm der Deutschen Bank in Berlin arbeiten können, und seitdem bin ich der Börse immer treu geblieben. Seit dem Jahr 2000 waren alle meine beruflichen Stationen bei einem Broker.

Welche Voraussetzungen muss ein guter Broker heutzutage erfüllen?

Aus dem Marketing kennen vielleicht viele die 4 Ps: Preis, Produkt, Place (Ort) und Promotion. Ich würde noch zwei Ps hinzufügen: People und SimPlicity (hier das P nur in der Mitte). Damit ist eigentlich alles gesagt!

  • Preis: Wer keine wettbewerbsfähigen Konditionen bieten kann, kann gleich aufhören. Beim Handeln geht es darum, Geld zu verdienen, deshalb ist man hier vielleicht besonders sensibel, was die Orderkosten angeht. Bei XTB haben wir die Orderkommission für alle relevanten Trades komplett streichen können: Bei CFDs entfallen sie komplett, und bei weltweitem Aktien- und ETF-Handel für jeden bis zu einem monatlichen Handelsvolumen von 100.000 Euro.
  • Produkt: Wir sprechen bei XTB von “Börse 3.0”, was aussagen soll, dass wir mehr bieten als die meisten anderen, und auf unsere Produktvielfalt anspielt: Die klassische Anlage in Aktien und ETFs für jeden Investor, aber auch das kurzfristige Trading in steigenden und fallenden Märkten – “Short Selling” – für jeden aktiven Trader, der dies machen möchte. Alles über ein Konto, alles über eine App. Mit allen sinnvollen Features, wie PayPal– oder Kreditkarteneinzahlungen – kostenlos für den Kunden.
  • Place: Bei einem Onlineanbieter geht es hier wohl eher um alle Zugangswege. Leider gibt es noch genug Wettbewerber, die eben nicht alle Türen offenhalten. Bei XTB gibt es die mobilen Apps für alle, die Desktop-Anwendung für alle (Windows, Mac) und via Internet den Zugang weltweit, wo immer Anleger gerade unterwegs sind.
  • Promotion: Hier geht es vor allem um Offenheit, Transparenz und Schulung. Wir helfen Anfängern, sich schnell bei XTB zurechtzufinden und auch erfahrene Anleger und Trader kommen bei uns nicht zu kurz.
  • People: Meine Erfahrung der letzten 20 Jahre ist: Man sollte sich stets das Management einer Firma anschauen, denn Vertrauen ist durch nichts zu ersetzen. Mein Team und ich möchten allen Anlegern einen erstklassigen Service bieten.
  • Und last, but not least: Simplicity, mit dem P in der Mitte des Wortes. Aber das ist fast der wichtigste Punkt! Noch immer ist das Anlegen und aktive Trading zu oft zu kompliziert. Die Mission von XTB ist es: Jeder, der eine SMS versenden kann, sollte auch eine Order bei XTB aufgeben können. Dazu sind schlanke, einfache Prozesse notwendig. Auch wenn wir behaupten, dass wir diese bereits bieten können, stellen wir sie immer wieder auf den Prüfstand, um weitere Optimierungspotenziale zu erkennen und auszuschöpfen. 

Was machen viele Anleger bei ihren ersten Schritten im Umgang mit einem Broker falsch?

Jeder startet anders. Es geht, wie so oft im Leben, darum, die richtige Balance zu finden. Ein Demokonto zum Üben und Austesten ist für jeden Anfänger sinnvoll, aber irgendwann sollte auch der Schritt zum Echtgeldkonto führen. Einige verlieren sich über Jahre im Demomodus und verpassen so einige Chancen.
Einige andere Anleger versteifen sich nur auf einen Wert zum Handeln – oft hat sich aber gezeigt, dass es lohnenswert ist, 4, 5 oder auch 6 Werte zu beobachten, um dann zu einem guten Zeitpunkt einzusteigen.
Zu viele Werte sollten es aber auch nicht sein, denn wir sind alle nur Menschen, und wer kann schon hunderte oder tausende von Aktien oder Indizes immer “auf dem Schirm” haben…

Wer aktiv traden möchte, sollte auch immer an beide Richtungen der Börse denken – steigend und fallend. Mit unserem CFD-Angebot kann auf Long und Short gesetzt, das heißt, auf steigende oder fallende Kurse spekuliert werden. Nicht wenige Trader versteifen sich nur auf eine Richtung, oft Long, und haben dann Pech, wenn die Märkte fallen. Auch die Aufteilung der Kontogröße ist immer wieder ein Thema. Jeder hat seine persönlichen Vorstellungen, wie viel Risiken er oder sie eingehen möchte. Generell sollte nur ein Bruchteil des verfügbaren Trading-Kapitals pro Trade riskiert werden. Beim aktiven Trading kann man sagen: wer 10 % Gewinn sucht in einer Woche, der wird fündig, hat aber auch in etwa das gleichgroße Verlustrisiko von minus 10 % in nur einer Woche. Auch 20 % Gewinn an nur einem Tag sind möglich und mehr – dann aber auch mit dem Risiko von 20 % Verlust pro Tag und mehr. Die Chancen und Risiken gehen Hand in Hand.

Ich persönlich mache es deshalb so: Etwa 70 % meines Kapitals investiere ich in Aktien großer, namhafter Unternehmen, und etwa 30 % nutze ich zum Spekulieren, mit weitaus höheren Chancen, aber auch den Risiken. Ob beim Trader A die prozentuale Aufteilung hier bei 60 oder 90 % liegt, ist individuell. Aber Gedanken darüber machen sollte sich jeder. Als letztes möchte ich die Emotionen nennen. Wenn man von Freunden oder “im Internet” den nächsten heißen Tipp bekommt, pocht das Herz und man will schnell mit dabei sein. Das kann okay sein, muss es aber nicht. Oder die Handelsentscheidung ist zu emotional, zu sehr aus dem Bauch heraus getroffen. Emotionen machen uns als Menschen aus – an der Börse können sie aber schnell auch Geld kosten. Auch hier plädiere ich für Balance! Maß und Mitte.

Welchen Tipp kannst du uns verraten, um sich auf dem Weg zur finanziellen Unabhängigkeit besser aufzustellen?

Bei den Themen “Geld” und “Liebe” gibt es weiterhin die meisten Missverständnisse. Ich plädiere dafür, einen realistischen Blick zu erlangen. Es ist möglich, an den Finanzmärkten sehr viel Geld zu verdienen. So wie es möglich ist, in Deutschland Profi-Fußballspieler zu werden. Doch jeder, der Profi-Spieler in der Bundesliga werden möchte, muss wissen, dass dazu Fleiß, Training, Training und nochmal Training und auch Investitionen nötig sind. Oder aber man sagt, mir reicht es, ein- bis zweimal die Woche “just for fun” mit Freunden ein Spiel zu spielen. Dazwischen liegt alles. Alles davon ist gut und sinnvoll – aber mit zweimal die Woche zum Zeitvertreib wird man eben kein Profi. An der Börse ist es nicht anders. Man kann mit 1.000 Euro oder auch 5.000 Euro einsteigen und damit auch interessantes Trading betreiben – ein volles, zweites Gehalt damit aber zu erzielen ist nicht sehr realistisch. Man kann 10 Minuten in der Woche auf die Kurse schauen, oder täglich mehrere Stunden auf die Charts und mehr. Beide Wege werden zu unterschiedlichen Ergebnissen führen. 

Nochmal: Alles dabei ist sinnvoll, kann Spaß machen und Geld bringen. Der professionelle Ansatz, sprich viele Stunden täglich und auch mehr Kapital zu investieren, kann zu großen Summen führen. Der kleinere Ansatz kann ein Start sein und viel Wissen und Erfahrung bringen – aber nicht gleich Millionen Euro auf dem Konto. Warum betone ich das so? Nun, es gibt immer wieder Einsteiger an der Börse, die meinen, dies kann direkt ein Vollzeitjob werden. Ich freue mich immer über Begeisterung und Engagement, aber nur, weil ich mich erfreulicherweise morgen zum Fußballtraining beim Heimatverein anmelde, bin ich morgen noch kein Bundesligaspieler. Der Weg zum Erfolg ist selten eine Abkürzung, sondern meist ein langer Weg, der Geduld, Lernen und strategische Planung erfordert. Ganz nach dem Motto „Übung macht den Meister“ braucht es Zeit, um die Feinheiten und Nuancen zu verstehen – das gilt für den Fußball, wie fürs Trading. Mit dieser realistischen Betrachtungsweise können wir langfristig am ehesten unsere Ziele, seien sie finanzieller oder anderer Natur, erreichen und dabei Freude am Prozess gewinnen.

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Über den Autor

Autorenprofil: Andreas Fricke

Andreas Fricke

Andreas ist seit März 2022 in der Redaktion von Gründer.de. Hier verantwortet er die Bereiche Franchise- und Gründer-Verzeichnis, außerdem arbeitet er regelmäßig an neuen Büchern und eBooks auf unserem Portal. Zuvor hat er 5 Jahre lang in einer Online-Marketing-Agentur für verschiedenste Branchen Texte geschrieben. Sein textliches Know-how zieht er aus seinem Studium im Bereich Journalismus & Unternehmenskommunikation.

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