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Nebentätigkeit: Das musst du wissen

Das Gehalt ist zu niedrig? Die Inflation ist zu hoch? Die Arbeit fordert dich zu wenig? Abhilfe schafft oftmals eine Nebentätigkeit, die dir genau das bietet, was dir im Alltag fehlt. Aber darf man eigentlich einfach einen Nebenjob beginnen oder muss man das mit dem Arbeitgeber absprechen? Wie sieht es rechtlich mit Sozialversicherung und Steuern aus? Die Antworten darauf findest du in diesem Artikel!

Nach dem Bürojob noch Kurse im Fitnessstudio geben, am Wochenende Getränke in einer Bar servieren oder in der freien Zeit Fotos von Veranstaltungen und Feiern machen – Gründe für eine Nebentätigkeit gibt es viele, ebenso wie die damit verbundenen Möglichkeiten. In erster Linie geht es dabei natürlich um eines: die Aufbesserung der Finanzen. Was genau als Nebentätigkeit definiert ist und was du beachten musst, erfährst du in diesem Artikel.

Definition Nebentätigkeit: Wann spricht man von einer Nebenbeschäftigung?

Per Definition umfasst eine Nebentätigkeit alle Formen zusätzlicher Beschäftigung, die du neben deinem Hauptberuf hast. Das kann im Betrieb deines Hauptarbeitgebers sein, aber auch außerhalb deiner eigentlichen Firma. Bei einer Nebenbeschäftigung gelten die selben Rechte und Pflichten der Arbeitsvertragsparteien wie in einem gewöhnlichen Arbeitsverhältnis. Des Weiteren fallen selbstständige Tätigkeiten unter die Kategorie.

Muss ich eine Nebentätigkeit bei meinem Arbeitgeber anmelden oder beantragen?

Grundsätzlich steht es dir frei, außerhalb deiner Arbeitszeit das zu tun, was dir beliebt. Vertraglich vereinbarte pauschale Nebentätigkeitsverbote oder Genehmigungserfordernisse sind nach gemäß der garantierten Berufsfreiheit des Arbeitnehmers (GG Art. 12) nicht zulässig. Daher musst du eine Nebenbeschäftigung in der Regel nicht beim Arbeitgeber beantragen. Ein Arbeitnehmer ist allerdings verpflichtet, die Nebentätigkeit beim Hauptarbeitgeber anzuzeigen, wenn dies vertraglich vereinbart ist.

Sonderregel: Nebentätigkeit bei Hauptberuf im öffentlichen Dienst

Bei Angestellten im öffentlichen Dienst ist im Tarifvertrag im Normalfall geregelt, dass eine Nebenbeschäftigung im Vorfeld schriftlich angemeldet werden muss. Im Einzelfall kann dein Chef sie sogar ablehnen. Die Regelungen im Detail variieren unter den Ländern. Grundsätzlich ist aber auch eine Nebentätigkeit im öffentlichen Dienst möglich.

Welche Nebenbeschäftigungen sind verboten?

Zwar steht es dir frei, deine Nebenbeschäftigung zu wählen, allerdings unterliegt dir die Wahl je nach Berufsfeld einer oder mehrerer Einschränkungen. Dazu gehört beispielsweise, dass du keine Nebentätigkeit ausüben darfst, die deinem Arbeitgeber Konkurrenz macht. Dabei ist nicht dein Tätigkeitsbereich relevant, sondern das Geschäftsfeld deines Hauptarbeitgebers.

Insgesamt musst du darauf achten, dass deine Nebentätigkeit deine Leistung im Hauptberuf nicht beeinträchtigt. Das spiegelt sich auch in den gesetzlichen Regelungen wider. Wenn du etwa hauptberuflich Lkw-Fahrer bist und nach Dienstschluss als Taxifahrer arbeiten möchtest, musst du die vorgeschriebenen Lenk- und Pausenzeiten beachten. Auch die generelle Arbeitszeit unterliegt gewissen Regeln, die von Fall zu Fall variieren können. Gleiches gilt für Nebentätigkeiten im Urlaub. Diese dürfen den Hauptzweck deines Urlaubs – der Erholung – nicht behindern. Was als erholsam gilt, unterscheidet sich aber auch im Einzelfall.

Ist ein Nebeneinkommen versicherungspflichtig?

Auch Nebentätigkeiten sind in der Regel sozialversicherungspflichtig. Wenn du also neben deinem Hauptjob in einem Angestelltenverhältnis eine weitere Tätigkeit für einen anderen Arbeitgeber ausübst, werden beide Tätigkeiten für die Sozialversicherung berücksichtigt. Wenn eine deiner beiden Einnahmequellen auf selbstständiger Arbeit basiert, kommt es auf den Hauptberuf an: Bist du hauptberuflich selbstständig und im Nebenjob angestellt, bist du nicht krankenversicherungspflichtig. Du kannst allerdings unter bestimmten Umständen freiwillig krankenversichert sein. Wenn du im Hauptberuf angestellt bist und nebenberuflich selbständig arbeitest, ist nur das Entgelt aus dem Hauptberuf beitragspflichtig.

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Muss ich meine Nebenbeschäftigung versteuern?

Grundsätzlich spielt es keine Rolle, ob du Einkünfte aus einer Haupt- oder Nebentätigkeit erzielst. Sie alle müssen versteuert werden. Ausnahmen gelten für Minijobs bis zu 450 Euro. Darüber hinaus gibt es in diversen Branchen gewisse Freibeträge für Nebentätigkeiten, darunter erzieherische, künstlerische und gemeinnützige Berufsfelder. Vorsicht solltest du auch walten lassen, wenn du eine Nebentätigkeit in Kurzarbeit beginnst, um den Gehaltsverlust auszugleichen. Denn dieser bessert nicht deine Finanzen auf, sondern reduziert lediglich die Höhe des Kurzarbeitergelds.

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Fazit: Eine Nebentätigkeit hängt vor allem von der Branche ab

Wenn du eine Nebentätigkeit ausüben möchtest, darf dir dein Arbeitgeber im Normalfall keine Steine in den Weg legen. Allerdings darfst du nicht im Konkurrenzfeldern tätig sein und deine Leistung im Hauptberuf darf nicht beeinträchtigt werden. Oft ist eine Nebenbeschäftigung sozialversicherungspflichtig und der Verdienst muss in der Steuererklärung angegeben werden.

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Was ist eine Nebentätigkeit?

Als Nebentätigkeit gelten alle zusätzlichen Formen der beruflichen Beschäftigung neben deinem Hauptjob.

Muss mein Arbeitgeber einen Nebenjob genehmigen?

Nein, im Normalfall kannst du dich ohne Erlaubnis deines Arbeitgebers für eine Nebenbeschäftigung entscheiden. Voraussetzung ist aber, dass dein Nebenverdienst keine Konkurrenz für deinen Arbeitgeber darstellt und deine Leistung nicht beeinträchtigt wird.

Muss ich meine Nebenbeschäftigung bei der Versicherung anmelden?

Abhängig von der Form deiner Haupt- und Nebenbeschäftigung bist du dazu verpflichtet, diese bei der Sozialversicherung anzumelden.

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Über den Autor

Autorenprofil: Andreas Fricke

Andreas Fricke

Andreas studierte 2013 nach seinem Abitur Journalismus & Unternehmenskommunikation in Köln. Parallel sammelte er Erfahrung bei den Redaktionen verschiedener Tageszeitungen. Nach dem Studium zog es ihn ins Online-Marketing, wo er mit dem Schwerpunkt auf SEO-Texte und Blogbeiträge fünf Jahre für verschiedenste Themen und Branchen schrieb. Seit März 2022 verstärkt er die Redaktion von Digital Beat und Gründer.de als Junior-Online-Redakteur.

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