Coronavirus, Überbrückungshilfe III Plus & Co. - Ein aktueller Ratgeber für Unternehmer

Corona-Regeln 2021: Das müssen Unternehmer beachten

Fast eineinhalb Jahre Corona-Pandemie: Viele Unternehmer sind weiterhin gezwungen ihren Alltag mit Corona zu meistern. Wie tangiert das Coronavirus Arbeitsverhältnisse? Was muss ein gewissenhafter Arbeitgeber tun, um seine Arbeitnehmer zu schützen? Welche Gesetze betreffen Unternehmer und Arbeitgeber direkt? Welche Unterstützung leistet der Staat? Was ist aktuell erlaubt? Stetig werden neue Verordnungen und Regeln erlassen und vielen fällt es schwer den Überblick darüber zu behalten. Wir haben euch die wichtigsten Informationen und aktuelle Corona-Regeln für Unternehmer und Selbstständige zusammengefasst.

Die Verbreitung des Coronavirus gefährdet nicht nur die Gesundheit, sondern bereitet auch der Wirtschaft Sorgen. Durch neu erlassene Verordnungen und den Corona-Stufenplan sind die aktuell geltenden Corona-Regeln unübersichtlicher denn je. Unternehmer und Selbstständige zerbrechenden sich daher den Kopf darüber, welche Gesetze es zu beachten gilt. Viele fragen sich außerdem, welche Wirtschaftshilfen ihnen und ihrem Unternehmen möglicherweise zugutekommen könnten. In diesem Artikel haben wir die wichtigsten Corona-Regeln 2021 für Unternehmer und Selbstständige zusammengefasst.

1. Wirtschaftshilfen: Überbrückungshilfe III Plus und Neustarthilfe Plus

Die erste wichtige Information für Unternehmer und Selbstständige dreht sich um Wirtschaftshilfen. Für den Förderzeitraum Juli bis September 2021 können Unternehmen seit dem 23. Juli Anträge auf Überbrückungshilfe III Plus stellen. Diese Förderung kommt Unternehmen zugute, die auch im Dritten Quartal 2021 stark von Corona betroffen sind. Antragsberechtigt sind weiterhin Unternehmen, die aufgrund des Coronavirus einen Umsatzeinbruch von mindestens 30 Prozent verzeichnen. Neu ist die sogenannte Restart-Prämie: Unternehmen, die im Zuge der Wiedereröffnungen Personal aus der Kurzarbeit zurückholen und neu einstellen, erhalten eine Personalkostenhilfe. Zudem werden Unternehmen, die vor der Insolvenz stehen, mit gezielten Stabilisierungs- und Restrukturierungsmaßnahmen unterstützt. Eine weitere Information für Unternehmer ist, dass auch künftig Maßnahmen und Investitionen in den Bereichen Hygiene und Digitalisierung gefördert werden.

Die Neustarthilfe Plus richtet sich an Soloselbstständige, die aufgrund von Corona Umsatzeinbußen erleiden, aber aufgrund geringer Fixkosten von der Überbrückungshilfe III Plus kaum profitieren. Die Anträge sind wie bisher über einen Steuerberater einzureichen.

2. Neue Corona-Regeln 2021 für den Arbeitsplatz

Die Bundes-Notbremse endete am 30.06.2021. Somit ist seit dem 1. Juli als neue Corona-Regel 2021 die Homeoffice-Pflicht aufgehoben. Außerdem ist zeitgleich am 1. Juli die neue SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung in Kraft getreten. Diese bringt wenig Änderungen mit. Demnach müssen Unternehmen als neue Corona-Regeln 2021 ihre betrieblichen Hygienekonzepte weiterhin an die Pandemielage anpassen, um das Ansteckungsrisiko effizient zu minimieren. Dazu zählen u.a. Abstandsregelungen, Lüftungsmaßnahmen und technische Maßnahmen zur Trennung der Atembereiche.

Darüber hinaus besteht die Pflicht allen Beschäftigten mindestens einmal pro Woche einen kostenlosen Schnelltest anzubieten. Die Kosten muss auch künftig der Arbeitgeber tragen. Das Testangebot ist aber weiterhin freiwillig. Neu hinzugekommen ist die Aufbewahrungspflicht, wonach Arbeitgeber Nachweise über die Restbeschaffung und Vereinbarungen mit Dritten über die Testung von Beschäftigten aufheben müssen. Diese gilt vorerst bis zum 10.09.2021. Eine Test- oder Impfpflicht darf der Arbeitgeber nicht anordnen. Mitarbeiter haben gegen ihren Arbeitgeber einen Anspruch auf Infektionsprävention. Dass heißt als neue Corona-Regel 2021 gilt, dass der Arbeitnehmer unter Fortzahlung des Lohnes verweigern kann am Arbeitsplatz zu erscheinen, wenn der Arbeitgeber das Ansteckungsrisiko nicht nach bestem Gewissen minimiert.

Außerdem regelt die neue SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung alltägliche Betriebsabläufe. So muss die gemeinsame Nutzung von Räumen durch den Arbeitgeber auf das notwendige Minimum reduziert werden. Auch sind betriebsbedingte Zusammenkünfte mehrerer Personen zu vermeiden. Des weiteren ist der Arbeitgeber verpflichtet Arbeitsplatze so umzugestalten, dass der Sicherheitsabstand von 1,5 Metern eingehalten werden kann. Anderenfalls besteht Maskenpflicht.

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3. ERP-Wirtschaftsplangesetz

Zudem hat das Bundeskabinett den Entwurf des ERP-Wirtschaftsplangesetzes 2022 beschlossen. Kleine und mittlere Unternehmen können damit zinsgünstige Finanzierungen und Beteiligungskapital erhalten. Das Fördervolumen beträgt rund 9,8 Milliarden Euro. Damit sollen mittelständische Unternehmen aus der Corona-Krise begleitet und effektiv unterstützt werden.

Häufige Fragen (FAQ) zu Corona-Regeln 2021

Ab wann gilt die SARS-CoV-2-Arbeitssschutzverordnung?

Die neue Arbeitsschutzverordnung gilt seit dem 1. Juli 2021 und ist bis zum 10.09.2021 gültig.

Ab wann muss man den COVID-19-Test in Deutschland selbst zahlen?

Der bisher kostenlose Bürgertest wird ab dem 11. Oktober kostenpflichtig. Ungeimpfte müssen künftig ihre Tests aus eigener Tasche zahlen, wenn sie beispielsweise ein Restaurant oder Veranstaltungen besuchen oder ins Kino wollen.

Was gilt nach der 3G-Regel?

Seit dem 23. August gilt die 3G-Regel. Diese bietet geimpften, genesenen oder getesteten Personen in vielen Bereichen Erleichterungen.

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Über den Autor

Autorenprofil: Luisa Kleinen

Luisa Kleinen

Luisa wurde 1996 in Bonn geboren und studierte nach ihrem Abitur Rechtswissenschaften mit den Abschluss des ersten Staatsexamen (Schwerpunkt Internationales Strafrecht und Medienstrafrecht) an der Universität zu Köln. Parallel zu ihrem Studium war sie einige Jahre als Studentische Hilfskraft in der Forschungsstelle für Medienrecht an der TH-Köln tätig. Dadurch erhielt sie einen tiefen Einblick in das Medien-, IT- und Datenschutzrecht und sammelte erste redaktionelle Erfahrungen. Später arbeitete sie als Assistenz der Geschäftsführung in einem Gastronomiebetrieb und erweiterte hier ihre Kenntnisse im Personal- und Projektmanagement. Seit August 2021 ist sie als Praktikantin in der Online-Redaktion von Gründer.de tätig.

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