Strenge Regeln für Ungeimpfte

An den Arbeitsplatz nur noch mit 3G?

Auch diesen Winter bereitet Corona den Deutschen große Sorgen. Die vierte Welle überrollt das Land und eine neue Mutation namens Omikron treibt die ebenfalls Pandemie schnell voran. Um eine Überlastung des Gesundheitssystems und eine zu rasche Ausbreitung des Virus zu verhindern wurde ein neues Infektionsschutzgesetz verabschiedet. Seit dem 8. November gilt somit 3G am Arbeitsplatz in ganz Deutschland. Wir erklären, worauf Beschäftigte und Arbeitgeber jetzt achten müssen.

Die Corona-Infektionen steigen und gleichzeitig sinkt das Impftempo – und das nicht nur in Deutschland! Seit letzter Woche gilt daher deutschlandweit die 3G am Arbeitsplatz. Das bedeutet, dass alle Beschäftigten vor Ort dann geimpft, genesen oder getestet sein müssen.

Was ist der Unterschied zwischen 3G, 2G und 2G plus?

Was ist die 3G-Regel?

Unter der 3G-Regel werden die Nachweise für eine Corona-Impfung, eine Genesung und ein negatives Testergebnis begrifflich zusammengefasst. Demnach dürfen an Orten, an denen diese Regelung gilt nur noch Geimpfte, Genesene und negativ Getestete zusammenkommen. Zusätzlich wird im Hinblick auf die Tests zwischen Antigenschnelltests und PCR-Tests unterschieden. Ein PCR-Test ist maximal 48 Stunden, ein Schnelltest maximal 24 Stunden gültig.

Was bedeutet die 2G-Regel?

Die 2G-Regel bedeutet, dass nur Geimpfte und Genesene Zutritt zu bestimmten Orten haben, wie etwa Veranstaltungen, Restaurants, Aktivitäten oder gewisse Räumlichkeiten.

Was bedeutet 2G-plus?

Neu eingeführt wurde vieler Orts die sogenannte 2G plus-Regel. Das bedeutet, dass sich vollständig geimpfte oder genesene Personen zusätzlich testen lassen müssen. Ein negativer Schnelltest ist dabei ausreichend.

Was bedeutet die 3G am Arbeitsplatz für Mitarbeiter?

Die neue Regeln bedeutet, dass Arbeitnehmer verpflichtend einen 3G Nachweis mitführen müssen. Kann der Arbeitnehmer dem Arbeitgeber keinen 3G-Nachweis vorlegen, bedeutet das, dass ein Mitarbeiter nicht arbeitsbereit ist und deshalb die rechtlichen Voraussetzungen für den Arbeitseinsatz nicht erfüllt. Im Umkehrschluss entfällt daher der Entgeltanspruch des Mitarbeiters ersatzlos, bis er einen 3G-Nachweis vorlegen kann. Diese Pflicht gilt auch für Personen, die sich aus gesundheitlichen Gründen nicht impfen lassen können.

Ungeimpfte oder Nicht-Genesene müssen somit täglich einen Test nachweisen. Ansonsten dürfen sie die Arbeitsstätte nicht mehr aufsuchen. Zum Nachweis dürfen Nicht-Geimpfte auch das kostenlose Testangebot ihres Arbeitgebers nutzen. Alternativ dürfen Ungeimpfte aus dem Homeoffice arbeiten. Generell wird allen Arbeitnehmern empfohlen von Zuhause zu arbeiten.

Noch strenge Regeln gelten übrigens für Beschäftigte in der Gesundheits- und Pflegebranche. Sie müssen auch dann zusätzlich negativ getestet sein, wenn sie geimpft oder genesen sind.

Welche Pflichten treffen Arbeitgeber jetzt?

Arbeitgeber müssen die Einhaltung der 3G Regel am Arbeitsplatz kontrollieren und dokumentieren. Die Kontrolle muss vor dem Betreten des Büros stattfinden. Zudem müssen Arbeitgebern ihren Mitarbeitern mindestens 2 kostenlose Testangebote pro Woche unterbreiten. Um die restlichen Arbeitstage muss sich der Arbeitnehmer selbst kümmern.

Datenschutz

Arbeitgeber müssen die erhobenen Daten müssen spätestens sechs Monate nach ihrer Erhebung löschen. Außerdem dürfen sie nicht an Dritte weitergeben. Um auf Nummer sicher zu gehen empfiehlt es sich Kontrolllisten zu führen.

Gilt das Testen als Arbeitszeit?

Testen gehört nicht zur Arbeitszeit. Das ergibt sich aus dem Gesetz. Dort ist geregelt, dass Arbeitnehmer ihre Arbeitsstätte nur betreten dürfen, wenn sie die entsprechenden Nachweise „mit sich führen, zur Kontrolle verfügbar halten oder bei dem Arbeitgeber hinterlegt haben“. Der Gesetzgeber geht also davon aus, dass die entsprechenden Nachweise schon vor Arbeitsbeginn beschafft wurden.

Häufige Fragen (FAQ) zu 3G-Regel am Arbeitsplatz

Was meint 2G?

Neben der 3G-Regel wird auch immer wieder von der 2G-Regel gesprochen. Bei der 2G-Regel fällt das dritte G für „getestet“ weg. Das bedeutet, nur Geimpfte und Genesene haben Zutritt. 

Wo gilt die 3G-Regel?

Die 3G-Regel gilt seit dem 23. August 2021 und besagt, dass bei Besuchen von Krankhäusern, Pflegeeinrichtungen, in der Innengastronomie und bei Beherbergung sowie Veranstaltungen, Festen und Sportstätten nur Geimpfte, Genesene oder Getestete Zutritt haben.

Wo gilt die 3G-Regel am Arbeitsplatz?

Aktuell gilt die 3G-Regel am Arbeitsplatz in Deutschland flächendeckend. Zudem sollen Beschäftige nach Möglichkeit aus dem häuslichen Arbeitsplatz

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Über den Autor

Autorenprofil: Luisa Kleinen

Luisa Kleinen

Luisa wurde 1996 in Bonn geboren und studierte nach ihrem Abitur Rechtswissenschaften mit den Abschluss des ersten Staatsexamen (Schwerpunkt Internationales Strafrecht und Medienstrafrecht) an der Universität zu Köln. Parallel zu ihrem Studium war sie einige Jahre als Studentische Hilfskraft in der Forschungsstelle für Medienrecht an der TH-Köln tätig. Dadurch erhielt sie einen tiefen Einblick in das Medien-, IT- und Datenschutzrecht und sammelte erste redaktionelle Erfahrungen. Später arbeitete sie als Assistenz der Geschäftsführung in einem Gastronomiebetrieb und erweiterte hier ihre Kenntnisse im Personal- und Projektmanagement. Seit August 2021 ist sie als Praktikantin in der Online-Redaktion von Gründer.de tätig.

Eine Antwort

  1. Es ist bei weitem nicht die „Zahl der Infizierten“ , die steigt, sondern die Zahl der im ersten Durchgang positiv Getesteten. Je mehr getestet wird desto mehr steigt auch die Anzahl der fälschlich positv Getesteten. Ob diese alle dann tatsächlich „infiziert “ sind, zeigt sich erst bei einem weiteren Test mit Arztbesuch und an tatsächlcihen Symptomen. Hier vermisse ich eine kritische Haltung zum allgemeinen Mediennarrativ der Angstmache.
    Zudem ist sehr strittig – vielmehr in seiner Gesetzeswidrigkeit anwaltlich schon nachgewiesen – ob sich 3G und 2G mit dem Grundgesetz, insbesondere dem Art. 3 (Gleichheitsgrundsatz) vertragen.
    Es ist nicht „normal“ was hier passiert. Auch wenn der Ton dieses Artikels (wie der vieler anderer Medeinberichte) etwas Harmloses vermuten lässt, so als ginge es einfach nur um „Arbeitskleidung“. Noch nie hat der Staat über den Hebelarm der Unternehmen so stark in das Recht auf körperliche Unversehrtheit hineingewirkt. Die Teilnahme an einem der riesigsten „Impf“- Experimente muss absolut freiwillig bleiben.

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