Warum sich Investments jetzt besonders lohnen können

Kryptowährungen: Das neue Zahlungsmittel in der Krise?

Der Corona-Crash hat nahezu alle Branchen und Anlage-Bereiche mit voller Wucht getroffen – auch die Kryptowährung Bitcoin. Doch nach einer kurzen Talfahrt ging es wieder nach oben. Währenddessen setzen die Notenbanken auf zukünftige drastische Maßnahmen, was das Vertrauen in traditionelle Währungen verringern könnte. Dadurch wächst wiederum das Vertrauen in digitale Währungen und könnte den Bitcoin-Kurs nach der Krise stärker ansteigen lassen. Somit rücken Kryptowährungen auch für Anleger wieder stärker in den Fokus. Im folgenden Report bekommst du grundlegende Infos über Kryptowährungen und wichtige Tipps für den Handel. Du erfährst, wie sich die Corona-Krise auf die digitalen Währungen ausgewirkt hat und warum sich Bitcoin-Investitionen jetzt trotzdem lohnen könnten.

Die Entstehung der Kryptowährungen

In den letzten Jahren ist das Thema Kryptowährungen, nicht zuletzt durch den enormen Wertzuwachs des Bitcoin, immer populärer geworden. Während sich zuerst nur eine Handvoll “Freaks” damit beschäftigt haben, sind der Bitcoin und andere Kryptowährungen inzwischen zu einer festen Größe bei vielen Anlegern geworden. Die möglichen Gewinnaussichten und die vielen positiven Prognosen der Krypto-Experten taten ihr Übriges, um einen wahren Goldrausch bei den Anlegern hervorzurufen. Dieser gipfelte zuletzt Ende 2017 in einem Höhenflug des Bitcoin auf über 16.000 Euro. 

Angefangen hat alles 2009, da führte ein anonymer Programmierer oder eine Gruppe von Programmierern unter dem Decknamen “Satoshi Nakamoto” den Bitcoin ein. Satoshi beschrieb es als „Elektronisches Peer-to-Peer Bargeldsystem”. Es gibt keine physische Komponente dieser Währung, d.h. weder “echte” Münzen, noch Geldscheine. Die Währung ist zudem vollständig dezentralisiert, es sind keine Server und keine zentrale Kontrollinstanz beteiligt. Kryptowährungen basieren auf Kryptographie: Sie sind nicht durch Menschen oder Vertrauen abgesichert, sondern durch Mathematik. Dadurch ist es wahrscheinlicher, dass ein Asteroid auf ein Haus fällt, als dass eine Bitcoin-Adresse gefährdet ist.

Der Kauf von Kryptowährungen

Wenn du in Kryptowährungen investieren möchtest, sollten grundsätzliche Kenntnisse über den Bitcoin-Kauf vorhanden sein. Generell läuft der Kauf nämlich in drei Schritten ab:

Schritt 1: Kaufe deinen ersten Bitcoin-Anteil

Ein kompletter Bitcoin stellt für Einsteiger eine sehr große Investition dar. Deshalb ist es besser, einen Bitcoin-Anteil zu kaufen. Wähle dafür einen passenden Dienst aus und dann den gewünschten Anteil des Bitcoin. Die Plattform teilt dir die genauen Kurse und Preise mit. Der Kontakt verläuft anonym, du brauchst also keine Adresse hinterlegen. 

Schritt 2: Hole dir deine Bitcoin Wallet

Mit einem eigenen Wallet besitzt du den Überblick über die privaten Schlüssel und somit den einzigen Zugang zu deinen Kryptowährungen. Deshalb gehört ein Wallet immer zum Bitcoin-Kauf dazu.

Schritt 3: Verkaufe deinen Bitcoin-Anteil

Sobald der Preis bis zu einem Punkt gestiegen ist, an dem du mit dem Verkauf zufrieden bist, kannst du deinen Bitcoin-Anteil auch wieder verkaufen. Du bekommst dann einen bestimmten Betrag je nach Kurs des Bitcoin ausgezahlt.

Hinweis für weitere Kryptowährungen

Bei allen weiteren Kryptowährungen lässt sich der Kauf nicht direkt abwickeln, denn dort kommt es zum Tausch und nicht zum Kauf. Dafür brauchst du als Einstieg erst einmal Bitcoin-Anteile. Diese lassen sich dann gegen eine andere Kryptowährung eintauschen, und zwar über eine der zahlreichen Krypto-Börsen. Nach Schritt 2 (dem Bitcoin Wallet) suchst du dir also eine sogenannte Exchange-Plattform und tauschst deine Bitcoin-Anteile gegen eine andere Kryptowährung ein. Die Tauschoptionen hängen dabei von bestimmten Kryptowährungen, deren Beliebtheit, sowie deinem Standort ab.

Auswirkungen der Corona-Krise auf die Kryptowährungen

Mitte Februar lag der Bitcoin-Kurs noch bei über 9.500 Euro. Dann kam die Corona-Krise und der Kurs stürzte stark ab. Er halbierte sich fast bis Mitte März auf rund 4.300 Euro. Also kurz zusammengefasst: Auch die weltbekannteste Kryptowährung leidet unter den Auswirkungen des Coronavirus. Dabei hätte man erwarten können, dass die Digitalwährung in turbulenten Marktphasen weniger an Wert verliert als andere Anlage-Produkte. Bitcoin-Spekulanten hatten sogar gehofft, dass der Bitcoin deutlich zulegt und ein großes Comeback feiern würde. Anleger mussten hingegen beobachten, wie der Bitcoin-Kurs abstürzte und sich damit ähnlich wie viele Aktienkurse verhielt. 

Doch der Kurs konnte sich in den vergangenen Wochen erstaunlich schnell erholen. Aktuell liegt er etwa 25 Prozent unter dem Wert vor der Corona-Krise. Der erste Schock scheint also überwunden. In den kommenden Monaten wird sich zudem zeigen, wie der Bitcoin-Kurs auf Maßnahmen der Staaten und Notenbanken reagiert. Also auch, ob Kryptowährungen als eine Art Inflationsschutz dienen können. Denn je nach Ausmaß der Krise stehen nicht nur Unternehmen, sondern auch Staaten vor der Pleite. Wenn dann die Zentralbanken einspringen und das generelle Vertrauen in die Banken sinkt, steigt erfahrungsgemäß das Interesse an Kryptowährungen.

Diese Kryptowährungen lohnen sich trotz Corona-Krise

Natürlich kann auch der beste Analyst nicht vorhersehen, wie genau sich die Kurse entwickeln werden. Wer grundsätzlich von Kryptowährungen überzeugt ist, kann jetzt aber zu einem sehr attraktiven Kurs kaufen. Auch deshalb, weil die Werte zwar gerade wieder ansteigen, aber momentan noch deutlich unter dem Vor-Krisen-Wert liegen. 

Insgesamt gibt es über 1.600 verschiedene Kryptowährungen. Das sind die aktuell bekanntesten und vielversprechendsten:

1. Bitcoin

Die erste Kryptowährung, mit der alles begann. Der Bitcoin ist seit seiner Initiierung im Jahre 2009 immer stetig im Wert gestiegen. Für Einsteiger eine gute Möglichkeit, Kryptowährungen kennenzulernen. Bei den Investitionen sollte aber der Fokus nicht nur auf Bitcoin-Anteilen liegen, da dort die Rendite vergleichsweise geringer ausfallen. 

2. Ethereum 

Eine vollständig programmierbare Währung, mit der Entwickler verschiedene verteilte Anwendungen und Technologien entwickeln können, die mit Bitcoin nicht funktionieren würden. Während andere Kryptowährungen sich dem Vorwert der Krise annähern, liegt Ethereum schon darüber und zeichnet sich durch eine große Dynamik aus. 

3. Ripple 

Im Gegensatz zu den meisten Kryptowährungen verwendet es keine Blockchain, um einen netzwerkweiten Konsens für Transaktionen zu erreichen. Dadurch ist Ripple schneller als Bitcoin, aber auch anfällig für Hackerangriffe. In der Corona-Krise verhielt sich der Kurs ähnlich wie beim Bitcoin, ein stärkeres Vertrauen in digitale Währungen könnte diesen also ansteigen lassen. 

4. Bitcoin Cash 

Ein Ableger von Bitcoin, der von der größten Bitcoin-Mininggesellschaft und einem Hersteller von ASICs Bitcoin-Miningchips unterstützt wird. Dieser Coin ist noch relativ neu am Markt, konnte aber bereits unter die ersten fünf Kryptowährungen in Bezug auf die Marktkapitalisierung aufsteigen. Der generelle Kurs orientiert sich jedoch stark am Bitcoin, also steigt der Wert, wenn auch der allgemeine Bitcoin-Kurs steigt. 

5. NEM

Im Gegensatz zu den meisten anderen Kryptowährungen, die einen Proof of Work-Algorithmus verwenden, verwendet NEM den Proof of Importance-Algorithmus. Bei diesem müssen die Benutzer bereits bestimmte Mengen an Coins besitzen, um neue erhalten zu können. Das erhöht die allgemeine Sicherheit und könnte nach der Krise den Fokus auf NEM lenken.

6. Litecoin 

Eine Kryptowährung, die mit der Absicht geschaffen wurde, das „digitale Silber“ im Vergleich zu Bitcoins „digitalem Gold“ zu sein. Es ist ebenfalls ein Ableger von Bitcoin. Der Kurs ist durch die Corona-Krise stark gefallen, entwickelt sich aber auch wieder in Richtung des Wertes vor der Krise.

7. IOTA 

Die bahnbrechende Ledger-Technologie dieser Kryptowährung heißt ‚Tangle‘ und erfordert, dass der Absender in einer Transaktion einen sogenannten Proof of Work durchführt, der zwei Transaktionen genehmigt. Der IOTA-Kurs ist durch die Corona-Krise besonders abgestürzt, was dazu führt, dass die Währung momentan sehr günstig erworben werden kann. Das ist besonders risikoreich, macht aber auch hohe Rendite möglich.   

8. EOS 

EOS kam im Juni 2017 auf den Markt und ist einerseits eine Kryptowährung, andererseits aber auch eine allgemeine Plattform für Blockchain-basierte Anwendungen. Durch die Vielfalt kam EOS vor der Krise gut bei Anlegern an und könnte sich auch in Zukunft wieder an die Vor-Krisen-Werte annähern.

9. Dash 

Bei Dash handelt es sich um ein zweistufiges Netzwerk. Dadurch ist Dash deutlich schneller als Bitcoin und auch anonymer. Die Corona-Krise konnte den Kurs von Dash nicht beeinflussen, der Wert stieg sogar in den letzten Tagen und liegt weit über dem Vor-Krisen-Wert.

10. Zcash 

Zcash ist Bitcoin sehr ähnlich, jedoch mit einigen anderen Features. Wie Bitcoin basiert sie auf einer dezentralen Blockchain, ermöglicht aber die Anonymität hinter den Transaktionsbeträgen und Beteiligten. Durch ein zukünftiges, steigendes Bedürfnis nach Anonymität könnte sich der Kurs schnell erholen und insgesamt steigen.

11. Qtum 

Qtum ist eine Fusion der Technologien von Bitcoin und Ethereum für Geschäftsanwendungen. Das Netzwerk zeichnet sich durch die Zuverlässigkeit von Bitcoin aus und ermöglicht gleichzeitig die Nutzung von intelligenten Verträgen und verteilten Anwendungen, so wie es innerhalb des Ethereum-Netzwerks funktioniert. Deshalb besitzt Qtum auch ein großes Potenzial für anstehende Schritte zur Digitalisierung. 

12. Monero 

Eine Kryptowährung mit privaten Transaktionsmöglichkeiten und einer der aktivsten Communities, die durch ihre offenen und datenschutzorientierten Ideale geprägt ist. Monero ist erfolgreich, konnte aber vor der Krise die Erwartungen der Anleger nicht erfüllen. Der Kurs könnte ansteigen, wenn der Fokus auf Datenschutz verstärkt wird. Ob und inwiefern dieser Fokus nach der Krise entsteht, bleibt abzuwarten.

13. Ethereum Classic 

Eine Originalversion von Ethereum. Die Spaltung erfolgte, nachdem eine dezentrale, autonome Organisation, die auf dem ursprünglichen Ethereum aufgebaut war, gehackt wurde. Ähnlich wie Ethereum besitzt sich Ethereum Classic eine große Dynamik und konnte sich vergleichsweise schnell vom Einbruch der allgemeinen Kurswerte erholen.

Tipps für den Kryptowährung-Kauf – während und nach der Krise

Der Kurs der Kryptowährungen wird prinzipiell vom Vertrauen der Anleger beeinflusst. Steigt das Vertrauen in digitale Währungen, so steigt auch der Kurs. Deshalb ist eine genaue Markt-Beobachtung sinnvoll. Zudem lohnt sich aktuell ein Blick auf, im Vergleich zum Bitcoin, kleinere Kryptowährungen. Das Risiko ist zwar höher, aber es sind auch sehr viel höhere Renditen möglich. Lege dir aber unbedingt vor jeder Investition ein Maximal-Budget fest und investiere erstmal kleine Beträge. Steigen die Kurse weiter, kannst du die Risiken abwägen und dann auch mehr anlegen. 

Generell ist es wichtig, sich vor dem Kauf gut über das gesamte Thema zu informieren. Mittlerweile existieren auch viele kostenlose Angebote und Videos als Einstieg in den Umgang mit Kryptowährungen. Zudem lohnt es sich, Erfahrungsberichte anderer Investoren zu lesen, um Einsteiger-Fehler zu vermeiden. 

Fazit

Zweifelsfrei lassen sich die Kryptowährungen aktuell zu einem sehr günstigen Preis kaufen. Es könnte sich also durchaus lohnen, in einige der Währungen einzusteigen. Vor allem, wenn das allgemeine Vertrauen in digitale Währungen durch die Krise steigt. Bedenke aber immer, dass sich die genauen Entwicklungen nie vorhersagen lassen. Du brauchst also Geduld und eine gute Vorbereitung. Nutze dafür die kostenlosen Angebote oder lass dich von Experten beraten. Denn nur dann startest du gut vorbereitet in deine Kryptowährung-Investition und kannst von den aktuellen Kurs-Entwicklungen profitieren. 

Über den Autor

Autorenprofil: Insa Schoppe

Insa Schoppe

Direkt nach dem Abitur entschied sich Insa für ein „Multimedia Production“-Studium in Kiel, danach folgten praktische Erfahrungen in einer Fernsehproduktionsfirma. Anschließend startete sie ein Volontariat in der Redaktion eines Radiounternehmens und wurde als Redakteurin übernommen. Zu ihren Aufgaben gehörten neben der Recherche und Texterstellung auch tägliche Nachrichten sowie die Verantwortung für mehrere Magazine. Im März 2020 wechselte Insa von der Radio-Redaktion in die Online-Redaktion von Gründer.de und unterstützt seitdem das Team als Junior-Online-Redakteurin.

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