Vermögensaufbau in der KriseQuelle: fotomek – stock.adobe.com

Krisenzeiten können gut für den Vermögensaufbau genutzt werden – wenn man auf die richtige Anlageform setzt.

Krisenzeiten haben sowohl viele Nachteile als auch Vorteile. Die Nachteile dürften klar sein: Viele Arbeitnehmer verlieren ihren Job, Unternehmen gehen pleite und an den Börsen geht es drunter und drüber. Ein Vorteil an solchen Krisen ist aber auch, dass man diese gut für den eigenen Vermögensaufbau nutzen kann. Denn gerade, wenn die Kurse nach unten gehen, bietet sich Anlegern eine gute Gelegenheit, sich über ihren Vermögensaufbau Gedanken zu machen. Damit du weißt, welche Möglichkeiten du bei deinem Vermögensaufbau hast, wollen wir dir im Folgenden fünf Anlagestrategien vorstellen, die du effektiv für dich nutzen kannst.

Wer sich finanziell absichern möchte, kommt um das Anlegen von Geld nicht herum. Sein Geld einfach auf dem Konto liegen zu lassen, ist hierbei die denkbar schlechteste Methode, da das Geld in Zeiten von Negativzinsen so eher weniger als mehr wird. Damit du auch Krisenzeiten dafür nutzen kannst, dich aktiv mit deinem Vermögensaufbau zu beschäftigen, stellen wir dir nun die fünf Säulen des Vermögensaufbaus vor. Also fünf Möglichkeiten, mit denen du dich finanziell für die Zukunft absichern kannst.

1. Aktien

Bei einer Aktie handelt es sich um einen Anteil an einem Unternehmen. Einen Anteil des Unternehmens kaufen zu können, setzt voraus, dass es sich bei dem Unternehmen um eine Aktiengesellschaft handelt und die Firma den Börsengang erfolgreich absolviert hat. Wer eine oder mehrere Aktien kauft, wird dadurch Miteigentümer des Unternehmens und trägt damit auch ein finanzielles Risiko, sollte die Aktiengesellschaft Verluste machen. Je mehr Aktien du also kaufst, desto größer wird dein Anteil am Unternehmen, was dir entsprechende Vorteile bringt.

Immer mehr Menschen in Deutschland investieren in Aktien. 2018 besaßen rund 10,3 Millionen Menschen Aktien oder Aktienfonds – das entspricht 16,2 Prozent der Deutschen. Klingt im ersten Moment viel, jedoch liegt Deutschland dabei im internationalen Vergleich noch weit hinten. Viele Menschen wissen nicht, wie sie am besten in den Handel einsteigen oder machen sich zu große Sorgen um das Risiko.

Generell sind Aktien für Anleger geeignet, die sich aktiv um ihr Geld kümmern wollen. Je mehr Risiko sie eingehen können und wollen, desto höher kann der Anteil an Aktienanlagen sein.

Ein Vorteil von Aktien zum Vermögensaufbau ist, dass mit ihnen höhere Renditen möglich sind, als mit festverzinsten Anlagen. Neben der Chance auf die Wertsteigerung bieten mögliche Dividendenzahlungen weitere Gewinnchancen. Nachteil an Aktien kann sein, dass es sehr aufwendig ist, sich für die „richtigen“ Aktien zu entscheiden. Bei Aktien sind zudem hohe Wertschwankungen bis hin zu Totalverlusten möglich. Hier sollte das Kapital deswegen breit gestreut werden, um das Verlustrisiko einzudämmen. Wer sich nicht ständig um sein Geld kümmern möchte, ist mit Aktienfonds besser bedient.

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2. Fonds

Viele Anleger wollen oder können sich nicht ständig darum kümmern, die besten Anlagemöglichkeiten am internationalen Aktien-, Anleihen-, oder Immobilienmarkt zu suchen. Anderen fehlt vielleicht das Kapital, um mit den professionellen Vermögensverwaltern und Banken mithalten zu können. Kleinanleger, die beispielsweise gerade erst ins Berufsleben gestartet sind oder noch ein Eigenheim abbezahlen, suchen deswegen immer häufiger nach einer Möglichkeit, mit kleinen Summen regelmäßig rentabel für die Altersvorsorge zu sparen. Für solche Anleger sind Fonds eine sehr profitable Lösung. Einen Investmentfonds kann man sich wie einen großen Topf vorstellen, in dem das Geld eines Anlegers gesammelt wird. Dieses Geld wird dann von professionellen Fondsmanagern in verschiedene Vermögenswerte, wie Aktien, Renten oder Derivate, investiert. Deswegen sind Fonds gerade bei Privatanlegern sehr beliebt. Sie bieten die Möglichkeit, sich ohne großen finanziellen und zeitlichen Aufwand an den Börsen zu engagieren.

Ebenso wie ETFs. Die ETFs, ausgeschrieben „Exchange Traded Funds“, sind börsengehandelte Indexfonds, die einen Börsenindex, wie beispielsweise den DAX, 1:1 abbilden und sich parallel dazu bewegen. Mit einem ETF können Anleger mit einer einzigen Anlage auf die Entwicklung eines ganzen Marktes oder Teilmarktes setzen. Beispielsweise kann das der Markt für Anleihen von Industrie- und Schwellenländern, ger globale oder ein regional begrenzter Aktienmarkt sein. Viele Studien zeigen, dass es die meisten aktiv gemanagten Fonds nicht schaffen, besser als ihr Vergleichsindex, die sogenannte Benchmark, abzuschneiden. Zudem liefern selten mehr als 5 bis 10 Prozent der Fonds einer Kategorie dauerhaft  gute Ergebnisse. Es kommt also selten vor, dass sich ein aktiv gemanagter Fonds in einem Fondsranking im obersten Viertel platzieren konnte und dort fünf Jahre später immer noch zu finden war.  Anleger sollten daher sehr genau auswählen, um einen langfristig erfolgreich gemanagten Fonds zu finden.

3. Immobilien

Immobilien gelten schon seit langer Zeit als wertbeständige, sichere und risikoarme Investmentobjekte für den Vermögensaufbau. Deswegen setzen noch immer viele Anleger auf Immobilien als Renditeobjekte um sich ihr Vermögen aufzubauen, fürs Alter vorzusorgen oder das Objekt im Zweifel selbst nutzen zu können. Gerade durch den Wohnungsmangel in Großstädten hält der Hype um Immobilien weiterhin an und kann gut zum Investieren genutzt werden. Besonders profitabel wird eine Immobilie dann, wenn man sie vermieten und so regelmäßige Einnahmen generieren kann.

Sich mit Immobilien ein Vermögen aufzubauen eignet sich besonders für Anleger, die langfristig denken, ein größeres Vermögen zur Verfügung haben und viel Zeit investieren können. Zudem kann eine Immobilie gut zur Risikostreuung des Gesamtvermögens genutzt werden. Hier sollten Anleger jedoch immer zwischen einer Immobilie zur Selbstnutzung und einer Immobilie, die als Kapitalanlage gelten soll, differenzieren. Denn bei einer selbstgenutzten Immobilie geht es vor allem ums Wohlfühlen, bei einer vermieteten Immobilie stehen immer die Renditechancen im Vordergrund.

Auch die Finanzierungsmöglichkeiten unterscheiden sich bei den Nutzungsarten. Steuerliche Punkte spielen zudem nur bei vermieteten Objekten eine Rolle. Anleger, die eine Immobilie als Kapitalanlage kaufen, sollten daher nicht den Fehler machen, das Objekt nur mit den Augen des Selbstnutzers zu sehen. Hier sollte sich besser auf Zahlen und Fakten verlassen werden, welche die Eignung einer Immobilie als Kapitalanlage kennzeichnen.

Ein Vorteil der vermieteten Immobilie ist, dass sie einen Sachwert hat, der zur Risikostreuung des Gesamtvermögens, insbesondere auch gegen Inflationsgefahren, beitragen kann. Eine gut kalkulierte Immobilie bietet so langfristige Renditechancen. Ein Nachteil einer Immobilie ist, dass sie sich nicht jederzeit zu Geld machen lässt. Das macht sie zu einer relativ unflexiblen Anlageform. Der Aufwand für den Kauf und die Verwaltung der Immobilie ist zudem um einiges höher, als bei anderen Geldanlagen.

4. Kryptowährungen

Kryptowährungen erlebten 2017 und 2018 einen wahren Höhepunkt. Täglich stiegen die Preise an und wer richtig investiert hatte, konnte mit der digitalen Währung richtig Geld machen. Mittlerweile sind die Kurse wieder gefallen, aber es kann sich trotzdem noch lohnen, in sie zu investieren.

Bei Kryptowährungen handelt es sich um digitale Währungen. Diese Währung findet einzig und allein virtuell statt, es gibt also keine Münzen oder Scheine, die man greifen könnte. 

Der größte Unterschied von Kryptowährungen zu unserem normalen Geld ist, dass diese komplett unabhängig von Banken oder Staaten funktionieren. Es gibt also keine Organisationen, die die Kontrolle über das Geld besitzen.

Die beliebteste Kryptowährung ist der Bitcoin, der in den letzten Jahren sehr stark in seinem Wert schwankte. Deswegen ist der Handel mit Bitcoins eher etwas für den Vermögensaufbau spekulativer Anleger, die weiter auf einen rasanten Wertanstieg des Bitcoins warten.

5. Rohstoffe

Rohstoffe wie Gold, Silber und Öl gelten seit jeher als krisensichere Mittel zur Geldanlage und zum Vermögensaufbau. Es sind Materialien, die vermutlich niemals völlig wertlos werden, da sie begrenzt und deswegen sehr begehrt sind. Zur Renditeverbesserung der Gesamtanlagen kann sich deswegen eine Anlage in Rohstoffe, wie beispielsweise Gold, lohnen. Allerdings nur dann, wenn man es zur rechten Zeit kauft und verkauft. Geeignet sind Rohstoffe wie Gold daher für Anleger, die ihr Anlagevermögen streuen und es als eine Art Risikoversicherung gegen Finanzmarktkatastrophen nutzen wollen.

Rohstoffe haben gegenüber anderen Anlageformen den Vorteil, dass ihr Wert von Angebot und Nachfrage bestimmt wird, die Nachfrage aber in der Regel höher als das Angebot ist. Dadurch bieten sie auf lange Sicht einen guten Schutz vor Faktoren wie der Inflation. Kurzfristig könnte es mit Rohstoiffen aber jedoch sein, dass es zu hohen Verlusten kommt. Dadurch ist die Geldanlage, beispielsweise mit Gold oder Silber, immer mit gewissem Risiko verbunden.

Besonders Gold und Silber sind als Kapitalanlage sehr beliebt. Ihr Preis ist von vielen Faktoren abhängig. Zum einen spielt natürlich die Verfügbarkeit eine Rolle. Zum anderen gilt beispielsweise Gold in Krisenzeiten als sichere Wertanlage, weswegen es in solchen Zeiten zu massenhaften An- und Verkaufen kommen kann. Dadurch kann der Preis stark schwanken. Der Silberpreis ist davon meistens nicht betroffen, unterliegt aber ebenfalls Schwankungen.

Der Vorteil an Rohstoffen ist, dass sie im Gegensatz zum Geld nicht vermehrbar und daher seit Jahrtausenden als wertvoll und krisensicher gelten. Zudem lassen sich Goldbarren mit einem Feingoldgehalt von 99,99 Prozent oder gängige Anlagemünzen problemlos zu Bargeld machen.

Nachteil an Rohstoffen ist, dass der Preis für sie sehr stark schwanken kann. Für den vermeintlichen Inflationsschutz von Gold gibt es keine Garantie. Zudem bietet Gold keinen Ertrag in Form von Zinsen oder Dividenden.

Fazit

Jede Geldanlage bietet ihre Vor- und Nachteile. Deswegen solltest du dir jede einzelne genau anschauen und abwägen, welche sich am besten für deinen Vermögensaufbau eignet. Sicher ist aber, dass sich jede einzelne von ihnen sehr gut dazu eignen kann, das eigene Vermögen weiter aufzubauen. In den folgenden Reports wollen wir deswegen näher auf jede einzelne Anlageform eingehen und dir genau erklären, ob sich diese gerade in der momentanen Krisenzeit, gut für eine Geldanlage eignet.

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