Inflation und Rezession abfedern mit wertbeständigen Anlagen

Mit Gold und Co. Vermögen sichern: So investierst du in Edelmetalle

Eine hohe Inflation, steigende Energiekosten und die Angst vor einem Wirtschaftsabschwung beschäftigen derzeit viele Menschen. Damit das angesparte Vermögen auf dem Bankkonto nicht von wachsenden Ausgaben aufgezehrt wird, sollte es klug und möglichst gewinnbringend oder werterhaltend angelegt werden. Neben einer Investition in Aktien, Fonds oder Immobilien bieten sich dazu ebenfalls Edelmetalle an. Die Barren und Münzen aus Gold oder Silber tragen zur langfristigen Kapitalsicherung bei. Doch aufgrund ihrer hohen Wertdichte verlangen die sie eine angemessene Verwahrung. Hier erfährst du, welche Edelmetallprodukte zur Anlage geeignet sind und wie du sie am besten lagern kannst.

Edelmetalle als Anlage – darauf solltest du achten

Auf dem Edelmetallmarkt werden heutzutage unzählige Produkte angeboten. Dabei sind es nicht nur unterschiedliche Metalle wie Gold, Silber, Platin oder Palladium, sondern dazu verschiedene Arten. Weit verbreitet sind Münzen, Barren oder auch Münzbarren – dabei handelt es sich um Edelmetallbarren in eckiger Form, die ein Münzemblem besitzen. Darüber hinaus gibt es Edelmetalle in Granulatform. Diese Klasse verlangt jedoch ein höheres Fachwissen, wenn sie zur Investition genutzt werden soll.

Häufig werden auch Medaillen angeboten. Diese glänzen zwar ebenfalls schön und haben eine Echtgoldauflage oder einen Echtsilberbelag, doch im Kern bestehen sie meist aus Kupfer oder Nickel. Zur Geldanlage sind solche Gedenkstücke jedoch nicht geeignet. Dazu sollte der Anteil an Gold oder Weißmetall mindestens bei 90 Prozent liegen. Viele Gold- und Silbermünzen besitzen heute bereits einen sehr hohen Feingehalt von 999,9 Tausendstel, was dem reinen Metall entspricht.

Wenn du dich für Edelmetallbarren oder -münzen zur Vermögenssicherung entscheidest, solltest du dich beim Kauf auf gängige Ausgaben und Gewichtseinheiten konzentrieren. Bei Münzen kannst du mit der gebräuchlichen Stückelung von einer Unze nichts falsch machen. Das entspricht rund 31 Gramm und gilt gleichermaßen für alle Metalle. Bei Goldbarren sind Gewichte von 100 oder 250 Gramm beliebt und bei Silberbarren Stücke zu 500 oder 1.000 Gramm. Die LBMA-Zertifizierung ist dabei ein internationales Qualitätsmerkmal. Wichtig: Anlagegold oder -silber solltest du nur im vertrauenswürdigen stationären oder Online-Fachhandel kaufen, damit du keine Fälschungen erwirbst.

Die verschiedenen Edelmetalle unter der Lupe

Sicher fragst du dich jetzt, welches Edelmetall das beste zur Geldanlage ist. Hier hast du hauptsächlich die Wahl zwischen Gold oder Silber. In diesen Kategorien findest du auch die meisten Angebote und eine weltweite Akzeptanz. Zwar eignen sich Barren und Münzen aus Platin oder Palladium ebenfalls zur Investition, doch sie gelten allgemein eher als Exoten. Nachfolgend haben wir für dich die vier Edelmetalle näher beleuchtet.

  • Gold ist das gängigste Edelmetall unter den Anlagen. Anders als bei den weißen Metallen wird es eher selten zu industriellen Zwecken verwendet. Es ist die Königsklasse schlechthin für alle Investoren, da es überwiegend zur Wertanlage genutzt wird. Deshalb kannst du es auch ohne Mehrwertsteuer kaufen. Bekannte Anlagemünzen aus Gold sind Krügerrand, Maple Leaf, Australian Känguru oder Wiener Philharmoniker.
  • Silber ist das preiswerteste unter den Edelmetallen. Deshalb musst du auch deutlich mehr Münzen oder Barren kaufen, wenn du den Gegenwert von Gold erreichen möchtest. Das Weißmetall wird ebenfalls in der Autoindustrie und in vielen anderen Bereichen genutzt. Da es nicht nur Anlagemetall ist, kommt beim Kauf immer die Mehrwertsteuer dazu. Zu den gängigen Silbermünzen zählen Arche Noah, Britannia, Australian Koala oder Somalia Elefant.
  • Platin und Palladium: Hierbei ist das Angebot an Münzen eher eingeschränkt. Die beiden höherpreisigen Industriemetalle sind als Anlageprodukte nicht so weit verbreitet. Münzen werden in den Hauptsorten American Eagle, Cook Islands oder Maple Leaf angeboten.
  • Diamanten und Edelsteine sind zwar genau genommen keine Edelmetalle, sie eignen sich jedoch bedingt ebenfalls zur Investition. Hier sollte der Fokus eher auf hochwertige und teure Stücke liegen. Daher sind die Schmucksteine für die meisten Privatanleger weniger gut geeignet.

Die Risiken von Edelmetallen

Wenn du Gold und Co. als Geldanlage nutzen möchtest, solltest du dir auch des Risikos bewusst sein, das mit diesen Werten verbunden ist. Generell gilt für alle physischen Vermögenswerte: Es besteht ein hohes Verlustrisiko. Je nachdem, wie sie gelagert werden, sind sie der Gefahr von Diebstahl oder Beschädigung ausgesetzt. Denn eine Verwahrung in der Geldkassette, Kaffeedose oder anderen Verstecken ist nicht ausreichend. Bei einem Einbruchdiebstahl zahlt dann keine Versicherung. Im nächsten Abschnitt stellen wir dir einige Möglichkeiten vor, wie du dein Gold sicher lagern kannst.

Wo können die Vermögenswerte gelagert werden?

Möchtest du deinen Gold- oder Silberschatz zu Hause aufbewahren, kommt nur ein fest eingebauter Wand- oder Möbeltresor in Frage. Doch die Installation ist aufwendig und unterliegt strengen Sicherheitskriterien, damit dir deine Hausratversicherung im Ernstfall den Schaden ersetzt. Einfacher wird die Unterbringung im Bankschließfach, zum Beispiel bei deiner Hausbank. Dafür musst du aber in aller Regel ein Bankkonto eröffnen, von dem die Gebühren eingezogen werden. Das bedeutet allerdings auch, dass deine Kundendaten gespeichert und bei Verdacht auf Geldwäsche oder Steuerhinterziehung von Behörden abgerufen werden können.

Eine Alternative stellen bankenunabhängige Schließfächer in der Schweiz dar. Klar, das ist je nachdem, wo du lebst nicht gleich um die Ecke. Doch genau hierin liegt auch der Vorteil. Denn Experten raten ohnehin dazu, „nicht alle Eier in einen Korb zu legen“. Das bedeutet, dass du nicht alle Wertgegenstände zusammen aufbewahren solltest. Außerdem geht Schließfach mieten in der Schweiz heutzutage ganz einfach: Du brauchst kein Bankkonto, lagerst deine Schätze versichert in einem unabhängigen Land, das auch aus Deutschland gut erreichbar ist und musst keine Weitergabe deiner sensiblen Daten an Dritte befürchten. Denn Eigentumswahrung und Diskretion werden nach Schweizer Recht gehandhabt.

Ähnlich sicher und komfortabel ist die bankenunabhängige Einzelverwahrung von Goldanlagen im Inlandslager. Diese Lagerform ist insbesondere für größere Bestände geeignet oder zur Unterbringung von Wertgegenständen von Unternehmen, Family Offices oder anderen institutionellen Anlegern. Wenn du dagegen Silber ohne Mehrwertsteuer lagern möchtest, empfehlen sich Zollfreilager in der Schweiz. Die werden von privaten Lagerspezialisten auch inklusive Einzelverwahrung angeboten. Das bedeutet, dass du später deine original eingelagerten Stücke erhältst und nicht, wie bei Sammellagerung üblich, nur gleichwertige.

Fazit: Sicher gelagertes Edelmetall ist ideal zur Diversifikation

Mit Gold und Co. kannst du dein Kapital diversifizieren. Physische Edelmetalle werfen zwar keine Zinsen ab und bringen keine Renditen wie Aktien und andere Anlageklassen, doch sie eignen sich sehr gut zum langfristigen Vermögensaufbau. Es sind ideale Produkte zur Risikominimierung in Kombination mit weiteren Investments. Wichtig ist jedoch die sichere Lagerung der wertdichten Stücke – damit dein Vermögen tatsächlich bewahrt wird.

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