Der Kaufpreis liegt bei 1 Milliarde Euro

Dr. Oetker übernimmt das Getränke-Startup Flaschenpost

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Getränke kostenlos liefern lassen und direkt das Pfand abgeben  – mit diesem Geschäftskonzept ist das Startup Flaschenpost vor vier Jahren in Münster gestartet. Nun wurde der Getränke-Lieferdienst offenbar für 1 Milliarde Euro von der Oetker-Gruppe übernommen. Für diesen beeindruckenden Kaufpreis sorgten auch die Einschränkungen durch die Corona-Pandemie.

Der Lebensmittel-Konzern Dr. Oetker kauft offenbar den Getränke-Lieferdienst Startup Flaschenpost aus Münster. Der Kaufpreis soll dabei bei einer Milliarde Euro liegen. Das berichtet das Portal Deutsche-Startups und beruft sich auf Informationen der Pressestelle von Dr. Oetker. Aktuell bietet Flaschenpost Getränke-Lieferungen in weit über 100 Städten an. Das Unternehmen verspricht dabei, bestellte Getränke innerhalb von 120 Minuten auszuliefern. Von diesem Konzept war der Oetker-Konzern schon zuvor überzeugt und hatte den Markteinstieg mit dem hauseigenen Startup Durstexpress versucht. Jedoch konnte sich das eigene Startup nie gegen die Konkurrenz durchsetzen.

Der Flaschenpost-Erfolg gelingt im zweiten Versuch

Doch auch der Erfolg von Flaschenpost brauchte einen zweiten Versucht. Denn das Startup wurde zunächst 2014 von Dieter Büchl in Münster gegründet und schon nach wenigen Monaten wieder eingestellt. Der Grund dafür waren zu viele Kundenanfragen und eine falsch geplante Logistik. Deshalb folgte 2016 dann der Neustart mit einem verbesserten Konzept und einer besser geplanten Logistik. Und diesmal ging das Geschäftskonzept auf: Innerhalb von vier Jahren wurde aus dem kleinen Startup ein Unternehmen mit mehr als 6000 Mitarbeitern an 23 Standorten in Deutschland. Allein seit April kamen mit Langenfeld, Berlin, Recklinghausen und Bielefeld vier weitere Standorte hinzu.

Corona-Pandemie erhöht Nachfrage

Der Grund für diese hohe Nachfrage ist auch der mehrwöchige Lockdown Anfang des Jahres und die insgesamt mit der Pandemie verbundenen Einschränkungen. Dadurch verschwanden offenbar die bisherigen Hürden beim Onlinekauf von Lebensmitteln und für das Startup Flaschenpost kamen neue Zielgruppen hinzu. Auch das gesamte Marktvolumen der Lebensmittel-Industrie stieg an. Denn viele Kunden kauften größere Mengen online bzw. im Supermarkt und stockten damit auch den eigenen Getränke-Vorrat immer weiter auf. Deshalb möchte sich Flaschenpost nun auf diese hohe Nachfrage einstellen und nach dem Kauf durch Dr. Oetker die Liefer-Flotte erweitern. Wie genau diese Veränderungen aussehen, will das Startup noch bekanntgeben.

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Über den Autor

Autorenprofil: Insa Schoppe

Insa Schoppe

Direkt nach dem Abitur entschied sich Insa für ein „Multimedia Production“-Studium in Kiel, danach folgten praktische Erfahrungen in einer Fernsehproduktionsfirma. Anschließend startete sie ein Volontariat in der Redaktion eines Radiounternehmens und wurde als Redakteurin übernommen. Zu ihren Aufgaben gehörten neben der Recherche und Texterstellung auch tägliche Nachrichten sowie die Verantwortung für mehrere Magazine. Im März 2020 wechselte Insa von der Radio-Redaktion in die Online-Redaktion von Gründer.de und unterstützt seitdem das Team als Junior-Online-Redakteurin.