Infos zur Gründung und den Geschäftsprinzipien der Krisen-Konzepte

Corona-Startups: Diese 5 Innovationen entstanden in der Krise

Seit Beginn der Corona-Pandemie sind täglich neue Schlagzeilen zur Kurzarbeit und Insolvenzen vorhanden. Zahlreiche Startups sind durch starke Gewinneinbrüche gescheitert oder bekamen keine Finanzmittel. Doch es gibt auch die andere Seite der Krise, denn tatsächlich sind seit März auch zahlreiche neue Geschäftsideen entstanden. Seit Beginn der Pandemie wurden zudem 300 Tech-Unternehmen in Deutschland gegründet, mehr als im Vorjahreszeitraum. Der folgende Artikel stellt fünf dieser Corona-Startups und ihre innovativen Business-Konzepte vor.

Wer sich die Gründungen der Startups während der aktuellen Corona-Krise anschaut, bemerkt schnell: Technik-Startups sind besonders beliebt, auch der Onlinehandel und die Lebensmittel-Branche konnte durch die Entwicklungen profitieren. Sogar im Medizinbereich und im Bildungssektor gab es mehr Gründungen als im Jahr zuvor. Das geht aus einer Analyse der Datenbank startupdetector hervor. Denn obwohl Investoren risikoscheuer sind und potenzielle Kunden ihre Budgets reduzieren, können sich viele junge Firmen durchsetzen – oder gerade deshalb. Die folgende Übersicht zeigt, auf welche innovativen Ideen die Corona-Startups setzen:

Startup #1: AliudQ

Schon vor der Corona-Pandemie war es  nervig und zeitaufwendig, bei Freizeitaktivitäten in der Schlange zu stehen und damit wertvolle Zeit zu verschwenden. Aktuell ist es sogar gefährlich geworden. Deshalb setzt das Startup AliudQ auf eine virtuelle Warteschlange, in die Nutzer per App eintreten können. Dadurch soll zum Beispiel im Freizeitpark das Anstehen an Achterbahnen und anderen Attraktionen überflüssig sein. Doch nicht nur dort, sondern prinzipiell überall, wo man warten muss. Die App sorgt also dafür, dass sich Wartende in die virtuelle Schlange einreihen können und informiert die Nutzer gleichzeitig, wie viel Wartezeit noch ungefähr verbleibt. Diese Zeit können Besucher und Nutzer des Corona-Startups dann also für andere Aktivitäten nutzen und minimieren gleichzeitig den Kontakt zu anderen Personen.

10 Ideen für die Selbstständigkeit

Idee 1: Onlineshop

Wenn du schon immer deine eigenen Produkte verkaufen wolltest, kann ein eigener Onlineshop sehr profitabel für dich sein. Entweder kannst du dir eine komplett eigene Plattform mithilfe eines Webseiten-Entwicklers bauen oder du nutzt die Möglichkeiten, die Online-Marktplätze wie Amazon dir bieten. Mit Anbietern wie Amazon sparst du dir den Aufwand der Lagerung und des Versands deiner Produkte. Mit einem eigenen Shop kommt etwas mehr Arbeit auf dich zu, allerdings bist du damit auch komplett unabhängig.

Idee 2: Restaurant, Café oder Laden eröffnen

Das eigene kleine Café, eine eigene Boutique oder das eigene Restaurant – für viele ist es ein Traum, irgendwann mal einen eigenen Laden zu besitzen. Solltest du dir so einen Traum erfüllen wollen, solltest du dir genaue Gedanken über das Konzept und die Lage machen. Denn gerade in Großstädten gibt es viele Konkurrenten die ähnliches vorhaben. Hier brauchst du ein Alleinstellungsmerkmal – etwas, dass die anderen nicht haben. Bei einem Restaurant oder Café wäre das beispielsweise, dass du nur vegane Gerichte anbietest.

Idee 3: Blogger

Auch als Blogger kannst du dich selbstständig machen und Vollzeit an deinem Blog arbeiten. Da es jedoch schon eine Vielzahl an verschiedenen Blogs gibt, musst du dir ein Nischenthema suchen oder dein Blog muss besser sein als die der Konkurrenz. Hast du dir erstmal eine gute Reichweite aufgebaut, gibt es verschiedene Möglichkeiten, wie du mit dem Blog Geld verdienen kannst. Beispielsweise kannst du Werbeanzeigen auf deinem Blog schalten oder mit anderen Unternehmen kooperieren.

Idee 4: Autor

Wenn du besonders kreativer bist und sehr viel Spaß am Schreiben hast, kannst du dich auch als Autor selbstständig machen. Dabei müssen es aber natürlich nicht nur Romane sein: Auch Koch- oder Sachbücher müssen von jemanden geschrieben werden, der Ahnung auf diesem Gebiet hat. Wenn du also über eine gewisse Expertise auf einem Themengebiet verfügst, kann der Job als Autor genau das richtige für dich sein.

Idee 5: Handwerker

Hast du einen handwerklichen Beruf gelernt, wie beispielsweise Maler und Lackierer, solltest du dir jeden Fall Gedanken darüber machen, dich selbstständig zu machen. Denn die Handwerksbranche darf sich schon seit einigen Jahren über eine hervorragende Auftragslage freuen. Das liegt vor allem daran, dass immer weniger Menschen einen Ausbildungsberuf lernen und die Handwerker somit völlig unterbesetzt sind. Eröffnest du also einen eigenen Handwerkbetrieb, kannst du damit richtig gutes Geld verdienen.

Idee 6: Tagesmutter

Um dich als Tagesmutter heutzutage selbstständig zu machen, musst du dich an strenge Richtlinien halten. So brauchst du bestimmte Qualifizierungen, für die du bestimmte Lehrgänge besuchen musst. Zudem müssen bestimmte Räumlichkeiten gegeben sein, die kinderfreundlich eingerichtet sind. Beispielsweise bedeutet das, dass du einen Ruheraum, einen Spielraum und auch eine Küche in deiner Einrichtung brauchst, um die Kinder optimal zu versorgen. Ist das alles gegeben, kannst du dich als Tagesmutter selbstständig machen.

Idee 7: Fotograf

Beschäftigst du dich gerne mit der Fotografie, kannst du dich auch damit sehr gut selbstständig machen. Fotografen werden auch ständig gebraucht. Ein klassisches Beispiel wäre auf Hochzeiten, aber auch auf kleineren örtlichen Veranstaltungen werden immer wieder Fotografen gebraucht. Auch mit dem eigenen Fotostudio kann man viel Geld verdienen, da viele Menschen weiterhin gerne Familienfotos oder ein Freunde- oder Paar-Fotoshooting machen lassen.

Idee 8: Schlüsseldienst

Als Schlüsseldienst kannst du sehr gutes Geld verdienen. Dabei muss dir jedoch bewusst sein, dass das meiste Geld mit dem 24-Stunden-Notdienst gemacht wird. Nachts haben die Menschen am wenigsten Lust dazu, sich den Ersatzschlüssel von Freunden oder der Familie zu besorgen und rufen lieber den Schlüsseldienst. Das heißt also, dass du rund um die Uhr erreichbar sein musst. Hast du damit kein Problem, kann das ebenfalls ein sehr profitables Business sein.

Idee 9: Makler

Als Immobilienmakler hast du die Aufgabe, unbewohnte Immobilienobjekte an potentielle Mieter oder Käufer zu vermitteln. Gerade in Zeiten der Wohnungsnot in Großstädten, kann es sehr profitabel sein, als Makler zu arbeiten. Dabei hast du eine breite Palette an Aufgaben, schließlich musst du die Objekte nicht nur vermitteln, sondern Interessenten auch kompetent beraten und die Objekte verwalten. Aufgaben, für die du kaufmännisches Geschick und Einfühlungsvermögen benötigst.

Idee 10: Personal Trainer

Immer mehr Menschen beschäftigen sich mit gesunder Ernährung und Fitness. Hast du von beiden viel Ahnung, kannst du dich gut als Personal Trainer selbstständig machen. Um als Personal Trainer arbeiten zu dürfen, musst du bestimmte Lizenzen erwerben. Die Fitnesstrainer B-Lizenz ermöglicht dir den Einstieg in den Beruf eines Fitnesstrainers, die Erweiterung auf ein höheres Niveau ist die Fitnesstrainer A-Lizenz. Ergänzend dazu kannst du auch die Ernährungsberater-Ausbildung absolvieren, wenn du deine Kunden umfassend betreuen und sie in Sachen Ernährung beraten willst.

Startup #2: Kita to go

Das Startup Kita to go kommt hingegen aus dem Bildungsbereich und entstand als die Kitas während des Corona-Lockdowns geschlossen waren. Denn oftmals war es für die Eltern schwierig, ihre Kinder zuhause zu beschäftigen, es fehlten Ideen und passende Programme. Mit Kita to go gibt es dafür jetzt eine Online-Plattform für Eltern von Drei- bis Sechsjährigen, die ihre Kinder im Homeoffice beschäftigen möchten. Dabei bekommen diese jede Woche ein Bastel-, Spiel- und Lernprogramm zu einem neuen Thema bekommen. Und diese Geschäftsidee kam gut an: Nach einer Woche hatte die Plattform des Corona-Startups 5.000 Nutzer, heute sind es schon 50.000 – obwohl die Kindertagesstätten wieder geöffnet sind. Neben einem kostenlosen Digitalangebot sind auch digitale und gedruckte Themenhefte im Angebot.

Startup #3: United4Information

Seit Beginn der Corona-Krise ist es zudem schwer, die tatsächlichen Informationen von Falschmeldungen zu trennen. Deshalb wurde das Startup United4Information gegründet. Dabei sollen Wissenschaftler und Anbieter von kostenloser Software zusammenkommen, um Studien zu Falschinformationen von Corona durchzuführen. Außerdem soll es ein Warnsystem geben, dass falsche Informationen anhand einer Datenerhebung erkennt. Dieses Konzept soll dann auch bei zukünftigen Wahlen helfen und Falschmeldungen auf Social-Media-Kanälen stoppen. Die Vision des Corona-Startups: Menschen mit einer großen Reichweite im Netz und klassische Medien könnten die Warnhinweise seiner Plattform abonnieren und kursierenden Fehlinformationen schnell Fakten entgegensetzen, die wiederum von ihren Lesern weiterverbreitet werden.

Startup #4: Streamparty

Besonders während des Lockdowns mussten viele alleine zuhause sitzen und sehnten sich nach gemeinsamen Serien- und Filmabenden. So ging es auch dem Gründer von Streamparty. Deshalb entwickelte er eine Technologie, mit der Nutzer von Netflix, Disney+, Youtube und Prime Video auch über weite Entfernungen hinweg zusammen Videos schauen können. Auch Videochats sind währenddessen möglich. Vor der Corona-Krise besaß die Technologie des Corona-Startups nur 800 Nutzer, seitdem sind es über 20.000 und täglich kommen neue Nutzer hinzu. Die junge Firma erreicht damit nach eigenen Angaben bereits Menschen in mehr als 30 verschiedenen Ländern. Wer mehr als fünf Stunden im Monat mit anderen Filme schauen will oder parallel einen Videochat führen möchte, zahlt bei Streamparty eine Abo-Gebühr von drei bis vier Euro pro Monat.

Startup #5: tl:dv

Auch das Startup tl:dv fokussiert sich auf den Videobereich, allerdings geht es dabei um Videokonferenzen. Der Firmenname steht für „too long; didn‘t view“, was übersetzt „zu lang, habe ich nicht gesehen“ bedeutet. Denn die Gründer hatten bemerkt, dass besonders bei langen Video-Meetings nicht alle Informationen behalten werden und abwesende Kollegen benachteiligt sind. Deshalb lassen sich mit dem neuen Programm des Corona-Startups Meetings aufzeichnen und mit bestimmte Sequenzen markieren. Diese Markierungen sind sogar mit einem Namen verknüpfbar.  Am Ende entsteht so ein Video mit interaktiven Kapitel-Marken, die alle wichtigen Momente für Kollegen oder andere Teams schnell zugänglich machen. Eine Integration in Kommunikations-Apps wie Slack, Trello oder Discord ist zudem auch schon möglich. Aktuell konnte die Corona-Firma noch weitere Investoren gewinnen, um die Technik und Stabilität noch zu verbessern.

Fazit

Die Übersicht zeigt, dass eine Gründung in jeder Situation möglich ist. Ob Corona-Krise oder nicht – wenn deine Geschäftsidee funktioniert und sich an die aktuellen Bedingungen anpasst, kannst du damit auch langfristig erfolgreich sein. Dabei ist es wichtig, sich gut vorzubereiten und den Businessplan ausführlich zu prüfen. Denn das Business-Konzept deines Corona-Startups sollte natürlich auch ohne die Pandemie weiterhin lukrativ bleiben.

Über den Autor

Autorenprofil: Insa Schoppe

Insa Schoppe

Direkt nach dem Abitur entschied sich Insa für ein „Multimedia Production“-Studium in Kiel, danach folgten praktische Erfahrungen in einer Fernsehproduktionsfirma. Anschließend startete sie ein Volontariat in der Redaktion eines Radiounternehmens und wurde als Redakteurin übernommen. Zu ihren Aufgaben gehörten neben der Recherche und Texterstellung auch tägliche Nachrichten sowie die Verantwortung für mehrere Magazine. Im März 2020 wechselte Insa von der Radio-Redaktion in die Online-Redaktion von Gründer.de und unterstützt seitdem das Team als Junior-Online-Redakteurin.